Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show moreÖstrogene für MS-Patientinnen
Remittierende Schübe bei multipler Sklerose (MS) nehmen während einer Schwangerschaft deutlich ab. Dies wurde unter anderem auf steigende Spiegel des Schwangerschafts-spezifischen Östrogens Estriol zurückgeführt. In kleinen klinischen Studien konnte bereits gezeigt werden, dass Estriol Läsionen an den Nervenfasern verringern und positiv immunmodulierend wirken kann. Nun konnte in einer Studie gezeigt werden, dass die Gabe von Estriol bei Frauen mit schubförmig remittierend verlaufender multipler Sklerose die Schubrate senken kann.Show moreMagnesium wird vielfach benötigt
Ein Magnesiummangel tritt als Begleiterscheinung bei einem weiten Spektrum unterschiedlicher Erkrankungen auf, ist häufig an deren Pathogenese beteiligt und führt für sich genommen zu schwerwiegenden Mangelsymptomen. Welche Einsatzmöglichkeiten es für eine Magnesiumsupplementation (z. B. mit Magnesium Verla®) gibt, erläuterten Wissenschaftler auf einem Ende 2015 veranstalteten Symposium.Show morePflanzlich gegen Hitzewallungen und Co.
Beschwerden im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus, wie Regeltempoanomalien, Mastodynie oder das prämenstruelle Syndrom (PMS), werden, genauso wie die verschiedenen Beschwerden in den Wechseljahren, von Außenstehenden vielfach gerne als Befindlichkeitsstörungen angesehen. Die betroffenen Frauen leiden allerdings häufig stark unter den entsprechenden Symptomen und suchen nach gut verträglichen Behandlungsmöglichkeiten. Im Folgenden sollen einige Alternativen aus dem Bereich der Phytotherapie kurz vorgestellt werden.Show moreGebärmutterhalskrebs durch therapeutische Impfung heilbar?
Die bislang verfügbaren Impfstoffe gegen humane Papillomaviren (Cervarix®, Gardasil®) können zwar vor einer Infektion mit diesen Viren schützen, sind aber bei schon erfolgter Infektion nicht therapeutisch wirksam. In einer Phase-II-Studie wurden nun Frauen, die bereits Vorstufen eines Gebärmutterhals-Karzinoms entwickelt hatten, mit einem neuartigen HPV-Impfstoff behandelt. Bei knapp der Hälfte der geimpften Frauen bildeten sich die Präkanzerosen zurück. Show moreKontraindikation Ovalbumin-Allergie?
779 Kinder und Jugendliche mit Hühnereiweißallergie (davon 57% Asthmatiker und 35% mit Anaphylaxie-Anamnese) wurden mit einem Ovalbumin-haltigen Impfstoff behandelt. Es traten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf. In 1,2% der Fälle zeigten sich milde Sofortreaktionen. Auch die verzögerten Nebenwirkungen entsprachen in Art und Häufigkeit den Ergebnissen bei Nicht-Allergikern. Show moreFür die Vitaminversorgung: Vitamin D3 Hevert – Kleinere Tabletten, neue Rezeptur
Bei Lactoseintoleranz: Lactase Tabletten 4500 FCC von gesund leben
Silexan® kann bei Ängsten helfen
Angststörungen sind die am häufigsten vorkommenden psychischen Erkrankungen. Das Risiko, irgendwann im Laufe eines Lebens an einer der Angststörungen zu erkranken, wird nach internationalen Studien auf 14 bis 29 Prozent geschätzt. Die Lebensqualität der Betroffenen sinkt bei einer Angststörung erheblich und die Gefahr, dass die Erkrankung chronifiziert, ist hoch. Eine rasche Diagnose und effektive Behandlungsstrategien sind somit wichtig. Das patentierte und zur Behandlung von ängstlicher Unruhe mit Symptomen wie innerer Anspannung, kreisenden Gedanken und Schlafstörungen bei erwachsenen Patienten zugelassene Lavendelöl Silexan® (in Lasea®) kann hier helfen. Es hat sich unter anderem in einer Studie zur generalisierten Angststörung als positiv erwiesen.Show moreFür die Hautreinigung: Dermasence Face Peeling mit neuer Rezeptur
Paracetamol bei Grippe ohne Wirkung?
Die Einnahme von Antipyretika zur Symptomlinderung bei einer Grippe ist weit verbreitet. Internationale Leitlinien sind indes von deren Wirksamkeit nicht vollständig überzeugt und sprechen fiebersenkenden Mitteln lediglich einen möglichen Nutzen bei fehlenden negativen Auswirkungen zu. Eine aktuelle kleine Studie findet weder positive noch negative Effekte einer Paracetamol-Einnahme bei Grippe. Show moreRivaroxaban zeigt sich alltagstauglich
Da die pharmakologischen Daten zu den neuen oralen Antikoagulanzien (NOAK) zumeist aus klinisch-kontrollierten Studien stammen, fehlen bislang weitreichende Analysen zur Anwendung im Praxis-alltag. Nun verglich eine nicht-interventionelle Phase-IV-Studie die Wirksamkeit von Rivaroxaban gegenüber einer antikoagulatorischen Standardtherapie bei tiefen Venenthrombosen unter Alltagsbedingungen.Show moreKeine Bedenken mehr gegen Rosiglitazon
bk | Die FDA hat Rosiglitazon aus der Risk Evaluation and Mitigation Strategy (REMS) entlassen. Aufgrund der aktuellen Datenlage zum kardiovaskulären Risiko des Antidiabetikums sei eine strenge Überwachung der Rosiglitazon-Verschreibungen nicht mehr nötig. Show moreErhöht Entresto® das Alzheimer-Risiko?
Die fixe Kombination aus Valsartan und dem Neprilysin-Inhibitor Sacubitril (Entresto®) erhielt vor Kurzem die EU-weite Zulassung zur Therapie der Herzinsuffizienz. Da Neprilysin jedoch auch am Abbau von β-Amyloiden beteiligt ist, sehen Experten hier ein theoretisch erhöhtes Risiko für die Entstehung von Alzheimer-Demenz sowie altersabhängiger Makuladegeneration. Show morePharmazeutische Intervention lohnt sich
In einer retrospektiven Beobachtungsstudie konnte gezeigt werden, dass Patienten, deren Blutzucker um die Operation herum durch Apotheker intensiv kontrolliert wurde, bessere Blutzuckerwerte aufwiesen und seltener unter Komplikationen litten als Probanden, die in diesem Zeitraum nicht pharmazeutisch betreut wurden.Show more
Eine multimorbide Patientin mit Herzinsuffizienz
Frau T.S. ist eine 72-jährige adipöse Patientin mit chronisch
obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), globaler Herzinsuffizienz NYHA
III, Hypertonie, Hypercholesterolämie und Diabetes Typ 2. Infolge des
Diabetes leidet sie an Polyneuropathie. Das Hüftgelenk auf der rechten
Seite wurde vor vier Jahren durch eine Endoprothese ersetzt. Aktuell
fühle sie sich dauerhaft müde und antriebslos und sei nur eingeschränkt
belastbar. Es sei „alles so sinnlos“, sagt sie. Sie leide unter ihrem
Übergewicht und moderaten bis starken Rückenschmerzen. Wegen
Schwindelattacken ist sie früher bereits gestürzt. Aus der Angst heraus,
dass sie wieder stürzen könnte, bewegt sie sich wenig. Sie neigt zur
Ödembildung in den Extremitäten.
Von Dorothee C. Dartsch, Olaf Rose, Christian Fechtrup und Hartmut Derendorf
Show moreRechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung