
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Patienten geben Ärzten mehr Informationen als KI-Chatbots
Digitale Symptom-Checker können helfen, die Dringlichkeit einer Therapie einzuschätzen und Patienten passende Termine zu geben. Doch dafür braucht die KI präzise Informationen. Eine Studie zeigt nun, dass Menschen KI-Chatbots weniger ausführlich von ihren Beschwerden berichten als Ärzten.Show moreBromocriptin soll das Herz schützen
Hannover Forscher starten eine Studie, in der Bromocriptin zur Behandlung von peripartalem Herzversagen getestet wird. Die Herzschwäche tritt bei gesunden Frauen im letzten Schwangerschaftsmonat oder in den ersten Monaten nach der Geburt auf und kann innerhalb weniger Wochen zu Herzversagen führen.Show moreLachgas zwischen den Zähnen
In Zahnbelag enthaltene Bakterien können nicht nur Karies und Zahnfleischentzündungen hervorrufen, sondern auch Lachgas produzieren. Sie "atmen" mit Nitrat statt Sauerstoff und setzen dabei das Narkosemittel frei. Für Euphorie oder betäubende Effekte reichen die Mengen allerdings nicht aus. Show moreBei ADHS ist das Mittelhirn verändert
Es wird angenommen, dass die neuropsychiatrische Erkrankung ADHS in der fehlerhaften Übermittlung und Verarbeitung von Informationen begründet ist. Deutsche Wissenschaftler setzten ein neues Ultraschallverfahren zur Untersuchung von Kindern und Jugendlichen ein und stießen auf spezifische Veränderungen im Mittelhirn der jungen Patienten.Show moreGewürze – sinnlicher und heilsamer Genuss
"gewürze.Sinnlicher Genuss.Lebendige Geschichte" heißt eine Ausstellung, die im Rahmen der Bayerischen Landesgartenschau bis zum 10. Oktober in Rosenheim zu sehen ist. Es geht um die Rolle, die Pfeffer, Nelken, Kardamom und andere exotischen Spezereien in der Kulturgeschichte und darüber hinaus in der politischen und der Wirtschaftsgeschichte gespielt haben.Show moreResistenzprobleme bei medikamentösen Krebstherapien
Zytostatikaresistenzen und deren diagnostischer Nachweis
Von Theodor H. Lippert und Manfred Volm
Zytostatikaresistenzen sind die häufigste Ursache für erfolglose medikamentöse Krebsbehandlungen. Sie können entweder präexistent (intrinsic drug resistance) oder durch Medikamente induziert sein (acquired drug resistance). Ihnen liegen zahlreiche, individuell sehr variable biologische Mechanismen zugrunde. Versuche, sichere Gegenmaßnahmen zur Überwindung der Resistenzen zu entwickeln, sind bisher gescheitert. Diagnostische Tests stellen jedoch eine Möglichkeit dar, vor und während einer Behandlung Zytostatikaresistenzen zu erkennen und damit die unwirksame und darüber hinaus auch schädliche Anwendung von Medikamenten zu verhindern.
Show moreMacht „Hirnjogging“ den Kopf fit?
Viele Menschen versuchen mithilfe kleiner Programme für Computer oder Handy ihre Intelligenz zu steigern. Dass das Hirntraining zwar einzelne Fähigkeiten fördert, den IQ aber nicht beeinflusst, erklärten nun britische Neurowissenschaftler. Show moreZweimal gut bei Parkinson
Die Substanz Rotigotin ist seit 2006 in Deutschland zur Behandlung motorischer Symptome bei Morbus Parkinson zugelassen. Aktuelle Studien bescheinigen dem Dopamin-Agonisten nun auch positive Effekte auf nicht-motorische Krankheitszeichen der "Schüttellähmung" wie Schlafstörungen oder psychische Veränderungen.Show moreErfolgreiche Arzneistoffkombi gegen MS?
Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass der orale Wirkstoff Teriflunomid eine relativ gute Wirksamkeit auf die Erkrankungsaktivität bei multipler Sklerose zeigt. Amerikanische Forscher stellten jetzt aktuelle Ergebnisse vor, wonach die Substanz vor allem in Kombination mit Glatirameracetat, einem häufig bei MS eingesetzten Arzneistoff, Erfolge verzeichnet.Show moreRheuma gezielter therapieren
Berliner Wissenschaftler haben ein neues Testverfahren für Patienten mit rheumatoider Arthritis entwickelt. Damit ist es möglich, vorherzusagen, ob eine Behandlung mit anti-Tumor-Nekrose-Faktor-Antikörpern (anti-TNF), wirksam sein wird.Show moreWie geht es den Apotheken?
2009: Weniger Apotheken, mehr Arbeitsplätze, höhere BelastungenVon Karl-Heinz Resch, Berlin
Weniger Apotheken mit mehr Arbeitsplätzen bei höheren Belastungen – das ist die Kernbotschaft der Zahlen, Daten und Fakten zu Apotheken 2009. Man muss kein Prophet sein, um in einem einfachen Rechenmodell die sich daraus ergebende wirtschaftliche Lage der Apotheken zu beleuchten. Sie lautet in schlichter mathematischer Logik: Wo mehr Arbeitsplätze bei steigenden Belastungen in weniger Apotheken finanziert werden, geht bei nur gering steigenden Packungszahlen die Umsatzrendite zurück. Und dies bereits ein weiteres Mal. Vor allem kleine Apotheken auch auf dem Land sind zunehmend in ihrer Existenz bedroht.
Show moreArznei- und Nahrungsmittel aus Ginkgo biloba
Potenziell toxische Inhaltsstoffe und ihre WirkmechanismenVon Eckhard Leistner und Christel Drewke
Phytopharmaka sind komplexe Mischungen pflanzlicher Inhaltsstoffe. Sie sind unter Umständen schwierig zu standardisieren, und die Frage, ob nur einzelne Komponenten oder der Gesamtextrakt als Wirkstoff zu betrachten ist, kann ebenso strittig sein wie ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit. Auch Ginkgo-Präparate sind Gegenstand der Diskussion. Die aus Ginkgo biloba hergestellten Arzneimittel sind nicht verschreibungspflichtig und unterliegen damit in Europa der besonderen Obhut des Apothekers. In den Vereinigten Staaten werden Ginkgo-Produkte generell als "major botanical dietary supplements" geführt, gelten also nicht als Arzneimittel. Auch bei uns findet man Ginkgo-haltige Nahrungsmittel und Kosmetika.
Show moreWarum Statine nicht immer wirken
Schon seit Längerem ist bekannt, dass Statine nicht nur Lipide senken, sondern auch vor der Entstehung eines Kolorektalkarzinoms schützen können. Allerdings wirken sie nicht bei allen Menschen krebsprotektiv. Warum dies so ist, haben amerikanische Wissenschaftler nun herausgefunden.Show moreWie intertemporale Entscheidungen gesteuert werden
Wie Entscheidungen wie die, ob man Geld sofort ausgibt oder es lieber für später spart, im menschlichen Gehirn gesteuert werden, war bislang weitgehend unklar. Nun hat ein deutsches Forscherduo dahinter liegende Mechanismen entschlüsselt.Show moreOsteoporoseprävention von Anfang an
Es ist mittlerweile klar, dass eine calciumreiche Ernährung in der Kindheit einer späteren Osteoporose vorbeugt. Bei Schulkindern wird daher teilweise über die Gabe von Milch versucht, die Calciumzufuhr zu steigern. Einer aktuellen Studie zufolge könnte dies aber bereits zu spät sein.Show moreIm Traum gelernt
Das Gehirn festigt im Schlaf neu erlernte Fähigkeiten. Träumen spielt dabei offenbar eine wichtige Rolle, wie israelische und amerikanische Forscher nun zeigen konnten. So fanden sich Personen in einem virtuellen Labyrinth beim zweiten Mal sehr viel schneller zurecht, wenn sie nach dem ersten Versuch kurz schliefen und dabei aufgabenbezogen träumten.Show moreRegelmäßigkeit macht müde
Wer alltägliche Aufgaben stets in gleichbleibendem Rhythmus erledigt, kann nachts besser schlafen, glauben israelische Wissenschaftler. Sie untersuchten die Schlafqualität von Senioren und fanden eine überraschende Verbindung zu deren Alltagsaktivitäten.Show moreChelsea Physic Garden – ein Kleinod inmitten von London
Am 1. April hat der Chelsea Physic Garden für diese Saison wieder seine Pforten für das Publikum geöffnet. Nicht weit vom Sloane Square (U-Bahnstation) befindet sich der 1673 von Apothekern gegründete und damit älteste Arzneipflanzengarten Londons immer noch an seinem ursprünglichen Standort. Die Freunde des Gartens feiern in diesem Jahr den 350. Geburtstag von Sir Hans Sloane, dem größten Förderer des Gartens.Show moreChaperone müssen flexibel sein
Proteine können ihre zahlreichen biologischen Aufgaben im Körper nur dann erfüllen, wenn sie nach der Synthese durch Faltung in eine dreidimensionale Form übergehen. Für diesen Prozess ist die Anwesenheit von Chaperonen wichtig, deren Strukturen während des Vorgangs von Münchner Forschern erstmals genauer untersucht wurden.Show moreAuch Eifersucht macht blind
Amerikanische Forscher testeten Frauen in ihrer Aufmerksamkeit. Ihre Partner sollten zunächst Landschaftsbilder beurteilen, anschließend wurden sie angewiesen, die Attraktivität anderer Frauen zu bewerten. Durch letzteres sanken schlagartig die Leistungen ihrer Partnerinnen.Show moreParkinson – Zusammenspiel aus drei Faktoren
Drei Faktoren müssen zusammenkommen, um einen Morbus Parkinson hervorzurufen, erklären Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts in Martinsried. Neben genetischen Veränderungen sind das Alter und eine verminderte Reaktion auf bestimmte Wachstumsfaktoren für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich.Show moreWas steckt eigentlich hinter Hautrötungen mit Fieber?
Veränderungen an der Haut sind selten akut gefährlich oder lebensbedrohlich. Kommt allerdings Fieber dazu, steckt meist eine Infektion oder – seltener – eine Autoimmunreaktion dahinter. Der Hautausschlag ist dann ein Hinweis, dass der Körper auf eine andere Erkrankung oder ein Medikament reagiert.Show moreAntikörper Eculizumab ermöglicht neue Niere
Rund fünf Jahre wartete der sechsjährige Christian auf seine Nierentransplantation. Nicht, weil es keine Niere für ihn gegeben hätte, sondern weil er an einer Krankheit leidet, die jede neue Niere sofort wieder zerstört hätte, am atypischen hämolytisch-urämischen Syndrom, bedingt durch eine Mutation im (Komplement-)Faktor H-Gen.Show moreImpfstoff gegen Typ-1-Diabetes bei Mäusen erfolgreich
Ein Impfstoff, bestehend aus Nanopartikeln, die auf ihrer Oberfläche Komplexe aus für Diabetes relevanten Peptiden sowie den Haupthistokompatibilitätskomplex tragen, hat sich im Tierversuch mit Mäusen als erfolgreich im Kampf gegen Typ-1-Diabetes erwiesen.Show moreDHA für Fertilität bei Männern wichtig
Frauen wird von Beginn der Schwangerschaft an empfohlen, die Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) zu supplementieren, da diese für die Entwicklung des Kindes wichtig ist. Amerikanische Wissenschaftler konnten nun zeigen, dass auch Männer DHA brauchen – und zwar, um Kinder zeugen zu können.Show moreRechtliches
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