
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Telmisartan verbessert ALS-Symptomatik
Die genauen Krankheitsmechanismen der amyotrophen Lateralsklerose sind bisher unklar. In einer neuen Studie wurde nun das Protein PGAM5 als wichtiger gemeinsamer Faktor entdeckt. Wird es gehemmt, beispielsweise durch Telmisartan, könnten Krankheitssymptome verbessert werden. Show moreHandynutzung macht keine Hirntumore
Interphone ist die bisher größte Fall-Kontrollstudie zum Thema Handys und Krebsrisiko. Von einer durchschnittlichen Handynutzung, so das Ergebnis, geht keine Gefahr aus. Im Hinblick auf Handy-Nutzer, die besonders häufig telefonieren, sind die Resultate unklar.Show moreVirus soll Nervenschutz-Gene transportieren
In der Zellkultur stellte eine Frankfurter Wissenschaftlerin fest, dass das Protein Progranulin Nervenzellen schützt und zur Heilung anregt. Im Mausmodell soll nun untersucht werden, ob sich genetische Informationen des Proteins per Virus-Taxi in die Nervenzellen schleusen lassen.Show moreFrühes Fernsehen schadet Kindern langfristig
Fernsehen ist für Kleinkinder in keinerlei Hinsicht förderlich. Das beweist eine prospektive Studie in den Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine aufs Neue. Die schädlichen Auswirkungen sind noch in einem Alter von zehn Jahren nachweisbar.Show moreGute Laune im grünen Bereich
Vermutet haben wir schon lange, was eine Studienzusammenfassung nun zeigt: bereits fünf Minuten spazieren gehen im Grünen verbessert die Stimmung und hebt das Selbstwertgefühl. Vor allem jüngere Leute und Menschen mit psychischen Problemen profitieren von den erfrischenden Farben der Natur.Show moreHumboldts Grüne Erben
"Humboldts Grüne Erben – Der Botanische Garten und das Botanische Museum in Dahlem 1910 bis 2010" heißt eine Ausstellung, die während des ganzen Jubiläumsjahres und darüber hinaus bis Ende Januar 2011 zu sehen ist. Sie reflektiert die hundertjährige Geschichte des Gartens am Standort Dahlem, geht aber auch auf seine Vorgeschichte und die Leistungen bedeutender Berliner Botaniker wie Alexander v. Humboldt ein.Show more
Rauben sie die Lust?
Betrachtet man die Ergebnisse einer Studie der Universität Heidelberg, so muss diese Frage mit "Ja" beantwortet werden. Besonders auffällig sei dieser Zusammenhang bei der Anwendung der Hormonspirale und der Drei-Monats-Spritze. Um diese Aussage tatsächlich zu belegen, müssten jedoch weitere Untersuchungen folgen.Show moreGiftmorde der Agatha Christie
Das Schwäbische Schnapsmuseum in Bönnigheim, Kreis Ludwigsburg, zeigt eine Sonderausstellung über "Giftmorde im Steinhaus – Rezepte der Agatha Christie", die den Besuchern bis zum 3. Oktober sonntags von 14 bis 17 Uhr offensteht.Show moreBei Stress wird weniger geraucht
Ganz anders als bisher angenommen, lautet das Ergebnis der "Cologne Smoking Study": Je größer der Stress am Arbeitsplatz, desto weniger Zigaretten werden konsumiert. Der Grund dafür sei, dass der häufig starke Termindruck nicht einmal mehr dafür Zeit übrig lässt.Show moreWas steckt eigentlich hinter …lokalen Hautveränderungen?
Ein einzelner Hautfleck kann angeboren oder erworben, harmlos oder – unbehandelt – auch lebensbedrohlich sein. Oft genügt dem Dermatologen ein Blick für die richtige Diagnose, mitunter sind aber histologische Untersuchungen notwendig, um maligne Hautveränderungen auszuschließen.Show moreGefühle vergisst man nicht
"Warum fühle ich mich nur so gut?" Diese Frage stellt sich vielleicht ein Patient mit Gedächtnisverlust nach dem Besuch eines lieben Menschen. Der Besuch ist bereits vergessen, das gute Gefühl und die Freude darüber jedoch bleiben. Das beweisen die Ergebnisse von Wissenschaftlern der University of Iowa.Show moreNicht mehr und nicht weniger
Guter Schlaf wirkt sich deutlich auf die Gesundheit aus. Neben der Schlafqualität spielt vor allem die Schlafdauer eine wichtige Rolle. Erwachsene sollten zwischen sechs und acht Stunden schlafen – nicht mehr und nicht weniger. Abweichungen erhöhen das Mortalitätsrisiko.Show moreBromocriptin soll das Herz schützen
Hannover Forscher starten eine Studie, in der Bromocriptin zur Behandlung von peripartalem Herzversagen getestet wird. Die Herzschwäche tritt bei gesunden Frauen im letzten Schwangerschaftsmonat oder in den ersten Monaten nach der Geburt auf und kann innerhalb weniger Wochen zu Herzversagen führen.Show moreLachgas zwischen den Zähnen
In Zahnbelag enthaltene Bakterien können nicht nur Karies und Zahnfleischentzündungen hervorrufen, sondern auch Lachgas produzieren. Sie "atmen" mit Nitrat statt Sauerstoff und setzen dabei das Narkosemittel frei. Für Euphorie oder betäubende Effekte reichen die Mengen allerdings nicht aus. Show moreBei ADHS ist das Mittelhirn verändert
Es wird angenommen, dass die neuropsychiatrische Erkrankung ADHS in der fehlerhaften Übermittlung und Verarbeitung von Informationen begründet ist. Deutsche Wissenschaftler setzten ein neues Ultraschallverfahren zur Untersuchung von Kindern und Jugendlichen ein und stießen auf spezifische Veränderungen im Mittelhirn der jungen Patienten.Show moreGewürze – sinnlicher und heilsamer Genuss
"gewürze.Sinnlicher Genuss.Lebendige Geschichte" heißt eine Ausstellung, die im Rahmen der Bayerischen Landesgartenschau bis zum 10. Oktober in Rosenheim zu sehen ist. Es geht um die Rolle, die Pfeffer, Nelken, Kardamom und andere exotischen Spezereien in der Kulturgeschichte und darüber hinaus in der politischen und der Wirtschaftsgeschichte gespielt haben.Show moreResistenzprobleme bei medikamentösen Krebstherapien
Zytostatikaresistenzen und deren diagnostischer Nachweis
Von Theodor H. Lippert und Manfred Volm
Zytostatikaresistenzen sind die häufigste Ursache für erfolglose medikamentöse Krebsbehandlungen. Sie können entweder präexistent (intrinsic drug resistance) oder durch Medikamente induziert sein (acquired drug resistance). Ihnen liegen zahlreiche, individuell sehr variable biologische Mechanismen zugrunde. Versuche, sichere Gegenmaßnahmen zur Überwindung der Resistenzen zu entwickeln, sind bisher gescheitert. Diagnostische Tests stellen jedoch eine Möglichkeit dar, vor und während einer Behandlung Zytostatikaresistenzen zu erkennen und damit die unwirksame und darüber hinaus auch schädliche Anwendung von Medikamenten zu verhindern.
Show moreMacht „Hirnjogging“ den Kopf fit?
Viele Menschen versuchen mithilfe kleiner Programme für Computer oder Handy ihre Intelligenz zu steigern. Dass das Hirntraining zwar einzelne Fähigkeiten fördert, den IQ aber nicht beeinflusst, erklärten nun britische Neurowissenschaftler. Show moreZweimal gut bei Parkinson
Die Substanz Rotigotin ist seit 2006 in Deutschland zur Behandlung motorischer Symptome bei Morbus Parkinson zugelassen. Aktuelle Studien bescheinigen dem Dopamin-Agonisten nun auch positive Effekte auf nicht-motorische Krankheitszeichen der "Schüttellähmung" wie Schlafstörungen oder psychische Veränderungen.Show moreErfolgreiche Arzneistoffkombi gegen MS?
Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass der orale Wirkstoff Teriflunomid eine relativ gute Wirksamkeit auf die Erkrankungsaktivität bei multipler Sklerose zeigt. Amerikanische Forscher stellten jetzt aktuelle Ergebnisse vor, wonach die Substanz vor allem in Kombination mit Glatirameracetat, einem häufig bei MS eingesetzten Arzneistoff, Erfolge verzeichnet.Show moreRheuma gezielter therapieren
Berliner Wissenschaftler haben ein neues Testverfahren für Patienten mit rheumatoider Arthritis entwickelt. Damit ist es möglich, vorherzusagen, ob eine Behandlung mit anti-Tumor-Nekrose-Faktor-Antikörpern (anti-TNF), wirksam sein wird.Show moreWie geht es den Apotheken?
2009: Weniger Apotheken, mehr Arbeitsplätze, höhere BelastungenVon Karl-Heinz Resch, Berlin
Weniger Apotheken mit mehr Arbeitsplätzen bei höheren Belastungen – das ist die Kernbotschaft der Zahlen, Daten und Fakten zu Apotheken 2009. Man muss kein Prophet sein, um in einem einfachen Rechenmodell die sich daraus ergebende wirtschaftliche Lage der Apotheken zu beleuchten. Sie lautet in schlichter mathematischer Logik: Wo mehr Arbeitsplätze bei steigenden Belastungen in weniger Apotheken finanziert werden, geht bei nur gering steigenden Packungszahlen die Umsatzrendite zurück. Und dies bereits ein weiteres Mal. Vor allem kleine Apotheken auch auf dem Land sind zunehmend in ihrer Existenz bedroht.
Show moreArznei- und Nahrungsmittel aus Ginkgo biloba
Potenziell toxische Inhaltsstoffe und ihre WirkmechanismenVon Eckhard Leistner und Christel Drewke
Phytopharmaka sind komplexe Mischungen pflanzlicher Inhaltsstoffe. Sie sind unter Umständen schwierig zu standardisieren, und die Frage, ob nur einzelne Komponenten oder der Gesamtextrakt als Wirkstoff zu betrachten ist, kann ebenso strittig sein wie ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit. Auch Ginkgo-Präparate sind Gegenstand der Diskussion. Die aus Ginkgo biloba hergestellten Arzneimittel sind nicht verschreibungspflichtig und unterliegen damit in Europa der besonderen Obhut des Apothekers. In den Vereinigten Staaten werden Ginkgo-Produkte generell als "major botanical dietary supplements" geführt, gelten also nicht als Arzneimittel. Auch bei uns findet man Ginkgo-haltige Nahrungsmittel und Kosmetika.
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