
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Aiwanger: „Apotheke ohne Apotheker darf nicht zum Regelfall werden“
Die Apothekenreform ist noch im Fluss. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nutzt die Zeit, Nachbesserungen anzumahnen: Die persönliche Beratung vor Ort dürfe nicht geschwächt, hingegen müsse das seit Jahren unveränderte Packungsfixum endlich angepasst werden.Show moreNovo Nordisk: Wieder beim Großhandel verfügbar
Einigung über Lieferkonditionen erfolgtMAINZ (diz). Die Firma Novo Nordisk kehrt zur etablierten Versorgungskette zurück. Wie der Insulinhersteller mitteilt, konnte er in dieser Woche mit den meisten Großhändlern eine Einigung über die Lieferkonditionen der Novo Nordisk-Präparate erzielen. Dies bedeutet, dass diese Großhändler umgehend beliefert werden, so dass in wenigen Tagen die Versorgung öffentlicher Apotheken über die etablierten Vertriebswege wieder gewährleistet sein soll.
Show morePKV freut sich – GKV beklagt Klientelpolitik
Die Pläne der Regierungskoalition für die PKV kommen bei der GKV nicht gut anBerlin (ks). Der Direktor des PKV-Verbands, Volker Leienbach, begrüßt die Absicht der Koalition, bei der Neuordnung des Arzneimittelmarktes "im Interesse des Patientenschutzes die Versorgung mit Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen zu angemessenen Kosten sicherzustellen". Die Kollegen von der GKV sind weniger erfreut über diese Pläne.Show moreVorschläge für eine wirtschaftlichere Zytostatika-Versorgung
Union will Ausschreibungen für Zytostatika stoppenBerlin (ks). Mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) soll auch die Wirtschaftlichkeit der Zytostatika-Versorgung verbessert werden. Bislang sparten Referenten- und Kabinettsentwurf das Thema aus. Aus der Union gibt es nun aber Vorschläge für Änderungen an den bestehenden Regelungen.Show moreNeue Belastung für Apotheken
Schwierigkeiten mit Deltaselect beim HerstellerrabattBREMEN (tmb). Herstellerrabatte sollen für die Apotheken durchlaufende Posten sein – doch in manchen Fällen kann die Rabatthöhe umstritten sein oder der Hersteller zahlt nicht. Dann können die Herstellerrabatte auch die Apotheken belasten. Einen solchen Fall hat das Norddeutsche Apothekenrechenzentrum (NARZ) für die nächste Abrechnung angekündigt. Für die möglicherweise anstehende neue Aufgabe der Apotheken, künftig auch das Inkasso für Rabatte in der Privaten Krankenversicherung zu übernehmen, ist das eine schlechte Ausgangslage.Show moreBundesregierung will bei Arzneipreisen mitreden
BMG soll Verordnung erlassen, die Kriterien für Kosten-Nutzenbewertung festlegtBerlin (lk). Die Bundesregierung will sich kräftig in die künftigen Preisverhandlungen zwischen Krankenkassen und Herstellern für neue Arzneimittel einmischen: Mithilfe einer Rechtsverordnung soll das Bundesgesundheitsministerium Kriterien für die Nutzenbewertung vorgeben. Das sieht ein Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen für das Sparpaket vor, der inzwischen auch mit dem Ministerium abgestimmt ist.Show moreBundesrat fordert Pick-up-Verbot
Nur Baden-Württemberg und Bremen stellen sich querBerlin (lk/cr). Die große Mehrheit der Bundesländer fordert die Bundesregierung auf, das im Koalitionsvertrag versprochene Pick-up-Verbot in die Gesetzgebung zum Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) wieder aufzunehmen. Das beschloss am 8. September der Gesundheitsausschuss des Bundesrates in einer nicht-öffentlichen Sitzung.Show moreBGH: Weitgehendes Aus für Boni und Rabatte
Die Frage der Bindung ausländischer Versandapotheken an die AMPreisV weiterhin offen
Karlsruhe/Berlin (ks). Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 9. September seine lang erwarteten Urteile zur Zulässigkeit von Apotheken-Bonussystemen verkündet. Danach stellt die Gewährung von Boni bei der Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel einen Verstoß gegen die arzneimittelrechtliche Preisbindung dar. In einem der insgesamt sechs Verfahren hatte der BGH zudem über die Frage zu entscheiden, ob das deutsche Arzneimittelpreisrecht auch für im Wege des Versandhandels nach Deutschland eingeführte Arzneimittel gilt. Er will diese Frage – anders als zuvor das Bundessozialgericht – bejahen. Nun hat der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe das letzte Wort.
Show morePick-up-Stellen verzerren den Wettbewerb
Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister: Kritik an CSU – Lob für ApothekerKiel (tmb). Der schleswig-holsteinische Gesundheits- und Sozialminister Dr. Heiner Garg (FDP) übte scharfe Kritik am Verhalten der CSU in der Gesundheitspolitik. Beim politischen Sommerabend der Apothekerkammer Schleswig-Holstein am Mittwoch in Kiel würdigte er zugleich die unverzichtbare Rolle der Apotheker und die große Bedeutung der bewährten Freiberuflichkeit. Pick-up-Stellen kritisierte er als grobe Verzerrung des Wettbewerbs.Show moreGWQ schreibt Generika aus
DÜSSELDORF (ks). Die GWQ ServicePlus AG hat am 3. September eine neue Ausschreibung für Arzneimittel-Rabattverträge gestartet. Ausgeschrieben werden 54 Fachlose zu 49 Wirkstoffen. Je Fachlos sollen drei Zuschläge erteilt werden.Show moreGrüttner ist neuer Sozialminister in Hessen
BERLIN (ks). Hessen hat seit letzter Woche nicht nur einen neuen Ministerpräsidenten, sondern auch einen neuen Sozialminister: Stefan Grüttner (CDU) – zuvor Chef der hessischen Staatskanzlei – hat Jürgen Banzer (CDU) im Amt abgelöst.Show moreOVG NRW: Selbstbedienungsverbot ist verfassungsgemäß
BERLIN (ks). Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (OVG) hat in einem aktuellen Urteil das Selbstbedienungsverbot für apothekenpflichtige Arzneimittel (§ 17 Abs. 3 ApBetrO) als verfassungsgemäß bestätigt. Es habe nach wie vor seine Berechtigung – auch wenn in den vergangenen Jahren einige apothekenrechtliche Bestimmungen geändert wurden, insbesondere der Versandhandel mit Arzneimitteln zugelassen wurde.(Urteil des OVG NRW vom 19. August 2010, Az.: 13 A 182/08)Show more
Warum musste Sawicki gehen?
BERLIN (cae). Peter Sawicki war der erste Leiter des im Jahr 2004 gegründeten Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und schied am 31. August aus dem Amt, nachdem sein Arbeitsvertrag nicht verlängert worden war. Die offizielle Begründung dafür waren inkorrekte Spesenabrechnungen. Über die "wahren" Hintergründe informiert ein soeben vorgestelltes Buch der Medizinjournalistin Ursel Sieber mit dem Titel "Gesunder Zweifel".Show moreGKV-Gesetzespaket geht in die entscheidende Phase
BERLIN (lk/ks). Nach der parlamentarischen Sommerpause gehen jetzt die Beratungen und Verhandlungen für das umfassende Sparpaket zur Sanierung der GKV-Finanzen in die entscheidenden Wochen. Am 5. September trafen dazu die Gesundheitspolitiker von CDU, CSU und FDP bei ersten Gesprächen mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) einige Vorentscheidungen. Auch am Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) wird weiter geschliffen.Show moreDas Stimmungsbarometer der Apotheken in Deutschland
KÖLN (ifh/daz). Wie geht es den deutschen Apotheken? Wie ist die Geschäftslage, wie sind die Geschäftserwartungen? Interessante Fragen, zu denen Sie monatlich Ihre Stimme abgeben können und so dazu beitragen, die Stimmung unter Deutschlands Apothekerinnen und Apothekern widerzuspiegeln. Das renommierte Kölner Institut für Handelsforschung (IfH) initiiert mit dem Apotheken-Konjunkturindex APOkix ein Stimmungsbarometer, das als verlässliches Instrument für die Messung der wirtschaftlichen Stimmung im Apothekenmarkt gelten kann.Show moreArzneimittel-Festbeträge für drei Gruppen festgesetzt
BERLIN (ks). Der GKV-Spitzenverband hat am 27. August die Festbeträge für drei Festbetragsgruppen festgesetzt. Sie sollen am 1. November in Kraft treten. Es handelt sich um eine Gruppe der Stufe 1 (Arzneimittel mit denselben Wirkstoffen) und zwei Gruppen der Stufe 2 (Arzneimittel mit pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Wirkstoffen).Show moreDeutliche Kritik an Rabattverträgen: Gefahr für Ältere
KÖLN (tmb). Rabattverträge bleiben ein großes Problem für den Versorgungsalltag. Diese Erkenntnis ist offenbar auch in den Medien angekommen. Am Montagabend strahlte das WDR-Fernsehmagazin "Markt" in seiner Rubrik "Markt-Scanner" einen Beitrag aus, der sich sehr kritisch mit den Folgen der Rabattverträge auseinandersetzte. Besonders bemerkenswert waren die darin gesendeten Aussagen von Prof. Dr. Gerd Glaeske. Er verwies überzeugend auf eine mögliche Gefährdung für ältere Patienten und relativierte die möglichen Einsparungen durch Rabattverträge deutlich.Show moreAuch die Kassen könnten sparen
ESSEN (tmb). Durch mehr Effizienz in der Verwaltung könnte die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) jährlich 1,4 Mrd. Euro einsparen. Die Verwaltungskosten könnten um 13 Prozent gesenkt werden. Dies ergab eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), die Anfang Juli veröffentlicht wurde.Show moreDie Krankenkassen – aus der Sicht ihres Aufsichtsamts
BONN (tmb). Das Bundesversicherungsamt (BVA) legte in der vorigen Woche seinen Tätigkeitsbericht 2009 vor. Neben Daten zu allen Teilen der Sozialversicherung enthält der Bericht viele Hinweise auf die Umsetzung neuer Regelungen und Anmerkungen des BVA zum angemessenen Umgang mit den Beitragsmitteln. "Das Jahr 2009 hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig die Tätigkeit des Bundesversicherungsamtes für das Funktionieren und die Stabilität der sozialen Sicherungssysteme ist", erklärte BVA-Präsident Dr. Maximilian Gaßner. Wir haben nachfolgend einige interessante Aspekte aus dem Bereich der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zusammengestellt.Show moreCDU: Grenze zum Vorteil der Privatversicherer neu fixieren
BERLIN (lk). Die Gesundheitspolitiker der CDU wollen die Grenzen zwischen GKV und PKV zugunsten der Privatversicherer neu ziehen: Einerseits sollen dabei die Möglichkeiten der gesetzlichen Krankenkassen eingeschränkt werden, Wahltarife mit PKV-Charakter anzubieten. Andererseits befürworten Jens Spahn, Karin Maag und Dr. Rolf Koschorrek in einem gemeinsamen Positionspapier den Ausbau der Kooperation von GKV und PKV beim Vertrieb von Zusatzversicherungen und beim gemeinsamen Einkauf von Leistungen wie Hilfsmitteln und über Arzneimittelrabattverträge. Dadurch könnte die PKV vom Know-how der GKV und deren umfangreichem Verwaltungsapparat profitieren.Show moreAbmahnungen drohen
HAMBURG (tmb). Bei der Angabe von Preisen in der Werbung ist stets größte Vorsicht geboten, um nicht Anlass für eine Abmahnung zu geben. Dies gilt auch für den Umgang mit dem Begriff "unverbindliche Preisempfehlung". Diese muss tatsächlich vom Hersteller ausgesprochen worden sein. Für Apotheken könnte der fehlerhafte Umgang mit vermeintlichen unverbindlichen Preisempfehlungen schon bald zu Abmahnungen zu führen.Show moreNovo Nordisk – wider alle guten Sitten?
Großhandel wehrt sich gegen Skontosenkung des InsulinherstellersMAINZ (diz). Die Firma Novo Nordisk hat den Skontosatz für den Großhandel auf 0,5% gesenkt. Der Pharma-Großhandel will dies nicht akzeptieren und nicht zu den neuen Konditionen bestellen. Die Folge: wichtige Präparate des Diabetesspezialisten sind im Markt bald nicht mehr bei allen Großhandlungen verfügbar. Tragen hier Novo Nordisk und die Pharma-Großhändler einen Streit auf dem Rücken von Apothekern und Patienten aus?
Show moreStreit um Herstellerrabatt für die PKV
BPI: PKV verhöhnt ihre eigene PolitikBerlin (ks). Auch die private Krankenversicherung (PKV) soll künftig Herstellerrabatte für sich in Anspruch nehmen können. Mit dieser Forderung haben die Versicherer bei der Politik Gehör gefunden. Beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) reagierte man mit Unverständnis und sprach von einem "offensichtlichen Systembruch" – für PKV-Direktor Volker Leienbach zielt diese Kritik jedoch ins Leere.
Show moreImpfstoffversorgung: Kaum Einsparpotenzial bei Apotheken
Gutachten zu der Wirtschaftlichkeit von ImpfstoffenBerlin (ks). Schutzimpfungen zählen seit April 2007 zu den Pflichtleistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Ein größerer Leistungsumfang führt aber auch zu mehr Kosten. Daher hat das Bundesgesundheitsministerium ein Gutachten in Auftrag gegeben, das sich der Frage annimmt, wie die Wirtschaftlichkeit der Impfstoffversorgung in Deutschland verbessert werden kann. Eine Erkenntnis des jetzt vorgelegten Gutachtens ist: Bei Apotheken gibt es kein nennenswertes Wirtschaftlichkeitspotenzial – mehr verspricht man sich von Preisverhandlungen zwischen Kassen und Herstellern.
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