Apothekenpraxis

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Zuversicht schafft eine produktive Arbeitsatmosphäre
Taugt die „positive Psychologie“ dazu, die Arbeitsprozesse und -abläufe in der Apotheke zu verbessern? Durchaus – aber nur, wenn das Konzept nicht als bloßes positives Denken und realitätsferner Blick durch die rosarote Wahrnehmungsbrille missverstanden wird.Show moreGroßhandel, Überweiser-geschäft oder Direkteinkauf?
Der Apotheke stehen prinzipiell drei Arten zur Verfügung, wie sie Waren einkauft: der Bezug über den Großhandel, das Überweisergeschäft (Bestellung beim Hersteller, Auslieferung und Fakturierung über den Großhandel) und der Direktbezug vom Hersteller. Mit der Frage, welche Einkaufsart für die Apotheke die kostengünstigste ist, befasste sich eine prozesskostenorientierte Analyse am Institut für Pharmakoökonomie und Arzneimittellogistik an der Hochschule Wismar.
Show moreDie elektronische Gesundheitskarte
Die elektronische Gesundheitskarte sorgt immer wieder für politische Schlagzeilen – meist geht es nur um die Frage, wann die Karte flächendeckend eingeführt wird. So werden die zu erwartenden Folgen für den Versorgungsalltag oft übersehen. Doch gerade für die Arbeitsabläufe in der Apotheke ist mit tiefgreifenden Veränderungen zu rechnen. Welchen Stand das Projekt bisher erreicht hat und was künftig auf die Apotheken zukommen wird, soll hier anhand der Antworten von Experten auf Fragen der DAZ zusammengetragen werden.
Show morePrämiensysteme für Mitarbeiter
Mitarbeiter haben einen entscheidenden Anteil am Erfolg und Umsatz einer Apotheke. Um die Motivation der Mitarbeiter nachhaltig zu fördern, bietet sich auch eine leistungsorientierte Bezahlung an. Im Markt haben sich verschiedene Möglichkeiten für Prämiensysteme bewährt. Der nachfolgende Beitrag stellt die wichtigsten dieser Systeme vor. Solche Motivationsmodelle stellen auch Führungsinstrumente dar und sind somit ein Baustein im Gesamtkonzept der Apotheke zur systematischen Entwicklung des OTC-Bereiches.
Show morePatientenindividuelle Verblisterung
Das Bild ist bunt: Heimleiter fordern von Apotheken die Lieferung patientenindividueller Arzneiblister – ohne Rücksicht auf ökonomische oder pharmazeutische Aspekte. Dienstleister bieten Apotheken die Durchführung der Verblisterung an – die Verantwortung für schwierige Stabilitäts- und Haftungsfragen soll die Apotheke tragen. Die Politik will die Verblisterung, hat es aber versäumt, die bestehenden Gesetzesvorgaben anzupassen. Der folgende Beitrag zeigt, welche rechtlichen Risiken aus Sicht der Apotheke drohen.
Show moreMehr Qualität in Beratung und Rezeptur
Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat mit seinen Äußerungen zur Qualität von Beratung und Rezeptur eine Diskussion angestoßen, die nicht ohne Auswirkung auf die öffentliche Apotheke bleiben wird. Vorschläge für die neu zu gestaltende Beratung in der Apotheke, Ideenwettbewerb und der Einsatz elektronischer Herstellungsüberwachung bei Rezepturen – in den Niederlanden schon Praxis – werden die Apotheken in Zukunft leistungsfähiger machen.
Show moreWenn die Kolleginnen die Beförderung neiden
Wer eine leitende Position erhält, ist oft Anfeindungen ausgesetzt – Wichtigste Regel: die neue Rolle klar kommunizierenGestern noch hat die Assistentin die Kolleginnen geduzt und im Team mit ihnen zusammengearbeitet – und heute ist sie ihre Chefin, weil ihr von der Apothekerin oder dem Apotheker Führungsaufgaben übertragen wurden. Wie meistens im (Berufs)Leben: Wichtig ist es, aktiv und offen klärende Gespräche zu führen.
Show moreErfolgsfaktor Kundenzufriedenheit
Die Zufriedenheit der Kunden ist für den langfristigen Erfolg einer Apotheke von besonderer Bedeutung. Zufriedene Kunden bleiben der Apotheke treu, empfehlen sie an Freunde, Verwandte und Bekannte weiter und lassen sich eher zu spontanen Zusatzkäufen animieren. Wer die Stärken und Schwächen der eigenen Apotheke aus Kundensicht kennt, kann gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und somit zur langfristigen Kundenbindung ergreifen. Wie aber lässt sich die Kundenzufriedenheit in der Apotheke messen, wie sind die Ergebnisse zu interpretieren und wie lassen sich Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit ableiten?
Show moreZertifizierte Fortbildung zur Diabetikerbetreuung
Der Diabetes ist eine sehr komplexe Erkrankung, deren erfolgreiche Therapie ein aktives "Mitmachen" des Patienten erfordert. Daher muss bei diesen Patienten als Ergänzung zu den therapeutischen Maßnahmen eine erhebliche Informations- und Überzeugungsarbeit geleistet werden. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) bildet seit 1995 Ärzte für das Gebiet der Diabetologie weiter ("Diabetologe DDG") und bildet Diabetesberater und -assistenten aus. Seit fünf Jahren bieten auch die Apothekerkammern eine zertifizierte Fortbildung zur Pharmazeutischen Betreuung von Diabetikern an.
Show moreVerschenkter OTC-Umsatz
Das Institut für Internationale Handelsforschung e.V. in Langenfeld hat Sommer-Sortimentsempfehlungen 2006 von Großhandelsunternehmen auf ihre Umsatzstärke und Regal-Produktivitätsauswirkungen im OTC-Geschäft untersucht. Das Institut kam dabei zu dem Ergebnis, dass keine der Großhandelsempfehlungen das vorhandene Umsatz- und Produktivitätspotenzial ausschöpfen konnte. Als entscheidende Ursache stellte sich die mangelnde Markt- und Kundenorientierung in der Sortimentsauswahl heraus.
Show moreEin Kommissionierroboter in der Krankenhausapotheke
Als Dienstleister hat sich die Apotheke des Universitätsklinikums Freiburg ständig neuen Herausforderungen zu stellen. Medizinische Innovationen führen zu einer laufenden Verbreiterung des Sortiments von fallweise benötigten Spezialpräparaten. Solche Anforderungen von kleinen Mengen mit oftmals großer zeitlicher Dringlichkeit ließen den Einsatz einer vollautomatischen Kommissionierung sinnvoll erscheinen, die im Universitätsklinikum Freiburg schrittweise zu einem zukunftsorientierten Konzept entwickelt wurde.
Show moreBeratungsräume in Apotheken
Zur erfolgreichen Information und Beratung von Patienten gehört neben der Kommunikationsfähigkeit des Apothekenpersonals auch eine zur vertraulichen Beratung einladende Atmosphäre in den Apotheken. Eine Umfrage im Kreis Soest (NRW) zeigte, dass ein Großteil der Bevölkerung die derzeitige Situation in den Apotheken für verbesserungsdürftig hält. Demgegenüber schätzen die meisten Apothekenleiter ihr räumliches Angebot als vertraulich genug ein. Aufgrund dieser Fehleinschätzung könnten sie mit ihrem Anspruch, die erste Anlaufstelle bei Arzneimittelfragen zu sein, unglaubwürdig werden.
Show moreTransdermalpflaster: Eine Applikationsform mit hohem Beratungsbedarf
Gravierende Zwischenfälle lassen sich vermeidenVon Wolfgang Kircher
Schmerzpflaster, Hormonpflaster, Nicotinpflaster, Nitratpflaster: das Spektrum der Transdermalpflaster wird immer umfangreicher und damit auch der Beratungsbedarf. Anwendungsfehler können unerwartete Nebenwirkungen auslösen. Unachtsamkeit bei der Entsorgung hat schon zu gravierenden Zwischenfällen geführt. Und es gibt ein weiteres großes Problem bei Opioid-haltigen transdermalen Systemen. Der für die konstante Freisetzung notwendige hohe Wirkstoffgehalt verleitet zu Missbrauch insbesondere durch Drogenabhängige.
Show moreL. Engelen, C. SchäferArzneitherapie bei Niereninsu
Ein vielfach wenig beachtetes Problem des Alterns ist die nachlassende Leistung der Niere. Typisch ist eine Reduktion der glomerulären Filtrationsrate und der tubulären Sekretion. Darüber hinaus vermindert sich die Durchblutung der Niere auf Grund des verringerten Herzzeitvolumens. Diese Veränderungen wirken sich auf die Elimination vieler Arzneistoffe aus, sodass eine Dosisanpassung oder ein Medikationswechsel erforderlich sein kann, um ein toxisches Risiko zu vermeiden.Show moreVolker SchulzTherapierisiken durch Johanniskraut?
