
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Folgenschwere Sparpläne
Das geplante GKV-Spargesetz trifft die Apotheken durch den erhöhten Kassenabschlag direkt. Es wird sich aber auch mittelbar auf sie auswirken – unter anderem durch die erhöhten Zuzahlungen. Diese beflügeln niederländische Versender und könnten sogar die Honorardebatte erschweren, meint DAZ-Chefredakteurin Julia Borsch.Show moreGlinide weiter im G-BA-Fokus
Ergänzende Studien zu Repaglinid und Nateglinid gefordert
BERLIN (ks). Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat letzte Woche ein Stellungnahmeverfahren eingeleitet, in dem er ergänzende versorgungsrelevante Studien zur Bewertung der Zweckmäßigkeit der oralen Antidiabetika Nateglinid und Repaglinid einfordert. Pharmazeutische Unternehmer, die Inhaber einer Zulassung für Arzneimittel mit einem dieser beiden Wirkstoffe sind oder Arzneimittel mit diesen Wirkstoffen in Verkehr bringen, sind nun aufgefordert, diese Studien innerhalb von dreieinhalb Jahren beizubringen.Show morePatientenrechtegesetz passiert den Bundesrat
Kassen und Opposition unzufrieden
BERLIN (jz). Am 1. Februar hat der Bundesrat grünes Licht für das neue Patientenrechtegesetz gegeben: Es bündelt die Rechte von Patienten. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), zeigte sich erleichtert, dass es nun "endlich" mehr Transparenz gebe. "Wir schaffen mit dem Gesetz ein gutes Fundament", betonte auch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt werde damit weiter ausgebaut. Kritiker hatten bis zuletzt vergeblich Nachbesserungen gefordert.Show moreSelbstständige Apothekervertretung: Berufsgericht weist Kammer in die Schranken
Landesberufsgericht: Rechtsauffassung der BLAK unterliegt "erheblichen Bedenken"
München (ks). Approbierte, die Apothekenleitern Vertretungsleistungen selbstständig anbieten, sind keine Seltenheit. Beide Seiten schätzen relativ unkompliziert gestaltete Vertretungen, bei denen kein Angestelltenverhältnis begründet wird. Doch nicht jeder hält diese Vertretungen auf Honorarbasis für zulässig – vor allem nicht die Bayerische Landesapothekerkammer (BLAK). Nun hat das Landesberufsgericht am Oberlandesgericht München die Kammer allerdings in die Schranken gewiesen. Zwar hat es das berufsrechtliche Verfahren, das die BLAK gegen eine Apothekerin, die im Internet Vertretungsdienstleistungen anbietet, aus formalen Gründen abgewiesen. Dies hielt das Gericht jedoch nicht davon ab, in den Urteilsgründen auch seine materiell-rechtlichen Bedenken gegen die Rechtsauffassung der Kammer kundzutun. (Landesberufsgericht für die Heilberufe am OLG München, Urteil vom 12. Dezember 2012, Az.: LBG-Ap 002/12)Show moreBMG-Daten-Affäre im Gesundheitsausschuss
Zwischenbericht des BMG fällt knapp aus
Berlin (az). Ohne große Diskussion und Aussprache hat am 30. Januar der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages den angeforderten Bericht des Bundesgesundheitsministerium zur BMG-Datenausspähung zur Kenntnis genommen. Darin hatte das BMG unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft nur bereits bekannte Fakten zusammengetragen. Neuigkeiten gab es keine.Show moreGKV-Arzneiausgaben: Moderater Anstieg 2012
Kassen und Vertragsärzte hatten hohe Mehrausgaben erwartet
Berlin (az). Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind im Jahr 2012 nur um 1,5 Prozent auf 27,6 Mrd. Euro gestiegen. Damit liegen sie deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen der Krankenkassen. In ihren Rahmenvorgaben hatten die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zuletzt einen Anstieg von 2,7 Prozent für 2012 prognostiziert.Show morePreismoratorium bleibt bis Ende 2013
