Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Thüringen: Gemeinsam gegen Rezeptfälschungen
In Thüringen wollen sich Vertreterinnen und Vertreter des Gesundheitswesens nicht damit abfinden, dass die Schäden durch Rezeptfälschungen zunehmen. Gemeinsam machen sie nun einen Vorschlag, wie dem entgegen getreten werden kann.Show moreDeutliche Kritik an Rabattverträgen: Gefahr für Ältere
KÖLN (tmb). Rabattverträge bleiben ein großes Problem für den Versorgungsalltag. Diese Erkenntnis ist offenbar auch in den Medien angekommen. Am Montagabend strahlte das WDR-Fernsehmagazin "Markt" in seiner Rubrik "Markt-Scanner" einen Beitrag aus, der sich sehr kritisch mit den Folgen der Rabattverträge auseinandersetzte. Besonders bemerkenswert waren die darin gesendeten Aussagen von Prof. Dr. Gerd Glaeske. Er verwies überzeugend auf eine mögliche Gefährdung für ältere Patienten und relativierte die möglichen Einsparungen durch Rabattverträge deutlich.Show moreAuch die Kassen könnten sparen
ESSEN (tmb). Durch mehr Effizienz in der Verwaltung könnte die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) jährlich 1,4 Mrd. Euro einsparen. Die Verwaltungskosten könnten um 13 Prozent gesenkt werden. Dies ergab eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), die Anfang Juli veröffentlicht wurde.Show moreDie Krankenkassen – aus der Sicht ihres Aufsichtsamts
BONN (tmb). Das Bundesversicherungsamt (BVA) legte in der vorigen Woche seinen Tätigkeitsbericht 2009 vor. Neben Daten zu allen Teilen der Sozialversicherung enthält der Bericht viele Hinweise auf die Umsetzung neuer Regelungen und Anmerkungen des BVA zum angemessenen Umgang mit den Beitragsmitteln. "Das Jahr 2009 hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig die Tätigkeit des Bundesversicherungsamtes für das Funktionieren und die Stabilität der sozialen Sicherungssysteme ist", erklärte BVA-Präsident Dr. Maximilian Gaßner. Wir haben nachfolgend einige interessante Aspekte aus dem Bereich der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zusammengestellt.Show moreCDU: Grenze zum Vorteil der Privatversicherer neu fixieren
BERLIN (lk). Die Gesundheitspolitiker der CDU wollen die Grenzen zwischen GKV und PKV zugunsten der Privatversicherer neu ziehen: Einerseits sollen dabei die Möglichkeiten der gesetzlichen Krankenkassen eingeschränkt werden, Wahltarife mit PKV-Charakter anzubieten. Andererseits befürworten Jens Spahn, Karin Maag und Dr. Rolf Koschorrek in einem gemeinsamen Positionspapier den Ausbau der Kooperation von GKV und PKV beim Vertrieb von Zusatzversicherungen und beim gemeinsamen Einkauf von Leistungen wie Hilfsmitteln und über Arzneimittelrabattverträge. Dadurch könnte die PKV vom Know-how der GKV und deren umfangreichem Verwaltungsapparat profitieren.Show moreAbmahnungen drohen
HAMBURG (tmb). Bei der Angabe von Preisen in der Werbung ist stets größte Vorsicht geboten, um nicht Anlass für eine Abmahnung zu geben. Dies gilt auch für den Umgang mit dem Begriff "unverbindliche Preisempfehlung". Diese muss tatsächlich vom Hersteller ausgesprochen worden sein. Für Apotheken könnte der fehlerhafte Umgang mit vermeintlichen unverbindlichen Preisempfehlungen schon bald zu Abmahnungen zu führen.Show moreNovo Nordisk – wider alle guten Sitten?
Großhandel wehrt sich gegen Skontosenkung des InsulinherstellersMAINZ (diz). Die Firma Novo Nordisk hat den Skontosatz für den Großhandel auf 0,5% gesenkt. Der Pharma-Großhandel will dies nicht akzeptieren und nicht zu den neuen Konditionen bestellen. Die Folge: wichtige Präparate des Diabetesspezialisten sind im Markt bald nicht mehr bei allen Großhandlungen verfügbar. Tragen hier Novo Nordisk und die Pharma-Großhändler einen Streit auf dem Rücken von Apothekern und Patienten aus?
Show moreStreit um Herstellerrabatt für die PKV
BPI: PKV verhöhnt ihre eigene PolitikBerlin (ks). Auch die private Krankenversicherung (PKV) soll künftig Herstellerrabatte für sich in Anspruch nehmen können. Mit dieser Forderung haben die Versicherer bei der Politik Gehör gefunden. Beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) reagierte man mit Unverständnis und sprach von einem "offensichtlichen Systembruch" – für PKV-Direktor Volker Leienbach zielt diese Kritik jedoch ins Leere.
Show moreImpfstoffversorgung: Kaum Einsparpotenzial bei Apotheken
Gutachten zu der Wirtschaftlichkeit von ImpfstoffenBerlin (ks). Schutzimpfungen zählen seit April 2007 zu den Pflichtleistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Ein größerer Leistungsumfang führt aber auch zu mehr Kosten. Daher hat das Bundesgesundheitsministerium ein Gutachten in Auftrag gegeben, das sich der Frage annimmt, wie die Wirtschaftlichkeit der Impfstoffversorgung in Deutschland verbessert werden kann. Eine Erkenntnis des jetzt vorgelegten Gutachtens ist: Bei Apotheken gibt es kein nennenswertes Wirtschaftlichkeitspotenzial – mehr verspricht man sich von Preisverhandlungen zwischen Kassen und Herstellern.
Show moreViele Änderungsanträge zum AMNOG
Preisschaukel: Rösler will schwarze Schafe zur Kasse bittenBerlin (lk/ks). Pharmazeutische Unternehmen, die mithilfe der "Preisschaukel" die zum 1. August erfolgte Erhöhung des Zwangsrabattes unterlaufen, will Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) mit einer Strafabgabe zur Kasse bitten. Dieser Vorschlag ist Bestandteil eines umfangreichen Pakets von Änderungsanträgen zum Arzneimittel-Sparpaket (AMNOG), über das die Gesundheitspolitiker der Regierungskoalition am 5. September in einem Koordinierungsgespräch mit dem Bundesgesundheitsministerium beraten haben.
Show more„Kein Bezug zu den Erträgen der Apotheken“
Novo Nordisk-Chef Oldigs will durch Skontosenkung Verluste ausgleichenMAINZ (diz). Die Skontokürzung von Novo Nordisk gegenüber dem pharmazeutischen Großhandel bewegt den Markt. Novo Nordisk wertet sein Vorgehen als Reaktion auf das Marktumfeld. Obwohl einige Großhandlungen bereits überlegen, ob sie solche Skontosenkungen an die Apotheken weitergeben müssen, sieht das dänische Unternehmen keinen Bezug zu den Erträgen der Apotheken, ließ Jörn Oldigs, Geschäftsführer von Novo Nordisk Deutschland, in einem schriftlichen Interview mit der AZ wissen.
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Krankenkassen tragen die Verantwortung
Vermehrte Zuzahlungen sorgen für Zündstoff und Diskussionen in der ApothekeBerlin (ks). In den deutschen Apotheken besteht seit 1. September viel Aufklärungsbedarf. Für viele Arzneimittel, die bislang von der Zuzahlung freigestellt waren, müssen die Patienten nun wieder ins eigene Portemonnaie greifen. Auch Aufzahlungen werden bei einigen Medikamenten fällig, wenn der Hersteller seinen Preis nicht auf den neuen Festbetrag abgesenkt hat. Die Verbände der Pharmaindustrie sehen sich in Medienberichten fälschlicherweise als Preistreiber dargestellt.
Show moreStada-Verwaltungsrat bestätigt Retzlaff
Bad Vilbel (ks). Der Vorstandsvorsitzende der Stada Arzneimittel AG, Hartmut Retzlaff, wird für fünf weitere Jahre im Vorstand des Unternehmens vertreten sein. Der Aufsichtsrat bestellte ihn vergangene Woche bis zum 31. August 2016 als Vorstandsmitglied.Show moreDGOP begrüßt Fortentwicklung der ApoBetrO
HAMBURG (dgop/ck). Die Ursache der verkeimten Infusionslösungen in Zusammenhang mit dem Tod von drei Säuglingen in der Uni-Klinik Mainz ist nicht im Herstellungsprozess der Klinikapotheke zu suchen. Dadurch sieht sich die Deutsche Gesellschaft für Onkologische Pharmazie (DGOP) in ihrer Auffassung bestätigt, dass die aseptische Herstellung von patientenindividuellen und applikationsfertigen Parenteralia in Apotheken nach anerkannten Qualitätsstandards täglich bei tausenden von Patienten für eine sichere Therapie sorgt und nicht grundsätzlich infrage zu stellen ist.Show moreKein Extra-Honorar für Inkasso des PKV-Herstellerrabatts
BERLIN (lk). Die Regierungskoalition will den erhöhten Zwangsrabatt auf Arzneimittel vom GKV-Bereich auf Privatversicherte übertragen. Damit kommt vermutlich neue Arbeit auf die Apotheken zu. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, lehnte jedoch im DAZ-TV-Interview eine Erhöhung des Fixhonorars für die Apotheken ab und forderte stattdessen die Verbände auf, eine Regelung für die Kostenerstattung zu finden: "Grundsätzlich bleibt es natürlich bei 8,10 Euro auch für Privatrezepte", sagte Spahn.Show more„Über den Horizont hinaus“
