
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Kommt doch das Dispensierrecht im ärztlichen Notdienst?
Ein neuer Entwurf für die Notfallreform sieht ein begrenztes Dispensierrecht für Ärzte in Notarztpraxen von Integrierten Notfallzentren vor. Die zuvor geplanten Versorgungsverträge mit Apotheken sind nicht mehr geplant.Show moreSöder fordert völligen Neuanfang in der Gesundheitspolitik
BERLIN (tw/ks). Mit radikaler Kritik an der Berliner Politik und der Forderung nach einer eigenen gesundheitspolitischen Linie der CSU ging der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder Ende vergangener Woche auf Konfrontationskurs zur Regierungskoalition und zur Schwesterpartei CDU: Die Gesundheitsreform von 2007 sei eine Zwischenlösung gewesen, so der Politiker gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Der umstrittene Gesundheitsfonds habe keine Probleme gelöst, sondern nur neue geschaffen. Söder sieht nur eine Konsequenz: "Der Fonds muss weg."Show moreHonorarstreit wird vertagt
BERLIN (ks). Im Streit um die Ärztehonorare suchen der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) weiterhin nach einer Lösung. Am 30. März traf man sich erneut zu Verhandlungen, die zwar in "konstruktiver Atmosphäre" abgelaufen sein sollen, letztlich aber ergebnislos beendet wurden. Der nächste Verhandlungstermin ist der 20. April.Show moreAOK nimmt weitere gerichtliche Hürden
BERLIN (ks). Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (LSG NRW) hat am 26. März letztinstanzlich die sofortige Beschwerde eines Pharmaunternehmens gegen die bundesweite Ausschreibung von Arzneimittel-Rabattverträgen der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKs) vollumfänglich zurückgewiesen (Az. L 21 KR 26/09 SFB). Die AOK sieht die Rabattverträge für 64 generische Wirkstoffe nunmehr "vor der Ziellinie".Show moreRezeptpflicht für Paracetamol und Johanniskraut
BERLIN (ks). Ab dem 1. April sind Tabletten und Kapseln mit dem Wirkstoff Paracetamol verschreibungspflichtig, wenn sie pro Packung mehr als zehn Gramm Wirkstoff enthalten. Arzneimittel, die Johanniskraut enthalten, werden verschreibungspflichtig, wenn sie zur Behandlung mittelschwerer Depressionen zugelassen sind. Außerdem gibt es neue Vorschriften für die Zusammenarbeit zwischen Kassenärzten und Leistungserbringern in der Hilfsmittelversorgung.Show moreSchmidt würdigt Pharmabranche
BERLIN (ks). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat am 24. März den dritten Bericht der Task Force "Pharma" vorgestellt. Darin zieht sie eine positive Bilanz für den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) begrüßte den Bericht.Show moreMeinungsfreiheit für Pfizer
BERLIN (daz). Nun hat es der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt: Die Ende 2004 geschalteten Anzeigen des Pharmakonzerns Pfizer mit dem Titel "Können Kassenpatienten wirklich auf Sortis verzichten?" waren keine unzulässige Arzneimittelwerbung im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG). Die Karlsruher Richter wiesen vergangene Woche die Klage des Verbands Sozialer Wettbewerb gegen diese Werbung ab. Zur Begründung hieß es, Pfizer habe sich mit der Anzeige gegen Vorwürfe des Bundesgesundheitsministeriums gewehrt und dabei lediglich das Grundrecht auf Meinungsfreiheit in Anspruch genommen. Urteil des BGH vom 26. März 2009, Az.: I ZR 213/06Show moreKassen sollen Sortimentsverträge kündigen
Bundesversicherungsamt: Rabattverträge sind EU-weit auszuschreibenBerlin (ks). Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat den seiner Aufsicht unterstehenden Krankenkassen mitgeteilt, dass Arzneimittel-Rabattverträge, die einen bestimmten Schwellenwert überschreiten grundsätzlich EU-weit im Offenen Verfahren auszuschreiben sind. Dabei seien die Kassen prinzipiell verpflichtet, die Vergabe nach Losen vorzunehmen. Bereits abgeschlossene Verträge, die nicht nach dem gebotenen Verfahren zustande gekommen sind, müssten zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt und unter Berücksichtigung der neuen Rechtslage neu ausgeschrieben werden.
Show morePKV verzeichnet weniger Neuzugänge
Krankenvollversicherung bleibt wichtigstes StandbeinBerlin (ks). Die Private Krankenversicherung (PKV) hat weiterhin an den Folgen der letzten Gesundheitsreform zu knabbern. Der Netto-Neuzugang in der Vollversicherung betrug 2008 insgesamt 48.900 Personen, das ist ein Minus von 18 Prozent im Vergleich zu 2007. Gegenüber dem Jahr vor der Reform gingen die Neuzugänge sogar um 58 Prozent zurück.
Show moreVersandapotheken und Pick-up-Stellen scheiden die Geister
Anhörung im GesundheitsausschussBerlin (ks). Die Forderung, den Versandhandel mit Arzneimitteln einzuschränken, stößt bei Juristen und den betroffenen Verbänden – vielfach ebenfalls durch Juristen vertreten – bekanntlich auf ein höchst unterschiedliches Echo. Dies zeigte sich auch am 25. März in der öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses zu zwei entsprechenden Anträgen der FDP- und der Linksfraktion.
Show moreBilanz 2008: Sinkende Umsätze bei Celesio
Wie erwartet lief es für den Stuttgarter Konzern vergangenes Jahr so schlecht wie nie zuvorStuttgart (ks). Der Pharmahandelskonzern Celesio hat 2008 nach 21 Jahren beständigen Wachstums erstmals Verluste hinnehmen müssen: Der Umsatz sank um 2,3 Prozent auf 21,8 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) fiel um 22 Prozent auf 657 Mio. Euro. Diese Zahlen gab das Unternehmen bei seiner Bilanzpressekonferenz am 26. März in Stuttgart bekannt.
Show moreFremdbesitz: Celesio/Admenta versuchen Tatsachen zu schaffen
Dubiose Übernahmeangebote – Erwerb von Apotheken "in betriebsbereitem Zustand" trotz Fremdbesitzverbot – Experten warnen: Aus für Unabhängigkeit der ApothekeStuttgart (cr). Celesio lässt nicht locker: Über die Firma Admenta Deutschland GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Celesio AG, bereitet sich Europas größter Pharmagroßhändler auf den Tag X vor und lässt Apothekeneigentümern dubiose Übernahmeangebote unterbreiten. In dem Apothekenkaufvertrag, der unserer Zeitung vorliegt, wird der Apotheker verpflichtet, seine Apotheke bereits heute an die Admenta GmbH zu verkaufen – in "betriebsbereitem revisionsfähigem Zustand". Dass die Vereinbarungen auf rechtlich tönernen Füßen stehen, da es sich bei der Admenta um eine Kapitalgesellschaft handelt, scheint die Freunde des Fremdbesitzes nicht zu stören.
Show moreDreyer: Wir wollen keine Pick-up-Stellen
TRIER (diz). "Wir wollen die inhabergeführte Apotheke und setzen uns dafür ein" – mit diesen deutlichen Worten bekannte sich Malu Dreyer, Gesundheitsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, auf dem Rheinland-Pfälzischen Apothekertag zum heutigen Apothekensystem in Deutschland. Rund 200 Apothekerinnen und Apotheker waren am 21. und 22. März 2009 nach Trier gekommen, um die aktuelle berufspolitische Lage zu diskutieren und an praxisnahen Workshops teilzunehmen.Show moreDiamorphin-Streit geht in die nächste Runde
BERLIN (ks). Die Frage, ob Schwerstopiatabhängige auf Kassenkosten mit künstlichem Heroin (Diamorphin) behandelt werden sollten, wird nicht nur in der Regierungskoalition, sondern auch von Sachverständigen kontrovers beantwortet. Dies zeigte am 23. März eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages.Show moreUnstimmigkeiten bei Absetzbarkeit von Kassenbeiträgen
BERLIN (ks). Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur besseren Absetzbarkeit von Krankenkassenbeiträgen soll nach dem Willen der Union nochmals überarbeitet werden. "Über die zu streichende Absetzbarkeit für andere Versicherungsbeiträge gibt es in der Koalition noch Gesprächsbedarf", sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) der "Leipziger Volkszeitung" (Ausgabe vom 23. März).Show moreTonnenweise Arzneifälschungen
BERLIN (ks/abda). Die jüngst vorgelegten Jahresbilanzen verschiedener deutscher Zollfahndungsämter weisen für 2008 bis zu dreistellige Steigerungsraten bei sichergestellten Arzneimittelfälschungen auf. Da diese Mittel oft im Internet bestellt wurden, sieht ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf erheblichen Handlungsbedarf: "Der Gesetzgeber muss endlich den illegalen Internet-Versandhandel mit gefälschten und verbotenen Arzneimitteln eindämmen", sagte er am 23. März in Berlin.Show moreGesundheitsfonds im Defizit: BVA wiegelt ab
BERLIN (ks). Im laufenden Jahr droht der gesetzlichen Krankenversicherung nach Meldungen des "Spiegel" und der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ein Defizit von bis zu drei Milliarden Euro. Der Präsident des Bundesversicherungsamts (BVA), Josef Hecken, sprach zu Wochenbeginn von "Mutmaßungen". Am 26. März wird der Schätzerkreis beim BVA den vorläufigen Jahresabschluss 2008 feststellen.Show moreDas größte Übel sind dispensierende Ärzte
TRIER (diz). Einen kritischen Blick warf Dr. Max Brentano, ehemals Präsident des Schweizerischen Apothekerverbands, in seinem Vortrag auf dem Rheinland-Pfälzischen Apothekertag auf das Apothekensystem seines Landes. Nebeneinander existieren dort Ketten, Kooperationen und die inhabergeführte Einzelapotheke. Der Versandhandel ist verboten, aber es gibt Ausnahmen für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Positiv: Der Apotheker in der Schweiz wird für bestimmte Dienstleistungen gesondert honoriert. Das größte Übel im Alpenland: das Dispensierrecht der Ärzte.Show moreGBA: Biosimilars sind identische Arzneimittel
BERLIN (ks). Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beabsichtigt, eine Festbetragsgruppe der Stufe 1 für Somatropin-Präparate zu bilden. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Gremium am 19. März. Damit würden erstmals sogenannte Biosimilars, also Nachahmerpräparate biopharmazeutisch hergestellter Arzneimittel, mit einem Festbetrag belegt.Show moreNeurodermitis: Ernährung nicht leichtfertig umstellen
BERLIN (ks). Die Zahl der Kinder mit Neurodermitis steigt. Bereits jedes fünfte Kind in Deutschland ist betroffen. Die Ursachen sind wissenschaftlich noch nicht geklärt. Häufig wird Neurodermitis mit dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel verbunden. Für das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) handelt es sich hierbei vornehmlich um "Mythen". Es warnt Eltern daher, bei der Ernährung ihres Kindes leichtfertig auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten.Show moreFSA prüft Vorwürfe gegen Stada
BERLIN (ks). Der Arzneimittelhersteller Stada hat nach einem Bericht des TV-Magazins "Frontal21" jahrelang Ärzte und Apotheker mit Geld- oder Sachgeschenken dazu gebracht, den Umsatz von Stada-Arzneimitteln zu erhöhen. Nach Aussagen ehemaliger Mitarbeiter hat das Pharmaunternehmen ein breites Spektrum von Angeboten genutzt, um Ärzte in ihrem Verordnungsverhalten und Apotheker in ihrem Abgabeverhalten zu beeinflussen. Nun hat die "Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V." (FSA) ein Prüfungsverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet.Show moreProminente Schirmherrin für Apothekennotdienst-Hotline
MÜNCHEN (daz). Deutschlands einzige kostenfreie Notdienst-Hotline (0800 228 228 0) bekommt eine prominente Unterstützung: Staatsministerin a. D. Christa Stewens hat sich auf Anfrage des Vorstandes der Stiftung Deutsches Gesundheits-Telefon spontan bereit erklärt, die Schirmherrschaft für diese Initiative der deutschen Apotheker zu übernehmen.Show moreRechtliches
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