Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Dispensierrecht und Notdienst
Mit dem Beschluss der Notfallreform durch das Bundeskabinett könnte ein eingeschränktes ärztliches Dispensierrecht kommen. Wie das am Ende konkret aussehen wird, bleibt abzuwarten, meint DAZ-Chefredakteurin Julia Borsch in ihrem Kommentar.Show moreRezept-Prämien bleiben umstritten
Müssen Apotheken schärfere Wettbewerbsregeln hinnehmen als Jahrmarktsverkäufer?
BERLIN (ks). Ist die "easyRezept-Prämie" von einem Euro pro Rx- Arzneimittel berufsrechtswidrig? Die Berufsgerichte für Heilberufe am Verwaltungsgericht Mainz und dem Landgericht Nürnberg-Fürth haben hierzu bekanntlich eine unterschiedliche Auffassung. Nun liegen die Entscheidungsgründe der Anfang Februar ergangenen Urteile vor. Während man in Bayern meint, dass für Apotheker im Wettbewerb schärfere Maßstäbe gelten müssen als für Gebrauchtwagenhändler, hält man das berufsrechtliche Vorgehen der Kammer in Rheinland-Pfalz für eine unverhältnismäßige Beschränkung der Berufsausübungsfreiheit.Show morePharmazeut/in aus Leidenschaft
ProGenerika steigt aus securPharm aus
Rückschlag für Initiative zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit
BERLIN (lk). Rückschlag für securPharm: Der Branchenverband ProGenerika ist aus der gemeinsamen Initiative der Verbände der Arzneimittelhersteller, des Großhandels und der Apotheker zur Verbesserung der Fälschungssicherheit von Arzneimitteln wieder ausgestiegen. ProGenerika verzichtete auf die Mitgliedschaft bei der inzwischen erfolgten Vereinsgründung von securPharm.Show moreAlliance Boots steigt in Krebsforschung ein
Gründung einer Informations-Datenbank
BRÜSSEL (al). Boots ist in Deutschland als britische Apothekenkette bekannt. Doch betätigt sich die Alliance Boots Gruppe vor allem als Großhändler und bietet apothekenpflichtige und -übliche Produkte an. Mit über 115.500 Mitarbeitern bedient Alliance Boots Kunden und Partner in mehr als 25 Ländern. Nun tritt das Unternehmen in eine neue Phase ein und wird zusammen mit einer großen europäischen Gesundheitsorganisation eine Informations-Datenbank für die Krebsforschung gründen.Show moreG-BA: Pirfenidon hat nicht quantifizierbaren Zusatznutzen
G-BA folgt IQWiG-Empfehlung nicht
BERLIN (ks). Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 15. März seinen ersten Beschluss über die Nutzenbewertung eines neuen Orphan Drug gefasst. Darin stellt er fest, dass Pirfenidon (Esbriet® von InterMune) einen "nicht quantifizierbaren Zusatznutzen" hat. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) war in seiner vorangegangenen Bewertung zu einem anderen Ergebnis gekommen. Dies lag an der zunächst herangezogenen Vergleichstherapie. Doch im G-BA hat man nach der Anhörung seine Meinung zur maßgeblichen Vergleichstherapie geändert. In der Industrie reagierte man hierauf erleichtert.Show moreTafamidis besteht frühe Nutzenbewertung
IQWiG: Zusatznutzen gilt mit Zulassung als belegt
BERLIN (ks). Das IQWiG hat zum zweiten Mal im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) eine Dossierbewertung für ein neues Arzneimittel gegen eine seltene Erkrankung abgeschlossen. Darin räumt das Kölner Institut ein, dass der Zusatznutzen von Orphan Drugs mit der Zulassung als belegt gilt. Just am gleichen Tag, hatte der G-BA entgegen der IQWiG-Empfehlung den Zusatznutzen für das erste Orphan Drug in der frühen Nutzenbewertung – Pirfenidon – bestätigt.Show more
Vom Sinn und Unsinn von Zuzahlungen
Verbände sehen keine positive Steuerungswirkung
BERLIN (ks). Angesichts der Finanzüberschüsse der gesetzlichen Krankenkassen und im Gesundheitsfonds mangelt es nicht an öffentlichkeitswirksamen Forderungen. Gerufen wird etwa nach einer Abschaffung der Praxisgebühr, Beitragssatzsenkungen oder einer Reduzierung des Steuerzuschusses. Der Verband demokratischer Pharmazeutinnen und Pharmazeuten (VDPP) will die Patientenzuzahlungen abgeschafft wissen. Allerdings macht er dabei deutlich, dass diese ein grundsätzliches Problem seien – sie zu streichen müsse unabhängig von der Finanzlage der Kassen Ziel sein.Show moreApoBank muss zahlen
Vereinbarter Schuldenschnitt zwischen Griechenland und privaten Gläubigern
BERLIN (lk). Der zwischen Griechenland und seinen privaten Gläubigern vereinbarte Schuldenschnitt trifft auch die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (ApoBank). Die ApoBank hält laut Geschäftsbericht 100 Millionen Euro sogenannter CDS-Kreditsicherungen in ihrer Bilanz. Diese werden jetzt fällig.Show moreFestzuschlag jetzt anpassen!
BERLIN (tgl/daz). Der Vorstand der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter Nordrhein (TGL) wandte sich in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, den Festzuschlag auf verschreibungspflichtige Arzneimittel (8,10 Euro) unverzüglich anzupassen. Die TGL macht die Forderung u. a. an den gestiegenen Personalkosten fest. Hier das Schreiben im Wortlaut:Show moreGesundheitsausschuss fordert Verbot von Rx-Versandhandel
Bayern-Antrag zur AMG-Novelle
BERLIN (lk). Der Gesundheitsausschuss des Bundesrates fordert als Alternative zum gescheiterten Pick-up-Verbot ein generelles Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln: Da Pick-up-Stellen aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht verboten werden könnten, erfordere die Sicherheit der Patienten "ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln", heißt es in einem Antrag des Landes Bayern zur AMG-Novelle, dem der Gesundheitsausschuss der Länderkammer zugestimmt hat.Show moreGesundheitsausschuss empfiehlt 37 Änderungen
Länder sehen Nachbesserungsbedarf an vielen Stellen
BERLIN (lk/ks). 37 Änderungsempfehlungen hat der federführende Gesundheitsausschuss des Bundesrates für die Beratung der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) im Plenum der Länderkammer am 30. März mehrheitlich beschlossen. Darin lehnt der Gesundheitsausschuss das Erscheinungsbild einer "Kiosk-Apotheke" ebenso ab wie die im Regierungsentwurf vorgesehenen erweiterten Möglichkeiten zum Angebot von Botendiensten.Show moreRote Karte für Bayer-Patent
Indischer Generikahersteller erhält Lizenz für Sorafenib
BERLIN (as). Bayer muss dem indischen Generikahersteller Natco Pharma per Zwangslizenz erlauben, seinen bis 2020 patentgeschützten Krebswirkstoff Sorafenib (Nexavar®) herzustellen – und verliert damit einen vermutlich wegweisenden Prozess in Patentrechtsstreitigkeiten. Die Entscheidung gilt als Präzedenzfall für Indien und könnte nach Befürchtungen der internationalen Pharmaindustrie weitere indische Zwangslizensierungen zugunsten der öffentlichen Gesundheit nach sich ziehen. Bayer drohen aufgrund der Aufhebung des Patentschutzes Millionenverluste.Show moreKKH-Allianz sucht neue Rabattpartner
Kasse schreibt zehn patentgeschützte HIV-Arzneimittel aus
BERLIN (ks). Die KKH-Allianz hat den Abschluss von Rabattverträgen über zehn patentgeschützte Arzneimittel ausgeschrieben – sieben hiervon sind HIV-Präparate. Neben dem Originalhersteller werden diese auch von Parallel- und Reimporteuren in Deutschland angeboten. Die neuen Verträge sollen im Juli starten.Show more
AMNOG & Co. tun weh …
… aber: Zukunftspotenzial der Apotheke ist enorm
ESSEN (kp/daz). Mit dem Inkrafttreten der zweiten Stufe des AMNOG zum 1. Januar 2012 haben sich die Belastungen für die Akteure des Arzneimittelmarktes noch einmal verschärft. Insbesondere Apotheken sehen sich infolge der finanziellen Einbußen teilweise vor die Existenzfrage gestellt. Dies war (erwartungsgemäß) ein Ergebnis einer von der Prof. Kaapke Projekte initiierten Gesprächsrunde, in deren Rahmen rund ein Jahr nach der Einführung des AMNOG hochkarätige Kenner und Akteure des Arzneimittelmarktes die Folgen und Auswirkungen des Gesetzes erörterten.Show moreMedizinprodukte besser überwachen
Branchenverbände für Weiterentwicklung des Medizinprodukterechts
STUTTGART (bah/ral). Anlässlich des Skandals um fehlerhafte Brustimplantate regen die Branchenverbände der Medizinprodukteindustrie in einer gemeinsamen Pressemitteilung eine Weiterentwicklung des europaweit geltenden Medizinprodukterechts an. Dabei sollte intensiv geprüft werden, welche Maßnahmen geeignet sind, die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften über die Herstellung von Medizinprodukten hinaus noch besser überwachen zu können.Show moreNARZ und Kohlpharma legen Streit bei
BERLIN (lk). Der Arzneimittelimporteur Kohlpharma und das norddeutsche Apothekenrechenzentrum NARZ haben ihren Streit über die Abrechnung von Herstellerrabatten aus dem erweiterten Preismoratorium beigelegt. Eine drohende Belastung der Apotheken ist damit vom Tisch.Show moreSchleswig-Holstein: Resolution für mehr Honorar
Kammer und Verband fordern umgehende Anpassung
KIEL (tmb). Die Apotheker in Schleswig-Holstein bekräftigen die ABDA-Forderung nach einer Erhöhung des Honorars für Apotheken. Die Kammerversammlung der Apothekerkammer Schleswig-Holstein hat dazu auf ihrer Sitzung am 14. März eine Resolution verabschiedet. Darin appellieren die Apotheker an den Gesetzgeber, "umgehend die seit acht Jahren unveränderte Apothekenhonorierung der Kosten- und Aufwandsentwicklung anzupassen und ein weiteres Apothekensterben, insbesondere auf dem Lande, zu verhindern".Show moreIst das PKV-System noch zeitgemäß?
Der CDU-Gesundheitspolitiker entflammt Debatte um die Zukunft der privaten Kassen
Berlin (jz). Die Unionsfraktion ist sich uneins in der Frage, ob das System der privaten Krankenversicherung (PKV) in seiner heutigen Form weiterhin bestehen soll. Jens Spahn, gesundheitspolitischer Fraktionssprecher, sagte letzte Woche der "Welt online", es sei nicht mehr zeitgemäß, dass nur Selbstständige, Beamte und Gutverdiener sich privat versichern können. Nach Ostern wollen die Gesundheitspolitiker nun auf einer Klausurtagung über die Zukunft der PKV beraten.Show moreGesundheitsausschuss kippt Privilegien für Filialapotheken
Apothekenbetriebsordnung im Bundesrat – Apotheker demonstrieren im ABDA-Haus
Berlin (lk). Begleitet von einer Demonstration einer 20-köpfigen Apothekergruppe hat der Gesundheitsausschuss des Bundesrates mehrere wichtige Korrekturen zum Regierungsentwurf der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) als Empfehlung für die Schlussabstimmung im Bundesrat beschlossen: Eine Mehrheit der Länder sprach sich für eine Streichung der Privilegien für Filialapotheken beim Nacht- und Notdienst aus. Der Gesundheitsausschuss stimmte nach AZ-Informationen dafür, den entsprechenden Absatz aus der Novelle zu streichen. Zudem soll jede Apotheke weiterhin die Identität von Ausgangsstoffen prüfen können. Außerdem bleibt es dabei, dass Mittel zur Körperpflege in den apothekenüblichen Warenkatalog aufgenommen werden.Show moreRezeptdatenhandel: Anzeigen erstattet
Staatsanwaltschaft prüft Aufnahmen von Ermittlungen
Berlin (lk). Wegen des Verdachts auf mögliche Verstöße gegen Bestimmungen des Datenschutzes im Zusammenhang mit dem Handel von Rezeptdaten durch die GFD-Tochtergesellschaft der Verrechnungsstelle Süddeutscher Apotheken (VSA) sind bei der Staatsanwaltschaft München II mehrere Strafanzeigen eingegangen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber der AZ. Gegenwärtig sei aber noch kein Ermittlungsverfahren eingeleitet, so der Sprecher. Die Prüfung dauere noch an.Show moreDAV lobt Gesundheitspreis für Selbsthilfe-Projekte aus
"Selbsthilfe & Apotheke" – Engagement wird belohnt
Berlin (az). Der Deutsche Apothekerverband (DAV) lobt zum zweiten Mal den Gesundheitspreis "Selbsthilfe und Apotheke – Kooperationen mit Vorbildcharakter" aus. Kooperationen von Patienten und Apothekern können sich bis zum 30. Juni um den mit insgesamt 4500 Euro dotierten Preis bewerben.Show moreKein Null-Retax wegen fehlender Arztunterschrift
SG Hannover urteilt über Retaxations-Streitigkeiten
Berlin (jz/ks). Erfolg für einen Apotheker aus Niedersachsen: Krankenkassen dürfen Rezepte wegen einer fehlenden Arztunterschrift nicht endgültig retaxieren, wenn sie dem Willen des Vertragsarztes entsprechen. So entschied das Sozialgericht Hannover in einem aktuellen Urteil. Eine vorübergehende Beanstandung ist zwar zulässig – stellt sich im Rahmen des Beanstandungs- und Einspruchsverfahrens jedoch heraus, dass die Verordnung inhaltlich in Ordnung war und der Arzt nur versehentlich nicht unterschrieb, muss die Kasse zahlen. (Sozialgericht Hannover, Urteil vom 1. November 2011, Az. S 19 KR 362/10)Show more
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