Arzneimittel und Therapie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Cholesterol-Synthese gehemmt: Steigt das Autismusrisiko?
Zirkuliert zu viel Nicht-HDL-Cholesterol im Blutkreislauf, drohen Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch auch die Unterversorgung birgt Risiken, insbesondere während der fetalen Entwicklung. In einer Studie wurde nun untersucht, ob die medikamentöse Hemmung der Cholesterol-Biosynthese in der Schwangerschaft das Risiko einer Autismus-Spektrum-Störung beim Kind erhöht.Show morearzneimittel-und-therapie
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Pränatale Arzneimittelexposition
17.06.2026, 08:00 Uhr
Hormonersatztherapie: Brustkrebsrisiko bei Estrogen-Gestagen-Kombinationen erhö
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat in einem Stufenplanverfahren angeordnet, dass in die Produktinformationen von Arzneimitteln zur Hormonersatztherapie erweiterte Angaben zum Risiko von venösen Thromboembolien, koronarer Herzkrankheit, Schlaganfall, Brustkrebs und Ovarialkarzinom aufgenommen werden. Mehrere kürzlich veröffentlichte Studien, darunter die "Million Women Study", haben diese Risiken gezeigt. Arzneimittel zur Hormonersatztherapie sollten nur noch zur Behandlung ausgeprägter Wechseljahresbeschwerden angewendet werden. Außerdem wird empfohlen, die Behandlung so kurz und so niedrig dosiert wie möglich durchzuführen.Show more17.08.2003, 15:53 Uhr
Fusionshemmer gegen HIV: Das Eindringen des Virus verhindern
Nach nukleosidalen und nicht-nukleosidalen Inhibitoren der reversen Transkriptase und den Protease-Inhibitoren existiert mit den Fusionshemmern nun eine dritte Klasse von Medikamenten für HIV-Betroffene und AIDS-Patienten. Das Schweizer Pharmaunternehmen Hoffmann-La Roche hat in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Unternehmen Trimeris mit Enfuvirtid (Fuzeon®) ein Präparat auf den Markt gebracht, das die Fusion der Membran der HI-Virushülle mit der der Wirtszelle hemmt und so die Replikation des Virus verhindert. Seit Mai 2003 ist Enfuvirtid für die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) von bereits vorbehandelten HIV-Patienten zugelassen, bei denen die bisherigen Mittel nicht mehr helfen oder nicht vertragen werden.Show more17.08.2003, 15:53 Uhr
Raucherentwöhnung: Wie erfolgreich sind Nicotin-Pflaster?
Acht Jahre nach einer abgeschlossenen Studie zum Einsatz von Nicotin-Pflastern bei der Nicotinentwöhnung wurde eine Nachuntersuchung durchgeführt. Ziel war es, festzustellen, ob und wie sich die Rauchgewohnheiten der damaligen Probanden in den dazwischenliegenden Jahren verändert haben. Es handelt sich dabei um eine von den wenigen Studien zur Wirkung von Nicotin-Pflastern, die Abstinenz länger als drei Jahre über die Zeit der tatsächlichen Anwendung des Pflasters hinausgehend kontrollierten. Das Ergebnis war ernüchternd: Nur 5% der Teilnehmer waren über die gesamten acht Jahre abstinent.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Aus der Forschung: IL-15-Antagonist bei rheumatoider Arthritis
Roche wird den humanen Interleukin-15-Zytokin-Rezeptor-Hemmer (cytokine receptor blocker, CRB-15) von Cardion erwerben. CRB-15 befindet sich zurzeit in der präklinischen Entwicklung für die Behandlung von rheumatoider Arthritis und für die Anwendung bei Transplantationen. Gemäß dieser Vereinbarung wird Roche für die Entwicklung und den weltweiten Vertrieb von CRB-15 verantwortlich sein.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Eklampsiebehandlung: Nimodipin in der Krampfprophylaxe unterlegen
