Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Erster Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID zugelassen
Mit mCombriax® soll bald schon der erste mRNA-Kombinationsimpfstoff in ganz Europa auf den Markt eingeführt werden. Die Europäische Kommission hat die mRNA-Vakzine von Moderna Mitte April 2026 zugelassen.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
mRNA-Vakzine
23.04.2026, 13:00 Uhr
Vitamin E hilft kaum gegen Fettleber
Eine Leberverfettung (Steatose) kann sich nicht nur bei Menschen mit hohem Alkoholkonsum entwickeln. Auch fett- und/oder zuckerreiche Ernährung führt zur übermäßigen Ansammlung von Lipiden, vor allem Triglyceriden, in den Hepatozyten. Wegen der Zunahme von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter ist auch die junge Generation zunehmend von derartigen Erkrankungen betroffen. Eine Studie untersuchte, ob eine Behandlung mit Vitamin E oder Metformin der Leberverfettung bei Kindern und Jugendlichen Einhalt gebieten kann.Show moreLebererkrankungen im Kindesalter
18.05.2011, 22:00 Uhr
Cabazitaxel bei hormonrefraktärem Prostatakarzinom
Das Taxel Cabazitaxel (Jevtana®) ist in Kombination mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung von Patienten mit einem hormonrefraktären metastasierten Prostatakarzinom angezeigt, die mit einem Docetaxel-basierten Therapieschema vorbehandelt sind.Show moreNeuer Mitosehemmer
18.05.2011, 22:00 Uhr
Ein einfaches Rezept gegen persistente Erreger
Persistente Erreger stellen bei zahlreichen Infektionskrankheiten ein erhebliches Problem dar. Im Gegensatz zu Mikroorganismen reduzieren Persister ihre Stoffwechselaktivitäten auf ein Minimum und sind damit einer Antibiotika-Therapie nicht zugängig, die zumeist ausschließlich gegen sich vermehrende Erreger wirksam ist. Wie US-amerikanische Wissenschaftler im Tierversuch jetzt zeigten, lassen sich diese Dauerformen durch die zusätzliche Gabe von einfachen Metaboliten, die den Stoffwechsel aktivieren, unschädlich machen.Show moreAus der Forschung
18.05.2011, 22:00 Uhr
Nachweis für Krebsschutz durch Selen fehlt
Nach wie vor ist umstritten, ob und unter welchen Bedingungen das Spurenelement Selen vor Krebs schützen kann. In einem Cochrane Review wurde daher untersucht, ob es eine Evidenz für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Selenexposition und Krebsrisiko gibt und ob eine Selensupplementation vor Krebs schützen kann. Einen eindeutigen Beleg für den Nutzen einer Supplementation in der Primärprävention von Krebs konnten die Autoren des Reviews nicht finden, potenziell schädliche Wirkungen wollten sie nicht ausschließen [1].Show moreCochrane-Review
18.05.2011, 22:00 Uhr
Erste Erfahrungen mit Asenapin bei Manie
Für die Therapie von erwachsenen Patienten mit mäßigen bis schweren manischen Episoden einer Bipolar-I-Störung liegen nun die ersten Erfahrungen mit dem neuen atypischen Antipsychotikum Asenapin (Sycrest®) vor, das Ende 2010 zugelassen wurde. Es ist ähnlich wirksam wie Olanzapin. Das Rezeptorbindungsprofil sorgt für eine gute Verträglichkeit.Show moreBipolar-I-Störungen
18.05.2011, 22:00 Uhr
Tiotropium bei COPD besser als Salmeterol?
Standardtherapeutika für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sind langwirksame Bronchodilatatoren. Sie steigern die körperliche Belastbarkeit und die Lebensqualität und senken das Risiko von Exazerbationen und Krankenhauseinweisung. Leitlinien differenzieren bislang nicht zwischen den lang eingeführten Substanzen Tiotropium und Salmeterol. Das könnte sich nach den Ergebnissen der einjährigen POET-COPD-Studie ändern.Show moreCOPD-Studie
18.05.2011, 22:00 Uhr
Lopinavir verstärkt Abwehr gegen HPV-infizierte Zellen
Vor zehn Jahren wurde das Virustatikum Lopinavir gemeinsam mit dem antiviralen Wirkstoff Ritonavir als Kombinationspräparat des Herstellers Abbott unter dem Handelsnamen Kaletra® zur Therapie von HIV-Infektionen zugelassen. Beide Substanzen wirken als HIV-Proteaseinhibitoren und hemmen die Vermehrung der Viren. Lopinavir wirkt offensichtlich aber auch gegen humane Papillomaviren, von denen verschiedene Stämme für das Entstehen von Zervixkarzinomen verantwortlich sind. Den Wirkmechanismus haben britische Wissenschaftler jetzt aufgeklärt.Show moreGebärmutterhalskrebs
11.05.2011, 22:00 Uhr
Die richtige Wahl bei Nagelpsoriasis
90 Prozent der etwa zwei Millionen Psoriasispatienten in Deutschland benötigen eine medizinische Therapie. Diese suchen sie allerdings immer seltener beim Facharzt, und sie erhalten häufig keine indikationsgerechte Versorgung. Zugelassen und wirksam bei Haut- wie auch Nagelpsoriasis sind beispielsweise TNF-alpha-Inhibitoren wie Infliximab (Remicade®).Show moreDermatologie
11.05.2011, 22:00 Uhr
Retigabin verhindert Aktionspotenzialentladungen
Mit Retigabin (Trobalt®) kommt der erste Kaliumkanal-Öffner für die Behandlung der Epilepsie auf den Markt. Er ist indiziert als Zusatztherapie fokaler Krampfanfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab dem 18. Lebensjahr. Die europäische Zulassung wurde bereits Ende März 2011 erteilt. Ab Mitte Mai steht das neue Antiepileptikum in Deutschland zur Verfügung.Show moreNeues Wirkprinzip bei fokaler Epilepsie
11.05.2011, 22:00 Uhr
Schützt Vitamin D vor Krebs?
Vitamin D und seine Metaboliten sind unter anderem in der Lage, Apoptose zu induzieren und die Angiogenese zu hemmen. Ausreichend hohe Blutspiegel könnten daher vor Krebs schützen. Gestützt wird diese Hypothese durch Ergebnisse zahlreicher epidemiologischer Untersuchungen und Interventionsstudien. Wie hoch die Vitamin-D-Konzentrationen sein sollten und ob eine Vitamin-D-Supplementierung für die Prävention und Behandlung von Tumorerkrankungen sinnvoll ist, darüber sind sich die Experten noch nicht einig.Show moreTumorerkrankungen
11.05.2011, 22:00 Uhr
Kommt sie bald, die Pille für den Mann?
Vor allem eine zu geringe Zahl von Spermien im Ejakulat, deren verminderte Motilität oder ein zu hoher Anteil an fehlgeformten Samenzellen werden als Ursache für die Unfruchtbarkeit beim Mann genannt. Eine entscheidende Rolle spielt dabei jedoch offensichtlich ein Regulationsmechanismus, den Homburger Wissenschaftler jetzt aufgeklärt haben. Für die Heranreifung funktionsfähiger Spermien ist eine über einen bestimmten Calciumkanal gesteuerte Erniedrigung der Calciumkonzentration in der Nebenhodenflüssigkeit zwingend notwendig.Show moreVerhütung
11.05.2011, 22:00 Uhr
Nebenwirkungen und wie man sie vermeidet
Prostanoide sind als ständig gebildete Signalmoleküle essenziell für viele physiologisch-adaptive Prozesse. Ihre Synthesehemmung provoziert daher ein charakteristisches Nebenwirkungsprofil als Folge der COX-Inhibition; dazu gesellen sich individuelle Risiken des einzelnen Wirkstoffes. Hier werden die Nebenwirkungen der COX-Inhibitoren als Klasseneffekte dargestellt; weitere wirkstoffspezifische Nebenwirkungen sind bei den einzelnen Substanzen bzw. bei Paracetamol und Metamizol beschrieben.Show more04.05.2011, 22:00 Uhr
Hemmstoffe der Cyclooxygenasen
Die Hemmung der COX-2 vermittelt die therapeutischen Effekte, während die Nebenwirkungen gleichermaßen durch Hemmung der COX-1 und COX-2 verursacht werden. Paracetamol und Metamizol besitzen wesentliche oder hauptsächliche Effekte zusätzlich zu der COX-Hemmung.Show more04.05.2011, 22:00 Uhr
Körperliche Aktivität kann vor Stürzen schützen
Was kann Sport in der Primär- und Sekundärprävention der Osteoporose leisten? Mit diesem Thema befasste sich ein Symposium auf dem Osteologie-Kongress. Sicher scheint zu sein: Wer körperlich trainiert ist, erleidet seltener einen Sturz. Und der kommt ja häufig vor dem Knochenbruch. Insgesamt ist die Datenlage zum Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität, Frakturrisiko beziehungsweise Knochendichte aber eher unbefriedigend.Show moreOsteoporose
04.05.2011, 22:00 Uhr
5-Alpha-Reduktase-Hemmer und Alpha-Blocker kombinieren
Bei der diesjährigen Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Urologie in Wien wurde eine Studie zur Therapie der benignen Prostatahyperplasie diskutiert, in der eine Kombination aus Tamsulosin und Dutasterid eingesetzt wurde. Die Auswertung der Vier-Jahres-Daten spricht für die Kombinationstherapie, die zu einer Verbesserung von Symptomatik und Lebensqualität sowie zu einer Verringerung von Komplikationen führte.Show moreTherapie der benignen Prostatahyperplasie
04.05.2011, 22:00 Uhr
Gleichwertigkeit von Ranibizumab und Bevacizumab gezeigt
Eine kürzlich im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass die VEGF-A-Antikörper Ranibizumab und Bevacizumab bei der Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) über ein Jahr gleichwertig sind. Dieser erste Direktvergleich beider Wirkstoffe war auch deshalb mit großer Spannung erwartet worden, weil das deutlich preiswertere Bevacizumab bisher nur für onkologische Indikationen zugelassen ist und sein Einsatz bei der AMD off label erfolgt.Show moreAltersbedingte Makuladegeneration
04.05.2011, 22:00 Uhr
Zulassung für Somatostatin-Analogon Pasireotid beantragt
Morbus Cushing zählt zwar zu den seltenen Erkrankungen, unbehandelt hat er aber schwere kardiovaskuläreund Stoffwechselstörungen zur Folge und führt zum Tod. Ursache ist ein Hypophysenadenom. Bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA (European Medicines Agency) wurde jetzt die Zulassung für das Multirezeptor-Somatostatin-Analogon Pasireotid zur Behandlung von Morbus Cushing beantragt, wie Novartis mitteilte.Show moreMorbus Cushing
04.05.2011, 22:00 Uhr
Megastudie zeigt neue Risikogenvariante für Depression
Familienuntersuchungen und Zwillingsstudien haben mehrfach einen Hinweis auf eine mögliche genetische Ursache der Major Depression, der klinisch relevanten Form der Depression mit schwerer Verlaufsform, gezeigt. Vielfach sind Untersuchungen mit dem Ziel durchgeführt worden, Risikogene für das Auftreten der Erkrankung zu identifizieren. Da jedoch auch andere Faktoren Ursache von Depressionen sein können, waren die Ergebnisse nicht eindeutig. In einer Megastudie konnte jetzt eine Genvariante nachgewiesen werden, die mit der schweren Verlaufsform assoziiert ist.Show moreAus der Forschung
04.05.2011, 22:00 Uhr
Neue und kommende Therapien der Osteoporose
Je nach Quelle leidet in Deutschland jede zweite bis vierte Frau über 65 Jahren an Osteoporose. Therapien zielen bislang primär auf die überaktiven Osteoklasten. Deren Rolle als "Knochenfräse" steht jedoch in ganz engem Zusammenspiel mit der Tätigkeit ihrer Gegenspieler, der Osteoblasten. Die komplexen Signalwege zwischen diesen Zelltypen werden zunehmend verstanden, sie eröffnen neue Therapieoptionen. Neue und zukünftige Behandlungen der systemischen Skeletterkrankung wurden auf dem diesjährigen Osteologie-Kongress in Fürth vorgestellt.Show moreOsteoporose
04.05.2011, 22:00 Uhr
Prostanoide und Cyclooxygenasen
Prostanoide sind zentrale Mediatoren von Entzündungs- und Schmerzreaktionen sowie von Fieber. Für ihre Bildung ist die Metabolisierung der Arachidonsäure durch die beiden Cyclooxygenasen 1 und 2 (COX-1, COX-2) zu Prostaglandin-Vorstufen verantwortlich. Prostanoide sind aber auch als ständig gebildete Signalmoleküle essenziell für viele physiologische Prozesse. Die Kenntnis ihrer Bildung und Wirkungen ist die Grundlage zum Verständnis der klinischen Wirkungen der COX-Inhibitoren. Auch die Wirkungen von Paracetamol und Metamizol umfassen Komponenten der COX-Hemmung.Show more04.05.2011, 22:00 Uhr
Nicht-steroidale Entzündungshemmer schwächen Wirkung
Nicht-steroidale Entzündungshemmer entfalten wie die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) ihre Wirkung zumindest teilweise über eine Regulation des Zytokin-Stoffwechsels. Andererseits können auch bei Patienten mit einer Depression erhöhte Konzentrationen der beiden Zytokine TNF α oder INF γ im Serum nachgewiesen werden. US-amerikanische Wissenschaftler haben jetzt gezeigt, dass eine Komedikation von NSAID und Antidepressiva möglicherweise bedenklich ist, da die Entzündungshemmer die antidepressive Wirkung mindern können.Show moreAntidepressiva
04.05.2011, 22:00 Uhr

Nichtsteroidale Analgetika
Die weltweite Verfügbarkeit von Schmerzmitteln wie von Cyclooxygenase-Hemmern, Paracetamol und Metamizol ist ein hohes zivilisatorisches Gut und ein wesentlicher Faktor für unsere Lebensqualität. Die Zugänglichkeit im Rahmen der Apothekenpflicht darf nicht über Risiken hinwegtäuschen, die sich jedoch durch bestimmungsgemäßen Gebrauch minimieren lassen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass eine unzureichende Schmerz- und Entzündungshemmung einen erheblichen Krankheitswert besitzt. |
Von Thomas Herdegen
Show moreVon Thomas Herdegen
Pharmako-logisch!
04.05.2011, 22:00 Uhr
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