Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Mein liebes Tagebuch
Die Apothekers sollen ihren Sparbeitrag leisten, sagt die Bundesregierung und bleibt eisern beim erhöhten Kassenabschlag, trotz Proteste von Abda und Bundesrat. Aber übers ApoVWG sind Kammern und Verbände – abgesehen von ein paar kleinen Schönheitsfehlern wie der PTA-„Chefin“ und den Zweigapos“ – weitestgehend glücklich: so viele neue Möglichkeiten und heilberufliche Werkzeuge, ein Signal für den Start in eine neue Zukunft, so die schwärmerischen Worten. Und die Abda, ganz euphorisch, haut noch ein Primärversorgungspapier raus, das die neue Zukunft für Apotheken perfekt machen soll. Leider hat sie im Vorfeld nicht mit den Ärzten darüber geredet. Und die sind nun richtig sauer. Aber nein, das Papier ist doch erstmal nur ein Aufruf zum Dialog, liebe Ärzteschaft, wie könnt ihr das nur falsch verstehen. Vielleicht sollte sich die Abda lieber schon mal darum kümmern, wer wie was mit den Krankenkassen verhandelt, wenn 2028 die harten Honorarverhandlungen anstehen.Show moreCelesio: Mähr geht
Verhandlungen über Vertragsauflösung abgeschlossen
STUTTGART (lk). Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, soll der langjährige Celesio-Vorstand Wolfgang Mähr nach dem Beschluss über die neue Celesio-Unternehmensstruktur das Gespräch über eine vorzeitige Vertragsauflösung gesucht haben. Offenbar war Mähr mit dem neuen Zuschnitt seiner Kompetenzen unzufrieden. Nach Informationen der DAZ sind die Verhandlungen über die Vertragsauflösung mittlerweile abgeschlossen. Der Beschluss des Aufsichtsrates steht noch aus. Er soll in Kürze erfolgen.Show moreFrühe Nutzenbewertung: G-BA weicht von IQWiG-Empfehlung ab
BERLIN (ks). Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sieht für den Cannabis-Extrakt Sativex® (Almirall Hermal) einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen. Mit seinem am 21. Juni gefassten Beschluss zur frühen Nutzenbewertung weicht das Gremium von der vorausgegangenen Empfehlung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ab.Show moreZunehmend Lieferengpässe
Lebensnotwendige Parenteralia besonders betroffen
VILLINGEN-SCHWENNINGEN (du). Klinikapotheker schlagen Alarm. Immer häufiger treten Lieferengpässe und Lieferausfälle bei wichtigen Arzneimitteln auf. Eines von vielen Beispielen sind Carboplatin-haltige Infusionslösungen, die in großem Umfang wegen Auskristallisierungen zurückgerufen werden mussten (s. DAZ 2012; Nr. 21, S. 66 ff). Wir haben mit Dr. Matthias Fellhauer, Direktor der Apotheke des Schwarzwald-Baar Klinikums, Villingen-Schwenningen, über die Situation gesprochen. Er sieht zumindest kurzfristig keine Entspannung und appelliert an die Politik, das Problem ernst zu nehmen.Show moreKassenärzte nicht wegen Bestechlichkeit belangbar
Bundesgerichtshof verkündet lang erwartete BGH-Grundsatzentscheidung
KARLSRUHE (jz). Kassenärzte machen sich nicht strafbar, wenn sie von Pharmaunternehmen Geschenke für die Verordnung von Arzneimitteln annehmen. Diese Entscheidung verkündete der Große Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) am 22. Juni. Der niedergelassene, für die vertragsärztliche Versorgung zugelassene Arzt handle nämlich bei der Wahrnehmung der ihm übertragenen Aufgaben weder als Amtsträger noch als Beauftragter der gesetzlichen Krankenkassen, so der Senat. (Bundesgerichtshof, Beschluss vom 29. März 2012, Az. GSSt 2/11)Show moreSchnittstellenprobleme im Blick
BERLIN (ks). Die im Gesundheitswesen bestehenden Sektorengrenzen sorgen immer wieder für Probleme. Der Informationsfluss an den Schnittstellen hakt und auch die wettbewerblichen Bedingungen für die einzelnen Sektoren unterscheiden sich. Im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums hat sich nun der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen mit dem Thema befasst. Am 20. Juni übergab er sein Sondergutachten "Wettbewerb an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Gesundheitsversorgung" an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr.Show moreZwei Millionen fehlerhafte Versichertenkarten
Produktionspanne bei beteiligtem Dienstleister
BERLIN (jz). Seit Oktober 2011 geben Krankenkassen an ihre Versicherten die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) aus. Rund zwei Millionen Karten müssen nun ausgetauscht werden. Die Datensätze seien falsch konfiguriert worden, erklärte ein Sprecher des am Rollout beteiligten Dienstleisters itsc gegenüber der DAZ. Ein Sicherheitsrisiko bestehe allerdings nicht.Show morePrüfung und Beratung sind entscheidend
Die Urteilsgründe des Bundesgerichtshofs liegen vor
KARLSRUHE (ks). Bereits im Januar hatte der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass das "Apotheken-Pick-up"-Modell einer bayerischen Apotheke mit der Europa-Apotheke Budapest zulässig ist. Jetzt liegen die Gründe für die Zurückweisung der Revision vor: Darin führt der I. Zivilsenat aus, warum in der vermittelnden Tätigkeit der deutschen Apothekerin kein Verstoß gegen das arzneimittelrechtliche Verbringungsverbot zu sehen sei und warum es sich nicht um ein apothekenfremdes Geschäft handele, das in ihren Betriebsräumen tabu wäre. (Bundesgerichtshof, Urteil vom 12. Januar 2012, Az.: I ZR 211/10)Show moreWechsel an der G-BA-Spitze
Hecken wird zum 1. Juli neuer unparteiischer Vorsitzender
BERLIN (ks). Vergangene Woche leitete der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Dr. Rainer Hess, die letzte Sitzung seiner Amtsperiode. Ab 1. Juli wird Josef Hecken seine Position übernehmen.Show moreApothekenhonorar-Erhöhung "völlig inakzeptabel"
Barmer GEK-Vize sieht keinen Grund für Honorarzuschläge
BERLIN (ks). Der stellvertretende Vorstandschef der Barmer GEK, Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, schwärmt für das AMNOG. Es sei das beste Gesetz der Bundesregierung im Gesundheitsbereich, sagte er anlässlich der Vorstellung des Barmer GEK Arzneimittelreports 2012 in Berlin. Doch obwohl die Arzneimittelausgaben im letzten Jahr gesunken seien, bleibe für die Kassen Sparen eine Tugend. Für Geschenkversprechen – etwa an Apotheker – hat Schlenker gar nichts übrig.Show moreAnzag bekommt einen neuen Namen | Alliance Boots stockt Anzag-Anteile auf
Mehr als das persönliche Gespräch mit dem Patienten
PerMediCon – Personalized Medicine Convention
KÖLN (iz). Süddeutsche, FAZ, Spiegel – überall waren kürzlich Artikel zur "Personalisierten Medizin" zu lesen. Meist unter dem Tenor, dass die derzeitige Medizin eh "personalisiert" sei und sich ja schließlich der Arzt sehr wohl um den Patienten als Menschen, als Person kümmert und dass das, was die Industrie unter "personalisierter Medizin" subsummiert, nichts als leere Versprechungen sind. Dies kann nur als eine sehr eingeschränkte Sicht gewertet werden, die dem Anliegen dessen, was man heute unter "Personalisierter Medizin" versteht, in keiner Weise gerecht wird. In Köln kamen vom 19. bis 20. Juni bereits zum dritten Mal international renommierte Experten zusammen, um sich im Rahmen eines Fachkongresses mit der Komplexität der "Personalisierten Medizin" umfassend auszutauschen.Show moreBedenkliche Arzneimittel für Frauen
Barmer GEK stellt ihren Arzneimittelreport 2012 vor
BERLIN (ks). Männer bekommen unterm Strich mehr und teurere Arzneimittel verordnet als Frauen. Bei einigen Arzneimittelgruppen haben allerdings klar Frauen die Nase vorn – insbesondere bei Psychopharmaka. So gehen drei Viertel der Antidepressiva-Verordnungen an Frauen, fast ebenso hoch ist der Anteil bei Serotonin-Wiederaufnahmehemmern und bei Tranquilizern. Das geht aus dem aktuellen Arzneimittelreport der Barmer GEK hervor, der am 26. Juni in Berlin vorgestellt wurde.Show moreWalgreens steigt bei Alliance Boots ein
Stefano Pessina: Wichtiger Schritt zum globalen Branchenführer im Gesundheitswesen
London (jz). Die größte US-Drogeriekette Walgreens und der britische Pharmahandelsriese Alliance Boots tun sich zusammen. Am 19. Juni gaben die beiden Unternehmen bekannt, künftig die Stärken und Kompetenzen beider Unternehmen zu verbinden. Die gemeinsame Zukunftsvision: Erster globaler Pharma- und Pflegeproduktekonzern.Show moreAOK Plus: Mehr Leistungen statt Prämien
Mehr erstattungsfähige Arzneimittel für Schwangere und Jugendliche
Berlin (ks). Die AOK Plus freut sich über ein solides Finanzpolster – doch von Prämienausschüttungen an ihre Versicherten hält sie nichts. Sie investiert das Geld lieber in zusätzliche Leistungen. Der Verwaltungsrat beschloss letzte Woche ein Leistungspaket, das den Versicherten schon in Kürze zugutekommen soll. Es umfasst in speziellen Fällen auch eine Kostenübernahme für rezeptfreie Arzneimittel.Show moreApothekerkammer Nord – ein Traum?
Hamburger Apotheker startet Petition für Fusion der nördlichen Kammern
HAMBURG (diz). Der Gedanke ist nicht neu: Warum sollten sich benachbarte oder kleine Kammerbezirke nicht zu einer gemeinsamen Kammer zusammenschließen? Ein Hamburger Apotheker startete nun eine Petition, um Stimmen zu sammeln für einen Zusammenschluss der Apothekerkammern Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zur "Apothekerkammer Nord". Vor dem Hintergrund einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage der Apotheken könnte eine Fusion Vorteile bringen über Synergieeffekte, Kosteneinsparungen – und nicht zuletzt niedrigere Kammerbeiträge.Show moreNRW: Steffens bleibt Gesundheitsministerin
Krafts Kabinett steht
Düsseldorf (az). Hannelore Kraft (SPD) setzt auch in ihrer zweiten Amtszeit als Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens auf Barbara Steffens (Grüne) als Gesundheitsministerin. Die Mitglieder des neuen Kabinetts wurden letzte Woche Donnerstag im Landesparlament vereidigt. Show moreBeipackzettel sind relativ verständlich
Verständlichkeitstudie
Berlin (jz). Verbraucher finden Arzneimittelbeipackzettel im Vergleich zu anderen Informationsdokumenten relativ verständlich. Das zeigt eine repräsentative Studie, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der ERGO-Versicherungsgruppe erstellt hat. Für die Studie befragte Forsa 2600 erwachsene Bürger in Deutschland.Show moreGKV: Finanzreserven von 20 Mrd. Euro
Berlin (ks). Die gesetzlichen Krankenkassen können sich auch im 1. Quartal 2012 satter Einnahmeüberschüsse erfreuen. Rund 1,51 Mrd. Euro sind es diesmal. Gesundheitsfonds und Krankenkassen haben sich mittlerweile ein solides Finanzpolster zugelegt: Ende März verfügten sie rechnerisch über Reserven in einer Größenordnung von rund 20 Mrd. Euro – davon etwa 11,5 Mrd. Euro bei den Krankenkassen und 8,5 Mrd. Euro beim Gesundheitsfonds. Show moreSchmerzliga: Koalition lässt Patienten im Stich
Petition zum Austausch von BtM-Schmerzmitteln will mehr als Schwarz-Gelb anbietet
BERLIN (ks). Die Deutsche Schmerzliga traut der Selbstverwaltung von Krankenkassen und Apothekern nicht: Sie hält nichts von den Plänen der Regierungskoalition, es dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und dem GKV-Spitzenverband zu überlassen, die Substitution starker Schmerzmittel über den Rahmenvertrag zur Arzneimittelversorgung auszuschließen. Die Patientenorganisation fordert vielmehr einen klaren gesetzlichen Ausschluss – nur so könne den rund eine Million betroffenen Patienten wirklich geholfen werden.Show more
AK Hamburg lehnt geplante Beitragsänderung ab
Vorstand konnte sich nicht durchsetzen
HAMBURG (lk). Mit großer Mehrheit hat die Kammerversammlung der Apothekerkammer Hamburg am späten Montagabend die vom Vorstand vorgeschlagene Änderung der Beitragsordnung abgelehnt. Von den circa 400 anwesenden Kammermitgliedern befürworteten nur 15 Apotheker die Umstellung auf prozentuale Beitragserhebung. Es gab einige Enthaltungen und eine große Mehrheit von Nein-Stimmen.Show moreTK zahlt für Retigabin-Importe
Einzelimporteure bieten Unterstützung
HAMBURG (ks). Nach der AOK hat nun auch die Techniker Krankenkasse (TK) bekannt gegeben, dass sie weiterhin die Kosten für das Epilepsie-Medikament Retigabin übernehmen wird. GlaxoSmithKline, der Hersteller des Präparates Trobalt®, wird dieses zum 1. Juli vom deutschen Markt nehmen.Show moreRechtliches
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