Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Therapeutische Ziele und Strategien müssen überdacht werden
Im vergangenen Jahr hat die Amerikanische Diabetes Association (ADA) beschlossen, die Diabetes-Diagnosekriterien zu verschärfen. Der Grund: Epidemiologische Daten belegen inzwischen eindeutig, daß das Risiko für diabetische Folgeschäden, etwa eine Retinopathie, bereits ab Nüchternplasmablutzuckerwerten von etwa 126 mg/dl deutlich zu steigen beginnt. Jetzt fordern Diabetologen, auch die Therapieziele zu überdenken. Auch hier soll versucht werden, die Nüchternplasmablutzuckerspiegel unter einen Wert von 126 mg/dl und entsprechend den HbA1c-Wert unter 7% zu senken.Show more09.08.1998, 15:19 Uhr
Kombination von drei Reverse-Transkriptase-Hemmern
Die Therapie mit drei Reverse-Transkriptase-Hemmern führt bei der HIV-Infektion zu einer stärkeren Suppression der viralen Replikation als die Kombination von zwei Reverse-Transkriptase-Hemmern. Möglicherweise kann mit der Tripeltherapie auch die Resistenzentwicklung verzögert werden.Show more09.08.1998, 15:19 Uhr
Raucher sind doppelt so häufig betroffen
Rauchen verdoppelt das Risiko, im Alter an Alzheimer oder einer anderen Demenzform zu erkranken. So lautet das Ergebnis der Rotterdam Study, in der Alzheimer- und andere Demenzfälle bei 6870 über 55jährigen untersucht wurden. Träger der genetischen Anlage für das Apolipoprotein E4 (APOE4), eines Risikofaktors für die Alzheimer-Demenz, weisen dagegen kein erhöhtes Risiko auf, wenn sie zur Gruppe der Raucher zählten.Show more09.08.1998, 15:19 Uhr
Tirofiban - ein Thrombozyten-Glykoprotein-IIb/IIIa-Rezeptorantagonist
Der Thrombozytenaggregationshemmer Tirofiban (Aggrastat(r)) ist seit August in Deutschland auf dem Markt. Sein Wirkprinzip ist die Hemmung des Thrombozyten-Glykoprotein-IIb/IIIa-Rezeptors. Als Zusatzmedikation neben Acetylsalicylsäure und Heparin senkt er bei Patienten mit instabiler Angina pectoris oder rudimentärem Herzinfarkt (Nicht-Q-Wellen-Infarkt) die Häufigkeit erneuter Infarkte und refraktärer Ischämien sowie das Mortalitätsrisiko.Show more09.08.1998, 15:19 Uhr
Neues Wirkprinzip in der MS-Therapie
Mit Glatirameracetat (Copolymer-1, Copaxone(r)) kommt jetzt nach den Beta-Interferonen ein zweiter Wirkstoff zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) auf den Markt. Wie die Beta-Interferone eignet sich Glatirameracetat vor allem für Patienten mit relativ wenig Behinderungen in einem frühen Stadium der Erkrankung. Für die Anwendung bei Patienten mit chronisch-progredientem Krankheitsverlauf gibt es derzeit noch keine aussagekräftigen Studien. In der Wirksamkeit ist Glatirameracetat mit den Beta-Interferonen vergleichbar, die Anzahl der Schübe wird im Mittel um etwa 30% reduziert.Show more02.08.1998, 15:18 Uhr
Intrauterines System zur Kontrazeption und zur Behandlung der Menorrhagie
Das neue intrauterine System Mirena(r) ist seit September 1997 in Deutschland zur Empfängnisverhütung auf dem Markt. Im Gegensatz zu anderen Intrauterinsystemen wird durch die Anwendung von Mirena(r), das lokal im Uterus Levonorgestrel freisetzt, die Blutung stark abgeschwächt. Deshalb wird Mirena(r) auch zur Behandlung der Menorrhagie als Alternative zur Hysterektomie erprobt.Show more02.08.1998, 15:18 Uhr
Wem nützen Lipidsenker?
Bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko müssen erhöhte Cholesterinspiegel eher behandelt werden als bei Patienten mit niedrigem Risiko. In den USA gibt es einen Score des National Cholesterol Education Program (NCEP), mit dem eine Einteilung in Hoch- und Niedrig-Risikogruppen vorgenommen werden kann. Dessen Aussagefähigkeit wurde nun mit der einer modifizierten Version verglichen, die das Alter der Patienten stärker berücksichtigt.Show more02.08.1998, 15:18 Uhr
Compliance
Das Befolgen der Verschreibung und der Gebrauchsanweisung - die Compliance - soll den Erfolg der medizinischen Behandlung eines Patienten garantieren. Damit wird von allen, die an der Therapie beteiligt sind, ökonomische und soziale Verantwortung wahrgenommen. Die Gesellschaft erwartet vom Apotheker, daß er im gesetzlichen Rahmen und in Kenntnis der Bedürfnisse der Partner im Gesundheitswesen das Problem der Non-Compliance angeht und Lösungen sucht.Show more02.08.1998, 15:18 Uhr
Senkt Acetylsalicylsäure das Risiko für eine Präeklampsie?
Häufig wird zur Präeklampsie-Prophylaxe niedrig dosierte Acetylsalicylsäure empfohlen. Möglicherweise muß dieses Vorgehen neu überdacht werden, da in einer jüngsten Studie dadurch die Präeklampsie-Inzidenz bei Risikopatientinnen nicht gesenkt werden konnte.Show more02.08.1998, 15:18 Uhr
Dosisindividualisierung
Das Ziel jeder Arzneimitteltherapie ist eine effektive und sichere Behandlung. Verabreicht man allerdings eine Standarddosis eines Medikaments, so sprechen häufig nicht alle Patienten optimal an. Der Grund sind zahlreiche individuelle Einflußfaktoren, die diese Variabilität bedingen. Dosisindividualisierung bedeutet die Gabe einer maßgeschneiderte Dosierung an jeden einzelnen Patienten aufgrund einer meßbaren Größe. Diese muß mit den Wirkungen in einem bekannten Zusammenhang stehen.Show more26.07.1998, 15:18 Uhr
Folsäure senkt Homocysteinspiegel
Eine Nahrungsergänzung mit Folsäure (0,5 bis 5 mg täglich) senkt den Homocysteinspiegel um etwa 25%. Der Effekt ist stärker bei hohem initialen Homocysteinspiegel und niedrigem Folsäurespiegel. Die tägliche Zufuhr von durchschnittlich 0,5 mg Vitamin B12 senkt den Homocysteinspiegel zusätzlich um 7%. Vitamin B6 verstärkt die Wirkung nicht.Show more26.07.1998, 15:18 Uhr
Orale GP-IIb/IIIa-Antagonisten
Die Medizin bewegt sich bei der Behandlung der koronaren Herzkrankheit über Acetylsalicylsäure hinaus auf eine neue Ära der oralen Blutgerinnungshemmung zu. Orale-GP(Glykoprotein)-IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten werden bei der chronischen Behandlung von Myokardinfarkt und instabiler Angina pectoris in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Die Entwicklung dieser neuen Wirkstoffe kam durch Beobachtungen über die wichtige Rolle der Blutplättchen bei der Verursachung eines akuten Koronarsyndroms bei instabiler Angina pectoris oder beim akuten myokardialen Infarkt in Gang.Show more26.07.1998, 15:18 Uhr
Akutbehandlung des ischämischen Schlaganfalls
Ein Patient mit Schlaganfallsymptomen muß unverzüglich ins Krankenhaus gebracht werden. In der Frühphase des ischämischen Schlaganfalls kann bei bestimmten Patienten eine Thrombolyse erfolgen. In Zukunft dürften Neuroprotektiva die Akuttherapie bereichern. Intravenöse Antikoagulanzien scheinen dagegen in der Frühphase eher nicht indiziert zu sein.Show more26.07.1998, 15:18 Uhr
Sind Wechselwirkungen vermeidbar?
Bakterielle Infektionen haben seit der Entdeckung der Antibiotika ihren Schrecken weitgehend verloren. Inzwischen steht eine ganze Palette unterschiedlicher Substanzgruppen mit antibakterieller Wirkung zur Verfügung. Die Fülle der Substanzen bringt jedoch nicht nur Vorteile mit sich, sie vergrößert auch die Gefahr, daß vermehrt Wechselwirkungen auftreten.Show more26.07.1998, 15:18 Uhr
Konsequente und frühe Antibiotikatherapie kann chronische Infektionen verhinder
Jeder dritte Mukoviszidose-Patient erreicht heute das Erwachsenenalter, d.h. er erlebt seinen 18.Geburtstag. Auch wenn diese Zahl für gesunde Menschen eher erschreckend erscheint, bedeutet sie für die ca. 6000 Betroffenen doch Anlaß zu Optimismus. Denn noch vor zehn Jahren starben 85% der Patienten vor dem 18.Lebensjahr. Die frühzeitige Therapie mit Antibiotika hat an diesen Fortschritten einen nicht unerheblichen Anteil, da die gefährlichen Infektionen der Lunge unterdrückt werden können und ein Übergang in ein chronisches Stadium verhindert werden kann.Show more26.07.1998, 15:18 Uhr
Linezolid wirkt gegen grampositive Erreger
Grampositive Erreger im menschlichen Körper können sowohl bei oraler als auch bei intravenöser Applikation durch das neue Antibiotikum Linezolid abgetötet werden. Das zeigen die Ergebnisse von Phase-II-Studien. Die synthetische, antibakteriell wirksame Substanz gehört zu einer neuen Klasse von Antibiotika, den Oxazolidinonen. In den Phase-II-Studien war Linezolid selbst bei multiresistenten Staphylokokken, Enterokokken und Streptokokken sowie Vancomycin-resistenten Enterokokken bzw. Penicillin- und Cephalosporin-resistenten Organismen wirksam.Show more19.07.1998, 15:18 Uhr
Bestimmung von Substanzen in biologischem Material
Die qualitative und quantitative Bestimmung von Substanzen in biologischen Untersuchungsmaterialien ist eine Voraussetzung für die klinisch-pharmazeutische Tätigkeit. Sowohl Methoden der pharmazeutischen Analytik als auch der Klinischen Chemie sind geeignet, den Fragestellungen der Klinischen Pharmazie gerecht zu werden.Show more19.07.1998, 15:18 Uhr
Können Frauen zu einer langjährigen Östrogensubstitution motiviert werden?
Der derzeitige Stand der medizinischen Wissenschaft befürwortet grundsätzlich die Substitution von Östrogenen während und nach dem Klimakterium. In Bezug auf die Prävention der Osteoporose und von Herz-Kreislauf-Krankheiten gibt es eindeutig positive Daten. Aber auch bei Morbus Alzheimer bedeutet die Östrogenzufuhr eine 50%ige Risikominderung. Viele Frauen befürchten jedoch ein erhöhtes Risiko sowohl für den Brustkrebs als auch für Thrombose und Embolien. Dieser Thematik widmete sich ein kürzlich stattgefundenes Expertengespräch.Show more19.07.1998, 15:18 Uhr
Zelltherapie - was ist das?
Menschliche Zellen sind sehr komplex aufgebaut. Daher dürften Arzneistoffe die Funktion lebender Zellen wohl kaum übernehmen können. Die Transplantation von Zellen ist dagegen eine vielversprechende Behandlungsstrategie für verschiedene Erkrankungen.Show more19.07.1998, 15:18 Uhr
Selektive Immunsuppression durch monoklonale Antikörper
Der monoklonale Antikörper Daclizumab senkt die Häufigkeit akuter Abstoßungsreaktionen nach einer Nierentransplantation. Unter der Therapie wurden keine unerwünschten Wirkungen beobachtet. Daclizumab erhöhte die Rate infektiöser Komplikationen und Tumorerkrankungen nicht.Show more19.07.1998, 15:18 Uhr
Das Schwein als Nierenspender?
Der Bedarf an Spenderorganen für eine Transplantation ist groß, das Angebot dagegen niedrig. Eine Lösung des Problems könnte die Transplantation von tierischen Organen und Geweben (Xenotransplantaten) in Menschen sein. Ein Problem dabei sind die immunologischen Unterschiede zwischen den Spezies, ein weiteres die Übertragung von tierischen Krankheitserregern auf den Menschen.Show more19.07.1998, 15:18 Uhr
Bestimmung von Substanzen in biologischem Material
Die qualitative und quantitative Bestimmung von Substanzen in biologischen Untersuchungsmaterialien ist eine Voraussetzung für die klinisch-pharmazeutische Tätigkeit. Sowohl Methoden der pharmazeutischen Analytik als auch der Klinischen Chemie sind geeignet, den Fragestellungen der Klinischen Pharmazie gerecht zu werden.Show more19.07.1998, 15:18 Uhr
Teratogenität: Arzneimittel in der Schwangerschaft
Bis zur Contergan-Katastrophe hatte man jahrzehntelang angenommen, daß die Plazenta das Ungeborene wie eine Barriere vor den Nebenwirkungen von Arzneimitteln schützt. Tatsächlich können jedoch fast alle Stoffe durch die "Plazentaschranke" hindurchtreten.Show more12.07.1998, 15:18 Uhr
Hypertonie: Acetylsalicylsäure zusätzlich zur Basistherapie
Nach den Ergebnissen der HOT (Hypertension Optimal Treatment) Studie, einer randomisierten und plazebokontrollierten Studie, ziehen nicht nur koronarkranke Menschen aus einer Dauerprophylaxe mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure deutlichen Nutzen; das gleiche gilt offenbar auch für Menschen, die unter erhöhtem Blutdruck leiden.Show more12.07.1998, 15:18 Uhr
Enoxaparin und Acetylsalicylsäure: Neuer Therapiestandard bei instabiler Angina
Das Risiko von Patienten mit instabiler Angina pectoris oder Herzinfarkt, in der Folge einen nicht selten tödlichen Myokardinfarkt oder rezidivierende Angina pectoris-Anfälle zu erleiden, ist hoch. Erhalten diese Patienten eine Behandlung mit dem niedermolekularen Heparin Enoxaparin in Kombination mit Acetylsalicylsäure, so läßt sich dieses Risiko deutlich senken.Show more12.07.1998, 15:18 Uhr
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