Apokix-Umfrage

Apotheker schätzen ihre Großhändler

Berlin - 04.02.2016, 16:35 Uhr

Apotheker und Großhändler müssen sich vertrauen - ohne den anderen geht es nicht. (Foto: Phagro)

Apotheker und Großhändler müssen sich vertrauen - ohne den anderen geht es nicht. (Foto: Phagro)


Die Apothekeninhaber sind mit ihrem pharmazeutischen Stamm-Großhändler sehr zufrieden – die meisten sehen in ihm ihren wichtigsten Partner, so die neue APOkix-Umfrage. Sie schätzen vor allem die schnelle und korrekte Lieferung der Vollsortimenter. Discountern steht die Mehrzahl hingegen skeptisch gegenüber.

Die Ergebnisse der aktuellen APOkix-Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln unter rund 240 Apothekeninhabern und -leitern zeigen: Auch wenn das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) 2011 seine Spuren im Verhältnis Apotheker/Großhändler hinterlassen hat – allzu großen  Schaden hat es offenbar nicht genommen.

Zwei Großhändler beliefern die Befragten im Schnitt, einen Trend zum häufigen Wechsel gibt es nicht. Und mit gut 92 Prozent ist die deutliche Mehrheit mit dem pharmazeutischen Großhändler, der sie überwiegend beliefert, insgesamt zufrieden. Dabei punkten die Grossisten vor allem bei den Grundleistungen: Jeweils mehr als 95 Prozent der Apotheker sind mit der Liefergeschwindigkeit, der Liefergenauigkeit, der Lieferqualität und dem Sortiment eher oder sogar sehr zufrieden. 

Weniger als zwei Drittel mit Konditionen zufrieden

Die Retourenabwicklung beim Stamm-Lieferanten läuft aus Sicht von immerhin noch 81,5 Prozent sehr oder eher zufriedenstellend. 80 Prozent geben auch der Lieferfähigkeit eine solch positive Bewertung. Am unteren Ende der Zufriedenheitsskala stehen die vereinbarten Vergütungen und Konditionen. Mit diesen sind nur rund 63 Prozent zufrieden. Wenn man bedenkt, dass zugleich 71 Prozent erklärten, das AMNOG habe die Beziehung zwischen Apotheke und Großhandel nachhaltig belastet, hätte dieser Wert allerdings auch noch schlechter ausfallen können.

Letztlich überwiegt aber das positive Gefühl: Vollversorgende pharmazeutische Großhändler, über die möglichst alle benötigten Medikamente und Artikel bezogen werden können, sind wichtigster Partner für mehr als 98 Prozent der Befragten. 85 Prozent meinen, „Apotheke und Großhandel sitzen in einem Boot“. Die allermeisten sind auch von der Zukunftsfähigkeit  des vollversorgenden Großhandels überzeugt. Nur rund 12 Prozent erklärten, er werde ihrer Meinung nach künftig an Bedeutung verlieren.

Infografik: APOkix/IFH

Vertrauen zählt

Bei der Auswahl ihrer Großhändler zählt für die meisten Apothekenleiter eine vertrauensvolle Kundenbeziehung (98 Prozent stimmen dem voll und ganz oder eher zu). Insbesondere auf die Konditionen achten immerhin 90 Prozent. Auch die Positionierung ihres Großhändlers zur inhabergeführten Apotheke ist für 88 Prozent der Inhaber von Bedeutung. Der Aussage „Ich kaufe nicht bei Discount-Großhändlern, da deren Leistungen für meine Apotheke nicht ausreichend sind“ stimmten knapp 75 Prozent zu.


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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