Typ-1-Diabetes

Keine Besserung durch Interleukin-Blockade

22.04.2013, 16:08 Uhr


Bei der Entwicklung eines Typ-1-Diabetes spielen autoimmune Mechanismen und Entzündungsreaktionen eine zentrale Rolle. Ein wichtiger Entzündungsmediator ist Interleukin 1. Eine Blockade dieses Botenstoffs wirkt sich jedoch nicht auf die Entwicklung der Erkrankung aus.

Das zeigten jetzt die Ergebnisse von zwei randomisierten, placebokontrollierten Studien, in der Canakinumab, ein monoklonaler Anti-Interleukin-1-Antikörper, und Anakinra, ein humaner Interleukin-1-Rezeptorantagonist, zur Behandlung des Typ-1-Diabetes getestet wurden.

Die Studien umfassen die Daten von fast 140 Patienten mit einem kürzlich diagnostizierten Typ-1-Diabetes in den USA, Kanada und Europa im Alter zwischen sechs und 45 Jahren.

In der einen Studie erhielten 69 Teilnehmer randomisiert subkutan einmal monatlich entweder 2 mg/kg Körpergewicht Canakinumab (maximum 300 mg) oder Placebo über zwölf Monate. In der anderen Studie erhielten ebenfalls 69 Teilnehmer täglich 100 mg Anakinra oder Placebo über neun Monate.

Keine dieser Behandlungen konnte die Entwicklung und das Fortschreiten eines Typ-1-Diabetes aufhalten.

Quelle: Moran, A., et al.: Lancet 2013; Online: doi.org/10.1016/S0140-6736(13)60023-9


Dr. Bettina Hellwig