Seit vielen Jahrzehnten gilt Magnesiumsulfat als Mittel der Wahl zur Vorbeugung einer Eklampsie, eine gefürchtete Komplikation in der Schwangerschaft. Die Ursache dieser Erkrankung könnte eine krankhafte Verengung der Blutgefäße sein. In einer Studie wurde untersucht, ob Nimodipin Ų ein lipophiler Calciumantagonist, der vor allem im Zentralnervensystem vasodilatierend wirkt Ų die Eklampsie noch effektiver als Magnesiumsulfat bekämpfen kann. Doch das Resultat ist ernüchternd: das bekannte Magnesiumsulfat ist wirksamer als Nimodipin.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Bronchialkarzinom: Neue Chemotherapien in fortgeschrittenen Tumorstadien
Fast zwei Drittel der nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinome befinden sich zum Zeitpunkt der Diagnose in einem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium. Eine präoperative Docetaxel-Cisplatin-Therapie erzielte im Stadium IIIa eine 5-Jahres-Überlebensrate von 38%. In den Stadien IIIb und IV verlängerte eine Docetaxel-Cisplatin-Therapie im Vergleich zur Vinorelbin-Cisplatin-Kombination das Gesamtüberleben. Alte Patienten profitierten ebenso von der Chemotherapie wie jüngere.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Entzündungen des Darmes: Topisch aktives Steroid mimimiert Nebenwirkungen
Das Steroid Budesonid ist topisch im Darm wirksam und hat sich bei der Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (CED) etabliert. Es hat nicht zuletzt wegen der geringen Gefahr Steroid-assoziierter Nebenwirkungen wohl auch bei anderen entzündlichen Darmerkrankungen therapeutische Bedeutung, wie bei einem Internationalen Falk-Symposium in Berlin dargelegt wurde.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Transdermale Kontrazeption: Das erste Verhütungspflaster auf dem Markt
Sicherheit, eine gute Zykluskontrolle und eine geringe Nebenwirkungsrate Ų das sind die Kriterien, die Frauen bei der Wahl "ihres" Verhütungsmittels am wichtigsten sind. Die Pille konnte diese Kriterien aus Sicht der meisten bislang am besten erfüllen. Allerdings empfinden viele Frauen, die orale Kontrazeptiva verwenden, die regelmäßige, je nach Pillentyp sogar uhrzeitgenaue, Einnahme als lästig. Für sie steht mit Evra® nun eine Alternative mit einem wöchentlichen Anwendungsrhythmus zur Verfügung. Evra® ist das erste in Deutschland zugelassene transdermale therapeutische System zur hormonellen Kontrazeption.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
5-Alpha-Reduktasehemmer: Finasterid senkt Risiko für Prostatakarzinom
Eine neue Studie, der Prostate Cancer Prevention Trial (PCPT), gibt zum erstenmal einen Hinweis darauf, dass sich das Auftreten bestimmter Formen eines Prostatakarzinoms medikamentös zumindest hinausschieben, möglicherweise aber sogar verhindern lässt. In dieser Studie sank unter der Einnahme von Finasterid das Risiko, an einem Prostatakarzinom zu erkranken, um rund 25%. Diese Ergebnisse hat das amerikanische "National Institute of Health" jetzt bekannt gegeben. Die Studie war auf zehn Jahre angelegt und hätte noch bis Mai 2004 laufen sollen, wurde aber Anfang März 2003 vorzeitig abgebrochen, da die Ergebnisse bereits eindeutig waren.Show more10.08.2003, 15:53 Uhr
Dermatopharmazie: Johanniskrautextrakt-Creme wirksam bei subakuter Neurodermitis
In der Volksmedizin wird Johanniskraut bei verschiedenen Hauterkrankungen und Hautverbrennungen verwendet, indem es topisch appliziert wird. Eine Freiburger Arbeitsgruppe um Priv.-Doz. Dr. Christoph M. Schempp hat die klinische Wirksamkeit einer Johanniskrautextrakt-Creme bei subakuter atopischer Dermatitis (Neurodermitis) nachgewiesen. Damit erwies sich erstmals ein dermatologisches Phytotherapeutikum gegenüber Plazebo als signifikant überlegen.Show more03.08.2003, 15:53 Uhr
Onkologie: Pharmakogenomische Studien für eine individualisierte Krebstherapie
Auf dem 39. Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurde aus allen Bereichen der Onkologie ein umfangreiches wissenschaftliches Programm präsentiert. Im Mittelpunkt standen unter anderem die molekulare Onkologie sowie die Möglichkeiten, die die Integration von genetischen Tests für Therapieentscheidungen bieten kann.Show more03.08.2003, 15:53 Uhr
HIV-Behandlung: Weiteres Nukleosidanalogon zugelassen
Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat Emtriva™ mit dem Wirkstoff Emtricitabin (FTC) zur Behandlung der HIV-Infektion bei Erwachsenen zugelassen, wie Gilead Sciences mitteilte. Emtricitabin ist ein neues Nukleosidanalogon, das als einzelne Kapsel (200 mg) einmal täglich in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen eingenommen wird und als Inhibitor der viralen Reversen Transkriptase wirkt. Die europäische Zulassung für das neue Nukleosidanalogon durch die EMEA wird noch in diesem Jahr erwartet.Show more03.08.2003, 15:53 Uhr
Nichtsteroidale Antirheumatika: Diclofenac-haltiges Pflaster gegen den Tennisarm
Topische Applikationsformen nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) gelten als nebenwirkungsarme Alternative bei der Behandlung von Muskel- und Gelenkbeschwerden. Jetzt hat das NSAR Diclofenac eine Zulassung als wirkstoffhaltiges Pflaster erhalten. Das Diclofenac-Pflaster wurde in klinischen Studien an Patienten unter anderem mit Epicondylitis, Fußgelenksdistorsionen, Gonarthrose und Sportverletzungen untersucht. Nach Angaben von Novartis soll das Voltaren® Wirkstoff-Pflaster Ende November in den Apotheken zur Verfügung stehen.Show more03.08.2003, 15:53 Uhr
Akutes Koronarsyndrom: GPIIb/IIIa-Rezeptor-antagonisten auch bei instabiler Angi
Die European Society of Cardiology (ESC) hat ihre Empfehlungen für die Behandlung bei akutem Koronarsyndrom ohne ST-Streckenhebung geändert. Demnach sollen alle Hochrisikopatienten mit erhöhtem Troponin-T-Spiegel zusätzlich zur Basistherapie einen Glykoprotein(GP)IIb/IIIa-Antagonisten erhalten, und so früh wie möglich eine Koronarangiographie bzw. Revaskularisierung durchgeführt werden.Show more03.08.2003, 15:53 Uhr
Monoklonaler Antikörper: Cetuximab blockiert Wachstumsfaktor-Rezeptor
Die Merck KGaA informierte, dass sie jetzt bei den Europäischen Behörden die Zulassung von Cetuximab (vorgesehener Handelsname: Erbitux®) für die Behandlung von metastasierendem Darmkrebs beantragt hat.Show more27.07.2003, 15:52 Uhr
Hormonersatztherapie: Neues synthetisches Gestagen Trimegeston zugelassen
Wyeth Pharma hat die Zulassung für die Kombination 2 mg 17β-Estradiol und 0,5 mg Trimegeston (Minique®) zur sequenziellen Behandlung postmenopausaler Symptome erhalten, wie aus einer Pressemiteilung der Firma hervorgeht. Die Kombination 1 mg 17β-Estradiol und 0,125 mg Trimegeston (TMG) zur kontinuierlichen Gabe wurde jetzt im europäischen Verfahren der gegenseitigen Anerkennung ebenfalls zugelassen. Im Herbst 2003 soll Minique® in Deutschland eingeführt werden, die Einführung der Produkte ist auch in weiteren europäischen Ländern geplant.Show more27.07.2003, 15:52 Uhr
Schizophrenie: Risperidon oder Haloperidol zur Rückfallprophylaxe?
