
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Höherer Kassenabschlag ab 1. Januar 2027
Morgen soll das Bundeskabinett das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschließen. Ein neuer Entwurf sieht weiterhin einen Kassenabschlag von 2,07 Euro vor – allerdings erst ab 1. Januar 2027. Abda-Präsident Preis sieht die Koalition „kurz vor dem Wortbruch“.Show moreNotdienst-Pauschale: ABDA fordert 17 Cent
Stellungnahme zur Anhörung im Gesundheitsausschuss: ABDA will Änderungen am ANSG
Berlin (ks). In einer Woche – am 13. Mai – findet im Gesundheitsausschuss des Bundestages die öffentliche Anhörung zum Entwurf für das Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz (ANSG) statt. In ihrer schriftlichen Stellungnahme begrüßt die ABDA das Ziel des Gesetzentwurfs, die im Notdienst erbrachten Leistungen zumindest teilweise auszugleichen. Auch die geplante Art und Weise, die Mittel hierfür zu erheben, sei grundsätzlich zielführend. An verschiedenen Stellen hält die ABDA allerdings Nachbesserungen für sinnvoll. Show moreBAK-Präsident Kiefer zieht Zwischenbilanz
Der neue Präsident der Bundesapothekerkammer, Dr. Andreas Kiefer, ist nun mehr als hundert Tage im Amt. Ein Anlass, um mit ihm über den Start, seine Ziele und die Herausforderungen dieser Aufgabe zu sprechen. Dazu stellte er sich den Fragen der DAZ-Chefredakteure Dr. Doris Uhl und Dr. Benjamin Wessinger und des DAZ-Hauptstadtkorrespondenten Lothar Klein.Show moreGenerikamarkt unter Beobachtung
BERLIN (ks). Arzneimittel-Rabattverträge stehen zwar nicht zur Disposition – aber sie sind kritisch im Blick zu behalten. In dieser Einschätzung zeigten sich Gesundheitspolitiker von CDU, SPD und Grünen bei einer Diskussionsveranstaltung des Branchenverbands Pro Generika am 25. April erstaunlich einig. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn, räumte ein, es bestehe die Gefahr, dass die Verträge überdreht würden.Show moreSchon 16 Änderungsanträge
BERLIN (ks). Nahezu unbemerkt hat der Entwurf eines "Dritten Gesetzes zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften" den nächsten Schritt im Gesetzgebungsverfahren genommen: Am 18. April wurde er zur weiteren Beratung in den federführenden Gesundheitsausschuss und fünf weitere Ausschüsse überwiesen. Der Gesetzentwurf nimmt unter anderem Klarstellungen zur Nutzenbewertung von Arzneimitteln des Bestandsmarktes vor und setzt europäische Vorgaben zur Pharmakovigilanz um. Es liegen aber auch schon 16 Änderungsanträge der Fraktionen von CDU/CSU und FDP vor. Es bleibt abzuwarten, ob es noch mehr werden.Show moreMehrheit für neuen Rahmenvertrag
Vier Gegenstimmen zum Retaxations-Katalog
BERLIN (lk/ks). Mit großer Mehrheit hat die Mitgliederversammlung des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) am vergangenen Freitag in Potsdam die geplanten Änderungen am Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung angenommen. Damit sollen als willkürlich empfundene Retaxationen der Krankenkassen der Vergangenheit angehören. Es gab allerdings vier Gegenstimmen der Mitgliedsorganisationen Bremen, Hamburg, Nordrhein und Westfalen-Lippe. Diese fürchten eine Verschlechterung ihrer vertraglichen Situation und kritisieren eine Generalklausel im neuen Rahmenvertrag. Der DAV hat zugesagt, die fragliche Klausel mit einer Kommentierung klarzustellen.Show moreWas ist angemessen?
(tmb). Wie kann ein gerechter Kammerbeitrag ermittelt werden? Welche Bezugsgröße ist für den Beitrag von Selbstständigen angemessen? Ist der Umsatz, der Rohertrag, der Gewinn oder die Zahl der Mitarbeiter geeignet? Oder sollen alle Apotheker den gleichen Beitrag zahlen? Immer wieder beschäftigen solche Fragen die Kammerversammlungen in vielen Bundesländern. Aktuell ist das Thema durch einen Antrag für die Delegiertenversammlung im Rahmen des Bayerischen Apothekertages am 3. Mai (s. a. DAZ 2013, Nr. 16, S. 18) im Gespräch. Doch die Frage betrifft letztlich alle Kammern. Daher sollen die gängigen Argumente hier analysiert werden.Show moreBfArM schafft Transparenz
BONN (jz). Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bietet Ärzten, Apothekern, Patienten und anderen Interessierten jetzt eine weitere Möglichkeit, sich vertieft über Arzneimittelrisiken zu informieren. Nach kleinen Startschwierigkeiten am 23. April, dem Tag der Bekanntgabe des neuen Angebots, steht der Zugang zur Online-Datenbank mit Verdachtsmeldungen unerwünschter Arzneimittelwirkungen inzwischen für jeden kostenfrei zur Verfügung. "Damit schaffen wir noch mehr Transparenz", erklärt BfArM-Präsident Prof. Dr. Walter Schwerdtfeger.Show more„Der Studiengang verkommt“
BERLIN (jz). Erst kürzlich wurden die Pläne der Universität Leipzig bekannt, statt 45 im kommenden Wintersemester nur noch 36 Pharmaziestudenten zu immatrikulieren. In diesem Zusammenhang bestätigte die Universitätsleitung auch den Ende 2011 gefassten Beschluss, das Pharmazeutische Institut auf lange Sicht ganz zu schließen, um die geforderten Kosten durch Stellenkürzungen einzusparen. Obwohl das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) sein Veto eingelegt habe, versuche das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), die Schließung des Pharmazeutischen Instituts der Universität Leipzig durchzusetzen, beklagen die Leipziger Pharmaziestudenten in einer Pressemitteilung.Show moreGSK will mit Trobalt® auf den Markt zurück
Neuer Anlauf zur frühen Nutzenbewertung
BERLIN (ks). GlaxoSmithKline (GSK) möchte sein Antiepileptikum Retigabin (Trobalt®) in Deutschland wieder auf den Markt bringen. Mit diesem Ziel hat das britische Pharmaunternehmen erneut ein Nutzendossier eingereicht. Das Präparat war im ersten Anlauf bei der frühen Nutzenbewertung durchgefallen, da der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Zusatznutzen durch das vorgelegte Dossier als nicht belegt ansah. GSK hatte das Präparat daraufhin vom deutschen Markt genommen.Show moreBlick zurück und nach vorn
BAD HOMBURG (ks). Der Bundesverband der klinik- und heimversorgenden Apotheker (BVKA) konnte bei seiner diesjährigen Jahrestagung am 23. und 24. April in Bad Homburg auf 30 Jahre Verbandsarbeit zurückblicken. 1983 entstand die Krankenhausversorgung in neuer Form – und der BVKA wurde aus der Taufe gehoben. Vor zehn Jahren machte sich der Verband zudem die Heimversorgung zur Aufgabe. Der BVKA-Vorsitzende Dr. Klaus Peterseim erinnerte an bewegte Zeiten – und zeigte die weiteren Ziele des Verbandes auf. Dazu zählt neben einer wieder verstärkten Facharbeit vor allem die Honorierung des Verblisterns.Show moreBecker: DAV hat sofort gehandelt
50. DAV-Wirtschaftsforum: DAV kämpft weiter für Dynamisierung des Apothekenhonorars
Potsdam (lk). Mit Hochdruck bereitet der Deutsche Apothekerverband (DAV) die Umsetzung des neuen Fonds zur Verteilung der Not- und Nachtdienstpauschale vor. Dazu seien bereits zwei Einrichtungsbeauftragte vom DAV benannt worden, die in den nächsten Tagen weitere Einzelheiten mit der Bundesregierung klären sollen. "Der DAV hat sofort gehandelt", sagte DAV-Chef Fritz Becker zum Auftakt des 50. Wirtschaftsforums in Potsdam. Show moreBerufsgericht: Verwarnung für 50-Cent-Gutschein
Bagatellgrenze – nur für Verhältnismäßigkeit von Belang
Gießen (az). Das Berufsgericht für Heilberufe beim Verwaltungsgericht Gießen hat eine Apothekerin, die ihren Kunden einen 50-Cent-Gutschein bei der Einlösung eines Rezeptes gewährt hat, wegen eines Verstoßes gegen die Berufsordnung zu einer Verwarnung verurteilt. Zudem wurden ihr die Kosten des Verfahrens auferlegt. Dies teilt die Landesapothekerkammer Hessen mit – und weist ihre Mitglieder nochmals darauf hin, "sich bei der Gewährung von Rabatten, Boni und Gutscheinen rechtskonform zu verhalten".Show more„Wir bleiben auch in Zukunft transparent“
ABDA-Präsident Friedemann Schmidt will Schlussstrich unter Datenaffäre ziehen
BERLIN (diz). Mit der Veröffentlichung der Zusammenfassung des Untersuchungsberichts über Vorgänge bei der ABDA unter ihrem früheren Pressesprecher und El-Pato-Mitinhaber Bellartz, insbesondere über Zahlungen an die Nachrichtenagentur El Pato, ist der Vorgang noch nicht vom Tisch. Verschiedene Seiten wünschen Einsicht in den Hauptbericht. Die Nachrichtenagentur El Pato selbst versucht von Vorwürfen an Bellartz und empfangenen ABDA-Zahlungen abzulenken, indem sie andeutet, dass die Öffentlichkeitsarbeit der ABDA nur eine Baustelle von vielen (gewesen) sei. Peter Ditzel, DAZ-Herausgeber, fragte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt, wie es nun weitergeht und welche Konsequenzen die ABDA aus der Untersuchung zieht. Show moreGrüne machen sich für E-Zigarette stark
Arzneimittel zur Raucherentwöhnung soll es wieder auf GKV-Kosten geben
Berlin (jz). Die in der geplanten EU-Tabakproduktrichtlinie enthaltene Einstufung der E-Zigarette als Arzneimittel ist aus Sicht der Grünen weder verhältnismäßig noch sinnvoll. In einem aktuellen Antrag fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen von der Bundesregierung unter anderem, sich bei den Beratungen im Europäischen Rat für eine Überarbeitung der Richtlinie einzusetzen. Show moreSchmidt: Prüfbericht zieht Schlussstrich
50. Wirtschaftsforum in Potsdam – AZ-Interview mit Friedemann Schmidt
Berlin (lk). Überschattet von der Diskussion um den El Pato-Sonderbericht und Konsequenzen daraus hat das 50. DAV-Wirtschaftsforum in Potsdam stattgefunden: Wirtschaftlich stehen die Apotheker seit Jahresauftakt 2013 wieder etwas besser da. Aber die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) ringt weiterhin mit den Folgen der BMG-Datenaffäre. Für ABDA-Präsident Friedemann Schmidt zieht der El-Pato-Bericht einen Schlussstrich darunter. Aber es gibt weiterhin kritische Fragen.Show moreNeues Register zu Lieferengpässen
Hersteller können freiwillig über Lieferschwierigkeiten informieren
Berlin (ks). Auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt es seit letzter Woche ein neues Register, in dem pharmazeutische Unternehmen zu etwaigen Lieferengpässen informieren können. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) verspricht sich von diesem Melderegister mehr Transparenz. Vorbild ist ein ähnliches Register der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA. Das Ministerium kündigte zudem an, weitere Maßnahmen zur Abwendung von Versorgungsengpässen zu prüfen.Show moreNotdienstpauschale: Flach rechnet Zuschuss vor
Landapotheken profitieren weit mehr als Stadtapotheken
Berlin (jz). Stadtapotheken dürften jährlich etwa 3500 Euro aus dem Notdienst-Fonds, Landapotheken etwa 18.000 Euro bekommen – jedenfalls wenn die Notdienstpauschale bei etwa 250 Euro liegt. So hat es Ulrike Flach, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, dem Gesundheitsausschuss vorgerechnet. Birgitt Bender (Grüne) hatte im Zusammenhang mit dem Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz (ANSG) nach der unterschiedlichen Belastung der Apotheken durch Notdienste gefragt.Show moreNotdienstfonds wird DAV-Vereinszweck
Berlin (lk). Zur Umsetzung und Abwicklung der Notdienstpauschale über den neuen Notdienstfonds ändert der Deutsche Apothekerverband (DAV) jetzt seine Satzung. So will er die Übernahme der neuen hoheitlichen Aufgabe absichern: "Damit der DAV diese Aufgabe wahrnehmen kann, muss sie zu seinen satzungsgemäßen Zwecken gehören", heißt es in dem Antrag, den die Mitgliederversammlung letzten Freitag (nach AZ-Redaktionsschluss) in Potsdam beschließen sollte.Show more„Eine Selbstverständlichkeit!“
Keine schriftliche Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung von BAK und ABDA
STUTTGART (du). Am 24. April 2013 fand eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss zur Entlassung der Pille danach aus der Rezeptpflicht statt. Mehrere Verbände haben im Vorfeld ihre Stellungnahme dazu abgegeben, unter anderem die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Auch der Deutsche Pharmazeutinnen Verband (dpv, s. Kasten) hat die Gelegenheit zur Stellungnahme im Rahmen der Anhörung genutzt. Keine schriftliche Stellungnahme haben dagegen die Bundesapothekerkammer (BAK) und die ABDA vorgelegt.Show moreKassen schreiben Grippeimpfstoffe trotz anhaltender Kritik weiter aus
BERLIN (ks). In elf der 17 Kassen-Regionen Deutschlands haben die gesetzlichen Krankenkassen die Versorgung ihrer Mitglieder mit Grippeschutzimpfungen für die kommende Saison ausgeschrieben. In den meisten Fällen sind die Exklusivverträge mit einem Hersteller bereits unter Dach und Fach. Sowohl bei Apothekerorganisationen als auch beim Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa) sieht man das Vorgehen der Krankenkassen überaus kritisch.Show moreOpposition schimpft über Präventionsgesetz
1. Lesung im Bundestag
BERLIN (dpa/daz). Die Koalitionspläne für eine bessere Gesundheitsvorsorge in Deutschland stoßen in der Opposition auf eine Front der Ablehnung. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bezeichnete sie anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs im Bundestag als "Etikettenschwindel". Sozial Schwache, die Prävention am nötigsten hätten, würden zurückgelassen. Statt in konkrete Maßnahmen vor Ort zu investieren, würde mit der Einrichtung einer Präventionskonferenz zusätzliche Bürokratie geschaffen. Das Geld für die Ausarbeitung des Entwurfs sei in eine nationale Studie zum Gesundheitszustand der Bevölkerung besser investiert gewesen.Show moreRechtliches
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