
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
„Man rafft zusammen, wo etwas zusammenzuraffen ist“
Alle reden darüber, wo im GKV-System gespart werden kann. Wie passen da noch die Probleme der Apotheken rein? Darüber diskutierte die DAZ-Redaktion mit dem Gesundheitspolitik-Experten Helmut Laschet.Show moreGesundheit: Kurswechsel unerwünscht
In Umfragen zeigen sich die Deutschen überwiegend zufrieden mit dem SystemBerlin (ks). Eine Neuordnung des Gesundheitssystems, wie sie von der FDP und Teilen der CDU geplant ist, stößt bei 72% der Bundesbürger auf Ablehnung. Fast drei von vier Bürgern sind laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen der Ansicht, das bestehende System sei im Prinzip in Ordnung und müsste nur hier und da ein bisschen verändert werden.
Show moreKonstante Packungszahlen
2009 stiegen die Arzneimittelausgaben um 5,9 ProzentBerlin (az/abda). Die Zahl der zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgegebenen Arzneimittelpackungen ist im Jahr 2009 verglichen mit 2008 konstant geblieben. Auch die Zahl der von Ärzten ausgestellten Rezepte stagnierte, wie aus aktuellen Berechnungen der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – hervorgeht.
Show moreKooperationsverband tagte
"Zeit der Apotheken-Kooperationen kommt noch"STARNBERG (diz). Möglicherweise sind die in einer Kooperation zusammenarbeitenden Apotheken ihrer Zeit voraus: "Die Zeit der Apotheken-Kooperationen wird erst noch kommen" – davon jedenfalls zeigte sich Dr. Stefan Hartmann, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Apotheken-Kooperationen (BVDAK) auf dem "Kooperationsgipfel" am 3. und 4. Februar in Starnberg überzeugt. Er sieht dabei klare Wettbewerbsvorteile für eine Apotheke in einer Kooperation aufgrund der gestiegenen und weiter steigenden Anforderungen an Apotheken.
Show moreCephalon kauft schweizerische Merckle-Tochter
AESCH (tmb). Das US-amerikanische biopharmazeutische Unternehmen Cephalon wird den schweizerischen Generikahersteller Mepha übernehmen. Dies ist ein weiterer Schritt zur Sanierung des Merckle-Konzerns, der bisher Eigentümer der Mepha AG ist. Für Cephalon bedeutet dies inhaltlich und geographisch eine grundlegende Neuorientierung.Show moreRösler nimmt patentgeschützte Arzneimittel ins Visier
BERLIN (ks). Der Druck auf Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler wächst. Angesichts der nahenden Zusatzbeiträge ist er gefordert, die Ausgabenseite der Kassen in den Blick zu nehmen – Opposition und Kassen wollen vor allem, dass im Arzneimittelmarkt Hand angelegt wird. Rösler bemüht sich nun, dem Eindruck entgegenzuwirken, er wolle die pharmazeutische Industrie schonen.Show moreNeuregelungen zu genetischen Untersuchungen
BERLIN (ks). Zum 1. Februar ist der Hauptteil des im vergangenen Frühjahr von der Großen Koalition beschlossenen Gendiagnostikgesetzes in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, die mit der Untersuchung menschlicher genetischer Eigenschaften verbundenen möglichen Gefahren und genetische Diskriminierung zu verhindern und gleichzeitig die Chancen des Einsatzes genetischer Untersuchungen für den Einzelnen zu wahren.Show moreDie Hilfe weitet sich aus
MÜNCHEN (hba/daz). Mehr als fünf Tonnen Arzneimittel und medizinische Güter hat "Apotheker helfen e. V. – Hilfswerk der Bayerischen Apotheker" seit dem verheerenden Erdbeben bereits nach Haiti gebracht. Inzwischen kooperieren die bayerischen Apotheker auch mit Hilfsorganisationen, die außerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince tätig sind.Show moreHerstellerrabatt auch für Blutplasmaprodukte
KASSEL (tmb). Der sozialgesetzliche Herstellerrabatt ist auch für Blutplasmaprodukte zu zahlen, die keinen einheitlichen Herstellerabgabepreis haben, aber aufgrund von Einzelverordnungen an die Patienten abgegeben werden. Diese Entscheidung unterer Instanzen bestätigte das Bundessozialgericht in einem Urteil vom 27. Oktober 2009 (Aktenzeichen B 1 KR 7/09 R).Show moreRösler knüpft sein Schicksal an die Prämie
BERLIN (ks). Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hält den Einstieg in ein Prämiensystem für alternativlos und knüpft hieran sogar sein eigenes Schicksal: "Wenn es mir nicht gelingt, ein vernünftiges Gesundheitssystem auf den Weg zu bringen, dann will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben. Davon gehe ich fest aus", sagte er am 1. Februar in der ARD-Talksendung "Beckmann".Show moreStellungnahme der Firma Schwabe
Was bedeutet der Beschluss des Europäischen Patentamtes zum Herstellverfahren für Pelargonienextrakte für das Fertigarzneimittel Umckaloabo®?
