
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Mein liebes Tagebuch
Nein, es gibt kein gut gefülltes Osternest für die Bundesgesundheitsministerin, sondern einen gut gefüllten Werkzeugkasten – von der Finanzkommission. Wie fein, und was ist da drin? Zum Beispiel eine über fünf Jahre retardierte Fixumserhöhung. Oh nein, das darf nicht sein, Frau Warken, fassen Sie dieses Tool nicht an! Wir vertrauen Ihrem Versprechen: Das Fixum kommt, jetzt. Dafür gedulden wir uns gerne für das elektronische BtM- und T-Rezept bis 2028. Aber wir warten ungeduldig auf die Kontrolle der EU-Versender, wann kommt das Gesetz? Die dm-Versandapo in Tschechien empfiehlt derweil für ihre Produkte bereits die kostenlose Beratung – in den deutschen Vor-Ort-Apotheken. Frohe Ostern! Show moreDie Gewinner der Honorarreform schweigen
BERLIN (ks). Zu Jahresbeginn ist die Honorarreform der Ärzte in Kraft getreten. Nachdem die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) ihren Mitgliedern Mitteilungen über ihr sogenanntes Regelleistungsvolumen geschickt haben, regt sich bei einigen Medizinern deutlicher Unmut. In der vergangenen Woche kam es zu Demonstrationen und Praxisschließungen. Andere Ärzte verlangen von gesetzlich Versicherten Vorkasse für die Behandlung. Obwohl die Mediziner in diesem Jahr im Vergleich zu 2007 knapp 3 Mrd. Euro bzw. zehn Prozent mehr Honorar erwarten können, fürchten vor allem Ärzte in Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein erhebliche Einnahmeausfälle.Show moreDoping am Arbeitsplatz, ein unterschätztes Phänomen?
BONN (hb). Die Einnahme von Psychopharmaka zu Zwecken der Verbesserung von Kognition, Emotion oder Motivation hat in den letzten Jahren zugenommen und scheint vor allem in den USA bereits verbreitet zu sein. Wie es diesbezüglich hierzulande aussieht, beleuchtet der DAK Gesundheitsreport 2009 mit dem Schwerpunktthema "Doping am Arbeitsplatz", der durch das IGES Institut in Berlin erstellt wurde.Show moreElf Bundesländer für Rx-Versandverbot
Ländermehrheit will Versandhandel nun im Rahmen der 15. AMG-Novelle einschränken
Berlin (ks). Der Unterausschuss „Arzneimittelrecht“ des Gesundheitsausschusses des Bundesrats hat am 10. März den Gesetzentwurf zur 15. Novelle des Arzneimittelgesetzes beraten. Dabei wurden eine Reihe von Änderungsanträgen beschlossen. Unter anderem auch jener der Freistaaten Bayern und Sachsen, den Arzneimittelversandhandel auf nicht verschreibungspflichtige Medikamente zu beschränken. Über das weitere Schicksal des Antrags muss nun zunächst der Gesundheitsausschuss des Bundesrats befinden.Show moreSinkender Umsatz im Apothekenmarkt
Insight Health: Vor allem nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel betroffen
Berlin (ks). Der Umsatz im Apothekenmarkt ist in den ersten beiden Monaten 2009 gegenüber dem Vergleichszeitraum des letzten Jahres um 4 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro gesunken. Diesen aktuellen Daten des Pharma-Dienstleisters Insight Health liegt der Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU) zugrunde. Parallel ging die Menge der abgegebenen Packungen etwa in gleichem Maße(– 4,2%) zurück. Etwas stärker vom Marktrückgang betroffen waren die apothekenpflichtigen Arzneimittel. Show more
Phoenix vor dem Verkauf?
Berlin (ks). Der Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) erwägt Presseberichten zufolge, den zum Merckle-Firmenimperium gehörenden Pharmagroßhändler Phoenix zu kaufen. Zu KKR gehört auch die britische Drogerie- und Pharmagroßhandelskette Alliance Boots.Show moreKasse muss für nicht zugelassenes Arzneimittel zahlen
LSG: Ausnahme bei notstandsähnlicher Situation
Berlin (ks). Eine gesetzliche Krankenkasse muss ihre Versicherten unter bestimmten Voraussetzungen auch mit einem nicht zugelassenen Arzneimittel versorgen. Dies entschied das Hessische Landessozialgericht in einem am 12. März veröffentlichten Urteil (Urteil vom 15. Januar, Az.: L 1 KR 51/05). Show moreArzneimittelausgaben: Apothekenanteil sinkt
Fast zwei Drittel gehen an die Pharmaindustrie
Berlin (ks). Der Anteil der Apotheken an den Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung ist erneut gesunken. Nach Berechnungen der ABDA unterschritt der Wert 2008 mit 15,5 Prozent den bisherigen Tiefpunkt von 15,9 Prozent aus dem Jahr 2007. Show moreSPD setzt erneut auf Bürgerversicherung
Eckpunktepapier für das SPD-Wahlprogramm vorgestellt
Berlin (ks). Die SPD will auch 2009 mit der Bürgerversicherung in den Bundestagswahlkampf einziehen. Nötig sei „mehr Solidarität und eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung für alle statt Individualisierung und Privatisierung im Gesundheitswesen“, heißt es in einem vergangene Woche vorgestellten Eckpunktepapier der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) für das Wahlprogramm der SPD.Show moreEuGH beanstandet österreichische Regelungen zur Bedarfsplanung
Luxemburger Richter geben Zahn-Discounter recht
Berlin (ks). Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die österreichischen Regelungen zur Bedarfsplanung bei der Errichtung privater Krankenanstalten für unvereinbar mit der Niederlassungsfreiheit erklärt. Zugleich stellen die Luxemburger Richter klar, dass eine Beschränkung der Niederlassungsfreiheit durchaus aus Gründen des Gesundheitsschutzes gerechtfertigt sein kann. Vorliegend beanstandeten sie jedoch, dass die Regelungen zur Bedarfsprüfung zwar – wie hier – auf ein selbstständiges Ambulatorium für Zahnheilkunde, nicht aber auf Gruppenpraxen angewandt werden. Zudem seien dem Ermessen der nationalen Behörden keine hinreichenden Grenzen gesetzt. (Urteil des EuGH vom 10. März 2008, Rechtssache C-169/07)Show moreRingen um Aut-idem-Regelung
Herstellerverbände gegen extensive Auslegung
Berlin (ks). Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) will im Rahmen der Aut-idem-Substitution die größtmögliche Austauschbarkeit bei wirkstoffgleichen Arzneimitteln gewährleisten. In einem Musterschreiben zum Anwendungsbereich der Aut-idem-Regelung vertritt es die Auffassung, dass ein Arzneimittel immer dann gegen ein wirkstoffgleiches Arzneimittel mit unterschiedlichen Anwendungsgebieten austauschbar ist, wenn eines seiner Anwendungsgebiete dem gemeinsamen Indikationsbereich angehört. Show moreSachsen-Anhalt: AOK und BKK fusionieren
Die Fusionswelle unter den Krankenkassen setzt sich fort
Berlin (ks). Der kassenartenübergreifende Zusammenschluss einer AOK und einer BKK ist beschlossene Sache: Zum 1. April werden die AOK Sachsen-Anhalt und die BKK Sachsen-Anhalt fusionieren. Das haben die Verwaltungsräte beider Krankenkassen auf ihren Sitzungen am 11. März in Halberstadt entschieden. Ebenfalls zum 1. April werden sich die Kaufmännische Krankenkasse KKH und die BKK Allianz zusammenschließen.Show moreBionorica im Höhenflug
BERLIN (ks). Der Phytopharmaka-Hersteller Bionorica hat für das vergangene Jahr ein Rekordergebnis vermeldet: Das Familienunternehmen steigerte seine Umsatzerlöse um 21,4 Prozent gegenüber 2007. Der bereinigte Netto-Umsatz belief sich auf 130 Mio. Euro (2007: bereinigt 107,1 Mio. Euro, vorläufig 114,9 Mio. Euro). Sowohl im Inland als auch auf den Auslandsmärkten trotzte Bionorica der globalen Krise. Für das Umsatzplus sorgte insbesondere das Erkältungspräparat Sinupret.Show moreMerck & Co. kauft Schering-Plough
