Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Mein liebes Tagebuch
Die Hitzewelle rollt und die Apothekenreform ist noch nicht komplett: Die dritte Stufe, die Verordnungen sind in der Mache. Der Bundesrat werkelt noch an Veränderungen, hoffentlich werden‘s Verbesserungen – z. B. bei Regelungen, wie zukünftig das Honorar angepasst werden soll. Das ApoVWG dagegen ist „der große Schritt zur Stärkung der Apotheken“, meint Hamburgs Kammerpräsident. Die Kammerversammlung ruft sogar dazu auf, die neuen Leistungen anzubieten und mitzumachen. Und der Nordrheinische Kammerpräsident fordert den Perspektivwechsel, um die Zukunft zu gestalten, z. B. die Apotheke in der Primärversorgung: Es sei ein Angebot an die Ärzteschaft zur gemeinsamen Problemlösung. Mit diesem netten Angebot tun sich die Ärztefunktionäre allerdings sichtlich schwer. Vielleicht klappt’s mit der assistierten Telemedizin besser? Die Apotheken können sie ab 1. Juli anbieten und abrechnen. Und während die Abda gegen den höheren Kassenabschlag kämpft, halten die Kassen den höheren Abschlag einfach für „dringend geboten“. Wir sollten endlich die Fusion aller Kassen fordern, die Einsparungen wären immens. Show moreApotheker vorn dabei
BUDAPEST (rh/daz). Im Rahmen der Triathlon Weltmeisterschaften wurde in Budapest die 14. Triathlon-WM der Ärzte und Apotheker ausgetragen. Dr. Roland Hermes, Apotheker aus Freising, konnte sich hierbei nach einem dritten Platz im Vorjahr erstmals in seiner Altersklasse durchsetzen.Show moreBAH-Kritik: Koalition verkompliziert Arzneimittelmarkt
BERLIN (lk). Die Reform des Arzneimittelmarktes wird nach Ansicht des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) den selbst gesteckten Zielen der Regierungskoalition nicht gerecht: "Das Gegenteil ist der Fall: Instrumente, u.a. Rabattverträge und Zwangsabschläge werden trotz offensichtlich gravierender Mängel nicht abgeschafft. Stattdessen wird ein neues Regulierungsregime um die bestehenden Instrumente herum konstruiert und auf diese Weise das System weiter verkompliziert", heißt es in der BAH-Stellungnahme zur Anhörung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) im Gesundheitsausschuss des Bundestages am 29. September.Show moreWirksame Maßnahme
BREMEN (tmb). Erst vor wenigen Tagen hatten das Norddeutsche Apothekenrechenzentrum (NARZ) und die mit ihm verbundene AVN angekündigt, das Inkasso des Herstellerrabatts für drei Hersteller künftig nicht mehr durchzuführen und die Apotheken direkt zu belasten (siehe AZ 2010, Nr. 38, S. 8). Dies hat bereits zu einer ersten Reaktion geführt.Show moreWeiterer Etappen-Sieg für die AOK Berlin-Brandenburg
BERLIN (ks). Die AOK Berlin-Brandenburg hat ihre Ausschreibung für parenterale Zubereitungen abermals gerichtlich bestätigt bekommen. Vor dem Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg wurden am 17. September zwei weitere Beschwerden gegen die Ausschreibung zurückgewiesen. Die dritte wurde von der Apotheke selbst für erledigt erklärt und zurückgenommen.Show moreApotheken werden mit ausstehenden Herstellerrabatten belastet
Inkasso wird zum praktischen Problem
HAMBURG (tmb). Das Norddeutsche Apothekenrechenzentrum (NARZ) und die mit ihm verbundene AVN belasten die Apotheken mit den ausstehenden Herstellerrabatten von drei Arzneimittelherstellern. Damit wird das bisher eher theoretisch erscheinende Inkassorisiko der Apotheken für Rabatte Dritter praktisch relevant.Show moreKassen hauchdünn im Plus
BMG legt GKV-Finanzergebnis für das 1. Halbjahr 2010 vor
Berlin (ks). Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat im 1. Halbjahr 2010 nur noch einen Überschuss von 112 Mio. Euro verbucht. Damit verlief die Finanzentwicklung erwartungsgemäß deutlich schlechter als im vergangenen Jahr. Im 1. Halbjahr 2009 hatten die Kassen noch einen Überschuss von 1,2 Mrd. Euro verbucht. Die Ausgaben für die ärztliche Behandlung stiegen um 5,4 Prozent, die für Arzneimittel um 4,8 Prozent.Show moreZöller: Apotheken auf dem Land unterstützen
Patientenbeauftragter fordert wirtschaftliche Anreize und steht zum Pick-up-Verbot
Berlin (lk). Die inhabergeführte Apotheke ist nach Ansicht des Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), der Garant für eine flächendeckende Arzneimittelversorgung in Deutschland. Um dies auch in Zukunft zu gewährleisten, müssten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Apotheken auf dem Lande verbessert werden: Dazu fordert Zöller neben dem von der Bundesregierung zugesicherten Pick-up-Verbot auch ökonomische Anreize vor allem für Apotheken auf dem Land.Show moreFehlerkorrektur soll vereinfacht werden
Zwangsrabatt: Bei fehlerhaften Angaben der Hersteller sollen Apotheker nachbessern
Berlin (ks). Die Regierungskoalition will dafür Sorge tragen, dass bei Streitigkeiten zwischen Arzneimittelherstellern und Krankenkassen über die Höhe des Herstellerzwangsabschlags künftig nicht auch die Apotheker in Mitleidenschaft werden. Eine Formulierungshilfe für einen entsprechenden Änderungsantrag zum Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz hat sie nunmehr vorgelegt.Show moreAlliance Boots strebt nach Anzag-Mehrheit
Gespräche mit Celesio und Phoenix
Berlin (dpa/az). Der britische Pharmagroßhändler Alliance Boots will im deutschen Markt offenbar eine größere Rolle spielen. Presseberichten zufolge will er die Mehrheit am börsennotierten deutschen Konkurrenten Andreae Noris Zahn AG (Anzag) übernehmen.Show moreLobbyarbeit? Wo denn?
Zur Sendung Plusminus vom 14. September 2010 "Apotheken beraten schlecht":
Show more„Abschottung gegen Versandhandel“
Glaeske in "Plusminus"
HAMBURG (diz). Es war – wie nicht anders zu erwarten – eine polemische Sendung über die Apotheken, die das Wirtschaftsmagazin "Plusminus" am 14. September ausstrahlte. Im Mittelpunkt stand dieses Mal auch (aber nicht nur) die angeblich schlechte Beratung in Apotheken. Im Themenmix kamen die vermeintlich teuren Preise in Vor-Ort-Apotheken, die ach so günstigen Preise bei Versandapotheken und die laut Plusminus geschickte Lobby-Arbeit der Apotheker aufs Tapet.Show more„Top-Bestellknüller“
(az). Die Versandapotheke Vitalsana des Drogeriemarkts Schlecker mischt von den Niederlanden aus im Versandgeschäft mit – mit fraglichen Sonderangeboten. Bestellt werden kann im Internet oder in den Schlecker-Filialen, versandt wird vom niederländischen Heerlen aus nach Deutschland.Show moreAVR 2010: Geändert hat sich nichts
Trotz der gelobten Rabattverträge und Festbeträge: Die Autoren des Arzneiverordnungs-Reports halten das deutsche Preisniveau für zu hoch
Berlin (ks). Der Arzneiverordnungs-Report (AVR) sorgt auch dieses Jahr für viel Diskussionsstoff. Die Herausgeber Prof. Ulrich Schwabe und Dr. Dieter Paffrath rechnen in gewohnter Manier vor, wo ihrer Ansicht nach gespart werden kann. Früher waren es vor allem die umstrittenen Arzneimittel, die ihnen ein Dorn im Auge waren, heute fokussieren sie sich auf die patentgeschützten. Aber auch die als preiswert geltenden Nachahmerpräparate sind aus Sicht der AVR-Autoren in Deutschland überteuert. 2008 zog man den Vergleich mit Großbritannien, 2009 prangerte man zu hohe Distributionskosten an – und in diesem Jahr verweist man auf wesentlich niedrigere Generika-Preise in Schweden. Am Pranger stehen 2010 zumindest nicht Ärzte und Apotheker, dafür umso mehr die Pharmaindustrie.Show moreInfluenzaschutzimpfung auch für Schwangere
BERLIN (bb). Robert Koch-Institut (RKI), Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben auf einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Beginn der diesjährigen Influenzasaison nachdrücklich zur Influenza-Schutzimpfung geraten. Dabei stellten sie mit der Empfehlung einer generellen Influenza-Schutzimpfung für alle Schwangeren auch die wesentlichen Neuerungen bei den aktuellen Impfempfehlungen und die Zusammensetzung des aktuellen Grippeimpfstoffes vor.Show moreWer hat von wem abgeschrieben?
BERLIN (ks). Vergangene Woche wurden in der Presse Vorwürfe laut, die Regierungskoalition habe einen Änderungsantrag zum Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) vom Verband forschender Pharma-Unternehmen (VFA) übernommen. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) lässt sich jedoch nicht vorwerfen, dem Lobbyismus der Pharmabranche erlegen zu sein.Show moreLänder wollen keine Mehrkostenregelung
BERLIN (ks). Neben der Forderung, das Pick-up-Verbot wieder aufzugreifen (siehe AZ 2010, Nr. 37, S. 8), hat der Gesundheitsausschuss des Bundesrats am 8. September eine Reihe weiterer Änderungsanträge zum Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) beschlossen. Unter anderem sprach er sich gegen die geplante Mehrkostenregelung bei Rabattverträgen sowie die beabsichtigte Verschärfung der Substitutionsregelung aus.Show moreDer Traum von schwedischen Generika-Preisen
BERLIN (ks). Auch in diesem Jahr haben die Autoren des Arzneiverordnungs-Reports (AVR) erkleckliche Einsparpotenziale für den GKV-Arzneimittelmarkt errechnet: 4,1 Mrd. Euro könnten gespart werden, wenn konsequent preiswerte Generika verordnet und auf teure patentgeschützte Analoga sowie umstrittene Arzneimittel verzichtet würde. Mitherausgeber Ulrich Schwabe macht zudem eine weitere Rechnung auf: Würden bei Generika schwedische Preise angesetzt, könnten die gesetzlichen Kassen sogar insgesamt 9,4 Mrd. Euro sparen.Show moreArbeitgeber und Krankenkassen sparen nicht mit Kritik
BERLIN (lk). Mit einer internen Anhörung im Bundesgesundheitsministerium hat letzte Woche die Feinarbeit am GKV-Finanzierungsgesetz begonnen. Minister Philipp Rösler (FDP) will neben der geplanten Anhebung des normalen Krankenkassenbeitrags zum Jahreswechsel damit künftige Kostensteigerungen vom Arbeitnehmer allein über die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Kassen finanzieren. Gleichzeitig soll ein Sozialausgleich verhindern, dass die Versicherten mehr als zwei Prozent ihres Einkommens zusätzlich aufbringen müssen. Arbeitgeber und GKV-Kassen hatten in der Anhörung einiges an Röslers Entwurf auszusetzen.Show moreSchiedsspruch zum Kassenabschlag sofort umsetzen
BERLIN (lk). Klagen gegen Entscheidungen der Schiedsstelle zum Kassenabschlag sollen künftig keine aufschiebende Wirkung mehr besitzen. Das fordert der Gesundheitsausschuss des Bundesrats in einer Empfehlung zum Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG).Show moreKlares Votum für Pick-up-Verbot
BERLIN (lk). Der Gesundheitsausschuss des Bundesrates hat in seiner letzten Sitzung die Bundesregierung aufgefordert, wie im Koalitionsvertrag zugesichert, dem Versandhandel mit Arzneimitteln durch ein Verbot von Pick-up-Stellen enge Grenzen zu setzen. Das Gremium sorgt sich unter anderem um die sichere Arzneimittelversorgung auf dem Land. In seiner Begründung beschäftigt sich der Gesundheitsausschuss ausführlich mit den Gründen für das Pick-up-Verbot. Hier dokumentiert die DAZ die wichtigsten Passagen im Wortlaut:Show moreStreit um Vitamin-B12-Salbe geht weiter
STUTTGART (du). Zur Frage, ob es sich bei der Vitamin-B12-haltigen Mavena® B12-Salbe (vormals Regividerm) um ein Arzneimittel oder Medizinprodukt handelt, hat das BfArM einen Bescheid erlassen. Danach sind Vitamin-B12-haltige Salben zur Behandlung von Neurodermitis und Psoriasis zulassungspflichtige Arzneimittel. Ein Inverkehrbringen als Medizinprodukt wäre danach unzulässig. Die betroffene Firma hat jedoch Widerspruch eingelegt. Bis zur gerichtlichen Klärung der Streitfrage bleibt das Medizinprodukt verkehrsfähig.Show moreNovo Nordisk: Wieder beim Großhandel verfügbar
Einigung über Lieferkonditionen erfolgtMAINZ (diz). Die Firma Novo Nordisk kehrt zur etablierten Versorgungskette zurück. Wie der Insulinhersteller mitteilt, konnte er in dieser Woche mit den meisten Großhändlern eine Einigung über die Lieferkonditionen der Novo Nordisk-Präparate erzielen. Dies bedeutet, dass diese Großhändler umgehend beliefert werden, so dass in wenigen Tagen die Versorgung öffentlicher Apotheken über die etablierten Vertriebswege wieder gewährleistet sein soll.
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