Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Empfohlene COVID-19-Impfung wird vernachlässigt
Experten erinnern an die STIKO-Empfehlung zur jährlichen Auffrischung der Covid-19-Impfung bei Risikogruppen. Derweil werden mRNA-Impfstoffe angepasst und optimiert.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Jährliche Auffrischung für Personen ab 60 Jahren
29.04.2026, 11:00 Uhr
Onkologie: Neue Therapieoptionen beim Mamma-, Prostata- und Lungenkarzinom
Die Therapie eines Mammakarzinoms hängt von vielen Faktoren ab wie z. B. dem Alter, Rezeptor- und Hormonstatus, Histologie, Malignitätsgrad, Tumorgröße und Lymphknotenbefall. Je nach Prognose wird nach der Operation eine Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie durchgeführt. Bei günstiger und intramediärer Prognose wird bei Hormonrezeptor-positiven Tumoren therapeutisch versucht, Östrogenproduktion und Östrogenaktion zu unterbinden.Show more16.12.2001, 16:38 Uhr
Calcium-Antagonisten: Kardiovaskulärer Schutz und Organprotektion durch Amlod
Moderne Antihypertensiva wie der Calcium-Antagonist Amlodipin (Norvasc) besitzen neben ihrer blutdrucksenkenden Wirkung weitere positive Effekte, die auch im direkten Vergleich mit Präparaten wie Nitrendipin und Felodipin in Studien hervortreten, wie Pfizer mitteilte. Innerhalb dieser Wirkstoffgruppe ergeben sich erhebliche Unterschiede im Hinblick auf das hämodynamische Wirkprofil und die pharmakokinetischen Eigenschaften einzelner Substanzen.Show more16.12.2001, 16:38 Uhr
Kardiovaskuläre Sekundärprävention: Bei Hochrisikopatienten LDL-Cholesterin
American Heart Association (AHA) und American College of Cardiology (ACC) haben in ihren neuen Richtlinien zur Sekundärprävention die Empfehlungen des NECP zur Cholesterinreduktion übernommen, wie MSD Sharp & Dohme GmbH berichten. Demzufolge soll bei allen Hochrisikopatienten, zu denen auch Diabetiker ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung zählen, das LDL-Cholesterin unter 100 mg/dl gesenkt werden.Show more09.12.2001, 16:38 Uhr
Pneumonie: Intravenöse Darreichungsform von Moxifloxacin in den USA zugelasse
Die amerikanische Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat die neue intravenöse Darreichungsform des Antibiotikums Moxifloxacin (Avalox) zur Therapie der ambulant erworbenen Lungenentzündung (Community-Acquired Pneumonia, CAP) zugelassen, wie Bayer mitteilte. Gegenwärtig wird in Studien auch die Wirksamkeit von Avalox i. v. bei Infektionen des Bauchraums und bei komplizierten Hautinfektionen geprüft.Show more09.12.2001, 16:38 Uhr
Pertussis-Infektionen: Zahl der Pertussis-Fälle bei Säuglingen nimmt zu
Pertussis-Infektionen sind bei jungen Säuglingen vermutlich weitaus häufiger als bislang angenommen wurde. Bei jedem vierten Säugling mit Atemwegsinfektionen, Atemstillständen, near-SIDS (Sudden Infant Death Syndrome, Plötzlicher Kindstod) und unklaren Bradykardien konnte im Rahmen einer britischen Studie eindeutig der Erreger Bordetella pertussis als Ursache identifiziert werden. Vorgestellt wurden diese Ergebnisse auf der diesjährigen Jahrestagung der ESPID (Europäische Gesellschaft für Pädiatrische Infektionskrankheiten).Show more09.12.2001, 16:38 Uhr
Mykosen: Kombinationstherapie mit Amorolfin bei Nagelmykosen
Kombinationstherapien mit topischem Amorolfin (Loceryl Nagellack) und systemischem Itraconazol haben bei schweren Onychomykosen eine um bis zu 25 Prozent höhere Heilungsrate als eine systemische Monotherapie. Das belegt eine aktuelle Multicenter-Studie. Die besten Ergebnisse mit einer Erfolgsquote von 94 Prozent hatte die Kombination einer über sechs Monate andauernden topischen Behandlung mit 5-prozentigem Amorolfin-Nagellack, die in den ersten 12 Wochen durch die Gabe von systemischem Itraconazol ergänzt wurde, wie die Galderma Laboratoium GmbH mitteilte.Show more09.12.2001, 16:38 Uhr
Rheumatoide Arthritis: Zulassung für Rofecoxib erweitert
Der COX-2-Hemmer Rofecoxib (Vioxx) ist jetzt in allen Ländern der Europäischen Union auch zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis zugelassen. Die nationalen Fach- und Gebrauchsinformationen werden in Kürze um die neue Indikation erweitert, wie der Hersteller MSD Sharp & Dohme mitteilte. Die Substanz war im Gegensatz zu Celecoxib (Celebrex) bisher nur zur symptomatischen Schmerzlinderung von Reizzuständen bei degenerativen Gelenkerkrankungen zugelassen. Daten, die auf der Jahrestagung des American College of Rheumatology in San Francisco vorgestellt wurden, belegen, dass Rofecoxib Schmerz und Entzündung bei rheumatoider Arthritis reduziert.Show more09.12.2001, 16:38 Uhr
HIV-Behandlung: Tenofovir – ein neues Nukleotidanalogon
Tenofovir DF ist der erste Nukleotid-analoge Reverse-Transkriptase-Hemmer (NtRTI), der für die Behandlung von HIV in den USA zugelassen wurde. Die europäische Zulassung wird für Anfang des nächsten Jahres erwartet, wie die Herstellerfirma Gilead mitteilte. Tenofovir zeigt eine Wirksamkeit gegen resistente und mehrfach resistente HI-Viren und zeichnet sich durch eine lange intrazelluläre Halbwertszeit aus, die eine Einmalgabe pro Tag erlaubt. Tenofovir Disoproxil-Fumarat (Tenofovir DF, BisPoc PMPA, Viread) ist das oral bioverfügbare Prodrug von Tenofovir. Die eigentliche Wirkform Tenofovir-Diphosphat entsteht durch Esterasen im Gewebe und im Plasma. Sie hemmt die viruseigene Reverse Transkriptase. Die Blockierung dieses Enzyms führt zum Abbruch der Übersetzung der genetischen Information des Virus von RNA in DNA.Show more09.12.2001, 16:38 Uhr
Individuelle Schmerzbehandlung: Opioide zur Langzeittherapie nicht-tumorbeding
Chronische Schmerzen wirken körperlich und seelisch zerstörend und sind deshalb als eigenständige Erkrankung anzusehen. Mit der konsequenten Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden Therapiemaßnahmen könnte den meisten Patienten geholfen werden. Im Vergleich zur Behandlung von Tumorschmerzen wird jedoch bei der Verordnung von Opioiden bei Schmerzen nicht-maligner Ursache nach wie vor große Zurückhaltung geübt, wie Grünenthal und Essex Pharma berichteten.Show more02.12.2001, 16:38 Uhr
Onkologie: Fatigue – Müdigkeit und Erschöpfung bei Krebs
Das Fatiguesyndrom bei Tumorerkrankungen geht häufig mit einer Anämie einher. Die Gabe von Erythropoetin erhöht den Hämoglobinwert, verbessert die Lebensqualität und fördert möglicherweise den Erfolg einer Chemo- und Strahlentherapie.Show more02.12.2001, 16:38 Uhr
Leberdiagnostik: Eisenoxid als leberspezifisches Kontrastmittel
Zum 16. November führte die Schering Deutschland GmbH das Kontrastmittel Resovist auf der Basis kleinster Eisenoxid-Partikel ein. Die Anwendung von Kontrastmitteln bei der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) der Leber dient dem besseren Nachweis sowie der Charakterisierung von Leberläsionen. Ihr Einsatz ermöglicht eine bessere Unterscheidung zwischen gesundem und pathologisch verändertem Lebergewebe.Show more02.12.2001, 16:38 Uhr
Erektile Dysfunktion: Tadalafil hat günstige Pharmakokinetik
Die jüngsten pharmakologischen Studien zum Phosphodiesterase-Typ-5(PDE5)-Inhibitor Tadalafil liefern weitere Ergebnisse zur zukünftigen Behandlung der erektilen Dysfunktion: Das pharmakologische Profil von Tadalafil wird weder durch leichte bis moderate Leber- oder Nierenfunktionsstörungen noch durch Diabetes oder das Alter der Betroffenen beeinträchtigt, wie Lilly ICOS mitteilte.Show more02.12.2001, 16:38 Uhr
Multiple Sklerose: Glatirameracetat – eine neue Säule in der Basistherapi
Mit Glatirameracetat (Copolymer-1, Copaxone) steht in Deutschland seit kurzem eine weitere Option zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) zur Verfügung. Neben den Beta-Interferonen bildet das neue Präparat damit die zweite Säule der MS-Basistherapie. In klinischen Studien konnte der neue Immunmodulator Schubfrequenz und Progression der Erkrankung signifikant vermindern und erwies sich darüber hinaus als gut verträglich. Sowohl chemisch als auch hinsichtlich seines Wirkmechanismus unterscheidet sich Glatirameracetat deutlich von allen anderen MS-Pharmaka.Show more02.12.2001, 16:38 Uhr
Arzneimittel aus Pflanzen: Cannabis als Schmerzmittel
Cannabis kann Nebenwirkungen der Chemotherapie wie Übelkeit und Erbrechen wirksam lindern. Darüber hinaus ist seine Wirksamkeit als ein gutes Schmerzmittel seit vielen Jahren bekannt. Im Rahmen des 1. Internationalen Kongresses der ICAM (Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin) fand in Berlin eine Pressekonferenz zu den Einsatzmöglichkeiten und den Problemen von Cannabis in der Schmerztherapie statt.Show more02.12.2001, 16:38 Uhr
Mammakarzinom: Kombination von Capecitabin mit Docetaxel verbessert Lebenserwart
Der Europäische Ausschuss für Arzneimittelspezialitäten (CPMP) hat die Zulassung des oralen Krebsmedikamentes Capecitabin (Xeloda) zur Behandlung von metastasierendem Brustkrebs empfohlen, wie Hoffmann-LaRoche bekannt gab. Der CPMP empfiehlt die Zulassung von Capecitabin für Capecitabin-Monotherapie nach erfolgloser intensiver Chemotherapie und für Capecitabin in Kombination mit Docetaxel (Taxotere) nach erfolgloser Behandlung mit Anthracyclinen.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
Calciumantagonist: Nisoldipin verbessert Endothelfunktion
Eine ausgeprägte gefäßerweiternde Wirkung auf die Koronararterien prädestiniert den Dihydropyridin (DHP)-Calciumantagonisten Nisoldipin (Baymycard RR) für die Behandlung von Hypertonikern mit einer gleichzeitig bestehenden koronaren Herzkrankheit (KHK). Die günstigen kardiovaskulären Effekte des Dihydropyridins lassen sich aber offenbar nicht allein auf die Blockade von Calciumkanälen zurückführen. Jüngst publizierte Daten aus einer Arbeitsgruppe um den Kölner Pharmakologen R. Berkels belegen nach Angaben der Bayer Vital AG für Nisoldipin eine Verbesserung der Endothelfunktion, deren Mechanismen bislang nicht vollständig geklärt sind.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
Herzstillstand: Amiodaron wirksamer als Lidocain
Daten, die auf der Wissenschaftlichen Konferenz 2001 der American Heart Association (AHA) präsentiert wurden, zeigen, dass das Antiarrhythmikum Amiodaron beinahe doppelt so wirksam ist wie Lidocain, wenn es darum geht, Patienten nach einem Herzstillstand am Leben zu halten, wie Sanofi-Synthelabo mitteilte.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
Gewichtsreduktion: Wie viele Appetitzügler werden eingenommen?
Zwischen 1996 und 1998 hatten rund 17 Millionen Amerikaner nicht verschreibungspflichtige Präparate zur Gewichtsreduktion eingenommen. Da die Inzidenz der Fettleibigkeit wächst, ist mit einem weiter ansteigenden Verbrauch an Appetitzüglern zu rechnen. Da auch frei verkäufliche Appetitzügler unerwünschte Wirkungen haben können, sollte der Arzt über die Einnahme informiert sein.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
Insulin-Sensitizer: Glitazone schützen das Herz
Seit vergangenem Jahr gibt es in Deutschland mit den Insulin-Sensitizern wie Pioglitazon (Actos) eine neue Klasse oraler Antidiabetika. Diese Substanzen senken nicht nur den Blutglucosespiegel, indem sie einer der zentralen Stoffwechselstörungen bei Typ-2-Diabetikern, der peripheren Insulinresistenz, entgegenwirken. Ersten Studiendaten zufolge, die auf dem Satelliten-Symposium des Aachener Unternehmens Takeda in Wiesbaden vorgestellt wurden, bieten Glitazone auch Herz und Gefäßen Schutz.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
Transdermale Kontrazeption: Verhütungs-Pflaster in den USA zugelassen
Nach erfolgreich verlaufenen klinischen Studien (DAZ 31/2001) hat jetzt das erste Pflaster zur hormonellen Kontrazeption die Zulassung für die USA erhalten, wie die Food and Drug Administration (FDA) mitteilte. Ortho Evra wird nur einmal wöchentlich aufgeklebt und führt damit bei vergleichbarer kontrazeptiver Wirksamkeit zu einer Erhöhung der Compliance bei den Anwenderinnen.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
Multiple Sklerose: Hippotherapie bessert Bauchbeschwerden
Das Vorgehen in der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Die früher zurückhaltende Einstellung, zuerst begleitende Maßnahmen wie Physiotherapie und Vitamine einzusetzen und erst bei einer Verschlechterung des Zustands Arzneimittel anzuwenden, ist heute einem konsequenten und engagierten Vorgehen gewichen. Vor diesem Hintergrund erhält die Physiotherapie, insbesondere auch eine ihrer Unterformen, die Hippotherapie, einen neuen Stellenwert. Darauf wies nach Informationen von Serono Pharma Dr. Stefan Schumacher, Chefarzt der Abteilung Neurologie der Wicker-Klinik, Bad Wildungen, auf einer Fachtagung in Bad Wildungen hin.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
Chronische Hepatitis B: Adefovir-Dipivoxil bei Lamivudin-resistenter Hepatitis
Eine chronische Infektion mit Hepatitis-B-Viren, die gegen Lamivudin resistent sind, kann möglicherweise mit Adefovir-Dipivoxil behandelt werden. In einer Pilotstudie an Patienten mit gleichzeitiger HIV-1-Infektion waren einmal täglich 10 mg Adefovir-Dipivoxil über 48 Wochen anhaltend wirksam gegen die resistenten HBV-Stämme.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
HIV-Behandlung: FDA erteilt Zulassung für Tenofovir DF
Gilead Sciences hat am 26. Oktober 2001 von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung für sein antiretrovirales Arzneimittel Viread (Tenofovir Disoproxil Fumarat, TDF) zur Behandlung der HIV-Infektion in Kombination mit anderen antiretroviralen Substanzen erhalten.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
CSE-Hemmer: LDL-Zielwerte mit Atorvastatin erreichbar
Die Ergebnisse der ACCESS-Studie, die jetzt publiziert wurden, bestätigten die cholesterinsenkende Wirkung von Atorvastatin (Sortis) im Vergleich zu anderen Statinen, wie Pfizer berichtete. Der Anteil der Patienten, die die NCEP-Zielwerte erreichten, war sowohl nach sechs Wochen als auch nach 54 Wochen unter Atorvastatin signifikant höher als unter den anderen untersuchten CSE-Hemmern.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
Glykoprotein-(GP)-IIb/IIIa-Antagonisten: Tirofiban und Abciximab gleichwertig
Die 6-Monats-Daten der TARGET-Studie belegen: Im Langzeitverlauf sind die beiden GPIIb/IIIa-Antagonisten Tirofiban und Abciximab gleich wirksam. Zwischen beiden Substanzen bestand kein signifikanter Unterschied, weder im Hinblick auf den kombinierten Endpunkt noch auf einzelne Endpunkte oder einzelne Subgruppen, wie die MSD Sharp und Dohme GmbH berichtet.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
Mammakarzinom: Letrozol ist effektiver als Tamoxifen
In der neoadjuvanten Therapie des Mammakarzinoms hat sich der Aromatasehemmer Letrozol (Femara) um rund 50 Prozent effektiver als Tamoxifen bei Patientinnen mit positivem Östrogen- oder Progesteron-Rezeptorstatus erwiesen, so die Firma Novartis. Auch lassen sich nach Vorbehandlung mit Letrozol mehr Operationen brusterhaltend durchführen. Dies belegt eine Studie von Ellis et al., die im September im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurde.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
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