
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Apothekenschließungen: „Das darf so nicht weitergehen“
In Rheinland-Pfalz müssen mehr Apotheken schließen als im Bundesdurchschnitt. Grund dafür ist vermutlich, dass die hier stark vertretene pharmazeutische Industrie im Wettbewerb um Personal die Nase vorn hat. Im Schnitt versorgt eine Apotheke heute 1.200 Patienten mehr als noch vor zwölf Jahren.Show moreHonorar: Apothekern winken 200 Millionen Euro
"16. AMG-Novelle" bietet Möglichkeiten für Neuregelungen
Berlin (lk/ks). Die schwarz-gelbe Regierungskoalition will den Apothekern nach Informationen der AZ rund 200 Millionen Euro zusätzliches Honorar zukommen lassen: Eine entsprechende Initiative der Koalitionsfraktionen soll über den Gesundheitsausschuss des Bundestages in die derzeit laufenden Beratungen zur Änderung der arzneimittelrechtlichen Vorschriften ("16. AMG-Novelle") eingespeist werden.Show moreRestarzneimittel aus Heimen für Nicht-Krankenversicherte
Bahr diskutiert auf DAZ.online: Ich habe das rechtlich klären lassen
Berlin (lk). Am 19. April besuchte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) auf einer Wahlkampftour in Bad Segeberg die "Praxis ohne Grenzen". Dort behandelt der Arzt Dr. Uwe Denker nicht krankenversicherte Patienten kostenlos. Zudem erhalten sie von ihm Arzneimittel-Musterpackungen. Diese reichen aber nicht aus – und so erbat der Mediziner Hilfe im Bundesgesundheitsministerium (BMG). Nun besuchte Bahr Dr. Denker in seiner Praxis. Nach einem einstündigen Gespräch – auch mit Apothekern und Herstellern – sprach sich der Minister dafür aus, nicht eingesetzte Alt- und Restarzneimittel aus Pflegeheimen an die betroffenen Patienten abzugeben. Das provozierte Nachfragen: Auf welcher Rechtsgrundlage könnte dies geschehen? Auch DAZ.online fragte nach.Show moreApotheker entern Piratenpartei
Gesundheitspolitisches Parteiprogramm bietet Chancen für Gestaltung
Stuttgart (as). Die elektronische Gesundheitskarte ablehnen, die Kammerpflicht abschaffen und eine transparente Information über das Gesundheitswesen bereitstellen – das sind die drei einzigen gesundheitspolitischen Forderungen der Piratenpartei, die bisher auf Landes- oder Bundesparteitagen abgestimmt wurden. Daneben klaffen gewaltige gesundheitspolitische Lücken in den Wahl- und Grundsatzprogrammen der Partei.Show moreDeutlicher Rohgewinnrückgang im Jahr 2011
Daten der Treuhand Hannover präsentiert
ROSTOCK (tmb). Die Umsätze der Apotheken im Osten Deutschlands sind im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 0,1% gesunken, die GKV-Umsätze sogar um 0,4%. Im Jahr 2010 waren dagegen noch deutliche Umsatzanstiege gegenüber 2009 verzeichnet worden. Der Rohgewinn ging im Osten auf 23,6% vom Nettoumsatz zurück (Vorjahr: 24,1%), im Westen auf 25,8% (Vorjahr: 26,3%). Diese Zahlen der Steuerberatungsgesellschaft Treuhand Hannover stellte Torsten Eimicke am 18. April bei der Mitgliederversammlung des Apothekerverbandes Mecklenburg-Vorpommern in Rostock vor.Show moreViva Vita-Kooperationsapotheke droht Zwangsgeld
Zuzahlungserstattung: Wettbewerbszentrale kämpft weiter
Berlin (lk). Mit einem Zwangsgeld will die Wettbewerbszentrale die Durchsetzung eines Urteils gegen die Cottbusser EU-Versandapotheke erzwingen, die mit dem Zuzahlungsclub Viva Vita kooperiert. Einen entsprechenden Antrag auf Verhängung eines Zwangsgeldes in "angemessener Höhe" hat die Wettbewerbszentrale jetzt beim Landgericht Cottbus gestellt. Parallel dazu prüft die Wettbewerbszentrale, mit einer Abmahnung direkt gegen den Zuzahlungsclub Viva Vita vorzugehen.Show moreApBetrO voraussichtlich ab Juni wirksam
Berlin (diz). Die neue Apothekenbetriebsordnung tritt voraussichtlich am 1. Juni in Kraft – diese Aussage machte Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, auf dem Euroforum-Kongress am 20. April in Berlin. Laut Bundesgesundheitsministerium wird sich das Bundeskabinett am 9. Mai abschließend mit der Verordnung beschäftigen.Show moreRilpivirin: IQWiG sieht nur beim Monopräparat Vorteil
Ergebnis der frühen Nutzenbewertung
BERLIN (ks). Der Wirkstoff Rilpivirin zur Behandlung HIV-positiver Patienten durchläuft zurzeit das Verfahren der frühen Nutzenbewertung. Zugelassen ist er sowohl als Mono- als auch als Kombinationspräparat. Am 16. April hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) die Ergebnisse seiner Dossierbewertung vorgelegt. Es sieht lediglich für das Monopräparat Belege für einen Zusatznutzen – und das auch nur für Männer.Show moreMedikamentenabhängigkeit: "Apotheken in der Pflicht"
Jahrbuch der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen erschienen
BERLIN (as). Alkohol, Tabak und Medikamente – diese legalen Drogen sind laut aktuellem Jahrbuch der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) die größten Probleme des Suchtmittelkonsums. Die DHS fordert daher, bei Alkohol und Tabak Präventionsmaßnahmen wie Preiserhöhungen und Werbeeinschränkungen effektiver durchzusetzen. Im Bereich der Medikamentenabhängigkeit sieht sie auch die Apotheker in der Pflicht: Diese müssten besonders bei Schlaf- und Schmerzmitteln sowie bei Nasensprays intensiv beraten.Show moreErmittlungen halten sich in Grenzen
Arzneimittelkriminalität in Baden-Württemberg
BERLIN (jz/ks). Nur wenige baden-württembergische Staatsanwaltschaften haben seit 2007 wegen gefälschter oder illegal in Umlauf gebrachter Arzneimittel ermittelt. Das erklärte Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) in ihrer Stellungnahme zu einem Antrag von sechs CDU-Landtagsabgeordneten. Diese hatten einen Bericht eingefordert, weil "die Einspeisung gefälschter Arzneimittel in den regulären Verkauf über Großhändler und Apotheken […] besorgniserregende Ausmaße" annehme.Show moreArzneimittel-Check durch Ärzte in Nordrhein
AOK und KV-Nordrhein erweitern Hausärztevertrag
STUTTGART (du). Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein hat sich im Rahmen eines aktualisierten Hausärztevertrags mit der AOK Rheinland/Hamburg auf einen bezahlten Arzneimittel-Check durch Ärzte geeinigt. Das Wissen der Apotheker ist bei diesem Projekt nicht gefragt, allerdings wurde es zur Festlegung der Vorauswahlkriterien durchaus benötigt.Show moreStrenge Regeln für Tierarzneimittelversand
Zulässigkeit hängt vom Arzneimittel ab, nicht vom Tier
LEIPZIG (tmb). Der Versand von Arzneimitteln für Tiere wurde in Deutschland erst lange nach dem Versand von Humanarzneimitteln erlaubt. Doch die Regelung ist sehr differenziert und sorgt noch immer für Irritationen. Versandapotheken sollten daher sorgfältig auf den Zulassungsstatus der angebotenen Arzneimittel achten, um nicht unbeabsichtigt gegen das AMG zu verstoßen.Show moreApoBank: Dividende trotz Griechenland-Verlust
Bilanz der Apotheker- und Ärztebank 2011
DÜSSELDORF (lk). Trotz eines erheblichen Millionen-Verlustes mit Griechenland-Investitionen hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (ApoBank) auch im Jahr 2011 schwarze Zahlen geschrieben und wird eine Dividende an ihre Genossenschaftsmitglieder zahlen. Im Zuge der Umsetzung des Zukunftsprogramms kündigte ApoBank-Vorstandssprecher Herbert Pfennig Pläne zum Personalum- und -abbau an, der noch in diesem Jahr beginnen soll.Show moreArzneimittelbetrug nur kleiner Anteil
DAK-Gesundheit zu Abrechnungsbetrügereien 2011
