

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Ein Patient mit komplexen Gerinnungsstörungen
H.P. ist ein 33-jähriger Patient mit sekundärem Antiphospholipid-Syndrom (APS) bei systemischem Lupus erythematodes (SLE), Immunthrombozytopenie, Hypertonie und unipolarer Depression, die sich zuletzt verstärkt hat. Er spielt mehrfach pro Woche Tennis und ist verheiratet. Im Rahmen einer Medikationsanalyse wird vom Patienten der Wunsch nach einer höheren Dosierung des Antidepressivums geäußert. Von Rolf Mesters, Dorothee Dartsch und Olaf Rose Show more

Bitte nicht rauchen!
Von Verena Stahl | Bitte nicht rauchen – dieser Leitsatz gilt für unsere Gesellschaft aus vielerlei bekannten Gründen. Dass das aber für Patienten mit multipler Sklerose (MS) noch mehr als für alle anderen gilt, beschreiben aktuell schwedische Wissenschaftler. Studien zufolge erhöht Rauchen das Risiko, neutralisierende Antikörper (NAb) gegen eine immunmodulatorische Therapie mit Interferon beta-1a (IFN-β-1a) oder Natalizumab zu entwickeln. Ein hoher Titer an neutralisierenden Antikörpern in Verbindung mit einem verschlechterten klinischen Zustand des Patienten zwingt zur Umstellung der Therapie. Das Risiko, eine wertvolle Behandlungsoption im Kampf gegen die progrediente Erkrankung zu verlieren, ließe sich bei Rauchern minimieren.Show more
Störungen der Blutgerinnung
Störungen der Blutgerinnung gehören zu den schweren und gefährlichen Erkrankungen und sind immer potenziell lebensgefährlich: sei es durch das Risiko eines Organinfarktes, sei es durch unstillbare Blutungen. Die Therapie von Gerinnungsstörungen ist eines derjenigen großen klinischen Gebiete, in denen sich die Pharmakotherapie stark verändert hat: mehrere neue Wirkstoffe wurden eingeführt, alte jahrzehntelang verordnete Substanzen werden infrage gestellt. Dazu kommen umfangreiche neue Daten zur Nutzen-Risiko-Abwägung von Gerinnungshemmstoffen und Verbesserungen in der Prophylaxe und Therapie von akuten Infarkten bzw. Blutungen. Pharmako-logisch! UPDATE fasst dieses neue Wissen zusammen, das seit dem „Pharmako-logisch! Blutgerinnungsstörungen“ (DAZ 2009; 149 (31): 3491–3528) aus dem Jahre 2009 generiert wurde, und bereitet die praxisrelevanten Neuerungen für die Beratung in der Apotheke auf.
Von Thomas Herdegen
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Eine Patientin mit Gestationsdiabetes
Frau Kettner (39 Jahre) legt in der Apotheke ein Rezept über Blutglucoseteststreifen sowie ein grünes Rezept über Femibion 2® vor. Sie erscheint besorgt und berichtet im weiteren Gespräch von ihrem heutigen Arztbesuch. | Von Carina John, Juris Meier und Hartmut DerendorfShow more
Metformin statt Insulin?