Bundesgesundheitsministerium will Zwangsmaßnahmen nicht früher aussetzen
Berlin (ks/jz). Die Verbände der Arzneimittelhersteller hatten in den vergangenen Monaten immer wieder an das Bundesgesundheitsministerium (BMG) appelliert, die noch bis Ende 2013 geltenden Zwangsmaßnahmen – Preismoratorium und erhöhter Herstellerabschlag – vorzeitig auslaufen zu lassen. Doch wie schon ein Jahr zuvor wurden sie enttäuscht. Nach Überprüfung der Maßnahmen ist das Ministerium letzte Woche zu dem Schluss gekommen: Beide Maßnahmen sind weiterhin und ohne Änderung bis Jahresende erforderlich. Show moreApothekenabschlag: Westfalen-Lippe wehrt sich
Nach Drohungen der Kassen fordert der AVWL Deeskalation
Berlin (jz). Eine Lösung zur Höhe des Apothekenabschlags auf Bundesebene steht weiterhin aus – vorerst werden 1,75 Euro abgerechnet. Bis es eine Entscheidung gibt, geben manche Kassen jedoch keine Ruhe: In Nordrhein-Westfalen drohte die AOK NordWest schriftlich mit Retaxationen, Vertragsstrafen und Schadensersatzforderungen, sollten statt der erwarteten 2,05 Euro nur 1,75 Euro abgerechnet werden. Diese Drohungen gegenüber den eigenen Verbandsmitgliedern und Apothekenrechenzentren, will der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) jedoch nicht auf sich sitzen lassen und berief den Vertragsausschuss ein: "Verhandeln statt Drohen", so die Forderung.Show moreDAV und GKV-Spitzenverband verhandeln über Ausnahmen von der Substitutionspflicht
Leitlinie "Gute Substitutionspraxis" der DPhG als Grundlage
Berlin (ks). Mit der im vergangenen Herbst in Kraft getretenen AMG-Novelle ist auch eine neue Kann-Vorschrift zum Rahmenvertrag nach § 129 Abs. 2 SGB V zwischen Deutschem Apothekerverband (DAV) und GKV-Spitzenverband wirksam geworden: Die Vertragspartner können danach festlegen, in welchen Fällen Arzneimittel von der generellen Substitutionspflicht ausgenommen sein sollen, wenn der Arzt den Austausch nicht ausgeschlossen hat. Letzte Woche informierte sich der Gesundheitsausschuss des Bundestages über den Stand der Verhandlungen.Show moreAOK nimmt Klage gegen AZ-Kommentar zurück
Kammergericht: "Berufung ist offensichtlich unbegründet"
BERLIN (cr). Die AOK Baden-Württemberg ist auch vor dem Kammergericht Berlin damit gescheitert, der Apotheker Zeitung (AZ) und ihrem Herausgeber Dr. Klaus G. Brauer das Wort zu verbieten. Klauseln in Rabattverträgen, die dramatische Defizite bei der Arzneimittelversorgung AOK-versicherter Patienten provozieren können, dürfen auch weiterhin als "zynisch" und "menschenverachtend" bezeichnet werden. Show moreArzneiausgaben: KKH schlägt Alarm
"Gesetzgeber gefordert"
Hannover (ks). Während der DAV verkündet, die Arzneimittelausgaben seien 2012 weniger stark gestiegen als erwartet (siehe S. 8), schlägt die KKH Kaufmännische Krankenkasse Alarm: Rund 685 Millionen Euro habe sie im vergangenen Jahr für Medikamente aus öffentlichen Apotheken ausgegeben. Damit hätten die Ausgaben je Versicherten 2,7 Prozent über denen des Vorjahres gelegen – und das, obwohl die Anzahl der abgegebenen Rezepte nahezu gleich geblieben sei.Show morePille danach – können Apotheker das?
Beratung durch Apotheken bei rezeptfreier Abgabe
STUTTGART (jb). Die baden-württembergische Landesregierung hat sich für eine Entlassung Levonorgestrel-haltiger Notfallkontrazeptiva aus der Verschreibungspflicht ausgesprochen (DAZ 2013, Nr. 4). Wesentlicher Bestandteil der Initiative ist, dass Apotheken umfassend zur Einnahme wie auch zu Kontraindikationen beraten. Die DAZ hat bei der ABDA nachgefragt, wie die Standesvertretung zu der Thematik steht und ob Konzepte zur Umsetzung der Anforderungen existieren.Show moreVersorgungsengpässe – wie kritisch ist die Lage wirklich?
