Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Bundesregierung bleibt beim Kassenabschlag hart
Beim Kassenabschlag zeigt sich die Bundesregierung vom Votum des Bundesrats unbeeindruckt. Sie hält an ihren im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgesehenen Sparplänen für die Apotheken fest.Show moreBecker zum Kassenabschlag: Unabhängige Prüfer überflüssig
Harsche Töne vor zweiter Verhandlungsrunde am 14. November – ABDA plant Proteste
BERLIN (lk). Vor der für den 14. November angesetzten 2. Verhandlungsrunde zwischen DAV und GKV-Spitzenverband über den Kassenabschlag ab 2013 hat sich die Tonlage verschärft. Als Reaktion auf die GKV-Forderung nach Einsetzung eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers hat der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Fritz Becker, die gesetzlichen Krankenkassen aufgefordert, sich ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Anpassung des Abschlags für das Jahr 2013 zu stellen und sich nicht vor der Verantwortung zu drücken.Show moreBGH: Schranken für kostenlose Rätselhefte
Kritische Einflussnahme durch Pharmageschenke?
Karlsruhe (jz). Auch kostenlose Rätselhefte von Pharmafirmen, die in der Apotheke ausgelegt werden können, sind unter Umständen unzulässige Werbegeschenke. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Allerdings gilt dies nur dann, wenn durch die Überlassung des Rätselheftes der Entschluss des Apothekers, das darin beworbene Produkt zu kaufen, beeinflusst wird. Das Oberlandesgericht Karlsruhe muss nun prüfen, ob dies im konkreten Fall auch tatsächlich so war.Show moreZahl der BtM-Rezepte steigt
Kiefer: Lagerung und Haltung für Apotheken nicht kostendeckend
Berlin (ks). Ärzte verordnen immer öfter starke Schmerzmittel: Von den rund 8,4 Millionen Betäubungsmitteln, die Apotheken 2011 an gesetzlich Versicherte abgegeben haben, waren 6,3 Millionen Packungen starke Schmerzmittel. 2005 waren es noch 4,2 Millionen, 2005 bereits 5,7 Millionen. Das ergab eine Auswertung von GKV-Rezeptdaten durch das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI).Show moreKassenabschlag: ABDA fragt regionale Kampfbereitschaft ab
Medienkampagne und Protestaktionen geplant
Berlin (lk). Angesichts der starren Haltung des GKV-Spitzenverbandes in den Verhandlungen zum Kassenabschlag 2013 stellt sich die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf ein neuerliches Schiedsverfahren ein. Ab dem 14. November, dem Termin für die 2. Verhandlungsrunde zwischen DAV und GKV-Spitzenverband, will die ABDA mit einer bundesweiten Medienkampagne und Protestaktionen aktionsfähig sein. Letzten Donnerstag fragte das Berliner Apothekerhaus in einer Rundmail alle ABDA-Mitgliedsorganisationen nach ihrer Kampfbereitschaft. Die geplante Medienkampagne soll regional flankiert werden.Show moreKiefer: Stärker um Sorgen und Nöte der Kollegen kümmern
Neues Dreigestirn führt Apothekerschaft: Schmidt (ABDA) – Becker (DAV) – Kiefer (BAK)
Berlin (lk). Als künftiger Präsident der Bundesapothekerkammer will Dr. Andreas Kiefer die "Sorgen und Nöte" der Apotheker stärker in die Beratungen und Entscheidungen einbringen: "Wenn ich gewählt werde, sollen die Sorgen und Nöte der Kollegen – egal wo sie arbeiten – in Zukunft stärker als bisher über die Gremien bis an die Spitze der Bundesapothekerkammer gelangen und die Grundlage aller Entscheidungen bilden", sagte er im AZ-Interview. Er wolle sein Amt "glaubwürdig und authentisch führen" und sich "nicht verbiegen lassen". Mit der Kandidatur Kiefers steht die neue Führungsriege der Apothekerschaft – ABDA, DAV und BAK – so gut wie fest.Show moreAbschlagsverhandlungen vor dem Aus?
GKV für unabhängigen Prüfer
Berlin (lk). Angesichts der festgefahrenen Verhandlungen über den Kassenabschlag fordert der GKV-Spitzenverband die Berufung eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers zur Beurteilung der Kostenentwicklung der Apotheken. Die vom Deutschen Apothekerverband (DAV) vorgelegten Treuhand-Zahlen lehnt der GKV-Spitzenverband ebenso ab wie die mit dem DAV abgestimmten Daten des Bundeswirtschaftsministeriums. Außerdem wirft der GKV-Spitzenverband dem DAV vor, die tatsächliche Lage der Apotheken bewusst zu verschleiern. Damit steht die für den 14. November angesetzte zweite Verhandlungsrunde zwischen DAV und GKV-Spitzenverband vor dem Scheitern.Show moreWie gut ist das deutsche Gesundheitssystem?
Systemvergleich in der Versorgungsforschung
HAMBURG (tmb). Rankings sind beliebt, aber die Aussagekraft von Statistiken ist oft zweifelhaft. Dabei wollen Versorgungsforscher sogar noch mehr – ihr Ziel ist, aus guten Erfahrungen des Auslands zu lernen wie beim 12. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik am 31. Oktober im Uni-Klinikum Hamburg-Eppendorf. Der Gastgeber, der Dermatologe und Versorgungsforscher Prof. Dr. Matthias Augustin, wünscht sich eine "evidenz-basierte Gesundheitspolitik", die mit Lernkurven und geprüften Kausalitätsbeziehungen bessere Ergebnisse erzielt. Show moreRatiopharm-Fall: Freispruch für Pharmareferentin und Arzt
BGH zieht Konsequenzen aus Grundsatzentscheidung
Berlin (jz). Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) hat die im Ratiopharm-Fall angeklagte Pharmareferentin und den ebenfalls angeklagten Arzt freigesprochen. Im März erklärte der Große Senat in einer Grundsatzentscheidung, dass Kassenärzte nach geltendem Recht nicht strafbar sind, wenn sie von einem Pharmaunternehmen Geschenke für die Verordnung von Arzneimitteln entgegennehmen. Konsequenterweise war die Verurteilung zu Geldstrafen daher aufzuheben.Show moreAnzag und Apobank zahlten je 15.000 Euro an Steinbrück
Vortragshonorare bringen SPD-Kanzlerkandidat in Bedrängnis
BERLIN (lk). Die Diskussion um Vortragshonorare für Peer Steinbrück reißt nicht ab. Mittlerweile hat der designierte SPD-Kanzlerkandidat seine Einkünfte aus Vortragshonoraren ins Internet gestellt. 1,25 Millionen Euro hat er demnach seit 2009 innerhalb von zwei Jahren als Vortragsreisender zusammengetingelt. Auch aus der Apothekenbranche erhielt Steinbrück einen fünfstelligen Betrag für zwei Vorträge: Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) buchte Steinbrück ebenso für einen Festvortrag wie der Großhändler Anzag. Beide zahlten jeweils 15.000 Euro Honorar.Show moreWestGem-Studie angelaufen
Prüfgegenstand: Erweitertes Medikationsmanagement
MÜNSTER/WUPPERTAL (or). Mit der Freigabe der EU- und Landesmittel ist die im Exzellenz Cluster NRW geförderte WestGem-Studie zum erweiterten Medikationsmanagement (MTM, medication therapy management) angelaufen. Nach zweijähriger Vorbereitung geht es damit in die Umsetzungsphase, die Studie läuft über die nächsten drei Jahre. In der WestGem-Studie arbeiten Hausärzte, speziell qualifizierte Apotheker und die kommunale Pflege- und Wohnberatung interprofessionell und patientenorientiert zusammen, um die Therapie zu verbessern.Show moreKeine Zwangsvermarktung von Arzneimitteln
Stellungnahme zu MabCampath®-Rücknahme
BERLIN (jz). Die Rücknahme von Arzneimittelzulassungen aus strategischen Gründen wird kontrovers diskutiert – jetzt gibt es eine Klarstellung seitens der Bundesregierung: Pharmaunternehmen können nicht dazu gezwungen werden, ein Arzneimittel in Deutschland zuzulassen und zu vermarkten, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin Ulrike Flach in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion.Show moreAOK Bayern retaxiert Impfstoffrezepte
BERLIN (ks). Während bayerische Apotheken derzeit erhebliche Mühe haben, Grippeimpfstoffe für den Sprechstundenbedarf aufzutreiben, flattern einigen von ihnen bereits Retaxationen für Impfstoffverordnungen des letzten Jahres ins Haus. Das Problem: Die Apothekensoftware zeigte letzten Sommer eineinhalb Monate nicht die richtigen Abrechnungspreise an. Einspruch gegen die Retaxationen zu erheben, ist wenig aussichtsreich.Show moreVorteil24 ist kein Pick up
Aber: Vorteil24 in Linda-Apotheke ist wettbewerbswidrig
BERLIN (jz). Das von einigen Linda-Apotheken bis vor kurzem angebotene Vorteil24-Modell war kein Pick up. Dies befindet das Oberlandesgericht Celle in einem aktuellen Beschluss. Bei diesem Konzept seien die Arzneimittel in der jeweiligen Linda-Apotheke abgegeben worden – nicht in der niederländischen Montanus-Apotheke. Am Verstoß gegen die Arzneimittelpreisbindung ändert diese Klarstellung jedoch nichts. (Oberlandesgericht Celle, Beschluss vom 15. Oktober 2012 – Az. 13 U 60/12)Show moreKapuzinerkresse ist Arzneipflanze des Jahres 2013
Als "pflanzliches Antibiotikum" klinisch geprüft
WÜRZBURG (cae). Der "Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg hat die Kapuzinerkresse zur Arzneipflanze des Jahres 2013 gewählt. Die Anregung dazu kam von Prof. Dr. Uwe Frank, Universitätsklinikum Heidelberg, der eine Studie zu einem Fertigarzneimittel mit Kapuzinerkresse durchgeführt und 2008 publiziert hat.Show moreVorsicht bei unverbindlichen Preisempfehlungen
OTC-Preiswerbung mit Lauer-Taxe ist nur möglich, wenn ein AVP existiert
BERLIN (jz/ks). Ist in der Lauer-Taxe keine Preisempfehlung des pharmazeutischen Herstellers hinterlegt, dürfen OTC-Arzneimittel in Apotheken nicht mit einem unverbindlichen AVP beworben werden. Das entschied das Landgericht Frankfurt am Main und verbot einem easyApotheker, für OTCs mit einem "unverbindlichen Apotheken-Verkaufspreis des Herstellers nach Lauer-Taxe" zu werben, wenn sich dort lediglich ein "Gesetzlicher VK" findet. Das Urteil ist nicht rechtskräftig – der Anwalt des Apothekers kündigte bereits Rechtsmittel an. (Landgericht Frankfurt/Main, Urteil vom 5. September 2012, Az. 3-08 O 28/12)Show moreMohr-Lüllmann schmeißt hin
Apothekerin gibt Amt als CDU-Landesvorsitzende auf
BREMEN (lk). Nach nur gut einem halben Jahr an der Spitze der Bremer CDU hat Apothekerin Rita Mohr-Lüllmann ihr Amt wegen interner Querelen wieder aufgegeben. "Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, mein Amt als Landesvorsitzende der Bremer CDU mit sofortiger Wirkung niederzulegen", teilte die Apothekerin mit. Der Grund: Es gab Rangeleien um die Spitzenkandidatur für die nächste Bundestagswahl.Show moreDocMorris geht an Zur Rose
Schweizer zahlen 25 Millionen für die holländische Versandapotheke
STUTTGART (wes). Die Schweizer Versandapotheke Zur Rose AG wird die niederländische Versandapotheke DocMorris N.V. sowie die Marke DocMorris für 25 Millionen Euro kaufen. Nach eigenen Angaben steigt Zur Rose mit dem Kauf zum "mit Abstand größten Medikamentenversand in Deutschland" auf. Zu den Konsequenzen des Kaufs auf die bisherigen Aktivitäten der Zur Rose AG in Deutschland äußerte sich das Unternehmen nicht.Show moreGünstige Enten
Rabatte für Sanacorp-Genossen
BERLIN (lk). Der französische Autohersteller Citroën bietet den Genossen der Sanacorp eG großzügige Rabatte von bis zu 40 Prozent beim Kauf oder Leasing von Neuwagen an.
Show moreAusschreibung "Phytotherapie-Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses"
Zu knappe Zuschlagsfrist
Pro Generika kritisiert Ausschreibung der Barmer GEK
Berlin (az). Der Branchenverband Pro Generika beklagt eine immer kürzere Frist zwischen dem Zuschlag im Zuge von Rabattvertragsausschreibungen durch die gesetzlichen Krankenkassen und dem Lieferbeginn. Mitte September hatte die Barmer GEK die Zuschläge für 69 Wirkstoffe aus ihrer zweiten Rabattvertragsausschreibung bekannt gegeben. Vertragsbeginn ist bereits der 1. November. Sieben Wochen reichten nicht, um Medikamente in großem Umfang herzustellen und Apotheken mit ausreichenden Mengen zu versorgen, so Pro Generika.Show moreWo ist der Impfstoff?
Berlin (ks). Die Versorgung mit Grippeimpfstoffen ist weiterhin ein handfestes Problem. Nicht nur in Bayern, Schleswig-Holstein und Hamburg sind die Impfstoffe knapp. Auch Länder wie das Saarland und Hessen melden, dass hier keine Impfstoffe mehr bezogen werden können. Verschärft hat sich die Situation dadurch, dass das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) letzte Woche vorsorglich die Freigabe von fünf Impfstoffchargen von Novartis zurückgenommen hat. Auch andere Hersteller haben mittlerweile keine Bestände mehr. So können etwa GlaxoSmithKline und Sanofi-Pasteur zwar noch die Regionen versorgen, in denen sie selbst Ausschreibungen gewonnen haben – mehr ist jedoch nicht drin. Ob sie noch einmal nachlegen, wird geprüft. Aber dies ist nicht ohne Risiko für die Novartis-Konkurrenz. Kommt Begripal ohne Kanüle doch noch auf den Markt, könnten sie auf ihren Dosen sitzen bleiben.Show moreDer Fall Zur Rose
Das Firmengeflecht des neuen DocMorris-Eigentümers
Stuttgart (wes). Die Zur Rose Pharma AG aus dem schweizerischen Frauenfeld übernimmt die holländische Versandapotheke DocMorris N.V. sowie die Marke DocMorris. Unter dieser Marke betreibt der bisherige Eigentümer Celesio ein Apotheken-Franchise-Konzept mit derzeit noch ca. 150 teilnehmenden Apotheken. Die Zur Rose Pharma AG beliefert in der Schweiz Arztpraxen und Patienten mit Arzneimitteln und machte 2011 einen Umsatz von rund 488 Mio. Franken, das sind ca. 400 Mio. Euro. Show moreRechtliches
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