Von Verena Stahl | Hierzulande besteht für den Einsatz von Metformin in der Indikation Gestationsdiabetes mellitus (GDM) keine Zulassung. Es lohnt jedoch, das orale Antidiabetikum einem Vergleich mit der Insulin-Standardtherapie zu unterziehen, da vielversprechende Studienergebnisse vorliegen und es in vielen Ländern eine Behandlungsoption darstellt. Den Bedenken der potenziellen Auswirkungen von Metformin auf das ungeborene Leben steht eine komfortabel zu handhabende orale Einnahme gegenüber.Show more
Eine Patientin mit fortgeschrittenem Parkinson-Syndrom
Die Patientin J.Z. ist 82 Jahre alt. Sie ist bettlägerig und leidet unter einem fortgeschrittenen idiopathischen Parkinson-Syndrom mit Halluzinationen und Demenz. Sie war vor drei Wochen im örtlichen Krankenhaus nach einer Synkope unklarer Genese. | Von Olaf Rose, David Maintz und Hartmut Derendorf Show more
Epilepsie und Schwangerschaft
Von Verena Stahl | Der Einsatz von Antiepileptika bei schwangeren Patientinnen ist mit vielen Ängsten verbunden. Beachtet man im Vorfeld einer Schwangerschaft, währenddessen und danach einige wichtige Aspekte, lässt sich das potenzielle Risiko auf ein Minimum reduzieren.Show more
Eine Patientin mit Epilepsie
Ihre Patientin ist die 71-jährige Frau P. S. Sie zieht in das Heim ein und berichtet von den Problemen bei der Haushaltsführung, die zu der Entscheidung geführt haben. Sie hat seit vielen Jahren epileptische Anfälle, der letzte Anfall liegt ca. 1 Woche zurück. | Von Andreas Niclas Förster, Robert Hermann und Hartmut DerendorfShow more
Auf- und Abstieg von Dronedaron
Von Verena Stahl | Alles sollte besser werden mit Dronedaron (Multaq®). Zum Zeitpunkt der Zulassung ruhten viele Hoffnungen auf dem neuen Antiarrhythmikum. Vor allem erwartete man sich ein vorteilhafteres Nebenwirkungsprofil als das des strukturverwandten Amiodarons, dem bisherigen Therapiestandard. Unter anderem versprach man sich niedrigere Absetzraten aufgrund von Unverträglichkeiten. Das hätte in der ohnehin nicht gut steuerbaren Vorhofflimmern-Rezidivprophylaxe eine erhebliche Verbesserung bedeutet. In der Nachzulassungsphase traten jedoch schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse und erhebliche Nebenwirkungen auf. Die Anwendung wurde deutlich eingeschränkt.Show more
Eine Patientin mit Herzrhythmusstörungen
Von Andreas Niclas Förster, Robert Hermann und Hartmut Derendorf | In der Klinischen Pharmazie dreht sich alles um den Patienten, um Leitlinien und um das klinische Ergebnis. Bearbeiten Sie mit uns diesen Patientenfall und erlernen Sie so zusätzliches Wissen in Klinischer Pharmazie.Show more
Eine Patientin mit Herzinsuffizienz
Patientin Beata Boran (B. B.) ist 64 Jahre alt und leidet unter zunehmender Atemnot bei Belastung. Sie berichtet, dass sich ihre Dyspnoe in den letzten Tagen sehr verschlechtert habe, sie kaum noch schlafen könne und sie sich wie benommen fühle. | Von Olaf Rose, Christian Fechtrup und Hartmut DerendorfShow more
Risiko Spironolacton
Von Verena Stahl | Elektrolytdysbalancen sind bei Patienten mit der Diagnose Herzinsuffizienz besonders häufig zu beobachten. Darunter ist die potenziell lebensbedrohliche Hyperkaliämie besonders problematisch. Ihr Auftreten wird durch viele Risikofaktoren in dieser Patientengruppe begünstigt. Einer davon kann die Therapie mit dem Aldosteronantagonisten Spironolacton sein.Show more
Asthma und COPD
Asthma bronchiale und die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sind schwere Atemwegserkrankungen, die mit einer eingeschränkten Lebenserwartung einhergehen und deren Häufigkeit weltweit zunimmt. Therapeutisch genutzt werden inhalative oder systemisch wirksame Arzneistoffe, die die Bronchialmuskulatur relaxieren, die Bronchien dilatieren und die zugrunde liegenden inflammatorisch-destruktiven Prozesse abschwächen.
Von Thomas Herdegen

Ein Alzheimer-Patient
Frau B. kommt zu Ihnen in die Apotheke und schildert folgendes Problem: Ihr Vater Aloys Braumann ist vor drei Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Seit gestern leidet der 82-Jährige unter Durchfällen und Übelkeit. | Von Isabell Waltering, Tilman Fey, Robert Hermann und Hartmut Derendorf

Gefährliche Komedikation
Von Verena Stahl | Die medikamentöse Therapie der Alzheimer-Demenz ist vielschichtigen Herausforderungen ausgesetzt. Die meisten Alzheimerpatienten leiden an mehreren chronischen Erkrankungen gleichzeitig, so dass Polymedikation eher die Regel als die Ausnahme ist. Es ist dabei wahrscheinlich, dass sie Wirkstoffe mit anticholinergen (parasympatholytischen) Eigenschaften erhalten, da diese in vielen Arzneistoffgruppen vertreten sind, wie Antidepressiva, Antiparkinsonmittel und urologischen Spasmolytika. Dabei ist die Gabe von Arzneistoffen mit anticholinerger Wirkung bei Alzheimer-Patienten in vielerlei Hinsicht nicht ratsam.
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Tief Luft holen
Von Verena Stahl | Die Erkrankung cystische Fibrose ist bislang nicht heilbar, jedoch lassen sich ihre Symptome und ihr Verlauf durch viele therapeutische Maßnahmen positiv beeinflussen. Zu den wesentlichen Bausteinen des Gesamtkonzeptes gehört dabei die Inhalationstherapie. Diese (mehrmals) täglich durchzuführende Maßnahme verlangt den Patienten jedoch lebenslang viel Disziplin und Zeit ab. Neben der von anderen respiratorischen Erkrankungen bekannten Trockeninhalation setzen Mukoviszidose-Patienten insbesondere die Feuchtinhalation von Inhalationslösungen mithilfe spezieller Geräte ein.Show more
Ein junger CF-Patient
Pseudomonas aeruginosa erfolgreich bekämpfen.
Von Olaf Rose, Heymut Omran, Angelika Dübbers und Hartmut Derendorf
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Eine Patientin mit Verhütungswunsch
Frau Sarah Müller (37 Jahre) kommt in Ihre Apotheke und legt Ihnen eine Privatverordnung über Yara Hexal 30® (Ethinylestradiol 0,03 mg, Drospirenon 3 mg) vor. Sie kommt gerade von ihrem Gynäkologen und berichtet, dass sie eine neue Pille verordnet bekommen hat. | Von Ina Richling, Robert Hermann und Hartmut Derendorf
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Pille vergessen – was nun?
Von Verena Stahl | Gibt man in die Internetsuchmaschine Google den Begriff "Pille vergessen" ein, erhält man fast eine halbe Million Treffer. Diese erstaunlich hohe Trefferanzahl spricht Bände. Sie verdeutlicht einerseits, dass es scheinbar häufig Probleme bei der regelmäßigen Einnahme der beliebtesten Verhütungsmethode – der Pille – gibt. Sie zeigt mit ihren unzähligen Einträgen in Internetforen andererseits, dass bei diesem sensiblen Thema oft Beratungsbedarf besteht und weitreichende Folgen befürchtet werden. Nicht wenige Anwenderinnen suchen in der Apotheke Rat und wollen kompetent beraten werden.
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Blutdruck runter, Blutzucker rauf
Von Verena Stahl | Bis zu 90% der Typ-2-Diabetiker leiden unter Hypertonie [1] und hypertone Diabetiker zeigen eine ausgeprägte Erhöhung ihres gesamten kardiovaskulären Risikos. Einer gut abgestimmten Therapie beider Erkrankungen inklusive der Einhaltung bestimmter Zielwerte kommt daher eine große Bedeutung zu. Jedoch gibt es auch antihypertensive Wirkstoffe, die diabetogen wirken und daher bei hypertonen Diabetikern vermieden werden sollten.Show more

Eine Patientin mit Juckreiz und Ödemen
Die 89-jährige Frau K. lebt seit Jahren in einem Seniorenwohnheim. Sie ist verwitwet und war früher Lehrerin. Nach einem leichten Schlaganfall im Jahr 2010 hat sich ihr Zustand verschlechtert. | Von Gabriele Baumgärtner, Markus Zieglmeier, Robert Hermann und Hartmut Derendorf
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Diabetes mellitus Typ 2
Seit dem ersten Pharmakologisch-Beitrag zu Diabetes mit dem Titel "Diabetes mellitus Typ 2– die Spinne im Netz des metabolischen Syndroms" (DAZ 5/2009, 424 – 443) hat sich im Bereich der Diabetes-Therapie eine der großen "Revolutionen" der Pharmakotherapie vollzogen: die oralen insulinotropen Sulfonylharnstoffe und Glinide werden durch Inkretin-Mimetika und Gliptine verdrängt. Dazu kommt noch mit den SGLT-2-Hemmstoffen ein weiteres neues Prinzip, nämlich die Förderung der Glucose-Ausscheidung mit dem Harn.
Von Thomas Herdegen

Lithium in der Schwangerschaft
Verena Stahl | Die Hälfte aller bipolar erkrankten Frauen befindet sich im gebärfähigen Alter und viele von ihnen haben, wie nicht erkrankte Frauen gleichen Alters auch, einen Kinderwunsch. Nicht wenige von ihnen fürchten jedoch Fehlbildungen des Kindes durch die bei bipolarer Störung eingesetzten Medikamente und lehnen eine Schwangerschaft daher ab. Andere wiederum ängstigen sich berechtigterweise vor einem Rückfall, sollten sie die Medikamente während der Schwangerschaft absetzen müssen.
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Ein Patient mit bipolarer Störung
Markus Schmidt ist ein 38-jähriger Patient. Er kommt in die Apotheke und Sie bemerken, dass er zitterige Hände hat und auch etwas benommen zu sein scheint. Er wünscht eine Packung Ibuprofen 400 mg. | Von Martina Hahn, Hartmut Derendorf und Sibylle Roll
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Ein Patient mit COPD
Der 61-jährige COPD-Patient Herr Lebemann kommt mit hörbar schlechter Atmung und sichtbar schlechtem Allgemeinzustand in seine Stamm-Apotheke. Er hat seit ein paar Tagen einen sehr schleimigen Husten und bekommt kaum Luft. | Von Monika Dircks, Florian Fuchs, Kristina Leuner, Frank Dörje und Hartmut Derendorf
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Einfach aufhören?
Verena Stahl | Ein wesentlicher – wenn nicht sogar der zentrale – Bestandteil einer COPD-Therapie ist die Tabakentwöhnung rauchender Patienten. Gelingt es, den Patienten zum Rauchstopp zu motivieren, ist schon viel erreicht. Doch Vorsicht, es müssen dabei pharmakokinetische und pharmakodynamische Wechselwirkungen von Bestandteilen des Tabakrauchs und Nicotin mit zahlreichen Medikamenten beachtet werden!Show more
Methotrexat-Gabe: Einmal täglich ist tödlich
Verena Stahl | Methotrexat wird zur Behandlung rheumatologischer und dermatologischer Erkrankungen nur einmal wöchentlich angewendet, dies kann nicht oft genug betont werden. Die Beachtung der ungewöhnlichen Applikationsfrequenz ist ein elementarer Bestandteil der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) dieses hochpotenten, zytotoxischen Wirkstoffs.Show more
Eine junge Rheumapatientin
Nur eine frühzeitige Behandlung hilft, die Beweglichkeit zu erhalten
Isabel Waltering, Jürgen Rech und Hartmut Derendorf | In der Klinischen Pharmazie dreht sich alles um den Patienten, um Leitlinien und um das klinische Ergebnis. Bearbeiten Sie mit uns diesen Patientenfall und erlernen Sie so zusätzliches Wissen in Klinischer Pharmazie.Show moreRechtliches
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