BERLIN (tw). Amerikas drittgrößter Pharmakonzern, Merck & Co., zahlt gut 41 Milliarden Dollar – rund 32 Milliarden Euro – für Schering-Plough, die Nummer sieben in Amerika. Wenn Merck & Co. sich wie geplant von 15 Prozent der kombinierten Belegschaft trennt, würde die Übernahme rund 16.000 Arbeitsplätze kosten.Show moreJede vierte Kundenanfrage bleibt unbeantwortet
KÖLN (ks). Wer als Verbraucher über eine Website Kontakt zu einem Unternehmen sucht, wird nicht selten enttäuscht. Nach einer Studie des E-Commerce-Center Handel am Kölner Institut für Handelsforschung (IfH) bleibt jede vierte E-Mail-Anfrage gänzlich unbeantwortet oder erschöpft sich in einer automatisierten Eingangsbestätigung.Show moreTK akzeptiert Kammerzertifizierungen
(aknr/az). Nachdem vor wenigen Wochen die Barmer Ersatzkasse die bundesweite Anerkennung der Kammerzertifizierungen als Zugangsvoraussetzung für die Abgabe von Hilfsmitteln akzeptiert hat, ist nunmehr auch die Techniker Krankenkasse (TK) dieser Entscheidung gefolgt.Show moreBundesrat lehnt Regelungen zur Patienteninformation ab
BERLIN (ks). Der Bundesrat hat sich in seiner Sitzung am 6. März entschieden gegen die im EU-Pharmapaket vorgesehenen Regelungen zur Patienteninformation von Pharmaunternehmen ausgesprochen. Die Länder ziehen es vor, an den bestehenden restriktiveren nationalen Regelungen festzuhalten. Zustimmend äußerte sich der Bundesrat dagegen zu den EU-Vorschlägen zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen.Show morePersönlicher Expertenratschlag ist gefragt
BERLIN (ks). Beim Thema Gesundheit geht den Deutschen nichts über den persönlichen Ratschlag – am besten vom Arzt oder Apotheker. Auch im Internet-Zeitalter bringen Patienten nach wie vor jenen Experten das größte Vertrauen entgegen, die ihnen Auge in Auge gegenüberstehen. Dies bestätigten in der Umfrage Reader’s Digest Europe Health 2008 96 Prozent der befragten Deutschen. Dennoch hat jeder Fünfte bereits Gesundheitsprodukte über das Internet bestellt – und war damit auch zufrieden.Show moreDocMorris unterliegt deutscher Preisbindung
HAMBURG (ks). Erneut hat ein Oberlandesgericht (OLG) entschieden, dass auch eine ausländische Apotheke, die Medikamente an Besteller aus Deutschland versendet – hier DocMorris –, an die deutschen Preisvorschriften für Arzneimittel gebunden ist. Das Hanseatische OLG wendet sich in einem aktuellen Urteil ausdrücklich gegen die 2004 ergangene Entscheidung des OLG Hamm, derzufolge eine solche Preisbindung nicht besteht. Damit mehren sich die Urteile, die die Anwendbarkeit der Arzneimittelpreisverordnung für ausländische Versandapotheken bejahen. Ein höchstrichterliches Urteil steht allerdings nach wie vor aus.
(Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 19. Februar 2009, Az.: 3 U 225/06)Show moreKassen und Hersteller streiten um Generikaabschlag
BERLIN (ks). Angesichts der anhaltenden Meinungsunterschiede zwischen Arzneimittelherstellern und GKV-Spitzenverband über die Frage, für welche Arzneimittel der sogenannte Generikaabschlag zu zahlen ist, droht den Apotheken möglicherweise eine neue Retaxations-Welle. Die Krankenkassen könnten die einbehaltenen Rabatte über die Apotheken zurückfordern, wenn die Hersteller weiterhin auf die Abschlagfreiheit ihrer Präparate pochen.Show moreIllegaler Internethandel aufgeflogen
STUTTGART (ks). Der Polizei ist in Baden-Württemberg ein Schlag gegen den illegalen Internet-Arzneimittelhandel gelungen. Im großen Stil versandte eine Bande von Winnenden und Wien aus Päckchen mit gefälschten Arzneimitteln. Für ihre weltweiten illegalen Machenschaften spannten die Tatverdächtigen ahnungslose Bürger als vermeintliche Absender der Pillen-Post ein. Die Polizei kam ihnen dadurch vor gut zwei Jahren auf die Spur. Nun hat sie ihre Ermittlungen offiziell abgeschlossen.Show moreRechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung