
Schizophrenie und Neuroleptika
Die Verordnungen der Neuroleptika nehmen kontinuierlich zu, unter anderem bedingt durch einen vermehrten Einsatz bei affektiven Störungen wie zur Augmentation der unipolaren Depression und bei bipolaren Störungen sowie bei älteren Patienten im Zusammenhang mit Schlafstörungen, psychomotorischer Unruhe, Agitation und Wahn. Dadurch steigt auch der Beratungsbedarf in der Apotheke. In den letzten Jahren haben große Metaanalysen detaillierte und vergleichende Einsichten über Vor- und Nachteile von konventionellen und atypischen Neuroleptika erbracht. Das hat Folgen für den Evidenz-basierten Umgang mit Neuroleptika, dem in diesem Pharmako-logisch! update Rechnung getragen wird. Darüber hinaus will dieser Beitrag helfen, die Relevanz von Nebenwirkungen (QT-Zeit-Verlängerung) und Arzneimittelinteraktionen (zum Beispiel mit Antidepressiva) richtig einzuordnen.
Von Thomas Herdegen