Patienten mit stabiler Schizophrenie oder schizoaffektiver Störung hatten während einer einjährigen oralen Risperidon-Therapie ein weitaus geringeres Rückfallrisiko und schwächere Symptome als unter einer Haloperidol-Therapie.Show more27.07.2003, 15:52 Uhr
Aus der Forschung: Neue Wirkstoffe für Typ-2-Diabetiker
Die Zeitschrift Science berichtet nach einer Information von Roche über die Entdeckung einer neuen Wirkstoffklasse gegen Typ-2-Diabetes. Einem Forschungsteam von Roche gelang es in präklinischen Studien, die Wirkung eines Enzyms zu verstärken, welches bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels eine wichtige Rolle spielt. Diese Entdeckung bildet die Grundlage für neue Behandlungsmöglichkeiten für 135 Millionen Menschen, die weltweit an Typ-2-Diabetes leiden.Show more27.07.2003, 15:52 Uhr
Primäre pulmonale Hypertonie: Bosentan verbessert Überleben
Die Firma Actelion gab die Analyse einer Langzeitbeobachtung von Patienten mit primärer pulmonaler Hypertonie aus den Zulassungsstudien für Bosentan (Tracleer®) bekannt. Die Daten geben Hinweis darauf, dass die Anwendung des oralen dualen Endothelin-Rezeptorantagonisten mit verbessertem Überleben verbunden ist.Show more27.07.2003, 15:52 Uhr
Obstipation als Arzneimittelnebenwirkung: Unter Opioidtherapie sind Laxanzien un
Ist wegen starker chronischer Schmerzen die Behandlung mit einem Opioid indiziert, so muss gleichzeitig ein Laxans eingenommen werden. Denn die Patienten werden mit hoher Gewissheit eine chronische Obstipation entwickeln, die ohne abführende Therapie praktisch nicht zu kontrollieren ist.Show more20.07.2003, 15:52 Uhr
S. Menzel, G. GeißlingerBuprenorphin – Neue E
Buprenorphin wird seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich für die Therapie starker bis sehr starker Schmerzen eingesetzt. Seit etwa zwei Jahren ist in Deutschland auch ein Präparat für die Substitutionstherapie Opiat-Abhängiger auf dem Markt. Obwohl die Wirkungen von Buprenorphin auf den ersten Blick denen eines typischen klinisch eingesetzten Opioids entsprechen, besitzt es dennoch ein einzigartiges Wirkprofil, das trotz intensivster Forschung noch nicht vollständig erklärt werden kann. Dieses Wirkprofil bietet möglicherweise therapeutische Vorteile gegenüber anderen Opioiden. Die Wirksamkeit der unterschiedlichen Buprenorphin-Formulierungen, die alle der BtMVV unterliegen, ist in zahlreichen klinischen Studien belegt worden [1].Show more20.07.2003, 15:52 Uhr
Hirntumore: Bessere Überlebenszeit durch Temozolomid
Die Therapiechancen bei bösartigen Hirntumoren sind noch keineswegs befriedigend. Doch es gibt deutliche Fortschritte, und das betrifft nicht nur die Operationstechniken, sondern auch die Radio-Chemotherapie, wie beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie in Essen dargelegt wurde.Show more20.07.2003, 15:52 Uhr
Onkologie: Supportivmaßnahmen verbessern Therapieerfolg und Lebensqualität
Die Supportivtherapie hat sich in den letzten fünf bis zehn Jahren zu einer wichtigen Stütze der Onkologie entwickelt. Dank supportiver Maßnahmen können heute kurative Therapien durchgeführt werden, die noch vor einigen Jahren aufgrund schwerer Nebenwirkungen inakzeptabel waren. Aber auch auf dem Feld der palliativen Betreuung ist die Supportivtherapie unersetzbar.Show more20.07.2003, 15:52 Uhr
Dickdarmkrebs: Chemoprävention mit ASS?
Bei Hochrisikopatienten konnte durch die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) das Auftreten neuer Adenome im Dickdarm deutlich gesenkt werden. Da sich die allermeisten Karzinome aus Adenomen entwickeln, konnte indirekt gezeigt werden, dass ASS zur Prävention von Darmtumoren geeignet erscheint.Show more20.07.2003, 15:52 Uhr
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