
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Aiwanger: „Apotheke ohne Apotheker darf nicht zum Regelfall werden“
Die Apothekenreform ist noch im Fluss. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nutzt die Zeit, Nachbesserungen anzumahnen: Die persönliche Beratung vor Ort dürfe nicht geschwächt, hingegen müsse das seit Jahren unveränderte Packungsfixum endlich angepasst werden.Show moregesundheitspolitik
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Bayern
09.04.2026, 14:45 Uhr
GKV-Arzneiabsatz stagniert im 1. Halbjahr
BERLIN (lk) | Wegen der ausgeblieben Erkältungswelle stagnierte im ersten Halbjahr 2014 in Deutschland der Absatz von Arzneimitteln zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Nach aktuellen Zahlen von Insight Health wurde mit 347,7 Millionen Packungen nahezu das gleiche Volumen (347,6 Mio.) wie im Vorjahr verordnet. Die Menge der Einzeldosen nahm wie in den vergangenen Halbjahren weiter zu. Aktuell wurden 22,9 Milliarden Einzeldosen rezeptiert, nach 22,4 Milliarden in 2013. Vor vier Jahren lag dieser Wert noch bei 21,6 Milliarden.Show more25.08.2014, 00:00 Uhr
50 Euro reichen nicht jedem
BERLIN (lue) | Für ein Extra-Honorar von 50 Euro beraten Apotheker seit Anfang Juni im Rahmen eines Exklusivvertrages Diabetespatienten der Techniker Krankenkasse. Die jüngste APOkix-Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln zeigt jedoch, dass knapp die Hälfte der befragten Apothekeninhaber das Honorar als nicht ausreichend erachtet. Sie halten 100 Euro für angemessen.Show more25.08.2014, 00:00 Uhr
Kein Rütteln an Apothekenstrukturen
BERLIN (ks) | Die Bundesregierung teilt die Einschätzung des Gesundheits-Sachverständigenrats nicht, dass eine Aufhebung des Fremd- und Mehrbesitzverbots von Apotheken für eine effizientere und effektivere Arzneimitteldistribution sorgen würde. Ebenso wenig hält sie von dem Vorschlag, die Apothekenhonorierung auf einheitliche Festspannen sowie apothekenindividuelle Handelsspannen umzustellen. Show more25.08.2014, 00:00 Uhr
Apotheker unterliegen im Streit um Kassenabschlag 2009
BERLIN (ks) | Im Jahr 2009 lag der gesetzlich vorgesehene Abschlag der Apotheken an die Krankenkassen zunächst bei 2,30 pro Rx-Packung. Doch im Dezember 2009 entschied die von Deutschem Apothekerverband und GKV-Spitzenverband angerufene Schiedsstelle, dass der Rabatt an die gesetzlichen Kassen rückwirkend auf 1,75 Euro festzusetzen ist.Show more25.08.2014, 00:00 Uhr
Teuer und ohne Zusatznutzen
BERLIN (lue) | Die Große Koalition hat den Bestandsmarktaufruf aufgegeben – zu kosten- und zeitintensiv und rechtlich durchaus problematisch. Arzneimittel, die vor dem 1. Januar 2011 auf den Markt gekommen sind, durchlaufen somit nicht das im Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) festgeschriebene Verfahren der frühen Nutzenbewertung. Doch die Techniker Krankenkasse (TK) will sich damit nicht zufriedengeben und präsentierte letzte Woche in Berlin einen eigenen Bestandsmarktreport. Dafür bewertete Professor Dr. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Uni Bremen mit seinem Team insgesamt 17 Wirkstoffe aus drei Arzneimittelgruppen hinsichtlich ihres Kosten-Nutzen-Verhältnisses. In der Pharmaindustrie stieß der Report auf wenig Verständnis.Show more25.08.2014, 00:00 Uhr
Stimmungsindex im Sinkflug
BERLIN (lue) | Immer mehr Apotheker bewerten die Geschäftslage in ihren Apotheken negativ. Im Juli 2014 war es mehr als jeder dritte Apotheker, der die aktuelle Geschäftslage negativ beurteilte. Der APOkix-Index für die Geschäftsentwicklung rutschte auf 80,6 Punkte und erreichte seinen bisherigen Jahrestiefststand. Damit setzt sich die Ende 2013 begonnene Talfahrt fort.Show more25.08.2014, 00:00 Uhr
Apotheker: 20.000 Euro weniger
BERLIN (lk) | Im Frühsommer schrieben die „Big-Five“ des Arzneimittelgroßhandels Briefe an ihre Apothekenkunden. Darin kündigten sie unisono das Ende der Rabattschlacht, schlechtere Konditionen und Besuche ihrer Außendienste an. Jetzt geht es in den Apotheken in den knallharten Verhandlungen um mehrere 1000 Euro pro Jahr. Ein Apotheker berichtete der AZ über seine Erfahrungen aus den letzten Tagen: Seine beiden Großhändler knöpften ihm aufs Jahr gerechnet mehr als 20.000 Euro ab.Show more25.08.2014, 00:00 Uhr
Lieferverbot ab 12 Uhr mittags?
BERLIN (lk) | Die Stadt Bonn hatte vor Kurzem angekündigt, das bestehende Lieferverbot ab 12 Uhr mittags für Apotheken und alle anderen Einzelhändler in der Fußgängerzone nach jahrzehntelanger Nichtbeachtung mit strengen Kontrollen durchzusetzen. Nach Protesten der neun ansässigen Apotheker und öffentlicher Berichterstattung ruderte der Oberbürgermeister der ehemaligen Bundeshauptstadt am Rhein wieder zurück: Jetzt soll ein „Runder Tisch“ nach Lösungen im Streit um die Belieferung suchen.Show more21.08.2014, 00:00 Uhr
Kürzung um 65 Millionen Euro bei Zytostatika
BERLIN (tmb) | Der Deutsche Apothekerverband und der GKV-Spitzenverband haben neue Konditionen für die Anlage 3 der Hilfstaxe ausgehandelt, die die Abrechnung für Zytostatika und andere Parenteralia regelt. Die zuständigen Gremien beider Verhandlungspartner stimmten in der vorigen Woche dem Kompromiss zu, der ab 1. September gelten soll. Die Auswirkungen hängen von den verordneten Wirkstoffen ab, aber in der Summe ist eine deutliche Einbuße für die betroffenen Apotheken zu erwarten.Show more21.08.2014, 00:00 Uhr
ABDA-Sondersitzung am 11. September
BERLIN (lk) | Der Brief der sechs ostdeutschen Apothekerkammern an ABDA-Präsident Friedemann Schmidt zeigt Wirkung: Noch vor dem nächsten Deutschen Apothekertag wird sich der ABDA-Gesamtvorstand zu einer Sondersitzung treffen. Als Termin legte der ABDA-Gesamtvorstand auf seiner turnusmäßigen Sitzung letzten Donnerstag den 11. September fest. Dann soll über die von den ostdeutschen Apothekerkammern aufgelisteten Themen diskutiert werden. In einem gemeinsamen Schreiben an die Berliner ABDA-Führung hatten die Kammerführungen „Diskussions- und Handlungsbedarf auf Bundesebene“ angemeldet.Show more21.08.2014, 00:00 Uhr
„Importquote abschaffen“
BERLIN (ks) | Auch in Deutschland sind Arzneimittelfälschungen und Lieferengpässe längst kein Fremdwort mehr. Dies nährt die ohnehin schon lange bestehenden Zweifel der Apotheker an den hierzulande bestehenden Regelungen zu re- und parallelimportierten Arzneimitteln. Jetzt hat der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) den Gesetzgeber aufgefordert, die Importquote abzuschaffen. Auch der Detmolder Basis-Apotheker Gunnar Müller hat den Bundesgesundheitsminister angeschrieben und an ihn appelliert, über die geltenden Regelungen nachzudenken. Doch das Ministerium hat ihm wenig Hoffnung gemacht, dass hier Änderungen bevorstehen.Show more21.08.2014, 00:00 Uhr
„Keine zehn Gebote, sondern Perspektivpapier 2030“
BERLIN (du/lk) | Einen Monat vor dem nächsten Deutschen Apothekertag (DAT) in München sprach die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ) mit ABDA-Präsident Friedemann Schmidt über das zurückliegende Jahr, über Kritik an seiner Arbeit, über die Herausforderungen des Apothekerberufs, über das Medikationsmanagement, über die Suche nach einer neuen Bleibe für das Berliner Apothekerhaus und natürlich über das Leitbild – darüber, warum aus dem Leitbild ein Perspektivpapier 2030 geworden ist. „Leitbild ist ein Kodex, sind Gebote. Der Begriff passte dann nicht mehr zum Ergebnis. Wir beschreiben jetzt einen Prozess zur Apotheke 2030“, begründet Friedemann Schmidt die Kurskorrektur. Das Gespräch führten DAZ-Chefredakteurin Dr. Doris Uhl und DAZ-Berlin-Korrespondent Lothar Klein.Show more21.08.2014, 00:00 Uhr
1,77 Euro sollen dauerhaft gelten
BERLIN (lk) | In einer gemeinsamen Initiative haben der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband Bundesregierung und Parlament aufgefordert, den Kassenabschlag für verschreibungspflichtige Arzneimittel per Gesetz dauerhaft auf 1,77 Euro festzuschreiben. Für alle sonstigen Arzneimittel soll wie bisher ein Abschlag von fünf Prozent auf den Apothekenabgabepreis gelten. Ob Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) der Idee folgt, ist offen. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat nur angekündigt, den Vorschlag zu prüfen.Show more21.08.2014, 00:00 Uhr
Das kommt gut an
STUTTGART (jz) | Bereits zum fünften Mal wurde in diesem Jahr die Kampagne „Arzneimittel sicher einnehmen“ durchgeführt. Versicherte konnten im Rahmen der gemeinsamen Initiative von AOK und Apotheken im bayerischen Mittelfranken zwei Monate lang den Mix ihrer verschreibungspflichtigen und freiverkäuflichen Arzneimittel in teilnehmenden Apotheken checken lassen. Von Jahr zu Jahr beteiligen sich mehr Apotheken an der Aktion und auch die Zahl der teilnehmenden Versicherten entwickelt sich gut, berichtet Christine Brummer, AOK-Bereichsleiterin der Direktion Mittelfranken.Show more14.08.2014, 00:00 Uhr
Neues zur Kosten-Nutzen-Bewertung
Von Thomas Müller-Bohn | Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat im Juni einen Entwurf für die neue Version 4.2 seines allgemeinen Methodenpapiers veröffentlicht. Die wichtigsten Neuerungen betreffen die Potenzialbewertung für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sowie die Kosten-Nutzen-Bewertung. Diese ist als letzter, nur auf Antrag vorgesehener Schritt einer frühen Nutzenbewertung bisher nie zum Einsatz gekommen. Dennoch könnten sich die Verfahrensregeln indirekt auf künftige Bewertungen auswirken.Show more14.08.2014, 00:00 Uhr
13 Millionen Euro Abfindung
BERLIN (lk) | Der Apothekerverband Westfalen-Lippe soll für seinen Ausstieg aus dem Aktionärskreis des Apothekenrechenzentrums ARZ Haan eine zweistellige Millionen-Abfindung aus Rücklagen des Unternehmens erhalten. Der Einladung zur Hauptversammlung am 28. August liegen Anträge bei, die die Einziehung der vom AVWL gehaltenen Aktien ebenso vorsehen wie die Neuordnung der verbleibenden Aktionärsstruktur.Show more14.08.2014, 00:00 Uhr
Eine Frage der Dosis
BERLIN (jz) | Ein Gerichtsverfahren gegen einen niedersächsischen Heilpraktiker zieht sich in die Länge: Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, einen Apotheker vor einigen Jahren dazu angestiftet zu haben, ein homöopathisches Mittel mit einer Tetrazepam-Dosis zu vermischen, die nur ein Arzt hätte verschreiben dürfen. Das Amtsgericht Aurich hatte den Heilpraktiker zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Auf seine Berufung sprach ihn das Landgericht frei – doch auf die Revision der Staatsanwaltschaft entschied das Oberlandesgericht Oldenburg (OLG), dass das Landgericht Aurich den Fall erneut verhandeln muss (Az. 1 Ss 9/14).Show more14.08.2014, 00:00 Uhr
