Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Empfohlene COVID-19-Impfung wird vernachlässigt
Experten erinnern an die STIKO-Empfehlung zur jährlichen Auffrischung der Covid-19-Impfung bei Risikogruppen. Derweil werden mRNA-Impfstoffe angepasst und optimiert.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Jährliche Auffrischung für Personen ab 60 Jahren
29.04.2026, 11:00 Uhr
Neue Indikation: Memantine zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Alzhei
Zum 1. August 2002 hat das Unternehmen Lundbeck nach eigenen Angaben Memantine (Ebixa®) zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Demenz vom Alzheimer-Typ in Deutschland eingeführt. Der Wirkstoff Memantine hat weltweit als erster und bis heute einziger eine Zulassung zur Behandlung dieser fortgeschrittenen Formen der Alzheimer-Demenz. Die Zulassung wurde am 20. Februar 2002 im Rahmen eines europäischen Zulassungsverfahrens erteilt.Show more25.08.2002, 15:44 Uhr
Bronchialkarzinom: Gefitinib bei fortgeschrittenem Bronchialkarzinom zugelassen
Als erstes Land hat Japan Gefitinib (Iressa™) zur Behandlung des inoperablen oder rezidivierenden nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms zugelassen, wie Astra Zeneca mitteilte. In fast allen soliden Tumoren, unter anderem auch im nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) ist der Epidermal Growth Factor Receptor (EGF-R) überaktiv und ist damit eine viel versprechende Zielstruktur. Das Chinazolin-Derivat Gefitinib hemmt diesen Wachstumsrezeptor, indem es effektiv und hoch selektiv die intrazelluläre Tyrosinkinase blockiert und so gezielt die unkontrollierte Zellproliferation hemmt.Show more25.08.2002, 15:44 Uhr
Aus der Forschung: Sildenafil für die Behandlung von Motilitätsstörungen der
Sildenafil (Viagra®) blockiert die Phosphodiesterase Typ 5 und führt damit zu einer Erschlaffung von glatten Muskelzellen in verschiedenen Organen. Es zeigte in Versuchen auch eine Wirkung auf den unteren Ösophagussphinkter und könnte damit bei Patienten mit gesteigerter Ösophagus-Motilität eingesetzt werden.Show more25.08.2002, 15:44 Uhr
Knochengesundheit: Erhöhtes Frakturrisiko nach Vitamin-A-Einnahme
Die langfristige Einnahme retinolhaltiger Supplemente sowie der Verzehr Vitamin-A-reicher Nahrung scheint das Frakturrisiko bei postmenopausalen Frauen zu erhöhen. Sollte sich diese Vermutung in weiteren Studien bestätigen, müssten die Richtlinien für den Vitamin-A-Gehalt in Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln neu definiert werden.Show more18.08.2002, 15:44 Uhr
Acetylcholinesterase-Hemmer: Galantamin nicht nur bei reiner Alzheimer-Demenz wi
Bei der Behandlung der Alzheimer-Demenz sind Acetylcholinesterase-Hemmer Mittel der ersten Wahl. Bei vaskulärer Demenz gibt es noch keine Standardtherapie. In einer randomisierten Doppelblindstudie an Patienten mit vaskulärer Demenz oder gemischter vaskulärer Demenz (=Alzheimer-Demenz mit zerebrovaskulärer Erkrankung) verbesserte Galantamin sowohl kognitive als auch nicht-kognitive Fähigkeiten.Show more18.08.2002, 15:44 Uhr
Erhöhter Homocystein-Spiegel: Risikofaktor für eine Demenz?
Ein hoher Homocystein-Spiegel ist ein wichtiger Risikofaktor für vaskuläre Erkrankungen. So konnte auch gezeigt werden, dass erhöhte Homocystein-Werte mit einem erhöhten Risiko für atherosklerotische Erkrankungen einhergehen. Diese Beobachtungen führten nun zur Hypothese, dass hohe Homocystein-Werte auch ein Risikofaktor für Demenzerkrankungen sind. Diese Hypothese wurde in einer prospektiven Studie untersucht. Ob eine Senkung hoher Homocystein-Spiegel durch z. B. die Substitution von Vitamin B6, B12 und Folsäure sinnvoll ist, muss noch geklärt werden.Show more18.08.2002, 15:44 Uhr
Schizophrenie: Einfacher Vertriebsweg für Clozapin
Das atypische Neuroleptikum Clozapin gehört zu den am häufigsten verordneten Medikamenten gegen Schizophrenie. Aufgrund des Agranulozytoserisikos war der Vertriebsweg über lange Jahre kompliziert. Das hat sich geändert. Clozapin Hexal® kann ab sofort ohne besondere Regelungen über Verschreibung und Abgabe vertrieben werden - eine wesentliche Erleichterung für Patient und Apotheker.Show more18.08.2002, 15:44 Uhr
Schizophrenie-Therapie: Ziprasidon zur Akuttherapie und in der Rezidivprophylaxe
Amerikanische Psychiater diskutierten auf der Jahrestagung (155th Annual Meeting of the American Psychiatric Association) über die Wirkung des atypischen Neuroleptikums Ziprasidon in der Akuttherapie der Schizophrenie, wie Pfizer Neuroscience berichtete. In Deutschland ist Ziprasidon unter dem Warenzeichen Zeldox® seit Mai 2002 sowohl in einer parenteralen als auch in einer oralen Darreichungsform verfügbar. Ziprasidon hat sich auch in der Rezidivprophylaxe bewährt.Show more18.08.2002, 15:44 Uhr
Lipidsenker: Fluvastatin gegen Atherosklerose
In der so genannten LIPS-Studie reduzierte Fluvastatin bei Patienten mit annähernd normalem Cholesterinwert das Risiko für schwere kardiale Ereignisse nach erfolgreicher perkutaner Koronarintervention um 22 Prozent. Auf einem Expertengespräch an der Universität Regensburg wurden nach einer Information von Novartis neben klinischen Daten auch die antiatherosklerotischen Effekte diskutiert.Show more18.08.2002, 15:44 Uhr
LDL-Senkung: Ezetimib als Ergänzung zu Statinen
Wird der LDL-Zielwert trotz Beginn einer Statintherapie nicht erreicht, ist es wirksamer und einfacher, zusätzlich den neuartigen Cholesterin-Resorptionshemmer Ezetimib (vorgesehener Handelsname: Ezetrol®) zu geben, als in mehreren Schritten die Statindosis zu verdoppeln. So lautet nach einem Bericht der Firmen MSD und Essex das Ergebnis mehrerer klinischer Studien.Show more18.08.2002, 15:44 Uhr
Antimykotika: Voriconazol und liposomales Amphotericin B im Vergleich
Patienten mit Neutropenie und anhaltendem Fieber werden häufig empirisch mit Amphotericin B behandelt, um massive Pilzinfektionen zu vermeiden. Der Frage, ob das Azol-Antimykotikum Voriconazol eine gleich wirksame aber weniger toxische Alternative zu liposomalem Amphotericin B in der empirischen Behandlung ist, wurde in einer randomisierten Studie nachgegangen.Show more11.08.2002, 15:44 Uhr
Antimykotika: Caspofungin wirkt gegen resistente Stämme
Invasive Candida-Infektionen sind auf dem Vormarsch Ų nicht zuletzt Folge zunehmend aggressiver und immunsuppressiver Behandlungsmaßnahmen. Was den Experten besondere Sorge bereitet: Immer mehr Patienten infizieren sich mit Non-albicans-Spezies, die auf Azole nicht mehr ansprechen. Neue Antimykotika sind gefragt, um die wachsende Resistenzproblematik in den Griff zu bekommen. Darüber informierte die Firma MSD.Show more11.08.2002, 15:44 Uhr
Chronisch-entzündliche Darmerkrankung: Infliximab-Erhaltungstherapie bei Morb
Patienten mit aktivem Morbus Crohn, die auf eine erste Infliximab-Infusion ansprechen, profitieren von einer weiteren Erhaltungstherapie im Acht-Wochen-Rhythmus. Das ergab die ACCENT-I-Studie über einen Zeitraum von einem Jahr.Show more11.08.2002, 15:44 Uhr
Reizdarmsyndrom: Tegaserod hilft bei Bauchschmerzen und Blähungen