Diskussionsrunde zu künftigen Handlungsoptionen
BERLIN (ks). Ende letzten Jahres schlugen viele Publikumsmedien Alarm: Kliniken gingen lebenswichtige Arzneimittel aus, so die Botschaft. Vor allem Krebsmedikamente und Antibiotika fehlten. Am 31. Januar treffen sich nun die betroffenen Verbände der Arzneimittelhersteller, Krankenhäuser, Apotheker, Großhändler und Ärzte im Bundesgesundheitsministerium, um Handlungsoptionen zu diskutieren. Aus Sicht der pharmazeutischen Unternehmen stellt sich das Problem nicht ganz so problematisch dar, wie aus den Krankenhäusern zu hören ist.Show moreNordosten setzt auf Apotheker
Es gibt auch andere Versorgungsmodelle als die Ausschreibung von Grippeimpfstoffen
BERLIN (ks). In Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern setzen die gesetzlichen Krankenkassen auch in der kommenden Grippesaison auf Verträge mit Apotheken – und nicht auf Ausschreibungen und exklusive Rabattverträge mit Herstellern. Beim Apothekerverband Brandenburg (AVB) ist man hierüber erfreut.Show moreIndividualisierte Pharmakotherapie der Zukunft
AMNOG-Rabatte kommen an
DAV, Phagro und Herstellerverbände sehen sich nicht als Blockierer
BERLIN (ks). Gut zwei Jahre nach Inkrafttreten des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) macht es sich auch bei der Abrechnung bemerkbar, dass der Gesetzgeber die Preise patentgeschützter Arzneimittel ins Visier genommen hat. Ab Februar werden die Krankenkassen die Entlastung durch die neuen Erstattungsbeträge zu spüren bekommen. Die Verbände der Arzneimittelhersteller, der Phagro und der DAV betonten im Vorfeld erneut, dass diese AMNOG-Rabatte den Krankenkassen und Versicherten nun direkt und in voller Höhe bei der Abgabe des Arzneimittels in der Apotheke zugute kommen werden.Show moreGute erste Runde
Sachliche Diskussion und viele Anregungen am Runden Tisch
BERLIN (lk). Beim letzten Apothekertag ging es noch hoch her bei der improvisierten Diskussion der ABDA-Spitze mit der aufgebrachten Apothekerbasis. Von der dort geäußerten Kritik ist zwar Vieles geblieben, aber die Wogen haben sich geglättet. So fand das erste Treffen des von der Initiative "Aufbruch Apotheke" organisierten Runden Tisches mit ABDA-Präsident Friedemann Schmidt in entspannter Atmosphäre statt. Es gab sogar ein konkretes Ergebnis: Dieser Dialog mit ABDA-Präsident Friedemann Schmidt soll fortgesetzt werden.Show moreDie Eckpunkte stehen
Aber es gibt noch viele Stolpersteine beim ABDA-KBV-Modell
BERLIN (lk). Nach langem Tauziehen haben jetzt die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Sachsen und Thüringen, die Landesapothekerverbände (LAVn) Sachsen und Thüringen und die AOK Plus dem Eckpunktepapier zur Umsetzung des Pilotprojektes zum ABDA-KBV-Modell zugestimmt. Das teilten die Beteiligten in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Allerdings startet das Pilotprojekt erst im 3. Quartal 2013. Bis dahin gilt es, noch viele Stolpersteine aus dem Weg zu räumen.Show moreStreitfall Polypharmazie
Wer ist die bessere Schnittstelle: Arzt oder Apotheker?
BERLIN (jz). Die Überprüfung der Medikation eines Patienten, der mehrere Arzneimittel einnehmen muss, ist zeitaufwendig. Wer soll diese Aufgabe übernehmen? Für den Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) steht fest, dass nur der Hausarzt dafür prädestiniert ist. Zu einem anderen Ergebnis kommt dagegen der Gesundheitsreport 2012 der norddeutschen Krankenkasse hkk: Ärzte und Apotheker sollten gleichermaßen dafür verantwortlich sein, die Risiken einer Polypharmazie für die Patienten zu minimieren. Ähnlich sieht man dies bei der ABDA.Show moreKein Herstellerrabatt für DocMorris
Bundessozialgericht entscheidet, dass Verträge zulasten Dritter verboten sind
KASSEL/BERLIN (jz). Für die Jahre 2003 bis 2007 hat DocMorris definitiv keinen Anspruch auf Erstattung des Herstellerrabatts. Das entschied das Bundessozialgericht (BSG) in der vergangenen Woche. Damit blieb die niederländische Versandapotheke auch in der dritten Instanz mit ihrer Klage erfolglos. Der Pharmahersteller Servier sollte ihr rund 65.000 Euro erstatten, weil die Krankenkassen die von DocMorris abgegebenen Arzneimittel unter Einbehaltung des Herstellerrabatts vergütet hatten. (Bundessozialgericht, Urteil vom 24. Januar 2013, Az. B 3 KR 11/11 R)Show moreABDA-KBV-Modell: Pilot geht an den Start
Eckpunktepapier beschlossen – Höhe der Honorierung nach wie vor offen
Berlin (lk). Nach langem Tauziehen haben jetzt die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Sachsen und Thüringen, die Landesapothekerverbände (LAVn) Sachsen und Thüringen und die AOK Plus dem Eckpunktepapier zur Umsetzung des Pilotprojektes zum ABDA-KBV-Modell zugestimmt. Das teilten die Beteiligten in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Allerdings startet das Pilotprojekt erst im 3. Quartal 2013.Show moreSelbst-Tests für Apothekenkunden
Berlin (jz). Ab Februar verkauft Burda "exklusiv in allen Apotheken" medizinische Selbst-Tests – und auf der eigenen Internetseite. Unter dem Label von "Focus-Gesundheit" soll es zunächst sieben verschiedene Tests zur Heimanwendung geben. "Wir bieten neben ausführlicher Gesundheits-Information nun noch mehr Hilfe zur Selbsthilfe", erklärte Redaktionsleiter und Mediziner Jochen Niehaus. Mit den Selbst-Tests ließen sich Krankheiten oder körperliche Zustände "einfach und bequem zu Hause" erkennen. Show moreAOK und DAV: Zwist um Abschlag
Kassen drohen mit Retaxationen – Becker: weder notwendig, noch angemessen
Berlin (ks). Der Geschäftsführende Vorstand des AOK-Bundesverbandes, Uwe Deh, hat letzte Woche seinem Ärger über die derzeitige Abrechnung des Apothekenabschlags Luft gemacht: Es sei eine "praxisferne Destruktionspolitik", wenn die Apothekerverbände nicht mehr bereit seien, bis zur anstehenden Entscheidung des Schiedsverfahrens über die künftige Höhe des Apothekenabschlags geschlossene Verträge zu respektieren, so der Kassenvorstand. Das bedeutet für ihn die Abrechnung mit einem Abschlag von 2,05 Euro. DAV-Chef Fritz Becker reagierte "mit Erstaunen und Bedauern".Show moreBMI legt sich quer
Berlin (lk). Seitdem das Bundesinnenministerium grundsätzliche Einwände gegen die vom Bundesgesundheitsministerium präsentierte Umsetzung der Not-und Nachtdienstpauschale erhoben hat, läuft die Suche nach einer Alternativlösung auf Hochtouren. Zur heutigen (Montag) Koordinierungsrunde der Gesundheitspolitiker der Koalition mit dem BMG soll ein aktueller Bericht vorliegen. Letzte Woche zitierte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) aus einer Stellungnahme des Bundesinnenministeriums (BMI). Die versprochene Pauschale sei "mit dem Wesen des Beihilferechts des Bundes nicht vereinbar", heißt es darin. Show moreRechtliches
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