
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Mein liebes Tagebuch
Diese Woche hat Vertrauen zerstört: der Kassenabschlags-Hammer, der die kleine Honorarerhöhung für die Apotheken deutlich schmälert. Dazu noch immer keine offizielle Zusage für die Fixumserhöhung, für die sich die Apothekerschaft wohl letztlich noch bedanken muss – hätte schlimmer kommen können. Warkens Reformpläne sind ein „Volltreffer“, der neben Apotheken auch Versicherte und die Industrie schmerzt, während die Ärzteschaft meinte, die Einsparungen seien „durchaus angemessen“ – so gut muss es einem erstmal gehen. Und dann sollen die Ärzte in bestimmten Fällen auch noch das Dispensierrecht bekommen. Solche Wochen wie diese braucht man nicht.Show moreNeue Vertragsgrundlage für Spezialrezepturen
BERLIN (tmb). Für die Neufassung der Anlage 3 zur Hilfstaxe, die die Preisbildung für parenterale Zubereitungen aus Fertigarzneimitteln regelt, wurde das Unterschriftsverfahren eingeleitet. Der GKV-Spitzenverband und der Deutsche Apothekerverband hatten sich kurz vor Weihnachten auf eine Neuregelung geeinigt (siehe DAZ Nr. 1, 2010, S. 20), aber wegen der Feiertage noch keine Unterschriften geleistet. Der Vertrag soll nun ohne Übergangsregelung rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten.Show moreKBV wirbt erneut für Wirkstoffverordnung
BERLIN (ks). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) macht sich für eine bessere Arbeitsteilung zwischen Ärzten und Apothekern in der Arzneimittelverordnung stark. Diese Woche legte sie ihre gesundheitspolitischen Vorschläge zur Neuausrichtung der ambulanten medizinischen Versorgung vor. Darin plädiert die KBV erneut für Wirkstoffverordnungen, bei denen dem Apotheker die Auswahl des Arzneimittels überlassen bleibt.Show moreRösler holt PKV-Vize Weber ins Gesundheitsministerium
BERLIN (lk). PKV-Vize Christian Weber wechselt an die Schaltstelle des Bundesgesundheitsministeriums: Als Leiter der Grundsatzabteilung erhält der 53-jährige bisherige stellvertretende Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) damit maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung der geplanten Gesundheitsreform. Gut zwei Monate nach Amtsantritt schließt Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) mit dieser Personalie den Umbau des Ministeriums ab.Show moreIfH kritisiert Sachverständigenrat
KÖLN (ral). Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland hat in seinem Jahresgutachten 2009/2010 das Fremd- und Mehrbesitzverbot von Apotheken kritisiert. Nach Ansicht der Sachverständigen würden Apothekenketten den Wettbewerb bei der Distribution von Arzneimitteln stimulieren und so zur Effizienzsteigerung beitragen. Das Institut für Handelsforschung (IfH) ist anderer Meinung.Show moreStatistik: Was Krankheiten kosten
BERLIN (ks). Im Jahr 2006 wurden für die Gesundheit der Deutschen pro Kopf durchschnittlich 2870 Euro ausgegeben – das entspricht einer Summe von insgesamt 236 Mrd. Euro. Zudem gingen bei der erwerbstätigen Bevölkerung im Alter zwischen 15 bis 64 Jahren rund vier Millionen Erwerbstätigkeitsjahre durch Arbeitsunfähigkeit, Invalidität oder vorzeitigen Tod verloren. Dies geht aus der aktuellen Gesundheitsberichterstattung des Bundes hervor.Show moreNeue Ausgabe von Pharmeuropa
(mo). Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Pharmeuropa© , Vol. 22.1, Januar 2010 enthält 25 europäische Monographie-Entwürfe, die bis zum 31. März 2010 zur Diskussion gestellt werden. Nutzer des Arzneibuchs können auf den Monographie-Inhalt Einfluss nehmen.Show moreAkdÄ fordert transparentere Arzneimittel-Informationen
BERLIN (ks). Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, fordert mehr Transparenz und verlässlichere Informationen über Arzneimittel. Er moniert, dass die Informationen zu neuen Arzneimitteln zu häufig von der Industrie kommen.Show moreBarmer GEK rechnet mit Zusatzbeiträgen auf breiter Front
BERLIN (lk). Millionen Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen müssen sich auf Zusatzbeiträge einstellen: Die neue Vorsitzende der Barmer GEK, Birgit Fischer, hält angesichts knapper Kassen die Erhebung auf breiter Front für unvermeidbar. "Über kurz oder lang werden ihn alle Kassen erheben müssen, weil der Gesundheitsfonds unterfinanziert ist", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".Show moreNeuer Name: European Medicines Agency
LONDON (ck). Die Europäische Arzneimittelagentur EMEA hat seit dem 8. Dezember 2009 einen neuen Namen: Nach einer internen Umstrukturierung heißt sie nun offiziell European Medicines Agency, abgekürzt EMA. Auch das Logo wurde verändert.Show moreDocMorris hat keinen Anspruch auf Rückerstattung
KASSEL (daz). Die niederländische Versandapotheke DocMorris hat nach einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 17. Dezember 2009 keinen Anspruch auf Rückerstattung des sechsprozentigen Herstellerrabatts (Az.: B 3 KR 14/08 R). Doch wenn alles glatt läuft, kann DocMorris bald dem geänderten Rahmenvertrag nach § 129 Abs. 2 SGB V beitreten – mit der Folge, dass die Pharmahersteller ihren gesetzlichen Rabatt auch der holländischen Apotheke erstatten müssen.Show moreDefizit der Sozialkassen geringer
IfW: Arbeitsmarkt 2009 stabiler als erwartetBerlin (lk). Das Defizit der Sozialkassen fällt offenbar geringer aus als wegen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise befürchtet. Nach Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für das "Handelsblatt" beträgt die Finanzierungslücke der gesetzlichen Krankenkassen statt der erwarteten 4 Mrd. Euro nur 1,4 Mrd. Auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) benötigt danach weniger Staatshilfe. Grund sind die günstigen Trends auf dem Arbeitsmarkt.
Show moreBarmer GEK stellt sich gegen Gesundheitsminister Rösler
Größte deutsche Kasse plant Rabattverträge im großen StilBerlin (lk/ks). Seit Jahresbeginn ist die frisch fusionierte "Barmer GEK" Deutschlands größte gesetzliche Krankenkasse. An ihrer Spitze steht die frühere SPD-Landtagsabgeordnete und Gesundheitsministerin Nordrhein-Wesfalens, Birgit Fischer. Von den Reformplänen des Bundesgesundheitsministers Philipp Rösler (FDP) hält sie wenig: Eine Umstellung der Kassenfinanzierung auf eine Kopfpauschale sei ein "Rückwärtstrend und eine Verabschiedung aus dem Solidarsystem".
Show moreDGB kritisiert Reformpläne
Gewerkschaften planen Aktionsbündnis gegen schwarz-gelbe GesundheitspolitikBerlin (lk). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) schmiedet eine Abwehrfront gegen die Gesundheitspolitik der schwarz-gelben Bundesregierung: Auf seiner traditionellen Jahresauftaktpressekonferenz in Berlin kündigte DGB-Chef Michael Sommer an, "auf breiter Front gegen die Gesundheitspläne der schwarz-gelben Koalition mobil" zu machen.
Show moreArzneiversandhandel in Polen wächst
Internet-Verkauf und Großketten belasten SelbstständigeWARSCHAU (sbr). Die Apotheken in Polen machen derzeit spürbare Veränderungen durch. Ein Grund: Die polnischen Patienten kaufen ihre Arzneien verstärkt über das Internet. 2010 werde sich diese Vertriebsform von allen am dynamischsten entwickeln, erwarten die Manager von einheimischen Pharmaherstellern. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die Tageszeitung "Dziennik Gazeta Prawna” veröffentlicht hat.
Show moreÖffnung für ausländische Apotheken
Der Rahmenvertrag nach § 129 SGB V wird angepasstBerlin (ks). Der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband haben sich kurz vor Weihnachten auf eine Neufassung des Rahmenvertrages über die Arzneimittelversorgung nach § 129 Abs. 2 SGB V geeinigt. Danach sollen künftig deutsche und ausländische Apotheken dem Rahmenvertrag beitreten können. Zudem sind Neuregelungen zur Aut-idem-Austauschbarkeit biologischer Arzneimittel vorgesehen. Der Vertrag soll nach Unterschriftsleistung der Vertragspartner rückwirkend zum 1. Januar 2010 in Kraft treten.
Show moreBMG: Zusatzbeiträge in vielen Fällen vermeidbar
Bundesregierung will Überforderungsklausel nicht ändernBerlin (ks). Die Bundesregierung geht davon aus, dass es den gesetzlichen Krankenkassen auch 2010 möglich sein wird, Zusatzbeiträge "in vielen Fällen" zu vermeiden. Zusatzbeiträge oberhalb der gesetzlich vorgesehenen Bagatellgrenze von monatlich acht Euro werden "in aller Regel nicht erforderlich sein", heißt es in einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) auf eine Kleine Anfrage der Grünen.
Show moreWohin mit den Altmedikamenten?
Wer soll für die Entsorgung bezahlen? ABDA will gesetzliche LösungSTUTTGART (diz). Bis zum 31. Mai 2009 war die Welt der Entsorgung von Altarzneimitteln weitgehend in Ordnung. Das Logistikunternehmen Vfw-Remedica holte Altarzneimittel kostenfrei in den meisten Apotheken ab. Mit Inkrafttreten der fünften Novelle der Verpackungsverordnung am 1. Januar war für das Unternehmen die Rücknahme nicht mehr finanzierbar. Seitdem wurde von Apotheken und Kammern um neue Möglichkeiten der Altarzneimittelentsorgung gerungen. Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, sind Ende Dezember Verhandlungen zwischen ABDA und Pharmaverbänden um eine Nachfolgelösung zur Entsorgung der Altarzneimittel gescheitert. Dies bedeutet, dass es vorerst keine flächendeckende Lösung für die Altarzneimittel-Entsorgung geben wird. ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf forderte laut einer Nachricht im "Spiegel" eine gesetzliche Regelung.
Show moreArzneiausgaben steigen
GKV verzeichnet im November 2009 einen Anstieg von 11%Berlin (ks). 2,445 Mrd. Euro hat die gesetzliche Krankenversicherung im November 2009 für Arzneimittel und Impfstoffe ausgegeben – das sind 10,9 Prozent mehr als im November 2008. Dies meldete letzte Woche die AOK unter Berufung auf den Deutschen Apothekerverband.
Show moreOlympische Spiele: ABDA wirbt mit Kinospot
ABDA unterstützt deutsche Olympioniken und ermuntert Kinobesucher zu mehr BewegungBerlin (lk). Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) wirbt im Kino für die im Februar startenden Olympischen Winterspiele und Paralympischen Wettbewerbe in Vancouver und möchte die Kinobesucher mit den Spots zu sportlichen Aktivitäten auch in der kalten Jahreszeit animieren.
Show moreLänder nehmen weniger Impfstoff ab
GlaxoSmithKline zeigt sich kompromissbereitBerlin (lk). Die Bundesländer werden deutlich weniger Schweinegrippe-Impfstoff abnehmen als ursprünglich bestellt. Das ist das Ergebnis eines Treffens von Vertretern der Gesundheitsministerien von Ländern und Bund mit dem Hersteller GlaxoSmithKline. Man habe entsprechende Signale der Kulanz erhalten, sagte Niedersachsens Ministerin Mechthild Ross-Luttmann.
Show moreBischoff neuer Gesundheitsminister
BERLIN (ks). Norbert Bischoff (SPD) ist neuer Gesundheits- und Sozialminister in Sachsen-Anhalt. Show moreSanofi-Aventis kauft weiter ein, aber nicht bei Ratiopharm
NEW YORK/ULM (tmb). Die Pharmabranche trotzt der Finanz- und Wirtschaftskrise. So dreht sich auch das Übernahmekarussell in diesem Teil der Wirtschaft munter weiter. Kurz vor Weihnachten verstärkte Sanofi-Aventis seine Position im internationalen OTC-Geschäft. Doch bietet der französische Konzern nicht mehr für Ratiopharm. Die Entscheidung über den Verkauf des deutschen Generikaherstellers könnte bereits im ersten Quartal fallen.Show moreJetzt in Österreichs Apotheken rezeptfrei erhältlich
WIEN (diz). Seit Mitte Dezember ist in Österreichs Apotheken ein Notfallkontrazeptivum ("Pille danach") unter dem Namen "Vikela" ohne Rezept erhältlich. Wie die Österreichische Apothekerzeitung berichtet, wurde das Präparat mit Bescheid vom 17. Dezember 2009 vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen ausgestellt. Das Präparat enthält 1,5 mg Levonorgestrel als Wirkstoff und dient nur zur Notfallverhütung "für Frauen aller Altersgruppen".Show moreRechtliches
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