BERLIN (jz). Der Abrechnungsbetrug im deutschen Gesundheitssystem nimmt nach Angaben der DAK-Gesundheit zu. Ein zehnköpfiges Ermittlungsteam der Krankenkasse erhielt im Jahr 2011 rund 60 Prozent mehr Hinweise auf Abrechnungsbetrug. Insgesamt gingen 1562 Verdachtsmeldungen auf gefälschte Rezepte, Schein-Behandlungen oder manipulierte Rechnungen ein. Schwerpunkt der Ermittlungen war der Heilmittelbereich – der Betrug mit Arzneimitteln machte einen eher kleinen Anteil aus.Show moreSachsen: SPD besorgt um Pharmazie-Nachwuchs
Beabsichtigte Schließung des Pharmazeutischen Instituts in Leipzig beschäftigt den Landtag
BERLIN (jz). Die SPD-Fraktion im sächsischen Landtag fordert die Regierung des Freistaates auf, sich zur beabsichtigten Schließung des Pharmazeutischen Instituts der Universität Leipzig zu erklären. Diese könnte erhebliche Auswirkungen auf die pharmazeutische Versorgung Sachsens haben, befürchtet die Fraktion. Bei einem Aktionstag im Januar, bei dem die Studenten den Abgeordneten von den Folgen einer Schließung und den Vorzügen der Leipziger Fakultät berichteten, hatten die Politiker Hilfe bei der Rettung des Instituts zugesagt.Show more"DrEd" – auf Patientenfang in Österreich
Online-Arztpraxis stellt jetzt auch Österreichern Rezepte aus
BERLIN (svs). Die Online-Arztpraxis "DrEd" erweitert ihr Versorgungsgebiet: Seit dieser Woche können auch österreichische Patientinnen und Patienten den Service der Internet-Ärzte aus London nutzen. Rezepte, die im Rahmen einer virtuellen Sprechstunde ausgestellt wurden, sind in österreichischen Apotheken uneingeschränkt gültig, vermeldet die Online-Praxis. "Wir sind bereits auf große Neugierde gestoßen", sagte DrEdSprecher Jens Apermann gegenüber der DAZ.Show moreProGenerika kritisiert KBS-Ausschreibung
Rabattverträge für 115 Wirkstoffe ausgeschrieben
BERLIN (lk). Konflikt um Rabattvertrag: Die Krankenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) hat am 7. April neue Rabattverträge für insgesamt 115 Wirkstoffe ausgeschrieben. Der Branchenverband ProGenerika sieht in der darin enthaltenen Ausschreibung für das Neuroleptikum Quetiapin allerdings eine Benachteiligung für Generika-Unternehmen.Show moreSo wünscht sich die Bevölkerung die Apotheke der Zukunft
Ergebnisse einer aktuellen IFH-Studie
KÖLN (cs). Das Institut für Handelsforschung GmbH (IFH) aus Köln hat im Auftrag der Apothekerkammern und -verbände Nordrhein-Westfalens eine Studie über die Wünsche der Bevölkerung an die Apotheke der Zukunft durchgeführt. Die Ergebnisse wurden vor Kurzem anlässlich einer Pressekonferenz in Düsseldorf, an der auch die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens teilnahm, vorgestellt.Show moreIQWiG nimmt Stellung zu Belatacept
Geringer Zusatznutzen für bestimmte Patienten
BERLIN (ks). Der Wirkstoff Belatacept (Nulojix® von Bristol-Myers Squibb) ist seit Juni 2011 zugelassen, um einer Abstoßungsreaktion nach einer Nierentransplantation vorzubeugen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat nun den Zusatznutzen des neuen Präparates überprüft. Das Ergebnis: Es gibt lediglich einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen für bestimmte Patienten.Show moreNull-Retax für Abgabe von Inkontinenzprodukten
GfS retaxiert Barmer GEK-Rezepte
BERLIN (ks). Es wird erneut retaxiert: Die Gesellschaft für Statistik im Gesundheitswesen (GfS) retaxiert derzeit für die Barmer GEK bundesweit Apotheken auf Null, die im vergangenen Jahr Inkontinenzprodukte an ehemalige GEK-Versicherte abgegeben haben. Unberücksichtigt bleibt dabei, dass Apotheken diese Versicherten nach einer Übergangsvereinbarung bis zum 31. Dezember 2011 mit diesen Produkten beliefern durften.Show moreEuGH soll entscheiden: Rx-Arzneien nur in Apotheken?
