
Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr

Bei chronischer Obstipation ist adäquate Therapie Pflicht
Prucaloprid beschleunigt Darmpassage
Unter chronischer Obstipation leiden häufig ältere Menschen, Patienten mit metabolischen oder neurologischen Erkrankungen oder auch Schmerzpatienten, die Opioide erhalten. Sie müssen adäquat beraten und behandelt werden. Denn chronische Obstipation ist mehr als eine Befindlichkeitsstörung. Der Leidensdruck ist hoch, die Lebensqualität sinkt. Schlagen die üblichen Laxanzien fehl, steht mit dem ersten selektiven Serotonin-5-HT4 -Rezeptoragonisten Prucaloprid (Resolor®) eine weitere Therapieoption zur Verfügung, zumindest für Frauen.Show more23.05.2012, 22:00 Uhr
Keine Unterschiede bei Herzinsuffizienz-Patienten
Vieles spricht dafür, Herzinsuffizienz-Patienten kontinuierlich mit Antikoagulanzien zu behandeln, um thromboembolische Ereignisse zu verhindern. Nach den Ergebnissen der großangelegten WARCEF-Studie kommen dafür Acetylsalicylsäure (ASS) und Warfarin gleichermaßen infrage, da hinsichtlich der Reduktion des primären Studienendpunkts keine der beiden Substanzen überlegen war.Show moreASS und Warfarin gleichwertig
23.05.2012, 22:00 Uhr
Isotretinoin: Erhöhtes Risiko einer CED? | Kardiovaskuläres Risiko unter Azithromycin | Stufenplan für Alendronat-haltige Arzneimittel
Kurz gemeldet
23.05.2012, 22:00 Uhr
Erhöhtes Thromboserisiko nicht-oraler Kontrazeptiva
Höchstes Risiko bei Verhütungspflastern
Einige Studien haben bereits auf ein erhöhtes Thromboserisiko oraler Kontrazeptiva hingewiesen. Keine hat sich bisher mit dem Thromboserisiko nicht-oraler hormoneller Kontrazeptiva befasst. Eine dänische Datenbankanalyse wies nun für Anwenderinnen von transdermalen Pflastern bzw. Vaginalringen im Vergleich zu Frauen, die keine hormonelle Kontrazeption anwenden, auf ein 7,9- bzw. 6,5-fach höheres relatives Risiko für Thrombosen hin. Subkutane Implantate mit Progesteron steigerten das Risiko, während intrauterine Systeme mit Levonorgestrel nicht zu einem erhöhten Risiko führten, ja eventuell sogar vor Thrombosen schützen.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Neuer Thrombinrezeptor-Antagonist in der Entwicklung
Vorapaxar zur Sekundärprävention?
Der neue Thrombinrezeptor-Antagonist Vorapaxar konnte in einer aktuellen Studie Herzinfarktpatienten zwar vor kardiovaskulären Komplikationen schützen, aber es wurde auch eine erhöhte Rate an leichten bis schweren Blutungen einschließlich intrakranieller Blutungen beobachtet.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Alemtuzumab bei multipler Sklerose auf dem Prüfstand
Deutlich weniger Schübe als unter Betainterferon
Der monoklonale Antikörper Alemtuzumab, der sich gegen das Oberflächenantigen CD52 richtet, gilt als viel versprechende Therapieoption bei multipler Sklerose. Er wird derzeit in einem umfassenden Studienprogramm bei therapienaiven und therapieerfahrenen Patienten mit einem Betainterferon verglichen. Die bisher publizierten Daten zeigen bei nicht vorbehandelten Patienten eine Reduktion der Schubrate um etwa 70% und einen günstigen Effekt auf die Behinderungsprogression. Auch bereits vorbehandelte Patienten scheinen zu profitieren. Als Nebenwirkungen müssen neben Infekten Schilddrüsenfunktionsstörungen und eine idiopathische Thrombozytopenie im Auge behalten werden.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Metastudie zur Ursache von Krebserkrankungen
Ein Sechstel aller Fälle Folge einer Infektion
Bestimmte Infektionserreger stellen einen besonderen Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen dar. Wie die Auswertung für weltweit acht Regionen durch Wissenschaftler der International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon zeigt, sind von den 12,7 Millionen neuen Krebsfällen, die 2008 auftraten, zwei Millionen auf Infektionen zurückzuführen. Die Mehrzahl dieser Erkrankungen entfällt dabei auf Entwicklungsländer. Eine Senkung der Krebsrate und der Krebstodesfälle sei daher vor allem in diesen Regionen durch präventive und therapeutische Maßnahmen zu erreichen.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
HIV-Prophylaxe möglich? | Neues Mitoxantron-Derivat gegen Lymphome | Schneckengift bei Typ-II-Diabetes?
Kurz gemeldet
16.05.2012, 22:00 Uhr