Show moreSchwabe weist den Vorwurf der Biopiraterie von sich
STUTTGART (du). Der von der Firma Dr. Willmar Schwabe hergestellte Pelargonium-sidoides-Extrakt, enthalten in dem umsatzstarken Fertigarzneimittel Umckaloabo® , sorgte in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen. Nach zweitägiger Verhandlung hatte das Europäische Patentamt am 26. Januar 2010 ein im Jahr 2007 erteiltes Patent auf das Herstellungsverfahren widerrufen. Vorläufig, wie die Firma Schwabe betont. Denn Schwabe wird gegen den Widerruf Beschwerde einlegen, und solange dieses Verfahren nicht abgeschlossen ist, bleibt die Entscheidung vorläufig. Vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) wurde der Widerruf als Erfolg im Kampf gegen die Biopiraterie gefeiert, Schwabe fühlt sich dagegen gerade von dem sehr belastenden Vorwurf der Biopiraterie freigesprochen.Show more„Klamme Krankenkassen – reiche Apotheker“
(diz). Report Mainz, ARD, Montag, 1. Februar, 22 Uhr: "Klamme Krankenkassen – reiche Apotheker", so der Titel des Beitrags. Es war eine "sehr gut gemachte" Sendung – wenn man davon ausgeht, dass man ein Report-Team beauftragt hat, eine Berufsgruppe in der Öffentlichkeit negativ vorzuführen, an den Pranger zu stellen. Das ist gelungen. Kampagnen-Journalismus in Reinform, von Ausgewogenheit keine Spur.Show moreBei Zytostatika nicht nur auf den Preis sehen
HAMBURG (tmb). Vom 29. bis 31. Januar fand in Hamburg-Harburg der 18. Onkologisch-pharmazeutische Fachkongress "NZW" statt. An drei Tagen besuchten über 1000 Teilnehmer die zahlreichen Vorträge, Workshops und Seminare, um sich im Interesse der Patienten fortzubilden. Überschattet wurde das Engagement von der jüngsten Entwicklung bei der Preisbildung für Zytostatikazubereitungen. Daraufhin wurde beim NZW eine Unterschriftenaktion initiiert, die sich für eine "sichere und qualitativ hochwertige Zytostatikaversorgung" einsetzt.Show moreJeder Fünfte will im Fall der Fälle wechseln
BERLIN (ks). Obwohl drei Viertel der gesetzlich Krankenversicherten kein Verständnis für die Erhebung von Zusatzbeiträgen hat, will nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) zu einer anderen Krankenkasse wechseln, sollte seine Kasse einen zusätzlichen Obolus erheben. Das ergab eine im Auftrag der Direktkrankenkasse BIG direkt gesund durchgeführte forsa-Umfrage unter gut 1000 gesetzlich Krankenversicherten.Show more„EuGH-Urteil – daran wollen wir nicht rütteln“
BERLIN (lk). Ein Verbot von Pick-up-Stellen ist juristisch nicht machbar, meint die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Carola Reimann (SPD). Sie spricht in unserem DAZ-Exklusiv-Interview stattdessen davon, das Ausufern von Pick-up-Stellen, beispielsweise durch Qualitätsstandards eindämmen zu wollen. Welche Vorstellungen sie außerdem in die aktuelle Gesundheitspolitik mitbringt, erfahren Sie im nachfolgenden Interview, das DAZ-Korrespondet Lothar Klein in Berlin mit Carola Reimann führte.Show moreDGB bildet eigene Reformkommission
BERLIN (ks). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat angekündigt, eine eigene Reformkommission für ein "Solidarisches Gesundheitssystem der Zukunft" einzusetzen. Gemeinsam mit Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie Wissenschaftlern soll die Kommission bis zum Herbst 2010 eigene Vorschläge zur Weiterentwicklung der Krankenversicherung ausarbeiten.Show moreEU-Parlamentarier wollen Internethandel berücksichtigen
BERLIN (ks). Die Arbeit am "Pharma-Paket" geht auch nach dem Zuständigkeitswechsel für den Arzneimittelbereich innerhalb der Kommission weiter. Die Fachpolitiker im Europäischen Parlament haben eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen für den Richtlinien-Entwurf für eine bessere Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen in der legalen Lieferkette. Ein Hauptanliegen ist, auch den Internethandel in die Richtlinie aufzunehmen.Show moreOnline-Vorbestellung bei apotheken.de bleibt
MÜNCHEN (ad). Vor sechs Jahren genehmigte der Gesetzgeber den Versandhandel für Arzneimittel in Deutschland. Sechs Jahre später deutet ein Marktanteil von unter drei Prozent darauf hin, dass der Vertriebsweg Internetversandhandel für die flächendeckende Arzneimittelversorgung ohne Bedeutung zu sein scheint. Auch die Online-Bestellmöglichkeit bei den Präsenzapotheken stagniert (unter ein Prozent). Trotzdem hält das Apotheken-Serviceportal apotheken.de weiter an dieser Bestellmöglichkeit für seine Mitgliedsapotheken fest.Show more„Die Hürde ist die Arzneimittelzulassung!“
STUTTGART (du). Nach Auskunft der Firma Spitzner Arzneimittel zeigten sich viele Apotheker irritiert über den Widerruf des Patents für Umckaloabo® • Was bedeutet er für das umsatzstarke Phytopharmakon? Ist es weiterhin verkehrsfähig? Werden bald Pelargonium-sidoides-Extrakte anderer Hersteller auf den Markt kommen? Dr. Traugott Ullrich, Leiter Marketing und Vertrieb der Firma Spitzner, zeigt sich im Gespräch mit der DAZ gelassen. Die Zulassung und Vertriebsfähigkeit seien durch den Widerruf nicht tangiert. Im Streit um das Patent hofft er auf einen positiven Ausgang und selbst bei einem endgültigen Widerruf sieht er Konkurrenzpräparate so schnell nicht auf dem Markt.Show morePro Generika-Vorstand im Amt bestätigt
BERLIN (ks). Die Mitgliederversammlung des Branchenverbandes Pro Generika hat ihren Vorstand für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Der alte und neue Vorstandschef Wolfgang Späth kündigte an, sich weiter für die Abschaffung der Rabattverträge einzusetzen.Show moreVorläufig kein Rechtsschutz für den Schiedsspruch
BERLIN (tmb). Das Sozialgericht Berlin hat den Eilantrag des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) auf einstweiligen Rechtsschutz für den Schiedsspruch im Zusammenhang mit dem Kassenabschlag am 28. Januar abgelehnt (Aktenzeichen S 73 KR 135/10 ER). Der DAV hatte erst am Tag zuvor beantragt, die aufschiebende Wirkung der Klage des GKV-Spitzenverbandes außer Kraft zu setzen.Show moreKein kurzfristiges Spargesetz
BMG prüft Regelungen im Arzneimittelmarkt – ein Aus für Rabattverträge ist nicht in SichtBerlin (ks). Viele Generikahersteller hatten Hoffnung geschöpft: Im Koalitionsvertrag kündigten Union und FDP an, die Überregulierung im Arzneimittelmarkt abzubauen. Auch bei den Rabattverträgen wurde "Überprüfungsbedarf" angemeldet. Doch wer auf schnelle Taten der neuen Regierung setzte oder gar den Schluss zog, sie werde die Rabattverträge wieder abschaffen, dürfte sich zu früh gefreut haben. Zwar sollen die bestehenden Regulierungen in ihrer Gesamtheit auf den Prüfstand gestellt werden – aber Versprechungen zum Schicksal einzelner Instrumente macht Gesundheitsstaatssekretär Daniel Bahr (FDP) nicht.
Show moreFDP: „Pick-up-Verbot steht ganz oben auf der Prioritätenliste“
Ulrike Flach, FDP: "Wir wollen die Freiberuflichkeit der Apotheker stärken"BERLIN (lk). Deutliche Worte von der gesundheitspolitischen Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Ulrike Flach im AZ-Interview: Der feste Wille der Koalition: "Das Verbot der Pick-up-Stellen steht in diesem Jahr auf unserer Prioritätenliste ganz oben." Und: "Wir wollen die Apotheken in ihrer heutigen Form halten und stützen." Auf welchem Weg dieser feste Wille umzusetzen ist, ist noch offen. Über ein Verbot der Versandapotheken dürfte er allerdings nicht laufen. Was unser AZ-Korrespondent Lothar Klein außerdem im Gespräch mit der gesundheitspolitischen Sprecherin der FDP erfuhr, lesen Sie im nachfolgenden Interview.
Show moreZusatzbeiträge und Kartelle
Kanzlerin und Aufsichtsbehörden wollen wachsam seinBerlin (ks). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht das gemeinsame Vorpreschen einiger Krankenkassen bei den Zusatzbeiträgen kritisch. Zwar entspreche das Erheben von Zusatzbeiträgen grundsätzlich der Rechtslage – die Kassen dürften es sich damit aber "nicht einfach machen", erklärte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm vergangene Woche.
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