Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Mein liebes Tagebuch
Die Hitzewelle rollt und die Apothekenreform ist noch nicht komplett: Die dritte Stufe, die Verordnungen sind in der Mache. Der Bundesrat werkelt noch an Veränderungen, hoffentlich werden‘s Verbesserungen – z. B. bei Regelungen, wie zukünftig das Honorar angepasst werden soll. Das ApoVWG dagegen ist „der große Schritt zur Stärkung der Apotheken“, meint Hamburgs Kammerpräsident. Die Kammerversammlung ruft sogar dazu auf, die neuen Leistungen anzubieten und mitzumachen. Und der Nordrheinische Kammerpräsident fordert den Perspektivwechsel, um die Zukunft zu gestalten, z. B. die Apotheke in der Primärversorgung: Es sei ein Angebot an die Ärzteschaft zur gemeinsamen Problemlösung. Mit diesem netten Angebot tun sich die Ärztefunktionäre allerdings sichtlich schwer. Vielleicht klappt’s mit der assistierten Telemedizin besser? Die Apotheken können sie ab 1. Juli anbieten und abrechnen. Und während die Abda gegen den höheren Kassenabschlag kämpft, halten die Kassen den höheren Abschlag einfach für „dringend geboten“. Wir sollten endlich die Fusion aller Kassen fordern, die Einsparungen wären immens. Show moreApotheken bluten auch für Sparpaket des Großhandels
Anzag-Chef Trümper kündigt Weitergabe der Belastungen an Apotheken an
FRANKFURT (diz). Deutliche Worte von Dr. Thomas Trümper, Chef des Pharmagroßhändlers Anzag: Der pharmazeutische Großhandel erwirtschaftet keine ausreichenden Erträge, um die im Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) geplanten Einsparungen von rund 200 Millionen Euro stemmen zu können. Es sei "unausweichlich", so Trümper auf der Anzag-Bilanzpressekonferenz am 1. Dezember in Frankfurt, "dass wir die Belastungen an die Apotheken durchreichen müssen". Show moreRösler trickst Bundesrat aus
Zustimmungspflicht beim GKV-Finanzgesetz ausgehebelt
BERLIN (lk). Die SPD ist empört, das Sozialministerium verärgert: Mit einem Gesetzestrick hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) die Zustimmungspflicht des Bundesrates beim GKV-Finanzgesetz ausgehebelt. Um zu vermeiden, dass das Gesetz im Bundesrat gestoppt werden konnte, verzichtete Rösler darauf, auch für Sozialhilfeempfänger die Obergrenze für den Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung von ein auf zwei Prozent zu erhöhen.Show moreParenterale Rezepturen für die AOK Berlin-Brandenburg
Zwölf Apotheken dürfen onkologische Praxen versorgen
BERLIN (diz). Nach einem langen Hickhack und Rechtsstreit ist die Versorgung der Versicherten der AOK Berlin-Brandenburg mit parenteralen Rezepturen angelaufen. Diese AOK hat nach einer europaweiten Ausschreibung für die Belieferung von onkologischen Praxen mit parenteralen Rezepturen exklusive Verträge mit Apotheken geschlossen. Show moreABDA-Regeln zum Austausch von Packungsgrößen
Neue Packungsgrößenverordnung beim Aut-idem-Austausch berücksichtigen
BERLIN (ks). Zum 1. Januar 2011 treten erste Änderungen der Packungsgrößenverordnung in Kraft. Diese sind künftig beim Aut-idem-Austausch in der Apotheke zu berücksichtigen. Details hierzu müssen der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband noch vereinbaren. Die ABDA hat aber bereits eine Systematik erarbeitet.Show moreGesundheitswirtschaft leidet unter Fachkräftemangel
BERLIN (ks). Die Unternehmen der deutschen Gesundheitswirtschaft sehen sich einem immer stärkeren Fachkräftemangel gegenüber. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor. Diese zeigt zudem: Während die Gesamtbranche recht optimistisch ist, sind die Zukunftserwartungen im Pharmahandel weniger rosig.Show moreWeiter auf Wachstumskurs
ESSEN (tmb). Bei der Generalversammlung der Noweda am 24. November in Essen präsentierte der genossenschaftliche Großhändler erneut deutliche Zuwächse beim Umsatz, den Mitgliederzahlen und dem Bilanzgewinn. Mit dem Bau einer neuen Niederlassung steuert die Noweda einen weiteren Expansionskurs an. Zugleich übte der Vorstandsvorsitzende Wilfried Hollmann deutliche Kritik an den Regelungen des AMNOG zum erhöhten Kassenabschlag der Apotheken und zur verminderten Großhandelsspanne.Show moreDaniel Bahr zum neuen FDP-Chef in NRW gewählt
