Arzneimittel und Therapie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Glucosamin: Gut für die Gelenke, schlecht fürs Gehirn?
Aktuell wird ein möglicher Zusammenhang zwischen Glucosamin und Alzheimer-Erkrankungen diskutiert. Ist das Nahrungsergänzungsmittel womöglich sogar schädlich? Fangen wir vorne an.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Hyperglykosylierung
18.06.2026, 07:00 Uhr
Immunsuppressivum Ciclosporin: Die Galenik ist für die Wirkung entscheidend
Eng verknüpft mit den Erfolgen der Transplantationsmedizin ist die Einführung von Ciclosporin. Dieses Immunsuppressivum wird heute weltweit bei den meisten Organempfängern zur initialen und dauerhaften Abstoßungsprophylaxe eingesetzt und gilt als Goldstandard, an dem sich alle Neuentwicklungen auf diesem Gebiet messen lassen müssen.Show more07.07.2002, 15:43 Uhr
Osteoporose: Alendronat reduziert das Risiko für Knochenbrüche
Bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose reduziert die Behandlung mit dem Bisphosphonat Alendronat (Fosamax®) das Risiko multipler symptomatischer Knochenbrüche ganz erheblich. Der Schutzeffekt ist bereits nach dreimonatiger Einnahme nachweisbar und hält mindestens über den Beobachtungszeitraum von rund 4 Jahren an. Da die präventive Wirkung an der Wirbelsäule besonders ausgeprägt ist, kann angenommen werden, dass die Alendronat-Therapie der gefürchteten Wirbelsäulenverkrümmung infolge multipler Wirbelbrüche ("Witwenbuckel") bei Osteoporose vorbeugt.Show more07.07.2002, 15:43 Uhr
Neue Therapieoption bei Systemmykosen: Caspofungin ab sofort verfügbar
Das neuartige Antimykotikum Caspofungin MSD wurde am 1. Juli 2002 in Deutschland eingeführt. Damit steht ein hochwirksames Antimykotikum zur Sekundärtherapie invasiver Aspergillosen zur Verfügung, wie MSD berichtete.Show more07.07.2002, 15:43 Uhr
Chronische Hepatitis C: Zulassung von pegyliertem Interferon alfa-2a verbessert
Pegyliertes Interferon alfa-2a (Pegasys®) ist nun auch in Deutschland für die Behandlung der histologisch nachgewiesenen chronischen Hepatitis C bei Erwachsenen, einschließlich Patienten mit Leberzirrhose im Frühstadium, angezeigt. Zugelassen ist es sowohl für die Anwendung in Kombination mit Ribavirin als auch für den Einsatz als alleiniges Medikament (Monotherapie) für Patienten, die Ribavirin nicht vertragen.Show more07.07.2002, 15:43 Uhr
Hepatologie: Wohlstandskrankheit nichtalkoholische Steatohepatitis
Ein neues Schlagwort geistert durch die Hepatologie: NASH, die nicht-alkoholische Steatohepatitis. Als "Fettleberhepatitis" war das Krankheitsbild schon in den 70er-Jahren bekannt. NASH wird für einen Teil der bislang ungeklärten Leberzirrhosen verantwortlich gemacht.Show more30.06.2002, 15:43 Uhr
Schwere Systemmykosen: Caspofungin verbessert Überlebenschancen
Für Patienten mit geschwächtem Immunsystem sind invasive Mykosen eine lebensbedrohliche Komplikation. Unter der Behandlung mit herkömmlichen Antimykotika sterben noch immer mehr als 50% der Patienten. Caspofungin, ein Vertreter der neuen Breitband-Antimykotika-Klasse der Echinocandine, soll nach einer Pressemitteilung von MSD Sharp & Dohme GmbH die Überlebenschancen dieser Patienten in Zukunft deutlich verbessern. Die Substanz ist in den USA und in Europa zugelassen und soll bei uns in den nächsten Wochen auf den Markt kommen.Show more30.06.2002, 15:43 Uhr
Neue Indikation: Donepezil bei vaskulärer Demenz
Der Acetylcholinesterase-Hemmer Donepezil (Aricept®) ist nicht nur bei Alzheimer-Demenz, sondern auch bei vaskulärer Demenz wirksam. Dies zeigen neue Studienergebnisse, die nach einer Information der Firmen Eisai und Pfizer bei der Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN) in Denver im April vorgestellt wurden.Show more30.06.2002, 15:43 Uhr
Grippeprophylaxe: Oseltamivir (Tamiflu) erhält Zulassung zur Behandlung und Pro
Der orale Neuraminidasehemmer Oseltamivir-Phosphat (Tamiflu®) hat die Zulassung der europäischen Behörden für die Behandlung der Grippe bei Erwachsenen und Kindern sowie für die Verhütung der Grippe bei Jugendlichen und Erwachsenen erhalten, wie Roche und Gilead Sciences bekannt gaben. Im März dieses Jahres hatte Roche vom europäischen Ausschuss für Arzneimittelspezialitäten (CPMP) eine positive Stellungnahme für Oseltamivir erhalten.Show more30.06.2002, 15:43 Uhr
Zulassungserweiterung: Olanzapin erhält Zulassung für die Behandlung manisch
Die europäische Zulassungsbehörde EMEA (European Agency for the Evaluation of Medicinal Products) hat die Zulassung von Olanzapin (Zyprexa®) zur Behandlung mäßig schwerer bis schwerer manischer Episoden, wie sie bei bipolaren Erkrankungen vorkommen, erteilt, wie die Lilly Deutschland GmbH mitteilte. Randomisierte, doppelblinde Vergleichsstudien haben gezeigt, dass Olanzapin sowohl in Kombinations- als auch als Monotherapie die manische Symptomatik signifikant reduziert.Show more30.06.2002, 15:43 Uhr
Nichtsteroidales Antirheumatikum: Neuer COX-2-Hemmer: Lumiracoxib
Ergebnisse von Phase-II-Studien, die jetzt nach einer Meldung von Novartis Pharma erstmals anlässlich der Jahrestagung der EULAR (European League Against Rheumatism), Stockholm, vorgestellt wurden, zeigen, dass Lumiracoxib (COX189, vorgesehener Handelsname Prexige®) bei der Behandlung von Patienten mit Arthrose und Schmerzen ebenso wirksam ist wie Diclofenac, der derzeitige europäische "Goldstandard".Show more30.06.2002, 15:43 Uhr
Alzheimer-Erkrankung: Neuer Test zur frühzeitigen Diagnose
Das Heidelberger Biotec-Unternehmen Abeta GmbH entwickelte einen Test-Kit zur Diagnose der Alzheimer-Erkrankung, der ab sofort auf dem Markt verfügbar ist. Mit dem Test kann die Diagnose Alzheimer-Demenz bereits in einem frühen Stadium leichter festgestellt werden. Darüber hinaus eignet sich das System auch zur Verlaufskontrolle von Alzheimer-Therapien.Show more30.06.2002, 15:43 Uhr
Öko-Test: Nur drei Herpesmittel empfohlen
Die ersten Anzeichen von Lippenherpes sind Juckreiz und ein Spannungsgefühl, kurze Zeit darauf entstehen kleine, nässende Bläschen. Für die Behandlung, die so früh wie möglich einsetzen sollte, stehen verschiedene Präparate zu Verfügung. Öko-Test hat die Zusammensetzung von 14 nicht rezeptpflichtigen Medikamenten untersuchen lassen und kommt zu dem Fazit, dass keiner der heute eingesetzten Wirkstoffe den Verlauf eines Lippenherpes entscheidend beeinflussen kann. Daher erhielten auch die drei besten Präparate im Test nur das Urteil "gut".Show more23.06.2002, 15:43 Uhr
Neues Carbapenem: Ertapenem zur Behandlung von schweren Mischinfektionen
Das Beta-Lactam-Antibiotikum Ertapenem (Invanz®) hat jetzt die europaweite Zulassung erhalten, nachdem die amerikanische FDA Ertapenem bereits Ende 2001 zugelassen hatte. Das Carbapenem zur parenteralen Anwendung wurde von Merck & Co. Inc. (USA, in Deutschland MSD Sharp & Dohme) für die stationäre, empirische Initialtherapie schwerer ambulant erworbener Mischinfektionen entwickelt und wirkt gegen ein breites Spektrum aerober und anaerober Bakterien.Show more23.06.2002, 15:43 Uhr
Malaria: Chloroquinresistenz fordert Ausschau nach Alternativen
Chloroquin ist der klassische Wirkstoff zur Prophylaxe der Malaria. Die steigende Resistenzrate schränkt seinen Einsatz jedoch zunehmend ein. Eine Alternative ist die Kombination aus Atovaquon und Proguanil, die seit einem Jahr zur Verfügung steht, Zeit, Zwischenbilanz zu ziehen.Show more23.06.2002, 15:43 Uhr
Wechselwirkungen: Viele Interaktionen beginnen in der Darmwand
Praktisch alle oral eingenommenen Arzneistoffe erreichen die Dünndarmschleimhaut. Dort werden sie keinesfalls nur passiv resorbiert. Es gibt auch aktive Transportmechanismen, die bestimmte Substanzen ein-, ja sogar ausschleusen können. Die Arzneistoff-Metabolisierung in der Darmwand ist für die Bioverfügbarkeit der Arzneistoffe mindestens ebenso wichtig wie die Metabolisierung in der Leber. Da die Transportproteine und das Metabolisierungs-Enzym nur eine geringe Stoffspezifität haben und sowohl induzierbar als auch hemmbar sind, kommt es zu zahlreichen klinisch bedeutsamen Interaktionen im Magen-Darm-Trakt.Show more23.06.2002, 15:43 Uhr
Bisphosphonate: Ibandronat auch bei Osteoporose
Die Ergebnisse einer Phase-III-Studie, die auf dem World Congress of Osteoporose in Lissabon vorgestellt wurden, zeigen, dass Ibandronat die Inzidenz für osteoporosebedingte Knochenbrüche bei postmenopausalen Frauen senkte. Bisher hat Ibandronat (Bondronat®) in Deutschland die Zulassung für die Behandlung tumorinduzierter Hyperkalzämie.Show more23.06.2002, 15:43 Uhr
C. BruhnDronabinol – der Wirkstoff im Hanf
Dronabinol ist die INN-Bezeichnung für ein bestimmtes Stereoisomer des Δ9-Tetrahydrocannabinols. Neueste Forschungsergebnisse wecken Hoffnungen auf eine Vielzahl von Therapieoptionen. Seit vier Jahren können Arzneimittel mit dem Inhaltsstoff von Cannabis sativa in Deutschland auf Betäubungsmittelrezept verordnet werden. Da Dronabinol inzwischen als Rezeptursubstanz zur Verfügung steht, kann die Eigenherstellung von Zubereitungen in der Apotheke im Vergleich zum Import ausländischer Fertigarzneimittel Kosten sparen.Show more16.06.2002, 15:43 Uhr
Magen-Darm-Krebs: Imatinib erhält EU-Zulassung zur Behandlung von gastrointesti
Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Imatinib (Glivec®) zur Behandlung von Patienten mit Kit-(CD 117)-positiven inoperablen und/oder metastasierten malignen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) erteilt, wie Novartis bekannt gab.Show more16.06.2002, 15:43 Uhr
Injizierbarer COX-2-Hemmer: Parecoxib zur kurzfristigen Schmerzbehandlung
Nach den beiden oralen COX-2-Hemmern Rofecoxib (Vioxx®) und Celecoxib (Celebrex®) kommt jetzt mit dem gut wasserlöslichen Parecoxib (Dynastat®, Pharmacia) ein injizierbarer COX-2-Hemmer zur kurzfristigen Behandlung von akuten postoperativen Schmerzen auf den Markt. Der neue Wirkstoff kann intravenös oder intramuskulär verabreicht werden. Nach der Injektion wird Parecoxib durch enzymatische Hydrolyse in der Leber schnell zu Valdecoxib, der pharmakologisch aktiven Substanz, umgewandelt.Show more16.06.2002, 15:43 Uhr
Therapie mit Lipidsenkern: Neue Diskussion um Nebenwirkungspotenzial
Die Diskussion um das Nebenwirkungspotenzial der Statine erhält jetzt nach mehreren Berichten in den Medien neue Nahrung: Danach kann die simultane Einnahme von Simvastatin (Denan®, Zocor®) und dem Antiarrhythmikum Amiodaron möglicherweise zu einem erhöhten Risiko für Myopathien und Herzrhytmusstörungen führen (siehe auch Wichtige Mitteilungen in dieser Ausgabe).Show more16.06.2002, 15:43 Uhr
Phytopharmaka: Rückruf für Kava-Kava-Präparate
Bereits seit zwei Jahren wird über die Möglichkeit diskutiert, dass Kava-Kava-Präparate Leberschäden auslösen können (siehe z. B. DAZ 47/01, S. 34 und DAZ 29/00, S. 43 Ų 48). Jetzt hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte auf die zunehmende Zahl der Meldungen reagiert und die Zulassung für Arzneimittel mit Kava-Kava (Piper methysticum) und Kavain mit sofortiger Wirkung widerrufen (siehe auch Wichtige Mitteilungen in dieser Ausgabe). Kava-Kava-Präparate wurden bisher zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen eingesetzt.Show more16.06.2002, 15:43 Uhr
Endothelin-1-Rezeptorantagonist: Bosentan hilft bei pulmonaler Hypertonie
Mit Bosentan (Tracleer®) steht der erste orale Endothelin-1-Rezeptorantagonist zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) zu Verfügung. Als dualer Endothelin-1-Rezeptorantagonist blockiert Bosentan die ETA- und ETB-Rezeptoren und hemmt somit die pathophysiologischen Wirkungen von Endothelin an den Blutgefäßen.Show more16.06.2002, 15:43 Uhr
Unerwünschte Wirkungen:Arzneimittel erhöhen das Körpergewicht
In zwei vorangegangenen DAZ-Ausgaben (4/2002 und 6/2002) wurde ausführlich dargestellt, welche komplexen Mechanismen den menschlichen Energiehaushalt regulieren. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein kürzlich erschienener Übersichtsartikel, in dem nach Auswertung von 120 Veröffentlichungen aus den vergangenen vier Jahrzehnten diejenigen Arzneistoffe erfasst wurden, bei deren Einnahme eine Gewichtszunahme als Nebenwirkung zu beobachten war.Show more09.06.2002, 15:43 Uhr
Pflanzenschutzmittel: Gefahr durch Nitrofen in Nahrungsmitteln?
Der Nitrofen-Skandal weitet sich aus: Mittlerweile wurde das Herbizid in Eiern, Hühner- und Putenfleisch und in daraus hergestellten Wurstwaren sowie in Schweinemastfutter gefunden. Es handelt sich bisher ausschließlich um Produkte aus Öko-Produktion. Mit Nitrofen belastetes Geflügelfleisch ist bundesweit an mindestens 90 Abnehmer in zehn Bundesländern ausgeliefert worden. Weitere Lieferungen sind auch ins Ausland gegangen. Wie viel mit Nitrofen belastetes Fleisch insgesamt in den Handel kam und inwieweit das Fleisch zu Endverbrauchern gelangte und gegessen wurde, ist noch unklar. In Deutschland sind bereits 90 Öko-Betriebsstätten gesperrt, und eine umfangreiche Rückrufaktion ist im Gang.Show more09.06.2002, 15:43 Uhr
Malaria: Kombination Artemether/Lumefantrin in der WHO-Liste der essenziellen He
Das Malariamedikament Riamet® (Artemether/Lumefantrin) ist neu in die Liste der essenziellen Heilmittel (Model List of Essential Medicines) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgenommen worden, wie Novartis mitteilte.Show more09.06.2002, 15:43 Uhr
Psoriais vulgaris: Studie bestätigt Wirksamkeit von Calcitriol
Die Ergebnisse einer in Deutschland durchgeführten Anwendungsbeobachtung zeigen, dass Calcitriol (Silkis®) 3 µg/g Salbe als Monotherapie bei der topischen Behandlung von Patienten mit einer milden bis mäßig starken Psoriasis vulgaris wirksam und verträglich ist, wie Galderma mitteilte.Show more09.06.2002, 15:43 Uhr
COPD-Therapie: Mit Tiotropium gegen die Raucherlunge
Tiotropium (Spiriva®) ist ein neuer lang wirksamer cholinerger M3-Blocker, der zur Behandlung der COPD eingesetzt wird. Die Substanz ist länger wirksam als Ipratropium und Oxitropium und wird in einer Dosierung von 18 µg einmal täglich inhaliert, um eine Bronchodilatation über 24 Stunden zu erzielen. Die längere Wirkdauer kommt durch eine längere Halbwertszeit am Rezeptor zustande, die im wesentlichen auf die langsame Dissoziation vom M3-Rezeptor zurückzuführen ist. Tiotropium wird als Pulverinhalation mit dem speziell für dieses Medikament entwickelten HandiHaler® verabreicht.Show more09.06.2002, 15:43 Uhr
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