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Das AMNOG geht an unsere Existenzgrundlage!“, so Fritz Becker.
(Foto: DAZ)

Das AMNOG geht an unsere Existenzgrundlage!“, so Fritz Becker. (Foto: DAZ)

AMNOG und Folgen für die Apotheken

LAV-Chef Fritz Becker: „Es geht an unsere Existenzgrundlage“

Stuttgart - „Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) fordert von den Apotheken nicht nur einen Sparbeitrag, es geht vielmehr an unsere Existenzgrundlage!“ – Zahlen aus einer Umfrage unter Apothekerinnen und Apotheker, die dieses Aussage untermauern können, stellte Fritz Becker, Präsident des Landesverbands Baden-Württemberg (LAV), am 30. März der Öffentlichkeit vor.

Eine Online-Umfrage des LAV unter seinen Mitgliedern zu den Auswirkungen des AMNOG zeigt, mit welchen Reaktion in den Apotheken in den nächsten Monaten zu rechnen ist. Die Mehrheit der Befragten erwartet starke Umsatz (58,8%) und Ertragsrückgänge (95,6%).

Deutlich wurde in der Umfrage, die im Zeitraum von Mitte Februar bis Mitte März durchgeführt wurde, dass sich nahezu für alle Apotheken die Bezugskonditionen beim Großhandel im Vergleich zum letzten Jahr deutlich oder leicht verschlechtert haben (97%). Die Apotheken sind mehrheitlich (94,9%) der Auffassung, dass die Vorlieferanten die ihnen durch die Reform zugedachte finanzielle Belastung zu deutlichen Teilen oder gänzlich sie durchreichen.

Mehr Direktbezug

Die Reaktion der Apotheken als Folge auf die verschlechterten Konditionen: Sie bestellen mehr im Direktbezug (60,6%) und weniger über den Großhandel. Dennoch, die Treue zu den bisherigen Großhändlern ist groß: Nur 12,3% haben sich von ihrem bisherigen Großhändler getrennt, 29,3% denken darüber nach. Mehr als Hälfte will ihren Großhändler trotzt schlechterer Konditionen beibehalten.

Zudem erwarten oder beobachten bereits die Apotheken, die an der Umfrage teilgenommen haben, dass ein Mehr ab bürokratischem Aufwand auf sie zukommt.

Wie Becker andeutete, wird das AMNOG auch für die Patienten nicht ohne Konsequenzen bleiben. Da die Apotheken auch Maßnahmen im Personalbereich planen (mehr Teil- statt Vollzeit, Entlassungen), dürfte weniger Personal auf Sicht längere Wartezeiten in den Apotheken bedeuten.

Peter Ditzel / 30.03.2011, 18:01 Uhr

Kommentare:

Rodiger Manfred sagt:
17.04.2011 15:08

Hallo Reinhard,
bitte rufe mich unter bekannte Tel.-Nr. an
Gruß
Manfred

Winfried Meyer sagt:
02.04.2011 21:55

Sehr geehrter Herr Rodiger,

Sie schreiben:
"Nur öffentlich sind sie alle weg"
...und...
"Ich glaube,für die offensive Darstellung unserer Leistung müssen wir ...
Und wer macht das? "

Welche SELBSTBEWUSSTEN Personen in
welchen apothekerlichen
ALTERNATIV-Organisations-Strukturen
kompetent, kämpferisch (nicht-jammernd)
und damit durchsetzungsfähig sind,
auch auf Bundesebene, das ist bekannt,
zumindest DEN KollegenInnen, die an Berufspolitik interessiert sind, und sich eben nicht auf ledigliche
5-jährig-wiederkehrende Wahl-"AKTIVITÄT" beschränken
(aus Bequemlichkeit in Vereinsmeierei ?) .

Doch sind die Pharmazeuten e.K.s
(in toto oder mehr...

Reinhard Rodiger sagt:
01.04.2011 20:24

Endlich wird Selbstbewusstsein als zentraler Angelpunkt bewusst gemacht.Alle Berichte über die missliche Lage ,die ja nur ein Ventil sind,zeigen doch die Wut des Einzelnen.Wann tun sich die,die noch in der Lage sind sich zu artikulieren zusammen?
Fast komischerweise scheinen es nicht wenige zu sein.Nur öffentlich sind sie alle weg Das schlimme ist,wir werden von den eigenen Leuten für dumm verkauft.
Immerhin hat der Kammerpräsident Hamburg zugegeben,dass das Fallenlassen der Preis-
Verordnung ein Fehler war.Es geht nicht um Erhöhung sondern um angemessenes Honorar.
Das primitivste Mittel hat das Schiedsgericht benutzt: Arbeitsaufwand in Mann/Frau-Minuten.
Der DAV ist nicht auf die Idee gekommen.
Ein Refa-Fachmann würde schnell belegen,dass die Befolgung der mehr...

Elisabeth Jedamzik sagt:
01.04.2011 10:24

"Es geht an unsere Existenzgrundlage"
Gut erkannt. DAS SOLL ES DOCH AUCH.!!!!!
Mehr Vorschriften, höhere Zwangsabgaben. Die neue ApoBo , das Rabattpackungsgrößen-
kuddelmuddel die überbordende Bürokratie am HV wegen Centbeträgen, die hartnäckige Leugnung und Hinauszögerungen der uns zustehenden Zahlungen seitens der Kassen. ("SchieTs-Gericht").
Irgendwann sind die ersehnten 15000 doch erreicht. Dann wird alles gut !!!
Rainer Töbing hat es auf der Interpharm so ausgedrückt :...."So geht man mit Leuten um, die man für dumm verkaufen will". Ich widerspreche. Für dumm verkauft sind wir schon seit Jahren.
So geht man mit Leuten um, die man in nennenswerten Mengen los werden will!!
Schon bemerkenswert, dass das der mehr...

Dan sagt:
31.03.2011 20:15

Drei Kollegen in HI!
In sechs Monaten!(2011)

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