Italienisches Gericht will Verkauf Rx-Arzneien auch außerhalb von Apotheken erlauben
Berlin (jz). Der Europäische Gerichtshof (EuGH) soll entscheiden, ob Italiens "Parafarmacia" auch nicht erstattungsfähige, aber verschreibungspflichtige Arzneimittel verkaufen dürfen. In diesen Drogeriemärkten dürfen schon jetzt OTC-Arzneimittel verkauft werden. Daher muss dort auch ein Apotheker beschäftigt sein. Doch eine Parafarmacia-Betreiberin will mehr: Sie möchte auch solche Arzneimittel in ihr Sortiment aufnehmen, deren Vertrieb bislang Apotheken vorbehalten ist.Show moreArzneipreise sinken seit 2010
Industrie: Preisstopp und höhere Rabatte überdenken
Berlin (az). Innerhalb der letzten zwei Jahre sind die Preise auf dem deutschen Arzneimittelmarkt um rund vier Prozent gesunken. Ein leichter Preisanstieg um ein Prozent ist im Bereich der nicht-rezeptpflichtigen Arzneimittel zu verzeichnen. Dies geht aus dem aktuellen GKV-Arzneimittelindex des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen (WIdO) hervor.Show moreEuGH: Polen muss Import neu regeln
Unzulässige Regeln zur Einfuhr nicht zugelassener Arzneien
Luxemburg (az). Die polnischen Vorschriften zur Einfuhr nicht zugelassener ausländischer Arzneimittel verstoßen gegen Unionsrecht. Dies entschied der Europäische Gerichtshof. Nach dem Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel muss für einen solchen Import ein "besonderer Bedarfsfall" vorliegen. In Polen wird dieser bereits angenommen, wenn das eingeführte Mittel preisgünstiger ist, als ein gleichwertiges Präparat, das in Polen zugelassen ist. (EuGH, Urteil vom 29. März 2012, Rs.: C‑185/10)Show more
OLG Thüringen: 3-Euro-Rezept-Boni zulässig
Gericht stellt klar: Bezugspunkt für Spürbarkeit muss Arzneimittel sein – nicht das Rezept
Berlin (jz/ks). Die Frage, auf welchen Betrag ein Gutschein lauten darf, der beim Erwerb rezeptpflichtiger Arzneimittel ausgegeben wird, beschäftigt die Gerichte nach wie vor. Nach den "Boni-Entscheidungen" des Bundesgerichtshofs (BGH) vom September 2010 ist ein Bonus von einem Euro pro Arzneimittel wettbewerbsrechtlich zulässig. Fünf Euro pro Rezept – unabhängig von der Zahl der verordneten Medikamente – überschreiten jedoch die wettbewerbsrechtliche Spürbarkeitsschwelle und sind damit nicht erlaubt. Schon einer der BGH-Entscheidungen ließ sich entnehmen, dass der richtige Bezugspunkt bei der Beurteilung der Bonusgewährung von einem Euro das verschriebene Arzneimittel ist. Dennoch hatte das Landgericht Meiningen im Oktober 2011 einen Gutschein von drei Euro für drei verordnete Arzneimittel für wettbewerbswidrig befunden. Dieses Urteil wurde Anfang April vom Thüringer Oberlandesgericht aufgehoben. Nun liegen die Urteilsgründe vor. (Thüringer Oberlandesgericht, Urteil vom 4. April 2012, Az. 2 U 864/11)Show moreRechtliches
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