Substitution: „gleicher Indikationsbereich“ erfordert mehr als eine beliebige Überschneidung
OLG: Stada-Informationsschreiben an Apotheken waren nicht irreführend
Berlin (ks). Im Streit um die Frage, wie im Rahmen der Substitutionspflicht des Apothekers das Tatbestandsmerkmal "gleicher Indikationsbereich" in 129 Abs. 1 S. 2 SGB V auszulegen ist, gibt es ein neues Urteil: Das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) hält es für nicht ausreichend, wenn sich die Indikationsbereiche des verordneten und Substitutions-Arzneimittels nur hinsichtlich eines beliebigen Anwendungsbereiches überschneiden.
(Urteil des OLG Frankfurt vom 11. März 2010, Az: 6 U 198/09)
