Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Auf der Zielgeraden: BTK-Inhibitor bei MS, neue Gentherapie und siRNA
In ihrer April-Sitzung gibt die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) den Startschuss zur Zulassung für drei neue Arzneimittel. Neben einem Bruton-Tyrosinkinase-Hemmer zur Behandlung der sekundär progredienten multiplen Sklerose (MS) erteilt der Ausschuss für Humanarzneimittel auch ein positives Votum für eine neue Gentherapie zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie sowie für eine siRNA.Show more
Komplementäre Therapien: Schüßler-Salze
wes | Die Schüßler-Salze, auch Biochemie nach Dr. Schüßler genannt, haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Sie werden als „sanfte“ Therapieform erlebt, die die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen soll. Auch ein Einfluss auf das psychische Wohlbefinden wird den Schüßler-Salzen nachgesagt. Doch das Wissen über die Grundlagen und Prinzipien dieser komplementären Therapieform ist auch unter Apothekern (und Ärzten) oft nicht besonders ausgeprägt. Show more„Ein wunder Punkt in der Arzneimittelversorgung“
jb | Die amerikanische Aufsichtsbehörde FDA will die Warnhinweise der verschreibungspflichtigen nicht-steroidalen Antirheumatika ändern. Es soll stärker auf das erhöhte Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko bei Einnahme der Substanzen hingewiesen werden. Hintergrund ist eine Auswertung neuer Sicherheitsdaten. Bei Präparaten zur Selbstmedikation befindet sich zwar bereits ein derartiger Hinweis auf der Packung, doch auch der soll laut FDA aktualisiert werden. Show moreNachahmerpräparate auf dem Prüfstand
Patienten mit erfolgter Organtransplantation sind ein Leben lang auf Immunsuppressiva angewiesen, um Abstoßungsreaktionen zu unterdrücken. Nachdem der Patentschutz für einige der häufig verwendeten Originalpräparate abgelaufen ist, drängen kostengünstige Generika auf den Markt, jedoch wird die Möglichkeit ihrer Aut-idem-Substitution kontrovers diskutiert. Show moreLipidsenker und das Risiko fürs Gedächtnis
Die Studienlage schien vielversprechend. Eine Behandlung mit Statinen besitzt möglicherweise eine positive Wirkung auf die Entwicklung von Demenz, da neben der Erniedrigung des Cholesterolspiegels auch die β-Amyloid-Bildung gesenkt zu werden scheint. Doch Fallberichte über Vergesslichkeit und Verwirrtheit behandelter Personen stellen nun die postulierten Effekte dieser Lipidsenker infrage.Show more
Eine ältere Patientin unter Polymedikation
Erika Rottmann* ist eine 73-jährige, multimorbide Patientin. Frau Rottmann und ihr Arzt äußern den Wunsch, die inzwischen sehr umfangreiche medikamentöse Therapie aufarbeiten zu lassen. Es besteht auch die Erwartungshaltung, dass einige Medikamente abgesetzt werden können. Als Hauptbeschwerden gibt Frau Rottmann starke Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, in beiden Beinen, der rechten Hüfte sowie im rechten Knie an. Eine Belastungsdyspnoe, Mobilitätseinschränkung und Knöchelödeme werden als beeinträchtigend genannt.

Dauerbrenner PPI
In der langen Arzneimittelliste vieler Patienten sind Protonenpumpeninhibitoren oft vertreten. Die Dauertherapie mit Omeprazol und Co. erfolgt jedoch meist unkritisch und stellt häufig eine Verschleppung einer Akuttherapie oder eine Verordnung außerhalb des Indikationsbereichs dar. Gerade bei älteren Patienten unter Multimedikation sollte regelmäßig eine Überprüfung der Indikation und der Dauer der Verordnung stattfinden, da Protonenpumpenhemmer immer wieder im Verdacht stehen, bei langfristiger Einnahme relevante Nebenwirkungen zu verursachen.
Von Verena Stahl
Gute Wahl bei Kopfschmerzen
HAMBURG (gmc) | In vielen Studien hat sich gezeigt, dass die Kombination aus Coffein, Paracetamol und Acetylsalicylsäure im Durchschnitt schneller eine Besserung von Kopfschmerzen bewirkt als Paracetamol oder Acetylsalicylsäure alleine. Die aktuelle Expertenempfehlung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zur Migräne- und Kopfschmerzbehandlung in der Selbstmedikation lautet daher: Die Wirkstoffkombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein (z. B. in Thomapyrin®) ist erste Wahl, und zwar als einziges Mittel mit hervorgehobener Empfehlung.Show moreWenn Medikamente dick machen
Bei vielen Patienten, die Neuroleptika oder Antidepressiva einnehmen, kommt es bereits nach relativ kurzer Behandlungsdauer zu unerwünschter Gewichtszunahme. Diese kann ein Anzeichen für eine psychische Stabilisierung, aber auch eine unerwünschte Wirkung der Medikamente sein. Da häufig die Adhärenz darunter leidet, sind wirksame Interventionen – auch vonseiten der Apotheke – gefragt, um Betroffene zu „entlasten“ oder zumindest einer raschen Zunahme des Körpergewichts vorzubeugen.Show moreNeuer Ansatz für HIV-Impfung
Oberflächenantigene von HI-Viren zeichnen sich durch eine extrem hohe Mutationsrate aus. Diese Eigenschaft steht der Entwicklung einer Impfung entgegen und vermindert die Wahrscheinlichkeit, dass gebildete Antikörper eine Kreuzreaktivität gegen verschiedene HI-Virusstämme besitzen. Der Einsatz von breit neutralisierenden Antikörpern (bnAbs) eröffnet eine Möglichkeit, diese Problematik zu umgehen.Show moreSeit 10 Jahren auf Kuschelkurs
Seit 2005 entwickelt und vertreibt die Greenlife Value GmbH unter der Marke Warmies® Wärmeprodukte für die ganze Familie. Unter dem Motto „Wärme mit Gefühl“ bietet das Unternehmen mit Sitz in Lübeck ein immer größer werdendes Sortiment an mikrowellenfähigen Wärmestofftieren an, die Emotionalität und Funktionalität kombinieren. Die Bilanz nach zehn Jahren: Greenlife Value ist es gelungen, seine Marktposition kontinuierlich auszubauen und das Vertrauen der Kunden zu bestätigen.Show moreKetoazidose-Verdacht?
du | Das Auftreten einer Ketoazidose unter Behandlung mit SGLT-2-Inhibitoren (Gliflozinen) hat die Überwachungsbehörden auf den Plan gerufen. Nun informieren die Hersteller betroffener Präparate die Ärzte über den Sachverhalt und empfehlen, bei Azidose-Verdacht unter einer Gliflozin-Therapie einen Test auf Ketonkörper vorzunehmen. Show moreRechtliches
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