

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Apothekenschließungen: „Das darf so nicht weitergehen“
In Rheinland-Pfalz müssen mehr Apotheken schließen als im Bundesdurchschnitt. Grund dafür ist vermutlich, dass die hier stark vertretene pharmazeutische Industrie im Wettbewerb um Personal die Nase vorn hat. Im Schnitt versorgt eine Apotheke heute 1.200 Patienten mehr als noch vor zwölf Jahren.Show moregesundheitspolitik
politik
Rheinland-Pfalz
07.04.2026, 12:30 Uhr


ABDA schreibt Medikationsplan-Paragraf um
Berlin - Die bislang nur sehr marginale Rolle der Apotheker im E-Health-Gesetz, insbesondere beim Medikationsplan, reicht der Standesvertretung der Apotheker nicht: Grundsätzlich begrüßen ABDA, BAK, DAV und AMK in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Regierungsentwurf zwar das Vorhaben, digitale Kommunikation und Anwendungen zum Nutzen der Patienten voranzutreiben und die AMTS zu verbessern. Damit es tatsächlich funktioniert, müsste die „Expertise der Apothekerschaft“ aber stärker als bisher vorgesehen verankert werden, fordern sie – und plädieren vor allem für einige Änderungen am geplanten Medikationsplan-Paragrafen (§ 31a SGB V). Show moreE-Health-Gesetz
10.06.2015, 07:45 Uhr

BPI-Liste für AMNOG-Reform
Berlin – Beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) ist man überzeugt: Die Versorgung mit innovativen Arzneimitteln in Deutschland hat sich nach der Einführung der frühen Nutzenbewertung verschlechtert. Untermauert sieht er diese Behauptung durch ein aktuelles Gutachten der Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Dieter Cassel (Uni Duisburg-Essen) und Prof. Dr. Volker Ulrich (Uni Bayreuth). Sie zeigen auf: Selbst neue Arzneimittel mit attestiertem Zusatznutzen können sich in der Versorgung nur schwer durchsetzen. Die Autoren und der BPI wollen das AMNOG-System dennoch nicht verteufeln – sie setzen aber darauf, dass es wirklich ein lernendes ist, an dem Nachjustierungen möglich sind.Show moreAMNOG – lernt das lernende System?
09.06.2015, 15:05 Uhr

Was treibt die Ausgaben nach oben?
Berlin – 2014 lagen die absoluten Arzneimittelausgaben erstmals über denen des Jahres 2010. Seit 2011 zäumte nicht zuletzt das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz die Zuwächse in diesem Ausgabenbereich. Das Plus von 2,95 Milliarden Euro (BMG-Zahlen) im Vergleich zu 2013 beruht vor allem auf einmaligen Effekten, erklärte heute Professor Bertram Häussler, Leiter des Berliner IGES-Instituts, anlässlich der Vorstellung des aktuellen Arzneimittel-Atlas: dem Auslaufen des erhöhten Herstellerrabatts und der höheren Apothekenvergütung. Show moreArzneimittelausgaben
09.06.2015, 13:50 Uhr

Bestrafung für geschäftsmäßige Sterbehilfe
Berlin – Eine fraktionsübergreifende Gruppe von Bundestagsabgeordneten will künftig jede geschäftsmäßige Förderung der Sterbehilfe unter Strafe stellen. Der Gesetzentwurf von Abgeordneten aus CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde, ist gegen „Vereine oder einschlägig bekannte Einzelpersonen“ gerichtet, die Beihilfe zum Suizid regelmäßig etwa durch Beschaffung eines Medikamentes anbieten. Das könnte zu einem ungewünschten gesellschaftlichen Gewöhnungseffekt führen, so die Argumentation der Abgeordneten. Show moreAbgeordnetengruppe für Verbot
09.06.2015, 12:55 Uhr

BVDAK-Kritik an DAV: Wieder nicht durchgesetzt
Berlin – Wegen der Nichtberücksichtigung der Apotheker bei der Erstellung des neuen Medikationsplanes hat der Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK) den Deutschen Apothekerverband (DAV) kritisiert: Es sei „sehr bedauerlich“, dass sich der DAV „als offizielle Vertretung der Apotheker(innen) wieder einmal politisch nicht durchsetzen konnte und nun auf einer Leistungserbringung ohne Honorar sitzen bleiben soll“, so BVDAK-Chef Dr. Stefan Hartmann. Es zeige sich, wie weit Realität und verbandspolitisches Wunschdenken auseinanderklafften. Show moreMedikationsplan
09.06.2015, 07:50 Uhr

Gröhe: „Starkes gemeinsames Zeichen“
Ebola, Antibiotikaresistenzen und vernachlässigte Tropenkrankheiten – auch mit Gesundheitsthemen befassten sich die Staats- und Regierungschefs, die an den vergangenen beiden Tage zum G7-Gipfel im bayerischen Schloss Elmau zusammen gekommen waren. In ihrer Abschlusserklärung konstatieren sie hierzu, dass der Besitz des bestmöglichen Gesundheitszustandes eines der Grundrechte jedes Menschen sei. Das Engagement in diesem Bereich werde daher fortgeführt, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Stärkung der Gesundheitssysteme durch bilaterale Programme und multilaterale Strukturen gelegt werde. Show moreGesundheitsthemen beim G7-Gipfel
09.06.2015, 07:00 Uhr

Mehr Studien mit bekannten Wirkstoffen gefordert
Bonn - Die europäische Kinderarzneimittel-Verordnung, die im Jahr 2007 in Kraft getreten ist, hat zwar bei neu entwickelten Arzneimitteln Fortschritte erzielt. Für bekannte Wirkstoffe sieht es jedoch lange nicht so gut aus. Obwohl die Pharmaunternehmen für solche „PUMA“-Zulassungen (Paediatric Use Marketing Authorisation) weitergehende Schutzrechte bekommen, sind erst zwei solcher PUMAs erteilt worden. Bei einem Symposium des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) berieten heute 150 Fachleute aus Behörden, vom Gemeinsamen Bundesausschuss, der Industrie, der pädiatrischen Ärzteschaft und von Patientenorganisationen, woran das liegen könnte, und wie man der PUMA in Zukunft auf die Sprünge helfen kann. Show moreKinderarzneimittel
08.06.2015, 15:15 Uhr

DAK für Innovations-Budget
Berlin - Die DAK Gesundheit will den derzeitigen, vor allem auf den Preis zielenden Wettbewerb unter den gesetzlichen Kassen reformieren. Der Wettbewerb sei kein Selbstzweck, sondern müsse die Suche nach besseren Versorgungsverträgen zum Ziel haben, erklärte der DAK-Vorstandsvorsitzende Herbert Rebscher am Montag in Berlin. Die DAK schlägt ein eigenständiges Krankenkassenbudget für „Forschung und Entwicklung innovativer Versorgungsprozesse“ vor, das Innovationen finanziell ermöglichen soll. Show moreGesetzliche Krankenversicherung
08.06.2015, 09:45 Uhr

Gemeinsam gegen Arzneimittelfälschungen
Die globale Bekämpfung des illegalen Handels mit gefälschten und nicht verkehrsfähigen Arzneimitteln ist ein schwieriges Unterfangen. Vor allem deswegen, weil viele unterschiedliche Länder nach und nach mit ins Boot geholt werden müssen – oft ein mühsamer Prozess. Am 28. Oktober 2011 wurde hierzu in Moskau ein wichtiges internationales Abkommen unterzeichnet, das Übereinkommen des Europarats über die Fälschung von Arzneimitteln und Medizinprodukten und über ähnliche die öffentliche Gesundheit gefährdende Straftaten (Medicrime Convention). Dieses ist jetzt in Kraft getreten, nachdem es von fünf Ländern ratifiziert wurde. Show moreMedicrime Convention in Kraft
08.06.2015, 06:45 Uhr
Zahlenrätsel um Medikationsplan
BERLIN (lk) | Schon beim komplizierten Retax-Problem stochern der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband im Nebel: Keiner der künftigen Verhandlungspartner verfügt nach eigenen Angaben über valide Daten zum tatsächlichen Retax-Geschehen. Jetzt wiederholt sich das Zahlenrätsel beim Medikationsplan. Auch im Bundesgesundheitsministerium gibt es keine exakten Daten darüber, wie viele Patienten ab Herbst 2016 einen Anspruch auf den neuen Medikationsplan ab drei regelmäßigen Medikationen erhalten sollen. Show more07.06.2015, 22:00 Uhr
AOK setzt weiter auf Zyto-Verträge in Berlin
BERLIN (ks) | Die AOK Nordost hat für Berlin erneut die ambulante Zytostatika-Versorgung ausgeschrieben. Wie der letzte Woche im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichten Ausschreibung zu entnehmen ist, wurde die Stadt abermals in 14 Gebietslose aufgeteilt: Eins für jeden der zwölf Berliner Bezirke und zwei für Dispensaire-Einrichtungen. Für jedes Los wird eine Apotheke zur exklusiven Belieferung der AOK-versicherten Krebspatienten gesucht. Es ist bereits die vierte Ausschreibung dieser Art in Folge. Show more07.06.2015, 22:00 Uhr
Keine Rezepte im Edeka
BERLIN (jz) | Rezeptsammelstellen haben in Lebensmittelmärkten nichts zu suchen. Sie verstoßen gegen die Apothekenbetriebsordnung, wie das Oberlandesgericht Hamm (OLG) in einem aktuellen Urteil klarstellt. Konkret ging es im Verfahren um eine Apothekerin aus Herne, die eine solche im Eingangsbereich eines Edeka-Marktes aufgestellt hatte – ohne entsprechende Genehmigung. Per einstweiliger Verfügung untersagten die Richter ihr am 12. Mai das Unterhalten und Bewerben ihrer Rezeptsammelstelle (Az. 4 U 53/15). Die Entscheidung ist rechtskräftig.Show more07.06.2015, 22:00 Uhr

Tierversuche nach wie vor unverzichtbar
Remagen - Auch wenn es noch so wünschenswert wäre, in der präklinischen Forschung ganz ohne Tierversuche auszukommen – noch ist die Zeit nicht reif dafür. Zu diesem Schluss kommt die Europäische Kommission in ihrer Reaktion auf eine Vorlage der Europäischen Bürgerinitiative „Stop Vivisection“ (ECI). ECI hatte gefordert, die europäische Richtlinie 2010/63/EU zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere außer Kraft zu setzen. Stattdessen sollte ein neuer Vorschlag unterbreitet werden, der auf der Abschaffung von Tierversuchen beruht. Für Tiermodelle sei wissenschaftlich nicht einwandfrei nachgewiesen, dass die Ergebnisse tatsächlich für den Menschen relevant sind, so die Begründung. Außerdem wurden erhebliche ethische Einwände geltend gemacht. Show moreEuropäische Bürgerinitiative „Stop Vivisection“
05.06.2015, 11:35 Uhr

BMG twittert Honorar-Signal an Apotheker
Berlin - Die Kritik der ABDA-Spitze an der und die Verstimmung vieler Apotheker über die Nebenrolle der Pharmazeuten beim neuen Medikationsplan lässt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) offenbar nicht unbeeindruckt. In einer Twitter-Reaktion darauf kommunizierte Hermann Gröhes Ministerium jetzt ein Signal der Hoffnung. Show moreMedikationsplan
05.06.2015, 10:15 Uhr

Gröhe bezweifelt Beitragsanstieg durch Reformen
Kiel - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat Vorwürfe der Krankenkassen zurückgewiesen, mit Strukturreformen höhere Kassenbeiträge zu verursachen. „Ich warne davor, jetzt Horrorszenarien zu malen“, sagte Gröhe am Donnerstag am Rande des Medizinischen Fakultätentages in Kiel. Die Kassen hatten beklagt, dass die von der Regierung geplanten Reformen – etwa der Umbau der ambulanten Versorgung und die Krankenhausreform – nur über eine Erhöhung der Zusatzbeiträge finanziert werden könnten. „Wir haben die nachhaltige Finanzierbarkeit im Blick“, sagte der Minister. Show moreReaktion auf GKV-Befürchtungen
04.06.2015, 15:15 Uhr

Schmidt: „Weiter am dicken Brett bohren!“
Stuttgart - Seit in der vergangenen Woche der Entwurf für das E-Health-Gesetz bekannt wurde, ist die Aufregung bei den Standesvertretern der Apotheker groß: An der Erstellung des geplanten Medikationsplans sind die Apotheker vorerst nicht beteiligt, sie sollen ihn nur ergänzen können. In der aktuellen DAZ appelliert ABDA-Präsident Friedemann Schmidt an die Apotheker, jetzt nicht aus Enttäuschung „die Flinte ins Korn zu werfen“. Show moreKontroverse um Medikationsplan
04.06.2015, 14:10 Uhr

Schmidt: „Das wird so nicht funktionieren“
Meran - In der berufspolitischen Diskussion auf dem Pharmacon-Kongress in Meran zeigte sich die ABDA-Spitze enttäuscht über das vorliegende eHealth-Gesetz, das den Apotheker beim Medikationsplan derzeit nicht mit einbezieht. Dennoch versuchten die Berufspolitiker Schmidt, Kiefer und Becker Optimismus zu verbreiten: Die Politik werde den Apotheker bei der anstehenden elektronischen Form des Medikationsplans berücksichtigen, denn ohne Apotheker werde er nicht funktionieren. Kein Optimismus war dagegen bei der Frage nach einer Erhöhung des Apothekenhonorars zu spüren. Show moreMedikationsplan und Honorar
04.06.2015, 10:50 Uhr

Glaeske: Anspruch für mindestens 10 Millionen Patienten
Berlin - Weder bei der ABDA noch im Bundesgesundheitsministerium liegen konkrete Daten vor, wie viele Patienten mit drei und mehr regelmäßigen Arzneimittelverordnungen Anspruch auf den neuen Medikationsplan ab Herbst 2016 erhalten. Eine grobe Schätzung ermöglicht allerdings der Barmer GEK Arzneimittelreport aus dem Jahr 2013. Dort findet sich eine Analyse zur Polymedikation von Versicherten der Barmer GEK, Deutschlands zweitgrößter Krankenkasse. Show moreHochrechnung zum Medikationsplan
04.06.2015, 10:00 Uhr

GKV-Spitzenverband für AMNOG-Nachbesserung
Berlin - Anlässlich der zweiten Runde im Pharmadialog, zeigte der GKV-Spitzenverband gestern auf, wo er im Arzneimittelbereich Nachbesserungsbedarf sieht. Unter anderem fordert er erneut, auch bestimmte Arzneimittel, die bereits vor dem 1. Januar 2011, auf dem Markt waren, einer Nutzenbewertung zu unterziehen. Show morePharma-Dialog
04.06.2015, 07:50 Uhr

Ruhen der Zulassung, Rückruf und AV
Die Apotheke ist die letzte Kontrollinstanz bevor ein Arzneimittel den Patienten erreicht. Deshalb ist es wichtig, dass Apotheker und Apothekenmitarbeiter wissen, was ein geänderter Zulassungsstatus, die AV-Kennzeichnung oder ein Rückruf für die Arzneimittelabgabe bedeutet. | Von Juliane BrüggenShow more04.06.2015, 00:00 Uhr
„Idealerweise ergänzt der Apotheker die Selbstmedikation!“
STUTTGART (du) | Der Entwurf zum E-Health-Gesetz wirft viele Fragen zur zukünftigen Einbindung des Apothekers in die Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) des Patienten auf. So wird im Rahmen des vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Aktionsplans AMTS ein bundeseinheitlicher Medikationsplan entwickelt. Wir haben Prof. Dr. Daniel Grandt, Vorstandsmitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und Mitglied der Koordinierungsgruppe AMTS nach dem Gesetzentwurf, seinen Auswirkungen auf die Zielsetzungen des bundeseinheitlichen Medikationsplans und die Bedeutung der Apotheker für die Arzneimitteltherapiesicherheit gefragt.Show more03.06.2015, 22:00 Uhr
Phagro und AEP vergleichen sich
BERLIN (ks) | Der Rechtsstreit zwischen dem Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (Phagro) und dem Großhändler AEP wegen Aussagen des Phagro-Chefs Dr. Thomas Trümper in der Apotheker Zeitung im März (AZ 2015, Nr. 14, S. 1 „Graefe schwadroniert wie Varoufakis“) ist gütlich beigelegt: Am 29. Mai schlossen die beiden Seiten in der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Berlin einen Vergleich. Danach dürfen der Phagro und Trümper auch in Zukunft nicht behaupten, dass es unter dem künftigen Antikorruptionsgesetz eine rückwirkende Strafbarkeit von AEP-Kunden geben könnte. Show more03.06.2015, 22:00 Uhr
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