Eine Schmerzpatientin
Patientin Luise D. ist 98 Jahre alt und bereits seit über einer
Woche im Krankenhaus, als der Klinikapotheker sie kennenlernt. Sie ist
verwitwet und Bewohnerin einer Seniorenresidenz, in der sie intensiv von
ihrer ca. 70-jährigen Tochter betreut worden ist. Die Klinikeinweisung wurde vom Hausarzt auf Drängen der Tochter
veranlasst, weil die Patientin im Heim durch Verwirrtheit,
Erregungszustände und Blutdruckspitzen auffiel. / Von Markus Zieglmeier, Hartmut Derendorf und Robert Hermann
Show morePOP - PatientenOrientierte Pharmazie
16.05.2012, 22:00 Uhr
Sativex® zur Behandlung der Spastik
In den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) wird der Endocannabinoidsystem-Modulator Sativex ® als wichtige Therapieoption bei MS-induzierter Spastik empfohlen, wie Almirall Pharma jetzt mitteilte.Show moreMultiple Sklerose
16.05.2012, 22:00 Uhr

Geriatrische Pharmazie
Biologische und pharmakologische Grundlagen
Markus Zieglmeier | Im Alter verändern sich mit den Strukturen des menschlichen Körpers auch die Wirkungen vieler Arzneimittel. Im Vordergrund stehen dabei eine erhöhte Empfindlichkeit gegen Arzneimittelwirkungen und pharmakokinetische Veränderungen, die meist verstärkte und verlängerte Wirkungen zur Folge haben. In der Geriatrie wird versucht, diesen Gegebenheiten durch Anpassung der Dosierungen, der Arzneimittelauswahl (weit über die Vorgaben der PRISCUS-Liste hinaus) und durch gezieltes Monitoring Rechnung zu tragen. Neben seinen logistischen Aufgaben, etwa in der Versorgung von Senioren- und Pflegeheimen, kann der Apotheker als Klinischer Pharmazeut hier einen wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität alter Menschen leisten. Dies könnte in Zukunft ein wesentliches Kriterium für die Auswahl der versorgenden Apotheke durch Heimleitungen werden.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Metastudie zeigt Überlegenheit von ACE-Hemmern
Geringere Gesamtmortalität
Im Vergleich zu anderen Antihypertonika senken ACE-Hemmer die Gesamtmortalität von Blutdruckpatienten am stärksten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Metastudie, in der die Ergebnisse von 20 Untersuchungen zu kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität aus den Jahren 2000 bis 2011 ausgewertet wurden. Verglichen wurden dabei zunächst Patienten, die einen RAAS-Inhibitor erhielten, mit denen, die mit anders wirkenden Antihypertonika oder mit Placebo behandelt wurden.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Rückfall-Schutz durch Antipsychotika
Review zeigt Benefit für Schizophreniepatienten
Antipsychotika (Neuroleptika) können die Rückfallquote bei Schizophreniepatienten im Vergleich zu Placebo innerhalb eines Jahres effektiv senken. Dies ergab eine umfangreiche Metaanalyse deutscher Wissenschaftler, die kürzlich im renommierten Fachblatt Lancet veröffentlicht worden war. Eine Dauermedikation ist dennoch nicht unbedenklich, so die Autoren, da starke Nebenwirkungen auftreten können und noch nicht genügend Erkenntnisse zur Morbidität und Mortalität nach längerfristiger Gabe vorliegen.Show more16.05.2012, 22:00 Uhr
Brustkrebsentstehung und Umwelt: Wissen um Risikofaktoren ermöglicht gezielte Prävention
Der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Brustkrebsentstehung ist offenbar größer als bisher angenommen. Eine kombinierte Hormontherapie und Übergewicht in der Postmenopause, übermäßiger Alkoholkonsum und medizinische Strahlenbelastung sind am engsten mit einem erhöhten Risiko verknüpft, so die Ergebnisse einer groß angelegten amerikanischen Untersuchung, die die Literatur zu dieser Thematik systematisch aufgearbeitet hat.Show more09.05.2012, 22:00 Uhr
Neue Beobachtungsliste zu Arzneimittelrisiken erschienen: FDA schreibt 16 Wirkstoffe zur Beobachtung aus
Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA veröffentlicht quartalsweise eine Beobachtungs-/Kontrollliste (FDA watch list) zu Wirkstoffen mit schwerwiegenden Risiken, welche anhand des nationalen Meldesystems unerwünschter Arzneimittelereignisse AERS (Adverse Event Reporting System) identifiziert wurden [1].Show more09.05.2012, 22:00 Uhr

Cotrimoxazol nicht mehr erste Wahl bei Harnwegsinfektionen: Geänderte Empfehlung wegen hoher Resistenzquote
Zu den häufigsten Infektionen zählen Infekte der ableitenden Harnwege. Sie werden vorwiegend durch Bakterien der Darmflora, vor allem das gram-negative Stäbchenbakterium Escherichia coli, aber auch andere Enterobakterien wie Klebsiella- und Proteus-Arten, verursacht. Bislang galt Cotrimoxazol als Standardtherapeutikum bei unkomplizierten Harnwegsinfekten. Wegen einer zunehmenden Resistenzquote von E. coli wird eine Antibiotikatherapie mit Fosfomycin und Nitrofurantoin empfohlen.Show more09.05.2012, 22:00 Uhr
Odanacatib erhöht die Knochendichte: Neue Klasse von Knochenabbau-Hemmern lässt hoffen
Cathepsin-K-Antagonisten hemmen knochenauflösende Enzyme der Osteoklasten, ohne, wie andere Antiresorptiva, den Knochenstoffwechsel komplett zu unterdrücken. Eine Phase-IIb-Studie mit dem Cathepsin-K-Inhibitor Odanacatib bestätigt das Konzept und zeigt erste Langzeitergebnisse: Bei postmenopausalen Frauen steigt die Knochenmineraldichte über fünf Jahre an entscheidenden Frakturstellen an – kontinuierlich, aber reversibel.Show more09.05.2012, 22:00 Uhr
Sichere Arzneimitteltherapie für ältere Patienten: Update der amerikanischen Beers-Liste
Die Beers-Liste ist eine Zusammenstellung von Wirkstoffen, die bei älteren Patienten nicht oder nur bedingt eingesetzt werden sollten. Sie wurde erstmals 1991 erstellt und liegt nun in ihrer dritten Aktualisierung vor, die in Kooperation mit der American Geriatrics Society (AGS) erstellt wurde. Diese Liste kann bei der Auswahl eines geeigneten Arzneimittels für ältere Patienten herangezogen werden, lässt sich aber nicht in allen Bereichen auf deutsche Verhältnisse übertragen.Show more09.05.2012, 22:00 Uhr
Narkolepsie-Fälle nach Pandemrix®-Impfung: Aktuelle Informationen vom PEI
Nachdem 2010 in Skandinavien das Narkolepsierisiko bei entsprechend geimpften Menschen unter 20 Jahren um das - bis 13-Fache gestiegen war, wurde der mögliche Zusammenhang zwischen dem pandemischen A(H1N1)-Grippeimpfstoff Pandemrix® und der erhöhten Zahl von Narkolepsien weiter untersucht. 2011 informierte die AMK über eine Anwendungsbeschränkung: Der Impfstoff sollte bei Personen unter 20 Jahren nur noch dann eingesetzt werden, wenn kein saisonaler trivalenter Grippeimpfstoff zur Verfügung steht. Nun hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) aktuelle Zahlen vorgelegt.Show more09.05.2012, 22:00 Uhr
Nicht "Krankheiten", sondern "kranke Menschen" behandeln
Ein DNA-Test, mit dem Frauen sich ein individuelles Tamoxifen-Wirkprofil erstellen lassen können, soll die Brustkrebsbehandlung mit Tamoxifen verbessern. Da das Antiestrogen über das genetisch sehr variable Enzym CYP2D6 verstoffwechselt wird, sprechen die Patientinnen unterschiedlich auf die Therapie an. Bei etwa 3% der behandelten Frauen ist CYP2D6 besonders aktiv. Hier besteht die Gefahr einer Überdosierung. Starke Nebenwirkungen und daraus resultierend eine schlechtere Compliance können die Folge sein.Show moreMolekulare Diagnostik
02.05.2012, 22:00 Uhr

Wie starke Arzneistoffe bei schwacher Niere dosieren?
Ein Arzneimittel wirkt bei zwei Patienten nie genau gleich - manchmal auch nicht bei ein und demselben Patienten. Denn Alter und Krankheit verändern metabolische Funktionen. Vielfach muss bei stark wirksamen Arzneistoffen für jede Situation die maßgeschneiderte Dosierung gefunden werden - auf der Basis messbarer Größen wie der Nierenfunktion, die mit der Wirkung in einem bekannten Zusammenhang stehen. Das Update Klinische Pharmazie thematisierte die Dosisindividualisierung am Beispiel der Gerinnungshemmer.Show moreDie Dosis individualisieren!
02.05.2012, 22:00 Uhr

Laborparameter
Wie Laborwerte in der Klinischen Pharmazie zu interpretieren sind
Markus Zieglmeier | Zwischen Laborparametern und der Arzneimitteltherapie gibt es eine Reihe von Berührungspunkten. Einerseits dienen Laborwerte oft als Basis der Diagnose und damit als Indikation für die eingesetzten Arzneimittel und im Verlauf der Therapie auch als Erfolgskontrolle. Andererseits liefern sie Anhaltspunkte für die Wahl des richtigen Arzneimittels bzw. der richtigen Dosierung, im Extremfall begründen sie auch eine Kontraindikation. Damit ist die Kenntnis der Laborparameter und ihrer Aussagekraft z. B. für die Pharmakokinetik von Arzneimitteln eine wesentliche Grundlage für produktive Gespräche zwischen Arzt und Apotheker.Show more02.05.2012, 22:00 Uhr
Neuer Wirkstoff zur Therapie aktinischer Keratosen
Ein Gel mit dem Wirkstoff Ingenol Mebutat (Picato® -Gel) wurde Anfang dieses Jahres von der US-Arzneimittelbehörde FDA zur Behandlung aktinischer Keratosen zugelassen. Bereits eine zwei- bis dreimalige Anwendung zeigte eine gute und lang anhaltende Wirkung.Show moreExtrakt aus der Wolfsmilch gegen prämaligne Läsionen
02.05.2012, 22:00 Uhr

Es fehlt an Therapieoptionen bei Divertikulitis
Die Divertikelkrankheit ist ein bislang noch weitgehend vernachlässigtes Krankheitsbild. Die Störung ist weit verbreitet, doch es fehlt an Therapiemöglichkeiten und -leitlinien. Zudem sind die verfügbaren medikamentösen wie auch chirurgischen Therapieoptionen kaum systematisch untersucht. Entsprechend kontrovers wird ihre Wertigkeit unter Experten diskutiert – bis hin zu der Frage, wann, wie und wie lange medikamentös behandelt werden kann und wann eine Operation, in aller Regel eine Sigmaresektion, indiziert ist.Show moreKeine klare Leitlinien
02.05.2012, 22:00 Uhr

Erfolgreicher Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban
Das Risiko von Infarktpatienten, einen weiteren Infarkt zu erleiden oder im Verlauf der nächsten Jahre zu versterben, lässt sich durch verbesserte Hemmung der Blutgerinnung reduzieren. Neue Daten zeigen, dass hier zusätzlich zum bisherigen Standard der neue Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban (Xarelto®) das Risiko senkt.Show moreBessere Gerinnungshemmung reduziert Herzinfarktrisiko
02.05.2012, 22:00 Uhr
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