Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Melatonin
Von Th. H. Lippert, H. Seeger, A. O. Mueck | Melatonin wurde in den letzten Jahren als Wundermittel mit einem spektakulären Wirkungspotential angepriesen. Vom klinisch-pharmakologischen Standpunkt aus existieren aber für keine der propagierten Anwendungsmöglichkeiten ausreichende wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse. Nur für Schlafinduktion und Jet-lag-Syndrom gibt es klare Hinweise für eine Wirkung auch beim Menschen. Da das Nebenwirkungsspektrum von Melatonin noch weitgehend unbekannt ist, wäre eine Einnahme erst nach Vorliegen von Studien nach good clinical practice (GCP) mit Evaluierung von Effektivität sowie akuter und chronischer Toxizität zu rechtfertigen.Show more14.02.1999, 16:25 Uhr
Emedastin gegen juckende Augen
Gräser, Samen, Pollen Ų dem Allergiker wird der Frühling zur Qual. Mit roten, tränenden und vor allem unerträglich juckenden Augen bezahlt er den Auszug in die freie Natur. Jeder fünfte Deutsche und bis zu einem Viertel der US-amerikanischen Bevölkerung sollen von der allergischen Konjunktivitis betroffen sein.Show more14.02.1999, 16:25 Uhr
Behandlung von Herzrhythmusstörungen: Medikamente sind in den Hintergrund getre
Ein deutlicher Wandel hat sich bei der Behandlung von Herzrhythmusstörungen vollzogen. Wurde früher primär antiarrhythmisch mit Hilfe von Medikamenten therapiert, so richtet sich das Augenmerk nunmehr gezielter auf die Therapie der Grunderkrankung. Ist eine antiarrhythmische Behandlung indiziert, so erfolgt diese zunehmend nichtmedikamentös, etwa mit der Hochfrequenzstrom-Ablation oder durch Implantation eines Kardioverter-Defibrillators.Show more14.02.1999, 16:25 Uhr
HIV-Therapie: Einfache und wirksame antiretrovirale Behandlung mit Abacavir
Seit Einführung des HAART-Konzepts (Highly Active Antiretroviral Therapy), bei dem mehrere antiretrovirale Medikamente mit unterschiedlichem Wirkmechanismus miteinander kombiniert werden, geht die Zahl der Neuerkrankungen an AIDS in den Industrieländern deutlich zurück. Ein Problem der Behandlung ist die Medikamententreue, was angesichts der oftmals komplexen Einnahmemodi und Anzahl der Tabletten nicht verwundert. Ein Anliegen von HIV-Experten und Patienten ist daher die Vereinfachung der Therapieschemata.Show more14.02.1999, 16:25 Uhr
HIV-Infektion: Die AIDS-Therapie muss optimiert werden
Durch eine moderne Therapie kann heute das durch die HIV-Infektion geschädigte Immunsystem zumindest teilweise wiederhergestellt werden. Allerdings haben die neuen Arzneimittel auch unerwünschte Wirkungen, beispielsweise das Lipodystrophie-Syndrom, das als Nebenwirkung einer Therapie mit Proteaseinhibitoren auftreten kann.Show more14.02.1999, 16:25 Uhr
Dem Schicksal entrinnen - die Tragödie meistern
Durch die seit 1996 erheblich verbesserten Therapiemöglichkeiten hat sich die Lebenserwartung von HIV-Infizierten und AIDS-Patienten entschieden verbessert. Trotz dieser erfreulichen Situation sind neue Probleme entstanden. Mit der verlängerten Lebenszeit häufen sich zum Beispiel bei den HIV-Infizierten die Fälle von Hepatitis-C-Erkrankungen, die sich schwer behandeln lassen und oftmals tödlich verlaufen.Show more07.02.1999, 16:25 Uhr
Für zu viele noch ein Tabuthema
Die Harninkontinenz ist keine lebensbedrohliche Krankheit. Vielen gilt sie sogar nur als harmlose Befindlichkeitsstörung. Trotzdem schränkt die Harninkontinenz im hohen Maße die Lebensqualität der Betroffenen ein. Die medizinische Versorgung harninkontinenter Menschen in Deutschland ist weiterhin ungenügend. Das hat im wesentlichen zwei Gründe: Zum einen empfinden viele der Betroffenen Scham, sich ihrem Arzt anzuvertrauen. Zum anderen fehlt einem Großteil der Ärzte und des Pflegepersonals das nötige Wissen, die verschiedenen Formen der Harninkontinenz zu erkennen und angemessen zu behandeln.Show more07.02.1999, 16:25 Uhr
Finasterid verhilft zu neuer Haarpracht
Jahrzehntelang haben unzählige Männer mit vorzeitiger Glatzenbildung vergeblich auf eine wirksame Therapie gewartet. Jetzt ist Abhilfe in Sicht: Mit der kürzlich erfolgten Zulassung des Wirkstoffs Finasterid in der Dosierung von 1 mg (Propecia(r)) ist die ersehnte Hilfe seit dem 18. Januar 1999 nun auch in deutschen Apotheken erhältlich.Show more07.02.1999, 16:25 Uhr
Betaferon für die Behandlung der sekundär progredienten Multiplen Sklerose zug
Die EU-Kommission hat am 26. Januar 1999 Betaferon((r)) (Interferon beta-1b, Schering AG) für die Behandlung der sekundär progredienten Multiplen Sklerose (MS) zugelassen. Das bedeutet, dass europäische Patienten nun die Möglichkeit haben, mit dem ersten Arzneimittel behandelt zu werden, das sowohl für die schubförmig-remittierende MS als auch für die weiter fortgeschrittene Form, die sogenannte sekundär progrediente MS, zugelassen ist.Show more07.02.1999, 16:25 Uhr
Insulin lispro plus Verzögerungsinsulin
Eine optimale Stoffwechseleinstellung ist bei Diabetes mellitus der beste Schutz vor Spätfolgen. Oft ist dies auch bei Typ-II-Diabetikern nur durch die Gabe von Insulin zu erreichen. Neue Insulinmischungen, in denen das rasch wirksame Insulin lispro mit einem Verzögerungsinsulin kombiniert ist, (Humalog(r) Mix 25 und Humalog(r) Mix 50) vereinfachen nicht nur die Insulintherapie, sondern verbessern auch den Stoffwechsel.Show more07.02.1999, 16:25 Uhr
Therapie der allergischen Rhinitis und Konjunktivitis
Azelastin (Allergodil(r)) ist ein starker selektiver Histamin H1-Rezeptorenblocker. Gleichzeitig hemmt Azelastin aber auch die Synthese und/oder Freisetzung vieler Mediatoren der allergischen Früh- und Spätreaktion. Azelastin ist daher sehr gut für die symptomatische Therapie der allergischen Rhinokonjunktivitis geeignet und steht als Tabletten, Nasenspray und ab 1. Februar 1999 auch als Augentropfen zur Verfügung.Show more31.01.1999, 16:24 Uhr
Neue Perspektiven durch Zanamivir
Mit dem Neuraminidase-Inhibitor Zanamivir wird Ende 1999 eine neue Substanz für Prophylaxe und Therapie der Virusgrippe zur Verfügung stehen. Damit wird erstmals eine praktikable kausale Therapie der Grippe ermöglicht. Außerdem bietet die neue Substanz sogar prophylaktischen Schutz für den Fall einer weltweiten Pandemie mit einem neuen Grippevirus, das möglicherweise von einer Impfung nicht mehr erfasst werden kann.Show more31.01.1999, 16:24 Uhr
Warum das Grippevirus so gefährlich ist
Alle Jahre wieder, nicht immer ganz pünktlich zur Weihnachtszeit, macht das Grippevirus Schlagzeilen. In diesem Winter ist bisher eine große Epidemie oder gar die gefürchtete weltweite Pandemie ausgeblieben, obwohl in manchen Massenmedien dramatische Szenarien beschrieben wurden. Doch auch ohne große Epidemie ist die Virusgrippe eine schwerwiegende, mitunter sogar tödliche Erkrankung, die leider viel zu oft verharmlost wird. Dabei beruht die besondere Gefährlichkeit des Grippevirus auf drei Eigenschaften: der Variabilität, dem Virusreservoir in Tieren und der Pathogenität.Show more31.01.1999, 16:24 Uhr
Neuraminidase-Hemmer: Eine neue Waffe gegen Grippe?
Jahr für Jahr erkranken allein in den USA 10 bis 20% der Bevölkerung an Grippe. 20000 Todesfälle gehen dort jährlich auf das Konto von Influenza-Komplikationen. Zudem besteht jederzeit die Gefahr einer weltweiten Grippeepidemie. Ein wirksames Mittel zur Prophylaxe und Therapie der Grippe, der Neuraminidase-Hemmer Zanamivir, steht voraussichtlich ab der nächsten Wintersaison zur Verfügung.Show more31.01.1999, 16:24 Uhr
Die Heuschnupfen-Saison beginnt: Wirksamer Pollenschutz für die Augen
Mitte Januar wurde von der Firma Dr. Mann Pharma das Antihistaminikum Azelastin in Form von Augentropfen (Handelsname Loxin≠) auf dem deutschen Markt eingeführt. Damit steht Pollenallergikern pünktlich zu Beginn der Heuschnupfensaison ein schnell und dauerhaft wirkendes Mittel gegen juckende, tränende und brennende Augen zur Verfügung.Show more24.01.1999, 16:23 Uhr
State of the Art: Behandlung des Mammakarzinoms
In den letzten Jahren gab es zahlreiche neue Erkenntnisse zum biologischen Verhalten von Brustkrebs, seinen Risiko- und Prognosefaktoren. Diagnose- und Therapieverfahren wurden verfeinert und zum Teil erheblich verändert. Eine Übersicht im New England Journal of Medicine faßt den aktuellen Kenntnisstand zusammen.Show more24.01.1999, 16:23 Uhr
Vitamin A: Von außen gegen Hautalterung, von innen gegen Wachstumsstörungen
Zu den Folgen eines Vitamin-A-Mangels gehören Wachstumshemmung, gestörte Zelldifferenzierung, erhöhte Anfälligkeit gegen Infektionskrankheiten sowie krankhafte Veränderungen des Auges. Vitamin A wird als Palmitat und Acetat auch in verschiedenen kosmetischen Produkten für Haar und Haut eingesetzt. Es unterstützt nämlich die Bildung und Differenzierung neuer Keratinozyten in der Basalschicht der Haut.Show more24.01.1999, 16:23 Uhr
Behandlung des krankhaften Übergewichts: Sibutramin in Deutschland zugelassen
Sibutramin (Reductil®), ein Arzneimittel gegen krankhaftes Übergewicht, ist am 14. Januar 1999 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen worden. Damit ist Deutschland das erste europäische Land, in dem Sibutramin zugelassen ist. Das verschreibungspflichtige Medikament ist ab 1. Februar in den deutschen Apotheken erhältlich.Show more24.01.1999, 16:23 Uhr
Adenosinrezeptor-Antagonisten: Neuer Therapieansatz zur Behandlung von entzündl
Adenosin spielt im Körper nicht nur als Bestandteil der Energieüberträger ATP und ADP eine wichtige Rolle, sondern ist auch als Mediator an Immunprozessen beteiligt. Adenosin bindet an spezifische Adenosinrezeptoren und wirkt stark antientzündlich. Derzeit werden Substanzen entwickelt, die über Adenosinrezeptoren wirken und therapeutisch bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis, entzündlichen Darm- oder Lungenerkrankungen, Asthma, Psoriasis, Sepsis und anderen Erkrankungen eingesetzt werden können.Show more24.01.1999, 16:23 Uhr
Diätetische Empfehlung: Mehr Fisch auf den Tisch!
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie die Omega-6- und die Omega-3-PUFAs (polyunsaturated fatty acids) beeinflussen die Eigenschaften und Funktionen von Zellmembranen und wirken auf verschiedene hormonelle und immunologische Aktivitäten. Diese Fettsäuren können vom menschlichen Körper nicht vollständig selbst synthetisiert werden, kommen jedoch in hohen Konzentrationen beispielsweise in der Makrele oder im Hering sowie in Samen des Gurkenkrauts (Borretsch) oder der gelben Nachtkerze vor. Ein ernährungsbedingter Mangel führt zu Hautschäden, Wachstumsstörungen und Entzündungsprozessen.Show more17.01.1999, 16:22 Uhr
Angsterkrankungen: Paroxetin zur Behandlung sozialer Phobien?
Eine dreimonatige Studie zeigte die Wirksamkeit des selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmers Paroxetin (Seroxat, Tagonis) bei generalisierten sozialen Phobien. In weiteren Untersuchungen müssen nun die Effektivität einer langfristigen Therapie und die Kombination von Paroxetin mit psychotherapeutischen Maßnahmen untersucht werden.Show more17.01.1999, 16:22 Uhr
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