Tegaserod (in den USA Zelnorm™, Zelmac®) hat in den USA von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für die kurzfristige Behandlung von Frauen erhalten, die unter dem Reizdarmsyndrom mit Hauptsymptom Verstopfung leiden, wie Novartis mitteilte. Tegaserod ist inzwischen in über 30 Ländern zugelassen und wirkt durch die Regulierung der Darm-Motilität und eine Reduktion der erhöhten viszeralen Sensitivität gleichzeitig auf mehrere Symptome des Reizdarmsyndroms.Show more11.08.2002, 15:44 Uhr
Oxazolidinon: Vergleichbare Effektivität von Linezolid und Vancomycin bei MRSA-
Linezolid, der erste Vertreter der Oxazolidinone, erwies sich in einer Studie bei Patienten mit Methicillin-resistenter Staphylococcus-aureus-Infektion (MRSA) als gleichsam effektiv wie eine Standardtherapie mit Vancomycin. Linezolid steht in Deutschland unter dem Namen Zyvoxid® zur Verfügung.Show more11.08.2002, 15:44 Uhr
Glykopeptidresistenz: Erstmalige Isolierung eines S. aureus mit Resistenz gegen
Seit dem Nachweis der Übertragbarkeit der Glykopeptidresistenz von Enterococcus faecalis auf Staphylococcus aureus in vitro bestand die Befürchtung, dass dies auch unter natürlichen Verhältnissen und mit klinischer Bedeutung geschehen könnte. Wie in der Zeitschrift Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR 2002; 51: 565 Ų 567) kürzlich berichtet wurde, gab es in einem Krankenhaus in Michigan eine Infektion mit einem Vancomycin-resistenten MRSA (Methicillin-reistenter Staphylococcus-aureus-Stamm), die den Katheterausgang eines Dialyse-Patienten mit Diabetes, diabetischem Fußsyndrom und Nephropathie betraf.Show more11.08.2002, 15:44 Uhr
Therapie des Typ-2-Diabetes: Nateglinid verbessert in Kombination mit Metformin
Neueste, auf der 62nd Scientific Session der American Diabetes Association (ADA) präsentierte Daten zeigen nach einer Information der Firmen Novartis Pharma und Merck KGaA, Darmstadt, dass Nateglinid in Kombination mit Metformin die Blutzuckereinstellung von Typ-2-Diabetikern deutlich verbessert.Show more11.08.2002, 15:44 Uhr
Neurokinin-1-Rezeptorantagonist: Aprepitant schützt vor Übelkeit und Erbrechen
Krebspatienten, die mit einer Chemotherapie behandelt werden, leiden häufig unter Übelkeit und Erbrechen. Aprepitant ist ein neues Antiemetikum, das nach einer Mitteilung von MSD Sharp & Dohme die Lebensqualität dieser Patienten verbessern soll. Dies belegen nach Aussage der Firma aktuelle Daten, die kürzlich auf dem 38. Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Orlando erstmals vorgestellt wurden.Show more04.08.2002, 15:44 Uhr
Bisphosphonate: Zoledronsäure verhindert krebsbedingte Knochenkomplikationen
Das Bisphosphonat Zoledronsäure (Zometa®), das bislang zur Behandlung der tumorinduzierten Hyperkalzämie eingesetzt wurde, hat nun auch die Zulassung zur Behandlung krebsbedingter Knochenkomplikationen erhalten. Die Erweiterung der Zulassung durch die Europäische Agentur für die Beurteilung von Arzneimitteln (EMEA) basiert auf den Daten aus drei großen internationalen klinischen Studien. In diesen konnte gezeigt werden, dass durch die Behandlung mit Zoledronsäure skelettbezogene Komplikationen bei Patienten mit multiplem Myelom und mit Knochenmetastasen solider Tumore signifikant verringert werden, und dass das erstmalige Auftreten der Knochenkomplikationen hinausgezögert wird.Show more04.08.2002, 15:44 Uhr
Potenzstörungen: Erektile Dysfunktion als Frühsymptom des Diabetes
Die erektile Dysfunktion (ED) tritt bei der Hälfte aller Diabetiker auf, die jährliche Inzidenz ist im Vergleich zu Nicht-Diabetikern mehr als doppelt so hoch. Die Einschränkung der Lebensqualität durch ein gestörtes Sexualleben war Thema eines Pressegesprächs bei der 37. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Dresden. Hier wurde eine Studie mit dem Phosphodiesterase (PDE)-5-Inhibitor Vardenafil vorgestellt, in der sich die Erektionsfähigkeit von Diabetikern um 72 Prozent verbesserte. Vor dem Einsatz dieser Substanz, die in Deutschland kurz vor der Zulassung steht, muss das Herz-Kreislaufrisiko der multimorbiden Patienten ermittelt werden.Show more04.08.2002, 15:44 Uhr
Aus der Forschung: Mit Tetracyclinen gegen die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit?
Einen neuen Ansatzpunkt im Kampf gegen die Rinderseuche BSE, Scrapie und die menschliche Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (CJD) haben Wissenschaftler in Italien und Schottland gefunden. Sie konnten zeigen, dass der Ausbruch von Scrapie bei Hamstern verzögert und die Überlebenszeit verlängert wird, wenn die Hamster mit Tetracyclin-behandelten Prionen infiziert wurden statt mit unbehandelten Prionen.Show more04.08.2002, 15:44 Uhr
Symptomatische Behandlung der Arthrose: LOX/COX-Inhibitor Licofelone
Die Ergebnisse der ersten Phase-III-Studien mit Licofelone zeigen nach einer Mitteilung der Firma Merckle, dass Licofelone vergleichbar wirksam wie herkömmliche nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) und gut verträglich ist.Show more04.08.2002, 15:44 Uhr
Parkinson-Therapie: Fahrverbot für Ropinirol-Patienten aufgehoben
Das generelle Fahrverbot für Parkinson-Patienten, die mit dem Dopaminagonisten Ropinirol (Requip®) therapiert werden, ist aufgehoben, wie GlaxoSmithKline mitteilte. In der Fachinformation zu Ropinirol wird aber weiterhin darauf hingewiesen, dass Patienten, bei denen Schläfrigkeit und/oder plötzliches Einschlafen auftreten bzw. aufgetreten sind, kein Kraftfahrzeug führen und keine Maschine bedienen dürfen.Show more04.08.2002, 15:44 Uhr
Erektile Dysfunktion: Positive Bewertung von Tadalafil
Das European Committee for Proprietary Medicinal Products (CPMP) hat eine positive Bewertung für den oralen Phosphodiesterase-Hemmer Tadalafil (Cialis™) zur Behandlung der erektilen Dysfunktion abgegeben, wie Lilly Icos mitteilte.Show more04.08.2002, 15:44 Uhr
Volkskrankheit Depression: Langdauernder Stress als Risikofaktor
Der Zusammenhang zwischen Depression und Stress ist unbestritten: Wer lange in Stresssituationen verharrt, läuft Gefahr eine Depression zu entwickeln, bei unbehandelten depressiven Patienten ist eine Überaktivität des Stresssystems Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden beschrieben. Der Einsatz wirksamer Antidepressiva ist dann oft unumgänglich. Um den Therapieerfolg zu sichern, sollten Antidepressiva gut verträglich sein und vor allen Dingen schnell wirken, wie der Alpha2-Adrenozeptorantagonist Mirtazapin in einer neuen galenischen Darreichungsform als Schmelztablette es in der RAPID-I-Studie unter Beweis stellte.Show more28.07.2002, 15:44 Uhr
Chronische Obstipation: Zulassungserweiterung für Macrogol 3350 plus Elektrolyt
Das Laxans Macrogol 3350 plus Elektrolyte (Movicol®) hat die Zulassungserweiterung für den langfristigen Einsatz bei bestimmten Formen der chronischen Obstipation erhalten, wie die Norgine GmbH mitteilte. Movicol®, ist jetzt auch für Jugendliche ab zwölf Jahren mit der gleichen Dosierung wie für Erwachsene zugelassen.Show more28.07.2002, 15:44 Uhr
Interview: Hormone in den Wechseljahren nicht zur Prävention anwenden?
(hel). Eine am 9. Juli veröffentlichte Studie aus Amerika, die so genannte "Women's Health Initiative" (WHI), hat gezeigt, dass Frauen, die in oder nach den Wechseljahren Östrogene und Gestagene zum Ersatz der verminderten körpereigenen weiblichen Geschlechtshormone einnehmen, ein etwas höheres Brustkrebs- und Herz-Kreislauf-Risiko tragen als Frauen, die solche Arzneimittel nicht anwenden. In die Studie waren insgesamt rund 16 000 Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren einbezogen. Wir sprachen mit Prof. Dr. Hans Georg Bender, Direktor der Frauenklinik der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, über die neuesten Studienergebnisse.Show more28.07.2002, 15:44 Uhr
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