Apothekenpraxis

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
18 „Likes“ und viele Fragen
Mit einem neuen Werbe-Post für die sozialen Medien haben die Agentur GUD.berlin und die Abda bei Betrachtern für Verwirrung gesorgt. Einen Shitstorm muss man jedoch nicht befürchten, denn dafür fehlt die Reichweite.Show moreSteuerliche Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen
Neuregelung ab 1. Januar 2010 durch das BürgerentlastungsgesetzDer Apotheker hat wie jedermann ein elementares Interesse daran, sich gegen die Hauptrisiken des Lebens wie Krankheit, Alter und Invalidität zu versichern. Das ist für ihn jedoch mit hohen Kosten verbunden, weil er im Gegensatz zum sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, dessen Beitragsleistungen zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen werden, die Versicherungsbeiträge voll aus seinem verfügbaren Einkommen aufzubringen hat. Diese Aufwendungen gehören einkommensteuerrechtlich zu den so genannten Vorsorgeaufwendungen, die in bestimmten Grenzen steuerlich abzugsfähig sind. Mit dem Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung) vom 16.7.2009 (BGBl. I S. 1959) hat der Gesetzgeber zum 1. Januar 2010 die steuerliche Berücksichtigung von Beiträgen insbesondere zur Kranken- und Pflegeversicherung deutlich verbessert.
Show moreRetaxfalle „Zuzahlungs-Falle“
(tmb). Welche Zuzahlung ist für ein Arzneimittel in der Apotheke zu leisten? – "Es hängt davon ab …" ist meist die passende, aber wenig hilfreiche Antwort. Denn vielfältige Sonderregelungen für unterschiedliche Produkte und Krankenkassen lassen auf die einfache Frage meist keine einfache Antwort mehr zu. Für Patienten ist dies zumindest ärgerlich – und für Apotheken ebenso. Denn je komplizierter die Regeln sind, umso eher können sie auch zu teuren Retaxationen führen.Show moreStressbewältigung in der Apotheke
So bleiben Sie in Stresssituationen handlungs- und kommunikationsfähigEin Mitarbeiter nörgelt herum, das Betriebsklima ist gewittrig, das Handy klingelt, zu Hause ist das Kind krank und der Kunde beschwert sich. – Ganz so knüppeldick wird es für den Apotheker wohl nicht kommen. Trotzdem stellt sich die Frage: Wie bleibt er jetzt so gelassen, dass er in der Lage ist, alle Probleme und die Stresssituation konstruktiv zu bewältigen?
Show moreQMS – wo stehen wir heute?
Eine aktuelle ÜbersichtVon Thomas Müller-Bohn, Süsel
Das Qualitätsmanagement in Apotheken ist ein Dauerthema. Doch derzeit sind Qualitätsmanagementsysteme (QMS) in Apotheken aus zwei Gründen besonders aktuell. Erstens hat die Bundesapothekerkammer (BAK) ein bundeseinheitliches Siegel für das QMS eingeführt. Die ersten Apothekerkammern haben vor gut einer Woche die Vereinbarungen für die Vergabe des Siegels abgeschlossen. Weitere verbindliche Zusagen zur Teilnahme an diesem System sind kurzfristig zu erwarten. Das vielfach geforderte bundesweit koordinierte Vorgehen erlebt damit seine erste Bewährungsprobe. Und zweitens hat der Deutsche Apothekerverband kürzlich erstmals einem Hilfsmittelliefervertrag zugestimmt, der ein QMS für Apotheken verpflichtend vorsieht, wenn auch mit einer Übergangsfrist von vier Jahren.
Show moreRetaxfalle „Inko-Vlies“
(tmb). Die Versorgung mit Hilfsmitteln ist für Apotheken ein mühsames und wirtschaftlich sehr problematisches Geschäft. Viele Retaxationen im Apothekenalltag betreffen Hilfsmittel, aber dies ist längst nicht das einzige Problem. Minimale Margen machen Gewinne praktisch unmöglich. Doch es geht noch viel schlimmer! Durch Einstandspreise über den Abrechnungsbeträgen drohen sogar Verluste. Im äußersten Fall tappen Apotheken in die "Inko-Vlies-Falle". Wiederholte Unachtsamkeit an dieser Stelle kann die wirtschaftliche Basis einer Apotheke gefährden. Darum muss sich das ganze Apothekenteam dieses Problem bewusst machen.Show moreRezeptbedruckung für Zytostatika neu geregelt
Von Peter Willadt
Mit den Änderungen der Arzneimittelgesetzgebung und des SGB V im Juli 2009 wurden die Preise von Fertigarzneimitteln, die in parenteralen Rezepturen verwendet werden, freigegeben. Damit verbunden ist ein Auskunftsrecht der Krankenkassen zu den Einkaufskonditionen; die technische Umsetzung des Auskunftsverfahrens ist inzwischen veröffentlicht. Da sie in gewisser Weise einen Dammbruch darstellt, wird sie im Folgenden detailliert beschrieben.
Show moreWettbewerb ja – Rabattverträge nein!
Ein Vorschlag zur Neuordnung des generikafähigen ArzneimittelmarktsVon Cosima Kötting und Uwe May
Der Wettbewerb soll es in der Arzneiversorgung "richten". Die Idee ist ebenso einfach wie gut. Auch die neue Regierung hat sich vorgenommen, den Arzneimittelmarkt unter patienten- und mittelstandsfreundlichen sowie wettbewerblichen Kriterien effizient neu zu ordnen. Die Frage, die sich dabei stellt: Was konkret ist Wettbewerb in diesem Sektor und unter welchen Rahmenbedingungen kann er überhaupt seine positiven Kräfte entfalten? Eines wird immer deutlicher: Die Rabattverträge sind nicht die gesuchte Lösung. Patienten, Apotheker, Ärzte und Arzneimittelhersteller kritisieren unisono die medizinisch-pharmazeutischen wie auch die wirtschaftlichen Folgen des Systems. Das hier vorgeschlagene Erstattungspreis-Korridor-Modell könnte den Wettbewerb vollständig zur Geltung bringen und somit zu einer qualitativ hochwertigen und zugleich wirtschaftlichen Arzneimittelversorgung führen.
Show moreFlexibilität durch Zielpreise
Alternative zu RabattverträgenVon Thomas Müller-Bohn
Rabattverträge belasten den Apothekenalltag mehr als andere Sparbemühungen und könnten langfristig die Bildung von Oligopolen auf dem Generikamarkt fördern. An diesen beiden zentralen Kritikpunkten setzt das Zielpreiskonzept der ABDA an. Dabei garantieren die Apotheker den Krankenversicherungen Zielpreise. So wären die Einsparungen sicher, aber die Apotheker hätten bei der Arzneimittelabgabe mehr Wahlmöglichkeiten. Das Konzept verspricht, die unerwünschten Effekte der Rabattverträge zu vermeiden.
Show moreCOPD – „Atemlos, aber nicht hilflos“
Von Nils Keiner und Marion SchaeferDie chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist, wie schon der Name sagt, durch eine permanente Atemwegsobstruktion charakterisiert und nimmt einen progredienten Verlauf. Wenn sie früh erkannt wird, lässt sie sich gut in den Griff bekommen. Wenn die Symptome wie Atemnot, starker Husten und Auswurf schon seit längerer Zeit auftreten, hat der Betroffene bereits einen Teil seiner Lungenfunktion irreversibel eingebüßt. Die Therapie besteht in der Reduktion von Risikofaktoren – insbesondere durch Raucherentwöhnung – sowie pharmakologischen und flankierenden nicht-pharmakologischen Maßnahmen. Der Apotheker ist im Rahmen der Pharmazeutischen Betreuung für die Optimierung der Arzneimitteltherapie, des Patientenwissens, des Selbstmanagements sowie der Compliance mitverantwortlich.
Show moreImpfprophylaxe: Beratung in der Apotheke
Das Beispiel Mecklenburg-VorpmmernsVon Jörg Fuchs
Mecklenburg-Vorpommern zählt zu den Bundesländern mit den höchsten Impfraten in Deutschland [1, 2]. Diese Tatsache beruht teilweise auf der besseren Impfakzeptanz der Bewohner in den neuen Bundesländern, ist aber auch ein Verdienst der dort verantwortlichen Fachkreise. Während in anderen Bundesländern noch diskutiert wurde, wie die Kostenerstattung der Impfungen gemäß den neuen Impfempfehlungen der STIKO erfolgen soll, gelang es in Mecklenburg-Vorpommern, zügig geeignete Lösungen zur Umsetzung zu finden.
Show moreRetaxfalle Hilfsmittel
(tmb). In den bisherigen Folgen ging es um Verordnungen von Arzneimitteln, aber in einer Serie über Retaxationen dürfen Hilfsmittel nicht fehlen. Denn Hilfsmittelrezepte bilden einen großen Teil der Retaxationsfälle. Die Vielfalt der Regelungen erschwert die korrekte Taxierung von Hilfsmitteln besonders. Viele Abrechnungsregeln für Hilfsmittel gelten nur auf regionaler Ebene. Doch gibt es auch etliche typische Retaxfallen aus dem Hilfsmittelbereich, die überall beachtet werden sollten. Hier werden einige Problemfälle vorgestellt, die nach den Erfahrungen von Retaxfallen-Autor Dieter Drinhaus für den Apothekenalltag besonders wichtig sind.Show moreVitamin-B12-Creme: Rezepturprobleme und ihre Lösung
Die Vitamin BVon Gerd Wolf, Grafschaft-Ringen
Mit dem Medizinprodukt Regividerm® soll in Kürze eine Vitamin-B12 -haltige Creme eingeführt werden, die Neurodermitis- und Psoriasispatienten Hilfe ohne Nebenwirkungen verspricht. Für Aufregung sorgt die Markteinführung im engen zeitlichen Zusammenhang mit dem in der ARD ausgestrahlten Film "Heilung unerwünscht" und der Vermarktung eines Buches unter gleichem Titel, dem auch die Rezeptur zu entnehmen ist. Auch die Herstellerfirma hat die Rezeptur auf ihren Seiten veröffentlicht. Mit ihr lässt sich jedoch keine stabile Creme herstellen. Damit muss auch unter dem Blickwinkel einer instabilen Rezeptur die Wirksamkeit des angeblichen Wirkstoffs, des Vitamin B12 , bezweifelt werden. Zu fragen ist, warum eine solche unvollkommene Formulierung überhaupt "in die Welt gesetzt" wurde. Doch auch die vom NRF vorgeschlagenen Rezepturen scheinen keine Alternative zu sein.
Show moreH1N1 und das Arbeitsrecht
Aus Seuchen-Angst die Arbeit nicht liegen lassen
(bü). Das H1N1-Virus kann sich auch auf die Arbeitswelt auswirken. Deshalb gibt es für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer ein paar Dinge zu beachten. Wenn zum Beispiel ein Mitarbeiter erkrankt und in Quarantäne muss, so hat er Anspruch auf Lohnfortzahlung. Aber: Aus Angst vor der "Schweinegrippe" darf ein Angestellter nicht einfach zu Hause bleiben.
Show moreDick aufgetragen: Der ARD-Film „Heilung unerwünscht“
Eine Vitamin-B12-haltige "Wundersalbe" soll als Medizinprodukt auf den Markt kommen und Neurodermitis- und Psoriasis-Patienten helfen
Von Doris Uhl
Ein in der ARD am 19. Oktober 2009 ausgestrahlter Beitrag mit dem Titel " Heilung unerwünscht" über eine angebliche Wundersalbe hat für große Aufregung gesorgt. Die Vitamin-B12 - und Avocadoöl-haltige Salbe könne Millionen von Neurodermitis- und Psoriasis-Patienten die ersehnte Linderung verschaffen. Doch die Einführung dieses "Juwels im Verborgenen" werde durch die Pharmaindustrie verhindert, so der Grundtenor des Films. Als dann auch noch der Autor des Films in "hart aber fair" seinen Film und das passend dazu veröffentlichte Buch vorstellen durfte und zeitgleich die Markteinführung der Wundersalbe Mitte November unter dem Namen Regividerm® verkündet wurde, kam der Verdacht auf, dass es sich um einen geschickt eingefädelten PR-Coup handelt (s. a. Kommentar vom 22. 10. 2009 auf unserem Internetportal DAZ.online).
Show moreFrage an das BfArM - Arzneimittel oder Medizinprodukt?
Die geplante Einführung von Regividerm ® als Medizinprodukt zur Behandlung der Neurodermitis und Psoriasis ab dem 1. Lebensjahr lässt die Frage aufkommen, ob diese Salbe tatsächlich ein Medizinprodukt ist oder ob sie als Arzneimittel einzustufen ist. Wir haben beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nachgefragt und folgende Antwort erhalten:Show moreRechtliches
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