LISSABON (diz). Rund 3000 Apothekerinnen und Apotheker aus über 150 Ländern, unter ihnen auch knapp 40 aus Deutschland, weilen in dieser Woche in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Sie treffen sich zum mittlerweile 70. Mal stattfindenden Jahreskongress des Weltapothekerverbands (FIP – Fédération Internationale Pharmaceutique). Vom 29. August bis 2. September hören sie im Kongresszentrum von Lissabon ein reichhaltiges wissenschaftliches Programm, das unter dem Motto "From Molecule to Medicine to Maximising Outcomes " steht. Auch für Offizinapotheker finden sich zahlreiche Vorträge im Programm, die beispielsweise Einblicke in die Pharmazie Portugals geben.Show moreDie Rolle des Apothekers verändert sich
LISSABON (diz). Eine internationale Umfrage, die im Auftrag des Weltapothekerverbands FIP (Fédération Internationale Pharmaceutique) durchgeführt wurde, zeigt: Über 90% der Apotheker sind der Auffassung, dass sie wesentlich dazu beitragen, die Gesundheit der Patienten zu verbessern. Außerdem sehen sie eine wachsende Verantwortung in ihrem Beruf. Und 73% der befragten Apotheker stellen ihren Patienten Dienstleistungen zur Prävention und zum Therapiemanagement zur Verfügung.Show moreBAK-Regeln für das QMS erfüllt
BERLIN (tmb). Die Apothekerkammer Berlin erfüllt die Bedingungen für das bundeseinheitliche Qualitätsmanagement der Bundesapothekerkammer (BAK). Daraufhin erhielt die Kammer das Qualitätsmanagementsiegel der BAK. Dies teilte die Apothekerkammer Berlin am 27. August mit.Show moreGute Aussichten nach erfolgreichem ersten Halbjahr
DÜSSELDORF (tmb). Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apo-Bank) legte am 31. August die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2010 vor. In dieser Zeit erwirtschaftete die Bank einen Überschuss nach Steuern von 25 Mio. Euro, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 7,5 Mio. Euro. Aufgrund der guten Ergebnisse hob der Vorstand die Prognosen für den Zins- und Provisionsüberschuss zum Jahresende an. Außerdem bestärkte der Vorstand die Aussicht auf eine Dividende für 2010.Show moreNur jede fünfte Arzneimittelpackung zuzahlungsbefreit
BERLIN (ks). Gesetzlich Krankenversicherte müssen ab dem 1. September für ihre Arzneimittel wieder häufiger zuzahlen: Die Zahl der zuzahlungsfreien Arzneimittel hat sich binnen Jahresfrist von etwa 10.000 auf rund 5000 halbiert. Vor einem Monat waren noch rund 8000 Medikamente zuzahlungsbefreit. Grund dafür sind neu festgelegte Festbeträge und Zuzahlungsbefreiungsgrenzen.Show moreGinkgo-Getränk darf nicht als Lebensmittel verkauft werden
BERLIN (ks). Hat ein Produkt ab einer bestimmten Menge eine pharmakologische Wirkung, so ist es dem Bundesgerichtshof zufolge als Funktionsarzneimittel anzusehen, wenn davon auszugehen ist, dass diese Menge bei Einhaltung der normalen Verzehrgewohnheiten aufgenommen wird. Angesichts der Mengen an Ginkgo-Extrakt die das Getränk "Carpe Diem Ginkgo" enthält, hat der BGH bereits am 1. Juli entschieden, dass dieses nicht mehr als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden darf. Nun liegen die Entscheidungsgründe vor.(Urteil des Bundesgerichtshofs vom 1. Juli 2010, Az: IR19/08)
Show moreMerckle: Pohl bleibt – Windholz kommt
BERLIN (lk). Der ehemalige Vorsitzende der Geschäftsführung von Ratiopharm, Oliver Windholz, tritt zum 1. Februar 2011 in die Geschäftsführung der Phoenix Pharmahandel GmbH & Co KG ein und übernimmt dort den Bereich Marketing. Damit ist Phoenix Spekulationen in der Wirtschaftspresse über eine Ablösung des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Reimund Pohl, entgegengetreten.Show more„Mindestens ein Drittel der Infektionen wäre vermeidbar“
LÜBECK (diz). Der Unglücksfall an der Kinderklinik Mainz, bei dem drei Säuglinge durch verunreinigte parenterale Nährlösungen starben, geht nicht auf mangelnde Hygiene bei der Herstellung der Lösungen zurück. Eine defekte Infusionsflasche gilt als Ursache der Verkeimung. Dennoch, der Fall löste eine bundesweite Diskussion um Hygiene in Krankenhäusern aus.Show moreRechtliches
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