
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
5-fach-Agonist gegen Adipositas und Diabetes
GLP-1-Rezeptoragonisten sind mittlerweile in der Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas etabliert. Zahlreiche Agonisten, die zugleich weitere Rezeptoren aktivieren, sind in der Pipeline oder sogar schon in der Therapie angekommen. Eine deutsche Forschungsgruppe stellt nun einen Agonisten vor, der die Erkrankungen über fünf Targets positiv beeinflussen soll.Show moreBAI nicht besser als BMI
Zur Einschätzung, ob Normal- oder Übergewicht vorliegt, wurde bislang hauptsächlich der Body Mass Index (BMI) herangezogen. Seit vergangenem Jahr gibt es eine weitere Methode, mit der sich der Körperfettanteil berechnen lässt: Der Body Adiposity Index (BAI). Wie deutsche Forscher nun schreiben, hat er gegenüber dem BMI allerdings keine Vorteile. So lässt sich anhand des BAI z. B. das Diabetesrisiko nicht besser abschätzen als mit dem BMI.Show moreSpezifische Antikörper entwickeln sich früh
Im Alter von neun Monaten bis zwei Jahren treten am häufigsten Antikörper gegen die insulinproduzierenden Betazellen des Pankreas auf. Kinder, die in diesem Alter Antikörper entwickeln, haben ein hohes Risiko, bis zum zehnten Lebensjahr an Typ-1-Diabetes zu erkranken.Show moreMarginalien um die Margarine
Fette und fette Öle, die wir als Nahrungsmittel verwenden, sollen möglichst natürlichen Ursprungs, bekömmlich und wohlschmeckend sein. Wenn sie nicht zum Braten und Kochen eingesetzt werden, erwarten wir von ihnen eine plastische, streichfähige Konsistenz. Diese Eigenschaften besitzt die Butter, die heute preiswert zur Verfügung steht, ebenso wie die Margarine, die erfunden wurde, um die einst teure Butter zu ersetzen.
Show moreWarum Übergewicht zu Insulinresistenz führt
Übergewicht ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes. Deutsche Wissenschaftler haben nun in Kooperation mit dänischen Forschern neue Erkenntnisse gefunden, warum Übergewicht zu einer Insulinresistenz führt und damit den Weg für die Diabetesentstehung bereitet.Show moreHerzinfarktrisiko liegt auf dem Y-Chromosom
Männer haben ein höheres Herzinfarktrisiko als Frauen. Bislang wurde dies vor allem auf einen ungesünderen Lebensstil zurückgeführt. Nun haben britische und australische Wissenschaftler auch eine genetische Komponente entdeckt – auf dem Y-Chromosom.Show moreProstatakrebs früh erkennen
Für die Prostatakrebs-Früherkennung wird neben der digital-rektalen Untersuchung die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) herangezogen. Doch der PSA-Test ist seit Jahren Gegenstand von Diskussionen. Unstrittig ist, dass durch den PSA-Test signifikant mehr Prostatakarzinome diagnostiziert werden als ohne. Andererseits werden auch Karzinome entdeckt, die ohne Früherkennung oder Screening nie symptomatisch geworden wären. Auch was den längerfristigen Nutzen des PSA-Tests betrifft – Gewinn an Lebensjahren und Senkung der Mortalität – , gibt es nach wie vor sich widersprechende Einschätzungen.
Show moreBexaroten hilft gegen Alzheimer – bei Mäusen
Das Retinoid-Analogon Bexaroten wird bislang zur Therapie des fortgeschrittenen kutanen T-Zell-Lymphoms eingesetzt. Möglicherweise stellt der Wirkstoff auch eine Option für die Behandlung der Alzheimer-Demenz dar. Im Tierversuch beseitigte es Beta-Amyloidplaques und bewirkte darüber eine Normalisierung des Verhaltens der Tiere.Show moreZweisprachige Kinder sind im Vorteil
Kinder, die zweisprachig aufwachsen, entwickeln verschiedene verbale und nonverbale Fähigkeiten früher als Kinder, die nur einsprachig erzogen werden. Das haben kanadische Wissenschaftler nun im Rahmen einer Studie herausgefunden. Bislang ging man davon aus, dass nur das Sprachbewusstsein bei bilingualen Kindern erhöht ist.Show moreTrinken senkt Rückfallrisiko nach Schlaganfall
Trinken reduziert das Rückfallrisiko nach einem Hirninfarkt. Das zeigte eine Studie aus Münster, die kürzlich im "Journal of the Neurological Sciences" veröffentlicht wurde.Show moreWarum der Mittelfinger "auf der Leitung steht"
Jeder Körperteil besitzt im Gehirn einen eigenen Nervenzellbereich – im Kopf ist also eine komplette Karte des Körpers gespeichert. Die Bedeutung dieser Karten ist noch weitgehend unklar. Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben nun ein wenig Licht ins Dunkel gebracht.Show moreErstmals Histon-Mutation bei Glioblastomen entdeckt
Glioblastome gelten als besonders aggressive Hirntumoren. Bei Kindern mit dieser Erkrankung entdeckten Heidelberger Wissenschaftler nun Genveränderungen, die sich auf die Funktion der DNA-Verpackungsproteine auswirken.Show moreCoffein moduliert den Östrogenspiegel
Bei regelmäßigem Verzehr von coffeinhaltigen Getränken kann der Östrogenspiegel von Frauen in gebärfähigem Alter beeinflusst werden. Dabei kommt es offenbar unter anderem auf den Coffeinlieferanten an, wie eine aktuelle Studie nun gezeigt hat.Show moreAutismus früher diagnostizieren
Erkrankungen des autistischen Formenkreises werden derzeit meist erst im Kindergartenalter festgestellt. Für die gezielte Förderung betroffener Kinder wäre eine frühere Diagnose wünschenswert. Hier sind britische Wissenschaftler nun einen Schritt weitergekommen.Show moreToxische Aminoglykoside
Ralf Stahlmann | Aminoglykosid-Antibiotika erleben aufgrund der zunehmenden Resistenzproblematik und fehlender Alternativen eine Renaissance. Zwar wurden sie lange Zeit wegen ihrer Nephro- und Ototoxizität gemieden, doch ist die Erforschung der toxischen Wirkungen weitergegangen und hat zu einem neuen Verständnis vor allem der Nephrotoxizität geführt. Heute lässt sich das Risiko für schwere Folgeschäden einer Aminoglykosid-Therapie wie akutes Nierenversagen durch Beachtung weniger Punkte reduzieren. Dazu zählen die einmal tägliche Gabe über einen kurzen Zeitraum unter Kontrolle des Plasmaspiegels. Zudem scheint die einmal tägliche Gabe besser wirksam zu sein als beispielsweise eine dreimal tägliche Applikation.
Show moreHoffnungsträger: Proteine in Nano-Clustern
US-amerikanische Wissenschaftler haben eine neue Darreichungsform für Proteine entwickelt. In Nano-Cluster "verpackt" sollen sie hochdosiert und schneller als bislang verabreicht werden können und damit neue Chancen für die Behandlung z. B. von Krebs bieten.Show moreEin Herz aus Seide
Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim ist es gelungen, an einem dreidimensionalen Gerüst aus der Seide einer tropischen Raupe Herzmuskelzellen anzusiedeln. Damit können sie künstliches Herzgewebe herstellen.Show moreLeichte kognitive Störungen bei männlichen Senioren häufiger
An einer Demenz erkranken mehr Frauen als Männer. Leichte kognitive Beeinträchtigungen (MCI; "mild cognitive impairment"), eine mögliche Vorstufe von Morbus Alzheimer, zeigen hingegen ältere männliche Patienten wesentlich häufiger. Zu diesem Ergebnis kommt die US-amerikanische "Mayo Clinic Study of Aging".Show moreGesunde Kost zahlt sich im Alter aus
Eine gesunde, vitaminreiche und Omega-3-Fettsäure-haltige Kost bewirkt bei alten Menschen eine Verlangsamung des kognitiven Abbaus. Die Zusammensetzung des täglichen Speiseplanes scheint somit den Alterungsprozess der grauen Zellen zu beeinflussen.Show moreMonozyten mögen keinen Stress
Mainzer Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Monozyten besonders empfindlich auf reaktive Sauerstoffspezies (ROS) reagieren und auch gleich die Ursache dafür geklärt. Sie vermuten hinter dem Phänomen einen ausgeklügelten Mechanismus, um die Immunantwort und eine überstarke ROS-Produktion im Körper zu regulieren.Show moreAus weiß wird braun dank Irisin
Internationale Wissenschaftler haben im menschlichen Organismus ein bislang unbekanntes Hormon entdeckt. Die Irisin getaufte Verbindung wird durch Belastung in Muskelzellen gebildet und wandelt weiße in braune Fettzellen um.Show more"Cannabis-Frühling" ist vorbei
Über die jüngste Geschichte der therapeutischen Anwendung von Cannabis in den USA informiert eine Ausstellung im Hanf Museum Berlin. Auf die Legalisierung in Kalifornien im Jahr 1996 und die Tolerierung durch die Bundesbehörde folgten nun Maßnahmen gegen den Vertrieb von "medizinischem Marihuana".
Show moreOpioide löschen das Schmerzgedächtnis
Schmerzforscher der Medizinischen Universität Wien und der Universitätsmedizin Mannheim haben eine Entdeckung gemacht, die möglicherweise die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen verändern wird: Im Laborversuch konnten sie mit einer hoch dosierten Gabe von Opioiden das Schmerzgedächtnis, das für chronische Schmerzen verantwortlich ist, löschen. Show moreRechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung