
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Aiwanger: „Apotheke ohne Apotheker darf nicht zum Regelfall werden“
Die Apothekenreform ist noch im Fluss. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nutzt die Zeit, Nachbesserungen anzumahnen: Die persönliche Beratung vor Ort dürfe nicht geschwächt, hingegen müsse das seit Jahren unveränderte Packungsfixum endlich angepasst werden.Show moreHeiße Eisen: Großhandelsrabatte, Pick ups und ApBetrO
BERLIN (bra). Knackpunkte der gegenwärtigen apothekenpolitischen Diskussion kamen im Sommerinterview zur Sprache, das die DAZ in Münster mit Daniel Bahr (FDP) führte. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium verteidigte die im Rahmen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) vorgesehene Senkung und Strukturänderung der Großhandelsspanne. Der daraus folgende Sparbeitrag – auch der der Apotheker – sei im Rahmen eines fairen Interessenausgleiches notwendig. FDP und Union suchten noch im Rahmen des AMNOG für das Problem der Pick-up-Stellen nach einer Lösung, die auch von den Innen- und Rechtspolitikern der Koalition mitgetragen wird. Bei der Apothekenbetriebsordnung werde es wahrscheinlich noch in diesem Jahr einen offiziellen, mit der Leitung abgestimmten Entwurf des BMG geben; eine Verabschiedung in 2011 sei wahrscheinlich zu schaffen, es gebe aber keinen Zeitdruck.Show more
DocMorris kann Herstellerrabatt beanspruchen
BERLIN (ks). Die niederländische Versandapotheke DocMorris ist zum 1. August rechtswirksam dem Rahmenvertrag zwischen den Herstellerverbänden und dem Deutschen Apothekerverband über die Abwicklung der Herstellerabschläge nach § 130a SGB V beigetreten.Show moreBMG will „Unzweckmäßigkeit“ genau begründet haben
STUTTGART (du). Der G-BA-Beschluss, die Glitazon-Antidiabetika Rosiglitazon (Avandia®) und Pioglitazon (Actos®) von der Verordnungsfähigkeit zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auszuschließen, hatte für heftige Diskussionen gesorgt. Jetzt hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dem der Beschluss zur Genehmigung vorliegt, eine ergänzende Stellungnahme angefordert. Die bislang vom G-BA vorgelegte Begründung scheint dem Ministerium für einen so weitreichenden Beschluss nicht auszureichen.Show morePriscus-Liste veröffentlicht
WITTEN/HERDECKE (ral). Die Gabe bestimmter Arzneimittel gilt wegen des erhöhten Risikos an unerwünschten Ereignissen bei älteren Menschen als "potenziell inadäquate Medikation" (PIM). Entsprechende PIM-Listen waren bislang nur begrenzt auf Deutschland übertragbar.Show moreViel Lärm um eine unklare Botschaft
HAMBURG (tmb). Der Beitrag des NDR-Fernsehmagazins "Markt" am 9. August über Arzneimittelfälschungen wurde groß angekündigt. Doch in der Sendung wurden die verschiedensten Aspekte des Problems vermischt – Vorwürfe gegen Apotheker, Fälschungen aus dem Ausland, Fälscherlabors in Deutschland und Probleme mit dubiosen Internetapotheken. Daher bleibt unklar, was nun eigentlich die Botschaft sein sollte.Show moreJunge, gesunde und mobile Versicherte wandern ab
BERLIN (lk). Massenflucht aus den Krankenkassen: Knapp 600.000 Versicherte wechselten im 1. Halbjahr 2010 nach der Erhebung von Zusatzbeiträgen ihre Krankenkasse. Doch nicht nur die höheren Kosten vertrieben die Mitglieder. Betriebsbezogene Kassen konnten sich behaupten. Andere verloren deutlich mehr Kunden. Junge, gesunde und mobile Versicherte wechselten am häufigsten.Show moreMehr Pflegekräfte als Autobauer
BERLIN (lk). Die Pflegebranche ist zu einem Jobmotor und zu einem der wichtigsten Zweige der deutschen Wirtschaft aufgestiegen. In der Branche arbeiten inzwischen mehr Menschen als in der Auto- oder der Elektroindustrie sowie im Maschinenbau. Das geht aus einer Studie des Wifor-Instituts der Technischen Universität Darmstadt hervor, berichtet die "Berliner Zeitung".Show moreUnion hält an Pick-up-Verbot fest
Jens Spahn: Trotz verfassungsrechtlicher Bedenken – wir müssen es versuchenBerlin (lk). Trotz verfassungsrechtlicher Bedenken hält die CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Pick-up-Verbot fest: "Die Unionsfraktion ist dafür, das Verbot trotz aller verfassungsrechtlicher Bedenken durchzusetzen", sagte CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn im Interview mit der "Berliner Zeitung". "Lieber scheitere ich vor dem Verfassungsgericht als dass es heißt, wir hätten es nicht versucht."
Show moreVor Fusionen wird gewarnt
IKK-Chef Stuppardt sieht die Entwicklung mit BesorgnisBERLIN (ral). Bei den gesetzlichen Krankenkassen hat es in den vergangenen Monaten zahlreiche Fusionen gegeben. Nicht nur wurden viele kleinere Kassen von großen Unternehmen geschluckt, auch Branchengrößen haben sich zusammengeschlossen. Der Chef des Bundesverbands der Innungskrankenkassen, Rolf Stuppardt, sieht diese Entwicklung mit Besorgnis.
Show morePreisschaukel
vfa springt Rösler zur SeiteBerlin (lk). Der Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa) hat sich mit einer ungewöhnlichen Stellungnahme an die Seite von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler gestellt und die 46 Mitgliedsunternehmen aufgefordert, bei den ab August geltenden erhöhten Zwangsrabatten mit dem Instrument der "Preisschaukel" nicht zu tricksen.
Show moreBillig-Apotheke
Darf sich eine Apotheke "Discount-Apotheke" nennen?LEIPZIG (diz). Zwei Apotheken – in Leipzig-Connwitz und in Schkeuditz – hat er bereits, jetzt eröffnete er die dritte im Leipziger Stadtteil Gohlis und bekam Ärger mit der Wettbewerbszentrale. Wie Apotheker Carsten Schmidt (38) gegenüber der AZ erklärte, habe er eine Abmahnung kassiert, weil er seiner Mc Medi-Apotheke den Beinamen "Die preiswerte Apotheke – Medikamente zu Discount-Preisen" gegeben hat.
Show moreGKV spart bis Mai 2010 2,6 Mrd. Euro
Berlin (lk). Durch die Verordnung von Generika haben die gesetzlichen Krankenkassen nach Angaben des Branchenverbandes Pro Generika in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 2,6 Milliarden Euro Ausgaben für Arzneimittel gespart. Allein im Mai 2010 seien 27.844 unterschiedliche Generikapackungen abgerechnet worden. Dahinter stünden derzeit 607 patentfreie und generisch verfügbare Wirkstoffe.Show moreApotheken müssen Einsparungen beim Großhandel vollständig tragen
Phagro-Chef Trümper: Wir müssen Margen-Kürzung voll an Apotheken weitergebenBERLIN (lk). Die mit dem GKV-Sparpaket der Bundesregierung vorgesehenen Einsparungen wird der Großhandel nicht schultern können, so Dr. Thomas Trümper, der Vorsitzende des Großhandelsverbandes Phagro, im Interview mit DAZ-TV. Er kündigte an: "Für die Branche insgesamt hat das die Konsequenz, dass wir die Einsparmaßnahme voll an die Apotheken weitergeben müssen."
Show moreLösung rückt näher
BERLIN/HAMBURG (tmb). Die Liste der Arzneimittel mit umstrittenem Herstellerrabatt ist in der vorigen Woche wiederum geschrumpft. Damit wächst die Hoffnung, auch für die noch auf der Liste verbliebenen Produkte die drohenden Kürzungen der Apothekenrechnungen abwenden zu können. Doch bleibt ein grundsätzliches Problem bestehen – und das betrifft insbesondere topische Dermatika.Show moreErste gemeinsame Genehmigungsstelle für Hilfsmittel
MAGDEBURG (ral/lav). Am 2. August hat die bundesweit erste gemeinsame Genehmigungsstelle für Hilfsmittel der Apothekerverbände Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt ihren Betrieb in Magdeburg aufgenommen.Show more„Apothekengebühr freigeben und Rezeptgebühr abschaffen“
BERLIN (diz). Dem Chef der Monopolkommission, Justus Haucap, sind die "verkrusteten Strukturen" bei Apotheken ein Dorn im Auge. Er sieht viele Sonderrechte für Apotheken, die ausgeräumt werden müssten, um echten Wettbewerb für die Verbraucher entstehen zu lassen. In einem Gespräch mit der "Bild"-Zeitung fordert er, die Apothekengebühr von 8,10 Euro freizugeben und die Rezeptgebühr abzuschaffen.Show moreDAK schreibt 57 Wirkstoffe aus
BERLIN (lk). Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) schreibt neue Rabattverträge aus: Mit Datum vom 30. Juli 2010 hat Deutschlands drittgrößte gesetzliche Krankenkasse DAK im Europäischen Amtsblatt eine Ausschreibung von Arzneimittelrabattverträgen nach § 130a Abs. 8 SGB V bekannt gegeben.Show moreKeine Kostenexplosion durch teure Krebsmedikamente
BERLIN (ks). Neue teure Arzneimittel stehen im Fokus der anstehenden Reform des Arzneimittelmarkts. Auch die Medien haben diese Medikamente im Visier: Immer wieder wird berichtet, dass explosionsartig wachsende Arzneimittelkosten – etwa für die Krebstherapie – das Gesundheitswesen bedrohen. Das Berliner IGES-Institut will diese Behauptungen mit einer neuen Studie entkräften.Show moreHerstellerrabatte können nicht über den Großhandel geltend gemacht werden
Den Beitrag "Herstellerrabatt "Kleinere Liste – größerer Druck" (DAZ Nr. 30 vom 29. 7. 2010, S. 18 f.), in dem vorgeschlagen wird, dass die Apotheken die Herstellerrabatte gegebenenfalls über den Großhandel geltend machen können, kommentiert der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e.V. (Phagro) wie folgt: Show moreNeue Regelungen zum 1. August
BERLIN (tmb). Am 1. August ist das GKV-Änderungsgesetz (GKVÄndG) in Kraft getreten. Die wichtigsten Inhalte sind die Erhöhung des Herstellerrabattes für verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Festbetrag und das Preismoratorium für Arzneimittel in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Diese beiden Regelungen gelten bis Ende 2013.Show moreOstdeutsche sind schneller wieder am Arbeitsplatz
BERLIN (lk). Knapp die Hälfte der Erwerbspersonen in Deutschland war im Jahr 2009 mindestens einmal krankgeschrieben. Allerdings unterscheidet sich die Dauer der Krankschreibung regional: In Ostdeutschland sind die Fehlzeiten kürzer als im Bundesdurchschnitt.Show moreBPI: Verfehlte Politik von Zwangsmaßnahmen
BERLIN (lk). Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) kritisiert den zum 1. August in Kraft getretenen ersten Teil des Arzneimittelsparpaketes der Regierungskoalition als "verfehlte Politik von Zwangsmaßnahmen". Erhöhte Herstellerabschläge und ein mehr als dreijähriges Preismoratorium unter dem Titel Neuordnung laufen zu lassen, sei eine Bankrotterklärung des eigenen im Koalitionsvertrag formulierten Anspruchs, heißt es in einer BPI-Erklärung.Show moreArzneimittelfirmen umgehen Zwangsrabatt
BERLIN (lk). Das Bundesgesundheitsministerium will die Umgehung des seit 1. August geltenden erhöhten Zwangsrabattes durch einige Arzneimittelhersteller nicht hinnehmen und das Spargesetz zum 1. Januar 2011 präzisieren: "Das Bundesgesundheitsministerium hatte rechtzeitig die Pharmahersteller vor einem Ausnutzen der gesetzlichen Regeln gewarnt", reagierte der parlamentarische Staatssekretär Daniel Bahr (FDP).Show moreRechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung