
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Mein liebes Tagebuch
Diese Woche hat Vertrauen zerstört: der Kassenabschlags-Hammer, der die kleine Honorarerhöhung für die Apotheken deutlich schmälert. Dazu noch immer keine offizielle Zusage für die Fixumserhöhung, für die sich die Apothekerschaft wohl letztlich noch bedanken muss – hätte schlimmer kommen können. Warkens Reformpläne sind ein „Volltreffer“, der neben Apotheken auch Versicherte und die Industrie schmerzt, während die Ärzteschaft meinte, die Einsparungen seien „durchaus angemessen“ – so gut muss es einem erstmal gehen. Und dann sollen die Ärzte in bestimmten Fällen auch noch das Dispensierrecht bekommen. Solche Wochen wie diese braucht man nicht.Show morePädiatrische Prüfkonzepte: Wie geht‘s voran?
BONN (hb). Mit einer weiteren Dialogveranstaltung haben das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen ihren erfolgreichen Informations- und Meinungsaustausch mit Vertretern der pharmazeutischen Industrie und deren Verbänden am 2. Februar 2010 in Bonn fortgesetzt. Im Mittelpunkt stand dieses Mal die Umsetzung der Anforderungen an die Zulassung von Arzneimitteln für Kinder und Jugendliche.Show moreErste Kassen mit höheren Zusatzbeiträgen
Drei BKKen bedienen sich der Ein-Prozent-RegelungBerlin (ks). Die ersten gesetzlichen Krankenkassen gehen über den pauschalen Zusatzbeitrag von 8 Euro, der ohne Einkommensprüfung erhoben werden kann, hinaus. Vergangene Woche gaben die BKK Westfalen-Lippe, die BKK für Heilberufe und die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) bekannt, die im Gesetz ebenfalls vorgesehene Ein-Prozent-Regelung zu nutzen.
Show moreSchwieriger Start für den Bundesgesundheitsminister
100 Tage Schwarz-Gelb: Kritik von allen Seiten – Kanzlerin stellt sich hinter RöslerBerlin (ks). Die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und Linken ziehen nach 100 Regierungstagen der schwarz-gelben Koalition eine vernichtende Bilanz: Chaos, Klientelpolitik, kein Kurs und kein Kompass lauten die Vorwürfe – auch in der Gesundheitspolitik. Doch nicht nur die Opposition ist unzufrieden, seitens der CSU nehmen die Sticheleien ebenfalls kein Ende. Auch in der Bevölkerung hat es Rösler schwer: In der ARD-Umfrage DeutschlandTrend zeigten sich letzte Woche lediglich 27 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden.
Show moreKassen im Blick des Kartellamts
Kassen bremsen neuen Preiswettbewerb durch Zusatzbeiträge ausBerlin (ks). Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, wirft ein kritisches Auge auf die gesetzlichen Krankenkassen: Das gemeinsame Vorgehen einiger Kassen bei den Zusatzbeiträgen, aber auch ihre Marktmacht im Zusammenhang mit Rabattverträgen lassen den Wettbewerbshüter aufmerken.
Show moreBarmer GEK lässt sich Zeit
Ausschreibung der Rabattverträge verschiebt sichBerlin (ks). Die Barmer GEK hat bei ihrer geplanten Wirkstoffausschreibung einen Gang zurückgeschaltet. Bevor die Rabattverträge offiziell ausgeschrieben werden, will sich die Kasse mit der Politik abstimmen. Von einem "Stopp" der Verträge könne aber nicht die Rede sein, sagte ein Sprecher gegenüber der AZ. Die Vorbereitungen zur Ausschreibung liefen parallel zu politischen Abstimmung weiter.
Show moreÄrzte gegen Präventionsleistungen durch Apotheker
Bricht der alte Ärzte-Apotheker-Konflikt auf? Prävention – Teil des Apotheker-BerufsbildsSTARNBERG (diz). Dass Apotheker auch Blutdruck messen und Cholesterinwerte checken und bei bedenklichen Werten die Patienten zum Arzt schicken, hat sich etabliert und bewährt. Doch seit geraumer Zeit regt sich Widerstand von Seiten der Ärzte gegen solche Präventionsleistungen, die Apotheker mittlerweile routinemäßig erbringen. Wie Dr. Ulrich Krötsch, Präsident der Bayerischen Landesapothekerkammer, in seinen politischen Grußworten auf dem "Kooperationsgipfel" am 4. Februar in Starnberg ausführte, könnte sich ein Konflikt mit der Ärzteschaft anbahnen über die Frage, ob Apotheker Präventionsleistungen erbringen dürfen.
