Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eisenmangelanämie: Fraktur-Risiko Ferricarboxymaltose?
Intravenös verabreichte Eisenpräparate werden vor allem dann eingesetzt, wenn eine orale Therapie nicht ausreicht, nicht vertragen wird oder eine rasche Behandlung der Eisenmangelanämie erforderlich ist. Eine retrospektive Kohortenstudie zeigt nun, dass zwei häufig eingesetzte Eisenkomplexe den Knochenstoffwechsel unterschiedlich beeinflussen können.Show morearzneimittel-und-therapie
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Intravenöse Therapie mit Eisenpräparaten
30.04.2026, 14:00 Uhr
Therapie von Analfissuren: Nitroglycerin oder Botulinumtoxin statt Operation
Analfissuren sind äußerst schmerzhaft. Operativ lassen sie sich mittels Sphinkerotomie oder Analdehnung behandeln. Viele Patienten scheuen allerdings einen chirurgischen Eingriff. Die "neurochemische Sphinkerotomie" mit Glyceroltrinitratsalbe oder Botulinumtoxin kann eine Operation unnötig machen.Show more22.10.2000, 15:29 Uhr
Fortgeschrittenes Mammakarzinom: Anastrozol gefolgt von Tamoxifen
Für den ersten Behandlungsschritt des fortgeschrittenen, inoperablen Mammakarzinoms war bisher Tamoxifen der Goldstandard. Wenn nach anfänglichem Ansprechen eine Progression eintrat, wurde mit Aromatasehemmern (z. B. Anastrozol), danach mit Gestagenen behandelt. Im direkten Vergleich hat sich Anastrozol im Rahmen eines internationalen Phase-II-Studienprogramms bei rezeptorpositiven Patientinnen als wirksamer und verträglicher als Tamoxifen erwiesen und wurde daher im April in Deutschland für die First-line-Behandlung zugelassen. Es stellt sich nun die Frage, ob Tamoxifen nach der Anwendung von Anastrozol noch wirkt, sodass man erstmals die Therapiesequenz umkehren und die wirksamere und verträglichere Therapie für den ersten Behandlungsschritt wählen kann. Diese Frage konnte nach einer Mitteilung von AstraZeneca mit Hilfe von Daten beantwortet werden, die im Rahmen der European Breast Cancer Conference im September in Brüssel vorgestellt wurden.Show more22.10.2000, 15:29 Uhr
Brustkrebs: Im Frühstadium ist Goserelin so wirksam wie „Standard“-Chemotherapi
Die Behandlung mit Goserelin (Zoladex) ist bei prä-/perimenopausalen Frauen mit hormonempfindlichem Mammakarzinom im Frühstadium mit positiven Lymphknoten so wirksam wie die "Standard"-Chemotherapie. Für Frauen mit dieser Art von Tumor besteht die Standard-Behandlung derzeit aus chirurgischem Eingriff gefolgt von Chemotherapie. Die Chemotherapie ist jedoch häufig mit schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Haarausfall, starker Übelkeit und Erbrechen sowie mit dem Risiko lebensbedohlicher Infektionen assoziiert.Show more22.10.2000, 15:29 Uhr
Mammakarzinom: Letrozol besser als Tamoxifen
Neue klinische Ergebnisse aus zwei Studien, die nach einer Information der Novartis Pharma GmbH anlässlich der Europäischen Brustkrebskonferenz (European Breast Cancer Conference, EBCC) im September in Brüssel vorgestellt wurden, zeigen, dass der Aromatasehemmer Letrozol (Femara) als First-line-Therapeutikum und präoperative Therapie des Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen wirksamer ist als Tamoxifen (20 mg). Tamoxifen gilt international als Mittel mit größtem Einfluss auf die Senkung der Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs.Show more22.10.2000, 15:29 Uhr
Brustkrebs: Therapeutisches Potenzial von Paclitaxel bestätigt
Aktuelle Studienergebnisse und Kosteneffektivitätsanalysen bestätigen den Einsatz von Paclitaxel (Taxol®) in der Therapie des Mammakarzinoms. Experten forderten daher anlässlich der 2nd European Breast Cancer Conference im September in Brüssel, das therapeutische Potenzial des Zytostatikums zu nutzen und im Rahmen von Studien weiter gezielt zu erforschen, wie Bristol-Myers Squibb mitteilte.Show more22.10.2000, 15:29 Uhr
Herzinsuffizienz: Calciumsensitizer Levosimendan in Europa verfügbar
Mit dem von Orion Pharma entwickelten Calciumsensitizer Levosimendan steht nach einer Information der Firma erstmals in Europa eine Substanz mit einem neuartigen Wirkmechanismus für die Therapie der dekompensierten Herzinsuffizienz zur Verfügung. Die Infusion mit Levosimendan hat sich in internationalen Studien mit 1300 Patienten als sehr effektiv und gut verträglich erwiesen.Show more15.10.2000, 15:29 Uhr
Antidepressiva: Sertralin eröffnet neue Therapiemöglichkeiten
Die neuen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) zur Behandlung von Depressionen zeichnen sich im Vergleich zu älteren Antidepressiva durch ihre geringe Toxizität und ein günstigeres Nebenwirkungsprofil aus. Mit Sertralin (Zoloft) kam vor drei Jahren ein neuer SSRI auf den deutschen Markt.Show more15.10.2000, 15:29 Uhr
Hormonsubstitution in den Wechseljahren: Die Risken werden falsch eingeschätzt
Frauen profitieren von einer Hormonsubstitutionstherapie (HRT) in den Wechseljahren in vielerlei Hinsicht. Nicht nur klimakterische Beschwerden können durch eine individuell angepasste Substitution mit Östrogenen und Gestagenen erfolgreich behandelt werden. Eine adäquate Behandlung mit Hormonen reduziert darüber hinaus das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, für osteoporotische Frakturen oder für das Endometriumkarzinom deutlich. Dennoch wenden zwei Drittel der Frauen in den Wechseljahren keine Hormone an, unter anderem aus Angst vor Brustkrebs. Die anderen praktizieren zwar eine Substitution mit Hormonen, zumeist aber nur in einer Zeit, in der sie schon symptomatisch sind und dann auch nur für eine kurze Zeit.Show more15.10.2000, 15:29 Uhr
AIDS-Therapie: Didanosin als Kapsel einmal am Tag
Didanosin, ddl (Videx) nur noch einmal täglich als Kapsel zu schlucken, statt wie bisher zwei relativ große, eher bitter schmeckende Tabletten zu kauen oder aufzulösen - das bedeutet eine deutliche Therapie-Erleichterung für die Patienten. Mit der magensaftresistenten Didanosin-Kapsel steht nun für die Patienten, denen der bisherige Einnahme-Modus nicht zusagte, nach einer Mitteilung von Bristol-Myers Squibb eine neue Therapieoption zur Verfügung.Show more15.10.2000, 15:29 Uhr
Arzneimittel-Schnellinformation: Orlistat vermindert Bioverfügbarkeit von Ciclo
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist von der schwedischen Zulassungsbehörde (Medical Products Agency, MPA) über zwei Fälle von Interaktionen zwischen Orlistat (Xenical®) und Ciclosporin informiert worden, bei denen es zu einem signifikanten Abfall der Konzentration von Ciclosporin im Blut gekommen war. Wir drucken nachfolgend den Text aus dem Bundesgesundheitsblatt 10/00 ab.Show more15.10.2000, 15:29 Uhr
Altersbezogene Makuladengeneration: Mit photodynamischer Therapie gegen den Sehv
Das Augenlicht hat für jeden Menschen eine besondere Dimension. Für viele ist Sehen die wichtigste Sinneswahrnehmung überhaupt. Lässt die Funktion der Augen nach und wird es allmählich immer dunkler, sinkt die Lebensqualität drastisch. In Deutschland trifft dieses Schicksal etwa 500000 Menschen. 135000 davon gelten als amtlich registrierte Blinde, 370000 als "sonstige Sehbehinderte". Bei etwa einem Drittel lautet die Diagnose "altersbezogene Makuladegeneration". Die photodynamische Therapie mit Verteporfin (Visudyne) kann den Sehverlust stoppen.Show more15.10.2000, 15:29 Uhr
COPD: Neuer Brochodilatator Tiotropiumbromid
Tiotropium, der erste Bronchodilatator zur einmal täglichen Inhalation, verbessert den klinischen Verlauf der chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD). Dies zeigen nach einer Information von Boehringer Ingelheim neue Studienergebnisse, die beim World Congress on Lung Health und dem 10.Jahreskongress der European Respiratory Society (ERS) in Florenz vorgesellt wurden. Tiotropium befindet sich im letzten Entwicklungsstadium.Show more08.10.2000, 15:29 Uhr
Nierentransplantation: Studien zur Kombination von Fluvastatin mit Ciclosporin
Die wissenschaftliche Entwicklung hat die Therapie von Patienten mit Nierenversagen im Endstadium wesentlich verbessert. Dank der Einführung wirksamer immunsuppressiver Substanzen wie Ciclosporin erhöhte sich die Langzeitüberlebensrate der Empfänger von Transplantaten signifikant. Paradox wirkt jedoch, dass die Empfänger von Nierentransplantaten heute in der Regel an einer progredienten früheren kardiovaskulären Erkrankung sterben, nicht an einer Niereninsuffizienz. Mehrere Studien haben ergeben, dass die kardiovaskuläre Mortalitätsrate bei Patienten, die eine Nieren-Ersatztherapie erhalten, um 20 bis 40 Prozent höher liegt im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung bei gleicher Alters- und Geschlechtsverteilung. Darüber informierte die Novartis Pharma GmbH, Nürnberg.Show more08.10.2000, 15:29 Uhr
Hypertonie: Angiotensin-II-Antagonisten sind in Blutdrucksenkung und Verträglic
Im American Journal of Hypertension wurde nach einer Information von MSD kürzlich eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass verschiedene Vertreter der neuartigen Substanzklasse der Angiotensin-II-Antagonisten (Losartan, Valsartan, Irbesartan, Candesartan) vergleichbare antihypertensive Effektivität besitzen, wenn sie in der empfohlenen Dosis verabreicht werden.Show more08.10.2000, 15:29 Uhr
Gestagene: Mikropille mit Drospirenon
Die neue Mikropille Petibelle®, die nach einer Information von Jenapharm demnächst eingeführt werden soll, ist eine Einphasenmikropille, die 30 Mikrogramm Ethinylestradiol und 3 mg des Gestagens Drospirenon enthält. Drospirenon ist eine neuartige Wirksubstanz, die sich weder den bisher in der oralen Kontrazeption bevorzugten 19-Nortestosteronderivaten noch den Progesteronderivaten zuordnen lässt.Show more08.10.2000, 15:29 Uhr
Neue Vakzine: Pneumokokken-Konjugatimpfstoff für Kleinkinder
Anfang 2001 können Kleinkinder und Säuglinge vor Pneumonie, Meningitis, Bakteriämie und Otitis media geschützt werden. Der neue Pneumokokken-Konjugatimpfstoff Prevenar ermöglicht erstmals, bei Kindern unter zwei Jahren einen Impfschutz und ein immunologisches Langzeitgedächtnis zu induzieren. Die Zulassung von Prevenar wird für Ende des Jahres erwartet, die Einführung plant Wyeth-Pharma für das erste Quartal 2001. In den USA ist die Vakzine bereits zugelassen und immunisiert gegen sieben verschiedene Serotypen des Erregers.Show more01.10.2000, 15:29 Uhr
Kleinzelliges Bronchialkarzinom: Therapie mit Paclitaxel besser verträglich a
Die Ergebnisse einer multizentrischen Phase-III-Studie sind vielversprechend für eine Kombination aus Paclitaxel (Taxol), Etoposid und Carboplatin in der Behandlung des kleinzelligen Bronchialkarzinoms (SCLC) im Vergleich zu dem in Deutschland eingesetzten Standardregime. In einer randomisierten SCLC-Studie wurde erstmals eine Paclitaxel-haltige Therapie mit einer herkömmlichen Kombination aus drei Medikamenten verglichen, wie Bristol-Myers Squibb berichtete.Show more01.10.2000, 15:29 Uhr
AIDS-Patienten: Wachstumshormone gegen Kachexie
Das Biotechnologieunternehmen Serono erhält nach einer Pressemitteilung von der Europäischen Komission die Qualifikation "Orphan Medicinal Product" (OMP) für das Arzneimittel Serostim. Serostim (rekombinantes Wachstumshormon) dient der Behandlung von Kachexie bei AIDS-Patienten.Show more01.10.2000, 15:29 Uhr
Mammakarzinom: Docetaxel plus Doxorubicin für die Behandlung des fortgeschritte
Künftig steht eine neue Kombinationstherapie zur Verfügung, die bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung signifikant verlängert und die Tumoransprechrate im klinischen Vergleich deutlich verbessert. Docetaxel plus Doxorubicin ist die erste zugelassene Taxankombination, die in der First-line-Chemotherapie des fortgeschrittenen Brustkrebses einem anthracyclinhaltigen Vergleichsregime überlegen ist, wie Aventis Pharma mitteilte.Show more01.10.2000, 15:29 Uhr
Allergisches Asthma: Omalizumab senkt Rate der Exazerbationen
Unter der Therapie mit dem monoklonalen Anti-IgE-Antikörper Omalizumab (rhuMAb-E25, vorgesehener Handelsname Xolair) kann nach einem Bericht von Novartis Pharma die Rate der Asthma-Exazerbationen selbst bei Patienten mit schwerem allergischem Asthma deutlich reduziert werden. Erwachsene und Kinder, deren Asthma aufgrund des Schweregrades nur ungenügend medikamentös kontrolliert werden kann, müssen unter der Therapie mit Omalizumab zudem seltener wegen ihrer Asthma-Exazerbationen stationär behandelt werden. Der neue Antikörper soll Mitte 2001 auf den Markt kommen.Show more01.10.2000, 15:29 Uhr
Typ-2-Diabetes: Kombination von Nateglinid mit Metformin
Die Kombination von Nateglinid, einer in der Forschung befindlichen Substanz zur Behandlung des Typ-2-Diabetes (nicht-insulinabhängiger Diabetes mellitus, NIDDM), mit dem Arzneimittel Metformin scheint zwei entscheidende Störungen des Glucosestoffwechsels zu korrigieren und damit zu einer besseren Kontrolle des Blutzuckerspiegels beizutragen. So lauten nach einem Bericht der Novartis Pharma die Ergebnisse einer Phase-III-Studie, die anlässlich eines Meetings der European Association for the Study of Diabetes vorgestellt wurden.Show more24.09.2000, 15:29 Uhr
Chronische Herzinsuffizienz: Neue Daten bestätigen Effektivität der Betabloc
In Deutschland leiden mindestens 700 000 Patienten an einer chronischen Herzinsuffizienz; die Prognose dieser Patienten ist besonders bei fortgeschrittener Erkrankung oft schlechter als bei vielen malignen Tumoren. Der hochselektive Beta1-Antagonist Bisoprolol verringert die Sterblichkeit statistisch signifikant, wobei auch Patienten mit sehr niedriger Auswurffraktion oder mit Risikofaktoren, wie hohem Alter, Diabetes mellitus und eingeschränkter Nierenfunktion, von der Betablockade profitieren. Das zeigen nach einer Information von Merck Pharma Deutschland, Darmstadt, neue Daten der beiden CIBIS-Studien, die beim diesjährigen Kongress der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft in Amsterdam vorgestellt wurden.Show more24.09.2000, 15:29 Uhr
Alzheimer-Demenz: Donepezil senkt die Gesamtkosten
Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) führt als ein Beispiel für die "dramatische Unterversorgung" im Arzneimittelbereich unter 13 Indikationsgebieten auch die Alzheimer-Krankheit an. Obwohl vielfach nachgewiesen wurde, dass die Erkrankung mit Acetylcholinesterase-Hemmern wirksam behandelt werden kann, wird in Deutschland nach einer Information von Eisai, Frankfurt, und Pfizer, Karlsruhe, die Verordnung dieser Medikamente aus Budgetgründen häufig verweigert.Show more24.09.2000, 15:29 Uhr
Arthritis-Behandlung: Weniger Ulkus-Komplikationen mit Celecoxib
Eine neue Studie, die jetzt im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht wurde, bietet Patienten auf der Suche nach einer wirksamen, gut verträglichen und sicheren Langzeittherapie zur Behandlung schmerzender, entzündeter und steifer Gelenke bei Arthrose und Arthritis wertvolle Informationen.Show more24.09.2000, 15:29 Uhr
Koronare Herkrankheit: Erhöhte Homocystein-Werte als Risikofaktor
Inder, die in Europa leben, haben ein um 40% höheres Risiko als eingeborene Europäer, an der koronaren Herzerkrankung zu sterben. In zwei parallelen Fallkontrollstudien mit Indern, die in England leben, erwies sich eine erhöhte Homocystein-Plasmakonzentration als unabhängiger Risikofaktor für die koronare Herzerkrankung.Show more24.09.2000, 15:29 Uhr
Neue Therapieansätze bei der Ruhr: Synthetische Moleküle blockieren die bakt
Der Tourist aus Deutschland traf erst abends in dem luxuriösen Hotelkomplex auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko ein. Der 65-jährige pensionierte Lehrer bestellte sich noch schnell zwei Hamburger und ein Bier, dann ging er schlafen. Am nächsten Mittag wurde es ihm übel. Er musste sich mehrfach erbrechen und wurde von blutig-schleimigen Durchfällen gequält. Wie sich später herausstellte, war das Fleisch der Frikadellen mit gefährlichen Bakterien verseucht gewesen.Show more24.09.2000, 15:29 Uhr
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