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Effektive Blutstillung, mehr Nebenwirkungen
Andexanet alfa zur Therapie von Gehirnblutungen unter Faktor-Xa-Inhibitoren
Erleiden Patienten unter der Einnahme von Faktor-Xa-Inhibitoren eine intrazerebrale Blutung, so kann diese laut einer aktuellen Studie mit Andexanet alfa besser gestillt werden als mit einer Standardtherapie. Diesem Vorteil stehen allerdings Nachteile wie mehr thrombotische Ereignisse und ischämische Schlaganfälle gegenüber. Im Hinblick auf die Mortalitätsrate nach 30 Tagen konnte zwischen der Standardtherapie und der Andexanet-Gabe kein Unterschied festgestellt werden.
18.07.2024, 11:44 Uhr

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Wirkstoffauswahl: Bunte Vielfalt der DMARDs
Bei rheumatoider Arthritis werden verschiedene Basistherapeutika (Disease modifying antirheumatic drugs, DMARDs) eingesetzt, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen oder aufzuhalten. Synthetische DMARDs haben jedoch potenzielle Wechselwirkungen mit einer Vielzahl von Wirkstoffen, sowie insbesondere bei eingeschränkten Organfunktionen teilweise eine geringe therapeutische Breite. Auf Basis einer systematischen Literaturrecherche und Bewertung der klinischen Bedeutung der gefundenen Interaktionen wurden nun evidenzbasierte Empfehlungen zur Therapie mit DMARDs erarbeitet.
Wenn Hirnblutungen unter Antikoagulation auftreten
Bei einer Hirnblutung unter direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) muss die Gerinnung schnellstmöglich normalisiert werden. Sowohl 4-Faktor-Prothrombin-Komplex-Konzentrat als auch die spezifischen Antidote Andexanet alfa und Idarucizumab scheinen die Antikoagulation ähnlich effektiv aufzuheben – bei vergleichbarer Sicherheit. Zu diesem Schluss kommen nun Autoren einer Metaanalyse unter Einschluss von 36 Studien.
Xarelto- und Eliquis-Antidot zugelassen
Am 1. März 2019 hatte
die europäische Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung für das Apixaban- und Rivaroxaban-Antidot
Andexanet alfa empfohlen. Dieser Empfehlung ist die Europäische
Kommission nun am 26. April gefolgt: Unter dem Markennamen Ondexxya
wird das Faktor-Xa-Antidot in Europa auf den Markt kommen – allerdings an Auflagen gebunden, wie Hersteller Portola Pharmaceuticals am gestrigen Montag mitteilte.
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