Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Topisches Testosteron + SGLT-2-Inhibitoren = Erythrozytoserisiko
Auch auf der Haut angewendetes Testosteron birgt das Risiko für Nebenwirkungen. Grund dafür ist die systemische Wirkung des lokal angewendeten Arzneimittels. Ein neu entdecktes Risiko ist die mögliche Interaktion bei gleichzeitiger Anwendung von SGLT-2-Inhibitoren und Testosteron. Show moreErst Schnupfen, dann Husten – oder umgekehrt
gmc | Ein Entzündungsprozess in den oberen beziehungsweise in den unteren Atemwegen kann oft auf die gesamten Atemwege übergreifen. Meist setzt die Infektion oben an und geht dann tiefer – ein sogenannter Etagenwechsel findet statt. Ein umgekehrter Wechsel von unten nach oben – also erst Husten, dann Schnupfen ist jedoch auch nicht selten. Daher spricht man auch von den „United Airways“, da die Atemwege eine barrierefreie Einheit bilden. Das pflanzliche Spezialdestillat ELOM-080 (GeloMyrtol® forte) ist in jedem Fall eine gute Empfehlung – sowohl bei akuten als auch bei chronischen Atemwegsinfekten. Show moreOrale Kontrazeptiva und Depressionen
Frauen erkranken nach der Pubertät doppelt so häufig an Depressionen wie Männer; ein Grund hierfür könnte der Einfluss von Estrogen und Progesteron sein. Da Varianten dieser Sexualhormone auch zur Empfängnisverhütung eingesetzt werden, könnten hormonelle Kontrazeptiva ebenfalls das Depressionsrisiko erhöhen. Ob diese Assoziation besteht, wurde in einer prospektiven Kohortenstudie untersucht.Show moreÜber kurz oder lang
Europäische und amerikanische Leitlinien bewerten den Einsatz von Betablockern nach einem akuten Myokardinfarkt bei Patienten ohne Herzinsuffizienz unterschiedlich. Eine französische Beobachtungsstudie zeigte, dass eine frühzeitige Gabe von Betablockern die Mortalität innerhalb der ersten 30 Tage senkt. Eine Fortsetzung der Einnahme über das erste Jahr hinaus brachte jedoch keine Überlebensvorteile.Show moreNeue und alte Wirkstoffe gegen Zika
Derzeit gibt es weder einen Impfstoff noch Arzneimittel, mit dem sich Zikavirus-Infektionen gezielt behandeln lassen. Eine neue Studie hat nun 6000 Wirkstoffe auf ihre Wirksamkeit gegen Zikaviren untersucht und einige interessante Kandidaten gefunden, die zukünftig eine gezielte Therapie ermöglichen könnten.Show moreNeuer Zoster-Impfstoff ist willkommen
Seit drei Jahren ist ein Impfstoff gegen Herpes Zoster für Personen ab 50 Jahren in Deutschland zugelassen und verfügbar. Eine bundesweite Impfempfehlung gibt es nicht. Welche Fragen noch offen sind, erläutert Prof. Dr. Andreas Sauerbrei vom Uniklinikum Jena.Show more
Gastroduodenale Ulcuskrankheit
Gastroduodenale Ulcera resultieren aus einer Dysbalance zwischen schleimhautprotektiven und –aggressiven Faktoren. Primär ursächlich für die Entstehung eines peptischen Ulcus ist die chronische Gastritis, welche durch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori (H. pylori) sowie die Einnahme von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) hervorgerufen werden kann. Die beiden genannten Risikofaktoren liegen insbesondere bei älteren Patienten vergesellschaftet vor und wirken sich synergistisch auf das Risiko einer Mukosaschädigung und Ulceration aus. Beim H.-pylori-induzierten Ulcus steht aufgrund fehlender Präventionsstrategien die medikamentöse Behandlung im Vordergrund.
In
diesem Beitrag wird die Krankheit aufgearbeitet sowie die
leitliniengerechte und evidenzbasierte Therapie erläutert und an zwei
Patientenfällen aus der Praxis angewendet. | Von Carina John und Olaf Rose
Pyrrolizidinalkaloide bleiben ein Thema
rr | Das Verbrauchermagazin Ökotest vergab beim Test von Blasen- und Nierentees sowie pflanzlichen Arzneimitteln gegen Harnwegsinfektionen nur für zwei Präparate das Gesamturteil „gut“: für Aqualibra® Filmtabletten und Ardeynephron® Hartkapseln. Grund für das schlechte Abschneiden waren nicht nur fehlende Wirksamkeitsbelege, sondern vor allem ein erhöhter Pestizid- und Pyrrolizidinalkaloid-Gehalt. Show moreWenn TNF-Hemmer unwirksam sind
Etwa jeder dritte Patient mit rheumatoider Arthritis spricht nur unzureichend auf eine Anti-TNF-Therapie an. Welche Behandlung alternativ eingesetzt werden sollte, ist derzeit noch nicht eindeutig geklärt. Eine neue Studie untersucht, ob als Alternativtherapie ein weiterer TNF-Inhibitor oder andere Biologicals effektiver sind.Show moreOhne Umwege gegen Mittelohrentzündungen
ms | Die orale Antibiotika-Therapie von Kindern mit Mittelohrentzündung ist langwierig und häufig mit Nebenwirkungen verbunden. Nicht selten kommt es zu Therapiefehlern. Schlechte Compliance oder ein zu frühes Absetzen der Arzneimittel lassen die Gefahr wiederkehrender Infektionen steigen. Ein lokal anzuwendendes Gel soll in Zukunft die Therapie effektiver und einfacher machen. Show moreRomosozumab fördert Knochenaufbau
Romosozumab richtet sich gegen Sclerostin, einen negativen Regulator der Knochenbildung, der in Osteozyten gebildet wird und Knochenabbau und Osteoporose begünstigt. In der FRAME-Studie wurde seine Wirksamkeit bei postmenopausalen Frauen gezeigt.Show moreLebensretter Herzschrittmacher
Von Beate Fessler | Herzschrittmacher gehören zum festen Repertoire kardiologischer Therapieformen, vor allem bei ausgeprägten Bradykardien. In Deutschland wurde 1961 der erste Herzschrittmacher implantiert. Inzwischen sind die Geräte immer kleiner, immer sicherer und immer raffinierter geworden. Sie sind MRT-fähig, werden direkt in die Herzkammer implantiert und kommen möglicherweise bald ohne Batterie aus. Eine Entwicklungsgeschichte. Show moreRosige Aussichten bei Gürtelrose?
Von Herpes Zoster (Gürtelrose) und seinen Komplikationen sind vor allem ältere Personen betroffen. Aktuell hat ein neuer Impfstoff die Phase-III-Studien durchlaufen. Die Ergebnisse sind durchaus vielversprechend. Show moreRaloxifen bei Schizophrenie
Bei Frauen mit Schizophrenie verschlimmern sich die psychotischen Symptome häufig unter sinkenden Estrogen-Spiegeln. Eine adjuvante Estrogen-Therapie ist allerdings mit einem erhöhten Thromboembolierisiko und unerwünschten Wirkungen auf das Brust- und Uterusgewebe verbunden. Eine Alternative könnte der Estrogenrezeptor-Modulator Raloxifen sein, wie eine aktuelle Studie zeigt.Show moreBauchweh und Migräne im Doppelpack
Nachdem eine Studie vor Kurzem einen Zusammenhang zwischen Migräne und Koliken im Kindesalter gezeigt hat, wird diesem Thema zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt. So auch in einer aktuellen Untersuchung, in der bei Kindern und Jugendlichen eine Assoziation zwischen Migräne und funktionellen gastrointestinalen Erkrankungen gefunden wurde.Show moreDie Gesundheit auf natürliche Weise erhalten
Seit fünf Jahrzehnten produziert die Firma meta Fackler Arzneimittel, die das Immunsystem, die Organe des Verdauungstrakts, den Bewegungsapparat, das Herz-Kreislauf-System sowie die Harnwege auf naturheilkundlich homöopathischer Basis sanft unterstützen sollen. Mit metavirulent® hat der Apotheker Erich Fackler eine Arzneimittelkombination entwickelt, die in Deutschland und Österreich zu den beliebtesten Erkältungsmitteln der Naturheilkunde zählt.Show moreVon der Kap-Pelargonie zum Wurzelextrakt EPs® 7630
rei | Der seit Jahrzehnten bekannte Wurzelextrakt EPs® 7630 (Umckaloabo®) hat in Bezug auf klinische Untersuchungen eine umfangreiche Datenlage vorzuweisen, und es kommen ständig neue Forschungsergebnisse hinzu. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde vor Kurzem deutlich, dass die positiven Studienergebnisse nicht zuletzt eine Folge des Aufwands sind, der vom Anbau der Kap-Pelargonie bis zur Gewinnung des Wurzelextrakts EPs® 7630 betrieben wird. Show moreMit awinta sicher in die Zukunft
Die Apotheken stehen heute vor immer komplexeren Herausforderungen – nicht zuletzt durch den immer stärker werdenden Wettbewerb und die fortschreitende Bürokratisierung des Gesundheitsmarktes. Umso wichtiger ist es, eine leistungsfähige und zukunftssichere Apothekensoftware zur Seite zu haben, die dem Apotheker den Rücken freihält. Sven Bertram und Gordian Schöllhorn, Geschäftsführer awinta GmbH: „Mit der zukunftsweisenden Strategie awintaONE sind unsere Kunden hier bestens aufgestellt.“Show moreSPRINT und HOPE-3 wenig praxistauglich
ms | Die umstrittene Festlegung von Zielwerten bei der Therapie des Bluthochdrucks erschweren die Entscheidung im Einzelfall. Die widersprüchlichen Studien wie SPRINT und HOPE-3 sind durch ihre Einschlusskriterien nicht auf die Gesamtbevölkerung übertragbar, wie nun eine neue Auswertung zeigt. Show moreRechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung