

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Apothekenschließungen: „Das darf so nicht weitergehen“
In Rheinland-Pfalz müssen mehr Apotheken schließen als im Bundesdurchschnitt. Grund dafür ist vermutlich, dass die hier stark vertretene pharmazeutische Industrie im Wettbewerb um Personal die Nase vorn hat. Im Schnitt versorgt eine Apotheke heute 1.200 Patienten mehr als noch vor zwölf Jahren.Show more
266 Euro je Notdienst
BERLIN (lk) | In seinem ersten vollen Jahr hat der Nacht- und Notdienstfonds des DAV (NNF) 114,3 Millionen Euro eingenommen und davon 112,1 Millionen Euro in Form von Pauschalen an die Apotheken ausgeschüttet. Die durchschnittliche Pauschale betrug 265,94 Euro bei 421.672 geleisteten Notdiensten. Jeden Tag leisten im Schnitt 1155 Apotheken Notdienst. Mit 114 Millionen Euro Einnahmen wurde das von der Politik zugesagte Finanzvolumen in Höhe von 120 Millionen Euro für das Jahr 2014 um knapp sechs Millionen Euro verfehlt.Show moreSanktionen auch für Apotheker?
BERLIN (jz) | Bei weiteren Verzögerungen des Projekts „Digitalisierung des Gesundheitswesens“ sollten nicht nur Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und GKV-Spitzenverband sanktioniert werden können, sondern auch die anderen gematik-Gesellschafter wie etwa die Apotheker. Dafür sprach sich die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Dr. Doris Pfeiffer, am 21. April bei einer Diskussionsveranstaltung ihres Verbands zum Thema E-Health-Gesetz aus. Es müsse das Verursacherprinzip gelten.Show moreZuzahlungs-Probleme
BERLIN (jz) | Patienten müssen bei Arzneimitteln seit Jahren kontinuierlich mehr Zuzahlungen aus eigener Tasche bezahlen: Im letzten Jahr waren es nach Angaben von Pro Generika über zwei Milliarden Euro. Die restriktive Festbetragspolitik der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bei der Absenkung der Festbeträge für Arzneimittel führe dazu, erklärt der Branchenverband, dass inzwischen nicht einmal mehr 3500 Arzneimittel von der Zuzahlung befreit seien. Show moreBrötchen-Gutscheine tabu
BERLIN (jz) | Apotheken dürfen beim Kauf eines Rx-Arzneimittels keine Brötchen-Gutscheine zur Einlösung bei einem nahegelegenen Bäcker ausgeben. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main entschieden und damit die Vorinstanz bestätigt. Ein solcher Gutschein könne Kunden dahingehend beeinflussen, auch künftig rezeptpflichtige Arzneimittel in der Hoffnung auf weitere Vergünstigungen bei der Apotheke zu erwerben, erklären die Richter. (OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 2. April 2015, Az. 6 U 17/15)Show more
Bundesregierung gegen schnelle Kontrollen
Berlin - Möglicherweise bleiben den Apothekern noch strengere Kontrollen ihrer Kassensysteme durch die Finanzämter bis auf Weiteres erspart. In ihrer Antwort auf die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Grüne zu Maßnahmen gegen den Betrug mit elektronischen Kassensystemen hält sich die Bundesregierung alle Optionen offen: Vor einer Entscheidung über eine insbesondere von NRW geforderten Gesetzesinitiative will sie die Ergebnisse der eingesetzten Arbeitsgruppe „Registrierkasse“ abwarten. Zudem prüft die Bundesregierung eine EU-Initiative, da die Mitgliedsstaaten mit dieser Problematik unterschiedlich umgingen. Show more
Kein Austausch von Marcumar und Co.
Stuttgart - Zurzeit befindet sich die zweite Tranche der Subsitutionsausschlussliste im Stellungnahmeverfahren. Unter anderem sollen auch Phenprocoumon-Tabletten (z.B. Marcumar®) vom Austausch ausgeschlossen werden. Show more
Kampf gegen den E-Dampf
Berlin – Die Bundesregierung will Kinder und Jugendliche besser vor E-Zigaretten und E-Shishas schützen. Dafür soll der Verkauf der Produkte – ob mit Nikotin oder ohne – an Minderjährige noch in diesem Jahr verboten werden, wie Bundesjugendministerin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag in Berlin ankündigte. Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) will außerdem nikotinfreie E-Zigaretten den nikotinhaltigen gesetzlich gleichstellen. Das würde Hinweispflichten auf der Verpackung oder Werbebeschränkungen bedeuten. Show more
Internationales Übereinkommen gefordert
Remagen - Immer mehr Länder melden gefälschte Produkte und Verstöße in der Lieferkette. Auch die wissenschaftlichen Veröffentlichungen über solche Vorfälle nehmen rasant zu. In einem aktuellen Supplement des „American Journal of Tropical Medicine und Hygiene“ ist die Rede von einem mittlerweile „pandemischen Ausmaß“ des Problems. Die Autoren ziehen diese Schlussfolgerung aus einer Auswertung von siebzehn Fachartikeln und wollen hiermit ausdrücklich aufrütteln. Show more
Becker und Stackelberg: Liste muss klein bleiben
Berlin - Ungewohnte Einigkeit präsentierten gestern der DAV-Vorsitzende Fritz Becker und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands Johann-Magnus von Stackelberg: Die Substitutionsausschlussliste, an deren zweiten Tranche gerade gefeilt wird, sollte so kurz wie möglich gehalten werden, erklärten beide bei einer Podiumsdiskussion. Statt die Liste nicht austauschbarer Substanzen ausufern zu lassen, sollten Apotheker häufiger das Instrument der pharmazeutischen Bedenken anwenden. Show more
Retaxumfrage in Mecklenburg-Vorpommern
Rostock - Alle sieben Mitglieder des Vorstandes des Apothekerverbandes Mecklenburg-Vorpommern wurden gestern bei der Mitgliederversammlung des Verbandes im Rahmen der turnusmäßigen Wahl in ihren Ämtern bestätigt. Bei der Versammlung kündigte der Verbandsvorsitzende Axel Pudimat eine Mitgliederumfrage zu Retaxationen an, um das Ausmaß der Kassen-Rückforderungen zu ermitteln. Show more
ABDA schickt Stellungnahme an Bundestag
Berlin - Zur gestrigen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages war die ABDA nicht eingeladen. Ihre leicht veränderte Stellungnahme zum Präventionsgesetz hat die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) daher nach Auskunft eines Sprechers in schriftlicher Form an den Bundestag geschickt. Ob die ABDA gegen die Nichteinladung protestiert hat, wollte der Sprecher nicht sagen.Show more
EMA will Tipps von Kids
Berlin – Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) setzt sich verstärkt für Kinderarzneimittel ein: Um mehr über die Erfahrungen bei der Anwendung von pädiatrischen Medikamenten zu erfahren und die Akzeptanz zur Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an klinischen Studien zu erhöhen – etwa durch eine verständlichere Gestaltung der Einwilligungs- und Zustimmungsbögen – hat sie eine Umfrage gestartet. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) unterstützt die Aktion, die noch bis zum 30. Mai 2015 läuft. Show more
Eine Lanze für die Zuzahlung
Berlin - Die Zahl der zuzahlungsbefreiten Arzneimittel ist nach aktuellen Berechnungen von Pro Generika auf unter 3.500 gesunken. Während Apotheker Patienten erklären müssen, warum sie nun wieder selbst zur Kasse gebeten werden, verweist der GKV-Spitzenverband darauf, dass es nun einmal keinen Anspruch auf zuzahlungsbefreite Arzneimittel gebe. Und der CDU-Politiker Michael Hennrich will sogar „eine Lanze für die Zuzahlung brechen“. Ein Stück Eigenverantwortung sei schließlich gewollt, erklärte er gestern bei einem Podiumstalk von Pro Generika. Show more
Thomas Preis im Amt bestätigt
Berlin - Die Mitgliederversammlung des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. hat gestern ihren Vorstand neu gewählt und Thomas Preis mit großer Mehrheit als Vorsitzenden im Amt bestätigt. Preis tritt damit im 17. Amtsjahr seine fünfte Amtszeit an.Show more
Guter Rat ist billig?
Ohne das OTC-Segment hätten die Apotheken nur halb so viele Kunden. Allerdings würde wiederum ohne die Apotheken und deren fachliche Beratung deutlich weniger Selbstmedikation stattfinden. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund gibt es in der Bevölkerung eine hohe Wertschätzung der pharmazeutischen Dienstleistungen. Diese geht damit einher, dass sich viele Verbraucher für eine angemessene Honorierung dieser Dienstleistungen aussprechen. Hier werden zum Teil der selbstzahlende Kunde, teils aber auch das GKV-System, das qualitativ und ökonomisch von den Apotheken profitiert, in der finanziellen Verantwortung gesehen. Ein aktuelles gesundheitsökonomisches Studienprojekt an der Hochschule Fresenius hat diese Zusammenhänge näher untersucht. |
Von Uwe May, Moritz Mulks und Carolin Claus

Was kostet uns das …?
BERLIN (jz/lk) | Ein flächendeckendes Medikationsmanagement könnte die Apotheken bundesweit zwischen 37 Millionen und 4,9 Milliarden Euro kosten. Diese Rechnung machte Dr. Frank Diener, Generalbevollmächtigter der Treuhand Hannover, vergangene Woche beim 36. Pharmaziekongress in Berlin auf, wo er sich unter anderem mit verschiedenen Perspektiven für die Apotheke auseinandersetzte. Damit würden die Ausgaben im Extremfall die jährlichen GKV-Ausgaben für das Apothekenhonorar übersteigen. Sie lagen nach DAV-Angaben letztes Jahr bei 4,5 Milliarden Euro.Show morePro und Contra Apothekenkooperation
BERLIN (jz) | Die Frage nach dem Sinn oder Unsinn von Apothekenkooperationen wird durchaus unterschiedlich beantwortet – es kommt ganz darauf an, wen man fragt. Das zeigte sich bei einer Diskussionsrunde beim Pharmaziekongress in Berlin. Dr. Andreas Dehne, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Berliner Apotheker-Vereins, etwa hält Kooperationen nicht zwingend für erforderlich. Seiner Meinung nach wird der einzelne Apotheker als Gesundheitsversorgungseinrichtung wahrgenommen und braucht keine Dachmarke oder ähnliches.Show moresercurPharm – ja oder nein
BERLIN (jz) | Die Entscheidung, ob sich securPharm als Blaupause für ein Anti-Fälschungssystem für Arzneimittel eignet, fällt in absehbarer Zeit: Im Juni wisse man endlich mehr, meinte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Dr. Norbert Gerbsch, vergangene Woche auf dem Pharmaziekongress in Berlin. Dann werde das Kommissionsergebnis bekannt. Im vierten Quartal 2015 soll der Rechtsakt dann im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden und drei Jahre später in Kraft treten.Show more„Das Herz von ARMIN schlägt!“
LEIPZIG (du) | Die Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen, kurz ARMIN, scheint an Schlagkraft zu gewinnen. Auf dem 13. Sächsischen Apothekertag in Leipzig äußerten sich Projektbeteiligte optimistisch, bis zum Ende der Modellinitiative im Jahr 2019 zeigen zu können, dass sich Therapietreue und Arzneimitteltherapiesicherheit deutlich verbessert haben. ARMIN soll dann soweit entwickelt sein, dass es als Blaupause für eine bundesweite Umsetzung dienen kann.Show more„Ein hochexplosives Gemisch“
BERLIN (ks) | Der geplante Straftatbestand zur Korruption im Gesundheitswesen wird für „dramatische Veränderungen“ im milliardenschweren Gesundheitsmarkt sorgen – davon ist Oberstaatsanwalt Alexander Badle überzeugt. Die derzeit vorgesehene Regelung lasse viel Interpretationsspielraum – dass sie von den Gerichten unterschiedlich ausgelegt wird, sei wahrscheinlich. Bei einem Symposium der auf Gesundheits- und Medizinrecht spezialisierten Kanzlei Dierks+Bohle am 17. April in Berlin betonte Badle, dass es angesichts der kommenden Regelung notwendig sei, sich im Vorfeld klarzuwerden, wie Risiken vermieden werden können.Show more
Ungesundes Essen soll Thema werden
Berlin – Krankenkassen und Verbraucherschützer verlangen Nachbesserungen am geplanten Präventionsgesetz von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch rügte, die Initiative wende sich nicht entschieden genug gegen das Problem ungesunder Ernährung. Allein durch Fettsucht entstünden dem deutschen Gesundheitswesen etwa 20 Milliarden Euro zusätzliche Kosten. Show more
Publikumswerbung ab heute tabu
Berlin – Seit heute gilt für OTC-Notfallkontrazeptiva ein Publikumswerbeverbot: Gestern wurde das Fünfte Gesetz zur Änderung des IV. Sozialgesetzbuches (5. SGB IV-ÄndG) im Bundesanzeiger veröffentlicht, das vornehmlich Regelungen zur Optimierung der Abläufe der Meldeverfahren in der sozialen Sicherung enthält – zugleich aber als Omnibus für weitere Regelungen zur „Pille danach“ genutzt wurde. Ebenfalls in Kraft ist damit die Erstattungsregelung für nicht verschreibungspflichtige Notfallkontrazeptiva. Show moreRechtliches
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