Standespolitik

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Mein liebes Tagebuch
Die Abda hat ihre neueste Wünsch-dir-was-Liste der Apothekenreform verschärft und an die Politik weitergereicht. Hoffentlich nicht zu spät, denn sie enthält alles, was Freude ins Apothekensystem zurückbrächte. Und während sich die Union hinter die Forderung nach einer Fixumserhöhung stellt, meint der GKV-Spitzenverband, das Apothekenfixum sollte doch gesenkt werden, den Apotheken gehe es doch „insgesamt ziemlich gut“. Der Ersatzkassen-Verband legt sogar noch eins drauf und tönt, eine Erhöhung des Apothekenhonorars sei überflüssig. Munition für die Kassen liefert ein IGES-Gutachten: Durch das Apothekensterben habe sich der Weg zur nächsten Apotheke nur für relativ wenige Menschen verlängert. Außerdem sterben Apotheken, weil sie einem intensiven Verdrängungswettbewerb untereinander ausgeliefert seien. Und ja, mehr Geld für Apotheken verbessere nicht die Versorgung, sagt IGES. Hallo, fragt da mal jemand die Patienten?Show moreDie Zukunft im Blick
Er fand erst zum zweiten Mal statt und schon sprengte er alle Rekorde eines regionalen Apothekertags: rund 1200 Apothekerinnen, Apotheker und PTA waren nach Münster gekommen, um sich auf dem 2. Westfälisch-lippischen Apothekertag fortzubilden und Gedanken auszutauschen – nicht nur, aber auch über die Zukunft. Hervorragende Fachvorträge waren das A und O des Apothekertags. Auf einer Fachausstellung präsentierten sich 50 Unternehmen. Für Vorträge und Ausstellung bot das Messe- und Congresscentrum Halle Münster ein großzügiges Ambiente. Und ein gelungenes Rahmenprogramm im Varieté sorgte für gute Stimmung unter den Teilnehmern.
Show moreJeder sucht nach Auswegen aus der Misere
Bei der Eröffnung der diesjährigen Expopharm waren sich die Vertreter der pharmazeutischen Industrieverbände BAH, BPI und VFA, des Großhandelsverbands Phagro und des Deutschen Apothekerverbands (DAV) in einem Punkt einig: Die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen machen es zunehmend unmöglicher, wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten. Bei der Suche nach Auswegen aus der Misere war dann allerdings schon Schluss mit der Einigkeit. Während der DAV auf das Zielpreismodell setzt, will der BAH ein eigenes Einsparungsinstrument auf den Weg bringen, BPI und VFA bauen auf ein dereguliertes Gesundheitssystem und Qualitätswettbewerb und der Phagro will die Zusammenarbeit mit den Marktpartnern intensivieren und fordert darüber hinaus den Gesetzgeber auf, Fehlentwicklungen wie DTP zu korrigieren.Show moreDas Wichtigste in Kürze
Es wurde viel diskutiert und debattiert auf dem Apothekertag. Wir fassen in unserem großen Bericht die Ergebnisse vom Apothekertag zusammen. Als schnelle Vorabinformation für all diejenigen, die wenig Zeit zum Lesen haben, haben wir daraus als Schnellinfo das Wichtigste extrahiert.Show moreAuf der Seite der Apotheker
Zur Eröffnung des Deutschen Apothekertags legten die erschienenen Vertreter aus der Politik ein klares Bekenntnis zum bestehenden System der inhabergeführten Apotheke ab. Auch Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein ließ es sich im Endspurt des Landtagswahlkampfes nicht nehmen, den Apothekern zu zeigen, dass er auf ihrer Seite steht.Show moreStanding ovations für Paralympioniken
Damit hatte keiner der Delegierten auf dem diesjährigen Deutschen Apothekertag gerechnet. Die ABDA unterbrach ihre politische Diskussionsrunde und präsentierte drei Medaillengewinner der Paralympics, die wenige Stunden zuvor von Peking zurückgekehrt waren. Hintergrund dieser Showeinlage war das Engagement der ABDA für den Behindertensport und das Sponsoring der deutschen paralympischen Mannschaft in Peking.Show moreLiberalisierung kann Probleme nicht lösen
Die Liberalisierung der Arzneimittelversorgung ist kein Patentrezept zur Lösung der Probleme im Gesundheitswesen. Das zeigt ein Blick über den Gartenzaun nach Norwegen und in die USA. In Norwegen wird die Arzneimittelversorgung nach der Marktliberalisierung im Jahr 2001 von drei großen vertikal integrierten Apothekenketten dominiert, die vor allem zahlungskräftige Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren im Visier haben. Ein Preiswettbewerb findet nicht statt. In den USA ist der Gesundheitsmarkt der am schnellsten wachsende Markt mit Steigerungsraten bei Arzneimittelpreisen, die die Inflationsrate um das Zwei- bis Dreifache übersteigen.Show moreAlte und neue Baustellen
Im seinem Bericht beschrieb ABDA-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Jürgen Seitz, wie sich die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die deutschen Apotheken im zurückliegenden Jahr entwickelt haben. Er gab aber auch Hinweise auf künftige berufspolitische Themen wie die angestrebte Senkung des Kassenabschlages, einen Musterprozess gegen Null-Retaxationen und Anforderungen an eine praxisgerechte Telematik.Show moreViele Alte und Kranke – viel Arbeit für Apotheken
Wir werden älter und weniger. Chronisch Kranke leben dank des Fortschritts immer länger. Für die Apotheken wird es daher in Zukunft reichlich Arbeit geben. Doch die Veränderungen werden so groß, dass auch neue Strukturen nötig sind. Zudem bleibt die Frage: Wer soll das bezahlen? – Beim ersten Arbeitskreis des Apothekertages wurde klar, was dies für die Apotheken langfristig bedeuten kann: neue Leistungen, neue Vergütungskonzepte, mehr Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen – und wohl noch mehr Kostendruck im solidarisch finanzierten Gesundheitssystem.Show moreDie inhabergeführte Apotheke überzeugt
Im Arbeitskreis "Arzneimittelversorgung", dem letzten Tagesordnungspunkt der diesjährigen Hauptversammlung, diskutierten Vertreter der Parteien und der Apothekerschaft miteinander. Wie schon bei der Eröffnung des Deutschen Apothekertages, hatten die Politiker viele warme Worte für die Apotheker übrig. Ausnahmsweise bot nicht die Vertreterin der Grünen die größte Reibungsfläche, sondern der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion.Show more„Ein Apothekertag der Klarheit“
Ein Bericht der DAZ-Redaktion
"Wir hatten einen Apothekertag der Klarheit" resümierte ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf in seinen Schlussworten, "Klarheit in einer Zeit, in der Klarheit dringend gebraucht wird, denn wir stehen vor grundsätzlichen Entscheidungen." Der Apothekertag sei auch richtungweisend gewesen. Man habe Positionen deutlich benannt. Und es sei ein Apothekertag der Einigkeit gewesen über das, was die Apotheker wollen und nicht wollen und was man von der Politik einfordere, beispielsweise beim Thema Versandhandel, beim Thema politische Verlässlichkeit und klarer Rechtslage und beim Thema Einführung des Medikationsmanagements. Man habe außerdem Einigkeit erreicht über das, was man von sich selbst einfordere, wo die Apotheker selbst hinwollen, als aktiver Partner für kranke Menschen.
Show moreBereit zu mehr Verantwortung
ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf machte bei der Vorstellung des Lageberichts deutlich, dass in der aktuellen Situation, in der viele Entscheidungen anstehen und die Gesundheitslandschaft in Bewegung gerät, für die Apotheker sehr viel auf dem Spiel steht: "Es gilt die großen Weichen für die pharmazeutische Versorgung der kommenden Jahre und Jahrzehnte zu stellen". Die Apotheker seien bereit, eine unabhängige Arzneimittelversorgung zu ermöglichen und mehr Verantwortung zu übernehmen. Sie benötigten dazu jedoch einen klaren Rechtsrahmen und eine langfristige Planungssicherheit.Show moreRechtliches
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