Auf den Bus folgt die „Apothekersprechstunde“
BERLIN (lk) | Im letzten Bundestagswahlkampf wollte die CDU zur Sicherung der Arzneimittelversorgung noch Apothekenbusse übers Land fahren lassen. Jetzt hat die Partei in Sachsen eine neue Idee entwickelt: In Ortschaften sollen „Treffpunkte für Jung und Alt“ geschaffen werden, in denen „Apothekersprechstunden“ stattfinden sollen, heißt es im Wahlprogramm. Gewählt wird in Sachsen am 31. August.Show more14.08.2014, 00:00 Uhr
FDP macht sich für Pharmazie in Leipzig stark Wahlkampfthema für die Landtagswahl in Sachsen
BERLIN (lk) | Am 31. August wählen die Bürger Sachsens einen neuen Landtag. Die derzeit regierende CDU/FDP-Koalition mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich muss um ihre Mehrheit fürchten. Die FDP liegt in den Umfragen meist unter fünf Prozent. Die sächsische Landesregierung ist die letzte bundesweit, an der die FDP beteiligt ist. Show more14.08.2014, 00:00 Uhr
Es wird nicht gerubbelt!
BERLIN (jz) | Inzwischen gibt es zahlreiche Gerichtsentscheidungen zu verschiedensten Zugaben bei der Abgabe von Rx-Arzneimitteln. In wettbewerbsrechtlicher Hinsicht sind diese unzulässig, wenn sie die Spürbarkeitsschwelle von einem Euro überschreiten. Insoweit verbieten die angerufenen Gerichte in den allermeisten Fällen die unterschiedlichen Boni-Variationen der Apotheken – so auch in einem aktuellen Fall in Hessen: Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main untersagte einer Darmstädter Apothekerin, Rubbellose in Form eines Einkaufsgutscheins auszuhändigen. Abzuwarten bleibt, ob sie die im einstweiligen Verfügungsverfahren ergangene Entscheidung anerkennt oder ein Hauptsacheverfahren anstrengt. (Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 10. Juli 2014, Az. 6 U 32/14 – rechtskräftig)Show more14.08.2014, 00:00 Uhr
Von der Markteinführung zum Erstattungsbetrag
Von Kirsten Sucker-Sket | Vor nicht allzu langer Zeit war Deutschland für forschende Pharmaunternehmen ein Traumland: Während die Arzneimittelpreise in den meisten anderen Staaten längst reguliert waren, konnten die Hersteller patentgeschützter Arzneimittel hierzulande den Preis für ihre Produkte selbst festlegen. Seit dem 1. Januar 2011 ist hiermit Schluss: Nur noch ein Jahr ab Markteinführung dürfen pharmazeutische Unternehmer den Preis ihrer Arzneimittel mit einem neuen Wirkstoff selbst frei bestimmen. In diesem einen Jahr muss sich ihr Präparat der frühen Nutzenbewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) unterziehen. Am Ende des Verfahrens soll ein Preis stehen, der den (Zusatz-)Nutzen des Arzneimittels widerspiegelt. Dieser Beitrag gibt in aller Kürze einen Überblick, was zwischen Markteinführung und dem Feststehen des sogenannten Erstattungsbetrags geschieht.Show more14.08.2014, 00:00 Uhr
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