BERLIN (lk/dpa). Schwieriger Zusatz-Auftrag für Daniel Bahr: Seit dem 27. November muss sich der FDP-Gesundheitspolitiker und Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium um die angeschlagene FDP in Nordrhein-Westfalen kümmern. Nach dem Rücktritt von Andreas Pinkwart wählte der Landesparteitag Bahr zum neuen Landesvorsitzenden der nordrhein-westfälischen FDP.Show moreVerstoß gegen das Fremdbesitzverbot
BERLIN (ks). Bereits Mitte Oktober hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Sachsen-Anhalt der Apotheke "Zur Rose" in Halle die Versandhandelserlaubnis entzogen (siehe DAZ Nr. 43/2010, S. 28). Nun liegen die Urteilsgründe vor. Ausführlich legt das OVG darin dar, dass das Auslagern nahezu sämtlicher Tätigkeiten einer Versandapotheke auf einen externen Dienstleister nicht mit dem Gebot der persönlichen Apothekenleitung vereinbar ist. Da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, kann die Versandapotheke ihren Betrieb jedoch wie gewohnt aufrechterhalten.(Urteil des Oberverwaltungsgerichts Sachsen Anhalt vom 14. Oktober 2010, Az.: 2 L 245/08)Show more
Neuer Angriff auf das Apothekenprivileg
KOPENHAGEN (tmb). Das streng geregelte dänische Apothekensystem ist durch neue Pläne der Regierung wieder einmal in die Diskussion gekommen. Im Mittelpunkt der jüngsten Liberalisierungspläne stehen die Niederlassungsbeschränkung, das Fremdbesitzverbot und die Subventionierung von Landapotheken. Doch die Pläne sind offenbar noch nicht ausgereift und die Meinungen gehen auseinander.Show moreAMNOG verzögert Einführung neuer Arzneien
BERLIN (lk). Die forschenden Pharmahersteller beklagen es schon lange: In Deutschland tun sich Arzneimittel-Innovationen schwerer als in anderen Ländern, sich im Markt durchzusetzen. IMS Health befürchtet, dass das AMNOG für weitere Verzögerung sorgt und Deutschland seinen Status als Referenzmarkt verliert.Show moreJeder zweite Berufstätige ist stets auf „stand-by“
BERLIN (ks). Die Arbeitswelt drängt sich bei den meisten Berufstätigen über Handy und PC immer weiter ins Privatleben: 84 Prozent sind außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte erreichbar. Das hat seinen Preis: Die Hälfte der Berufstätigen klagt über Schlafstörungen.Show morePolitisches Ringen: Wer zahlt für Hartz-IV-Versicherte?
BERLIN (lk). Wieder einmal hängt ein Gerichtsurteil wie ein Damoklesschwert über den staatlichen Sozialkassen: Wer bezahlt für die Gesundheit von Hartz IV-Empfängern? Das Bundessozialgericht wird im Januar darüber entscheiden, ob die Jobcenter in Zukunft deutlich tiefer für die Krankenkassenbeiträge in die Tasche greifen. Eigentlich geht es im Grundsatzurteil nur um die PKV. Aber der Richterspruch könnte auch für die gesetzlichen Kassen bares Geld wert sein. In der Politik ist derweil ein Streit entbrannt, wie die Kasse der Arbeitsagenturen geschont werden kann.Show moreGemeinsame Initiative: Prävention durch Sport
BERLIN (daz). Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler haben sich dafür ausgesprochen, die Prävention stärker in den Mittelpunkt der Gesundheitsförderung zu stellen. "Vor allem im direkten Arbeitsumfeld liegt ein hohes Potenzial, um Erkrankungen vorzubeugen. Sportangebote sind dabei ein wesentlicher Baustein", sagte der Minister vergangene Woche bei einem Festakt des DOSB.Show moreBlutdruckmessgeräte schneiden gut ab
BERLIN (ks). Die Stiftung Warentest hat in ihrer Dezember-Ausgabe der Zeitschrift "Test" Blutdruckmessgeräte unter die Lupe genommen. Ihr Urteil fällt positiv aus: Von 13 Messgeräten schnitten neun mit "gut" und drei mit "befriedigend" ab. Dabei zeigte sich auch, dass ein "gutes" Gerät nicht teuer sein muss. Testsieger wurde das Handgelenkgerät Panasonic EW-BW 10, das 36 Euro kostet.Show moreJede zweite Frau und jeder dritte Mann wird dement
BERLIN (dpa/ks). Mehr als jeder dritte Bundesbürger wird im Laufe seines Lebens dement und braucht Pflege. Die künftig stark wachsende Zahl der Altersverwirrten bringt voraussichtlich deutlich steigende Pflegekosten. Das geht aus dem am 30. November in Berlin veröffentlichten Pflegereport 2010 der Krankenkasse BarmerGEK hervor.Show moreVerbände forderten weiten Nutzenbegriff
BERLIN (lk). Mit Spannung warten die Arzneimittelhersteller auf die Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministers zur Nutzenbewertung für neue Medikamente – noch liegt sie nur als Entwurf vor (siehe DAZ Nr. 45/2010, S. 33). Bei der Anhörung der betroffenen Verbände im Bundesgesundheitsministerium am 25. November wurden viele Fragen kontrovers diskutiert.Show moreDas Grüne Rezept auf Erfolgskurs
BONN (diz). Das Grüne Rezept ist weiterhin auf Erfolgskurs. Vor allem in der Erkältungssaison Herbst und Winter greifen Ärzte gerne zum grünen Rezeptformular, um Ihren Patienten auf diesem Weg die Einnahme nicht-verschreibungspflichtiger Arzneimittel zu verordnen bzw. zum Selbstkauf zu empfehlen. Die Initiative Grünes Rezept ist ein konzertiertes Projekt zur Bereitstellung Grüner Rezepte auf Anforderung durch Ärzte und Apotheken in Zusammenarbeit mit führenden Anbietern rezeptfreier Arzneimittel und apothekenpflichtiger Medizinprodukte.Show moreAMK und DPhG wollen Verschreibungspflicht
Im Januar 2010 hatte der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht empfohlen, alle zurzeit noch apothekenpflichtigen Analgetika wie ASS oder Ibuprofen in Packungen mit mehr als 20 Tabletten der Verschreibungspflicht zu unterstellen. Diese Empfehlung hatte jedoch keinen Eingang in die 9. Änderungsverordnung der Arzneimittelverschreibungsverordnung gefunden. Vermutet wird, dass dem Bundesgesundheitsministerium keine Begründung vorlag, die ein solches Vorgehen rechtfertigen würde. Der Vorschlag hatte für Diskussionen auch in der Apothekerschaft gesorgt (s. DAZ 2010, Nr. 6, S. 35 – 36). In einer nicht repräsentativen Umfrage der Deutschen Apotheker Zeitung unterstützten 20% der Teilnehmer die Empfehlung des Sachverständigenausschusses, 47% hielten eine Neuregelung für überflüssig. Nun haben die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) eine Stellungnahme herausgegeben, in der sie die Position des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht unterstützen:Show moreNeue Lösungsmöglichkeit in der Diskussion
BREMEN/HAMBURG (tmb). Die lange befürchteten Retaxationen bei Apotheken aufgrund umstrittener Herstellerrabatte sind eingetreten. Ein Prüfzentrum der Gesetzlichen Krankenkassen hat nach Informationen des Norddeutschen Apothekenrechenzentrums (NARZ) solche Retaxationen an Apotheken verschickt. Weitere Krankenkassen haben gegenüber dem NARZ Kürzungen der Novemberrechnungen angekündigt. Doch zugleich ist mit dem Angebot einer Abtretung der Forderungen an die Krankenkassen eine neue Lösungsmöglichkeit in die Diskussion gekommen.Show moreAOK-Fusion gescheitert
AOK Plus und AOK Hessen bleiben eigenständig
Berlin (ks). Die Fusionswelle unter den Allgemeinen Ortskrankenkassen hat einen Dämpfer erhalten: Der Verwaltungsrat der AOK Plus für Sachsen und Thüringen hat am 23. November in einer außerordentlichen Sitzung seine zu Beginn dieses Jahres aufgenommenen Fusionsverhandlungen mit der AOK Hessen für beendet erklärt.Show moreLSG: Keine Bedenken gegen Zyto-Ausschreibung
Beschaffung durch Versicherte "theoretischer Einzelfall"
Berlin (ks). Das Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg hat bereits im September entschieden, dass die AOK Berlin-Brandenburg exklusive Verträge mit Apotheken zur Versorgung ihrer Patienten mit Zytostatika in Berlin schließen darf – nun liegen die Entscheidungsgründe vor.Show more
Noweda-Generalversammlung
Erneutes Wachstum bei der Noweda
ESSEN (tmb). Der Umsatz der Noweda-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2009/2010 um 9,5 Prozent auf 3,49 Milliarden Euro und wuchs damit erneut stärker als der Gesamtmarkt des deutschen Pharmagroßhandels. Bei der Generalversammlung der Noweda am 24. November in Essen zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Wilfried Hollmann zufrieden mit der Entwicklung der Noweda und gab einen positiven Ausblick. Zugleich äußerte er sich besorgt über die drohenden Folgen des AMNOG für Großhändler und Apotheken.
Show moreRechtliches
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