Show moreGesundheit: Kurswechsel unerwünscht
In Umfragen zeigen sich die Deutschen überwiegend zufrieden mit dem SystemBerlin (ks). Eine Neuordnung des Gesundheitssystems, wie sie von der FDP und Teilen der CDU geplant ist, stößt bei 72% der Bundesbürger auf Ablehnung. Fast drei von vier Bürgern sind laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen der Ansicht, das bestehende System sei im Prinzip in Ordnung und müsste nur hier und da ein bisschen verändert werden.
Show moreKonstante Packungszahlen
2009 stiegen die Arzneimittelausgaben um 5,9 ProzentBerlin (az/abda). Die Zahl der zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgegebenen Arzneimittelpackungen ist im Jahr 2009 verglichen mit 2008 konstant geblieben. Auch die Zahl der von Ärzten ausgestellten Rezepte stagnierte, wie aus aktuellen Berechnungen der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – hervorgeht.
Show moreKooperationsverband tagte
"Zeit der Apotheken-Kooperationen kommt noch"STARNBERG (diz). Möglicherweise sind die in einer Kooperation zusammenarbeitenden Apotheken ihrer Zeit voraus: "Die Zeit der Apotheken-Kooperationen wird erst noch kommen" – davon jedenfalls zeigte sich Dr. Stefan Hartmann, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Apotheken-Kooperationen (BVDAK) auf dem "Kooperationsgipfel" am 3. und 4. Februar in Starnberg überzeugt. Er sieht dabei klare Wettbewerbsvorteile für eine Apotheke in einer Kooperation aufgrund der gestiegenen und weiter steigenden Anforderungen an Apotheken.
Show moreCephalon kauft schweizerische Merckle-Tochter
AESCH (tmb). Das US-amerikanische biopharmazeutische Unternehmen Cephalon wird den schweizerischen Generikahersteller Mepha übernehmen. Dies ist ein weiterer Schritt zur Sanierung des Merckle-Konzerns, der bisher Eigentümer der Mepha AG ist. Für Cephalon bedeutet dies inhaltlich und geographisch eine grundlegende Neuorientierung.Show moreRösler nimmt patentgeschützte Arzneimittel ins Visier
BERLIN (ks). Der Druck auf Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler wächst. Angesichts der nahenden Zusatzbeiträge ist er gefordert, die Ausgabenseite der Kassen in den Blick zu nehmen – Opposition und Kassen wollen vor allem, dass im Arzneimittelmarkt Hand angelegt wird. Rösler bemüht sich nun, dem Eindruck entgegenzuwirken, er wolle die pharmazeutische Industrie schonen.Show moreNeuregelungen zu genetischen Untersuchungen
BERLIN (ks). Zum 1. Februar ist der Hauptteil des im vergangenen Frühjahr von der Großen Koalition beschlossenen Gendiagnostikgesetzes in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, die mit der Untersuchung menschlicher genetischer Eigenschaften verbundenen möglichen Gefahren und genetische Diskriminierung zu verhindern und gleichzeitig die Chancen des Einsatzes genetischer Untersuchungen für den Einzelnen zu wahren.Show moreDie Hilfe weitet sich aus
MÜNCHEN (hba/daz). Mehr als fünf Tonnen Arzneimittel und medizinische Güter hat "Apotheker helfen e. V. – Hilfswerk der Bayerischen Apotheker" seit dem verheerenden Erdbeben bereits nach Haiti gebracht. Inzwischen kooperieren die bayerischen Apotheker auch mit Hilfsorganisationen, die außerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince tätig sind.Show moreHerstellerrabatt auch für Blutplasmaprodukte
KASSEL (tmb). Der sozialgesetzliche Herstellerrabatt ist auch für Blutplasmaprodukte zu zahlen, die keinen einheitlichen Herstellerabgabepreis haben, aber aufgrund von Einzelverordnungen an die Patienten abgegeben werden. Diese Entscheidung unterer Instanzen bestätigte das Bundessozialgericht in einem Urteil vom 27. Oktober 2009 (Aktenzeichen B 1 KR 7/09 R).Show moreRösler knüpft sein Schicksal an die Prämie
BERLIN (ks). Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hält den Einstieg in ein Prämiensystem für alternativlos und knüpft hieran sogar sein eigenes Schicksal: "Wenn es mir nicht gelingt, ein vernünftiges Gesundheitssystem auf den Weg zu bringen, dann will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben. Davon gehe ich fest aus", sagte er am 1. Februar in der ARD-Talksendung "Beckmann".Show moreStellungnahme der Firma Schwabe
Was bedeutet der Beschluss des Europäischen Patentamtes zum Herstellverfahren für Pelargonienextrakte für das Fertigarzneimittel Umckaloabo®?
Show moreSchwabe weist den Vorwurf der Biopiraterie von sich
STUTTGART (du). Der von der Firma Dr. Willmar Schwabe hergestellte Pelargonium-sidoides-Extrakt, enthalten in dem umsatzstarken Fertigarzneimittel Umckaloabo® , sorgte in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen. Nach zweitägiger Verhandlung hatte das Europäische Patentamt am 26. Januar 2010 ein im Jahr 2007 erteiltes Patent auf das Herstellungsverfahren widerrufen. Vorläufig, wie die Firma Schwabe betont. Denn Schwabe wird gegen den Widerruf Beschwerde einlegen, und solange dieses Verfahren nicht abgeschlossen ist, bleibt die Entscheidung vorläufig. Vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) wurde der Widerruf als Erfolg im Kampf gegen die Biopiraterie gefeiert, Schwabe fühlt sich dagegen gerade von dem sehr belastenden Vorwurf der Biopiraterie freigesprochen.Show more„Klamme Krankenkassen – reiche Apotheker“
(diz). Report Mainz, ARD, Montag, 1. Februar, 22 Uhr: "Klamme Krankenkassen – reiche Apotheker", so der Titel des Beitrags. Es war eine "sehr gut gemachte" Sendung – wenn man davon ausgeht, dass man ein Report-Team beauftragt hat, eine Berufsgruppe in der Öffentlichkeit negativ vorzuführen, an den Pranger zu stellen. Das ist gelungen. Kampagnen-Journalismus in Reinform, von Ausgewogenheit keine Spur.Show moreBei Zytostatika nicht nur auf den Preis sehen
HAMBURG (tmb). Vom 29. bis 31. Januar fand in Hamburg-Harburg der 18. Onkologisch-pharmazeutische Fachkongress "NZW" statt. An drei Tagen besuchten über 1000 Teilnehmer die zahlreichen Vorträge, Workshops und Seminare, um sich im Interesse der Patienten fortzubilden. Überschattet wurde das Engagement von der jüngsten Entwicklung bei der Preisbildung für Zytostatikazubereitungen. Daraufhin wurde beim NZW eine Unterschriftenaktion initiiert, die sich für eine "sichere und qualitativ hochwertige Zytostatikaversorgung" einsetzt.Show moreJeder Fünfte will im Fall der Fälle wechseln
BERLIN (ks). Obwohl drei Viertel der gesetzlich Krankenversicherten kein Verständnis für die Erhebung von Zusatzbeiträgen hat, will nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) zu einer anderen Krankenkasse wechseln, sollte seine Kasse einen zusätzlichen Obolus erheben. Das ergab eine im Auftrag der Direktkrankenkasse BIG direkt gesund durchgeführte forsa-Umfrage unter gut 1000 gesetzlich Krankenversicherten.Show more„EuGH-Urteil – daran wollen wir nicht rütteln“
BERLIN (lk). Ein Verbot von Pick-up-Stellen ist juristisch nicht machbar, meint die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Carola Reimann (SPD). Sie spricht in unserem DAZ-Exklusiv-Interview stattdessen davon, das Ausufern von Pick-up-Stellen, beispielsweise durch Qualitätsstandards eindämmen zu wollen. Welche Vorstellungen sie außerdem in die aktuelle Gesundheitspolitik mitbringt, erfahren Sie im nachfolgenden Interview, das DAZ-Korrespondet Lothar Klein in Berlin mit Carola Reimann führte.Show moreDGB bildet eigene Reformkommission
BERLIN (ks). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat angekündigt, eine eigene Reformkommission für ein "Solidarisches Gesundheitssystem der Zukunft" einzusetzen. Gemeinsam mit Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie Wissenschaftlern soll die Kommission bis zum Herbst 2010 eigene Vorschläge zur Weiterentwicklung der Krankenversicherung ausarbeiten.Show moreRechtliches
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