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 10. Oktober 2005 weitgehende Einschränkungen für den Vertrieb Johanniskraut enthaltender Arzneimittel verfügt, die allerdings wegen eingelegter Widersprüche noch nicht rechtswirksam sind. Die Maßnahmen zur Abwehr von Gefahren der Stufe II wurden vorrangig aufgrund von Interaktionen mit anderen Wirkstoffen eingeleitet. Unter die letzteren fallen auch die oralen Kontrazeptiva, deren Komedikation mit Johanniskraut als Kontraindikation eingestuft wurde. Der Stufenplanbescheid weist jedoch Mängel bei der Bewertung und Umsetzung auf, die sich auch diskriminierend für weitere pflanzliche Arzneimittel auswirken könnten.Show moreU. Birnbaum, E. Räuscher Arzneimittelbezogene Probleme und ihre
In der Apotheke werden jeden Tag zahlreiche arzneimittelbezogene Probleme erkannt und gelöst. Dadurch erhöhen die Apotheken die Arzneimittelsicherheit und reduzieren unnötige Arznei–mittelkosten oder vermeiden Behandlungsfehler mit den entsprechenden Folgekosten. Um genaueren Aufschluss darüber zu erhalten, welche Leistungen die Apotheker kontinuierlich zur sicheren Arzneimitteltherapie der Patienten erbringen, hat die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt das Pilotprojekt "Arzneimittelsicherheit " initiiert. Die teilnehmenden Apotheken haben im Verlauf von knapp zwei Jahren insgesamt über tausend Fälle dokumentiert und zur Auswertung an die Apothekerkammer weitergeleitet. Dabei zeigte sich, dass sie insbesondere mögliche Arzneimittelinteraktionen verhindert haben.Show moreL. EberzWarum Apothekenkunden-Fragebögen?
Die Offizinapotheke wird in den nächsten Jahren einem enormen Anpassungsdruck ausgesetzt sein. Der öffentlich-rechtlich abgesicherte Umsatz wird an Bedeutung verlieren und der Privatkunde (hohen Durchschnittsalters) nach und nach in den Vordergrund rücken. Die Einkaufskonditionen werden im System administrativer Kostendämpfung Bezugspunkt politischer Begehrlichkeiten bleiben und die Investitionen in gute Mitarbeiter gerade auch vor dem Hintergrund des voranschreitenden Versandhandels einerseits sowie des leergefegten Marktes für qualifiziertes Personal andererseits sich zunehmend als existenznotwendig erweisen. Für den wettbewerbsbewussten Apothekenleiter resultiert daraus mehr denn je die Erfordernis, die Meinung des Kunden zu erforschen und in seine Unternehmensführung einfließen zu lassen. Fragebögen haben sich dabei als Hilfsmittel bewährt.Show moreU. MaySelbstmedikation als Chance für die Apotheke
Das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) hat die meisten OTC-Präparate aus der GKV-Erstattung ausgeschlossen und dadurch das ärztliche Verschreibungsverhalten nachhaltig verändert. Nachdem das gesamte Jahr 2004 und der überwiegende Teil des Jahres 2005 aufgrund von Vorzieheffekten, Schockreaktionen und Nachholbedarf lediglich ein Zerrbild der neuen Realität widerspiegelten, stellt sich die Lage inzwischen klarer dar. Aus der veränderten Situation ergibt sich für die Apotheken die Chance, durch professionelle Kommunikation und Beratung der Kunden die Bereitschaft zur Selbstmedikation zu erhöhen und die Wertschätzung von rezeptfreien Arzneimitteln aus der Apotheke zu steigern.Show moreSchnelle Hilfe aus der Apotheke
Die Aufgabe der Apotheken ist die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln. Dazu gehören vielfältige Bemühungen um die Sicherheit bei ihrer Auswahl, Beschaffung und Anwendung. Manchmal werden Apotheken aber auch zur Anlaufstelle für gesundheitliche Probleme, bei denen die Arzneimittelanwendung eher im Hintergrund steht. Dabei kann es um Leben und Tod gehen.Show moreSerie Arzneimittelsicherheit: Hindernisse für die erfolgreiche Arzneimittelanwendung
In einer Bielefelder Apotheke verlangte der Vater eines Kleinkindes ein Klammerpflaster und Sekundenkleber. Sein Sohn verletze sich so oft und der Arzt habe ihn kürzlich damit behandelt. Es dauerte über zehn Minuten, den Mann zu überzeugen, dass der Arzt einen Fibrinkleber nur scherzhaft als Sekundenkleber bezeichnet hatte.Show moreInsulin, Rezepturen und andere Problemfälle
Serie Arzneimittelsicher, 5. Folge – So vielfältig die möglichen Probleme bei der Belieferung von Verordnungen auch sein mögen, so scheinen bestimmte Arzneimittel oder Versorgungssituationen besonders anfällig für Sicherheitsrisiken im Apothekenalltag zu sein: Dazu gehören offenbar Produkte zur Diabetikerversorgung, Rezepturen und Patienten nach einer Krankenhausentlassung.Show moreWarum doppelt nicht besser ist
Praktische Beispiele aus dem Apothekenalltag zeigen, wie wichtig die Aufklärung möglicher Wechselwirkungen ist. In manchen Fällen kann die Intervention in der Apotheke sogar lebenswichtig sein und darf daher nicht unterbleiben. Ähnliches gilt für Doppel- und Pseudodoppelverordnungen, die ebenfalls in dieser neuen Folge unserer Serie zur Arzneimittelsicherheit vorgestellt werden.Show moreVon Kontraindikationen und Wechselwirkungen
Ein Arzneimittel ist nicht von sich aus gut oder schlecht, wirksam oder gefährlich, unbedenklich oder problematisch in der Anwendung. Es kommt auf die Indikation, den behandelten Patienten und die gleichzeitig angewendeten anderen Arzneimittel an. Der Einsatz eines Arzneimittels kann daher erst umfassend bewertet werden, wenn genauso umfassende Daten über den individuellen Patienten und seine Medikation vorliegen. In der dritten Folge unserer Serie zur Arzneimittelsicherheit werden Beispielfälle vorgestellt, in denen in Apotheken wichtige Kontraindikationen und mögliche Wechselwirkungen festgestellt wurden. Während unangemessene Verordnungen für Kinder meist recht gut zu erkennen sind, hilft in vielen anderen Fällen nur eine gut gepflegte Patientendatei.Show moreErst die Dosis macht das Gift
Zur vollständigen Bezeichnung eines Arzneimittels gehört nicht nur der Name, sondern auch die Darreichungsform, die Konzentration des Wirkstoffes und eine Mengenangabe. Für die bestimmungsgemäße Anwendung ist außerdem eine richtige Dosierungsanweisung erforderlich. Die Missachtung dieser pharmazeutischen Binsenweisheiten bei der Verordnung von Arzneimitteln führt zu Problemen bei der Versorgung von Patienten. Welche vielfältigen Fehler in Apotheken aufgedeckt werden konnten und welchen großen Beitrag zur Arzneimittelsicherheit die Apotheker damit leisten, beschreibt diese zweite Folge unserer Serie zur Arzneimittelsicherheit im Apothekenalltag. Sie bietet zugleich viele Anregungen, auf welche möglichen Irrtümer bei vorgelegten Rezepten geachtet werden sollte.Show moreVerwechselte Arzneimittel- namen – ein Sicherheitsrisiko
Arzneimitteldistribution ist ein komplizierter und anspruchsvoller Vorgang – und weit mehr als nur das Aushändigen einer Packung und die dazugehörige Beratung zum richtigen Umgang mit dem Arzneimittel, sondern ein unverzichtbarer Beitrag zur Arzneimittelsicherheit. Wer in einer Apotheke arbeitet, weiß das. Viele Patienten, die durch die Leistungen des pharmazeutischen Personals in Apotheken vor diversen Unannehmlichkeiten, möglicherweise schweren Gesundheitsschäden oder sogar dem Tod bewahrt wurden, wissen das. Die meisten Politiker und viele andere Meinungsbildner scheinen es aber nicht zu wissen. Denn solche Sicherheitslücken, die tagtäglich in Apotheken vorkommen, werden nur selten dokumentiert und noch seltener veröffentlicht.Show morePharmazeutische – was erwarten Patienten und Pharmazeuten?
Studien zum Nutzen der Pharmazeutischen Betreuung für den Patienten [1, 2, 3] und zu ihrer praktischen Durchführung im Apothekenalltag haben gezeigt, dass es nicht selten Vorbehalte aufseiten sowohl der Apotheker als auch der Patienten gibt. Deshalb interessierte uns, wie sich Vorstellungen, Erwartungen und Befürchtungen auf die Einstellung zur Pharmazeutischen Betreuung auswirken und in welchem Maße Apotheker und Patienten hier differieren. Im Herbst 2001 wurde eine entsprechende Studie konzipiert und mit Unterstützung der Apothekerkammern in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern Ende 2002 abgeschlossen. Einige Ergebnisse werden hiermit vorgestellt.Show moreRechtliches
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