Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Erster Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID zugelassen
Mit mCombriax® soll bald schon der erste mRNA-Kombinationsimpfstoff in ganz Europa auf den Markt eingeführt werden. Die Europäische Kommission hat die mRNA-Vakzine von Moderna Mitte April 2026 zugelassen.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
mRNA-Vakzine
23.04.2026, 13:00 Uhr
Überlebenskünstler Mycobacterium: Wie der Erreger das Immunsystem austrickst
Eine Schwierigkeit bei der Bekämpfung der Tuberkulose ist die Fähigkeit des Tuberkulosebakteriums, lange Zeit unbehelligt in Zellen des Immunsystems zu überleben. So können nach einer Infektion Wochen, Monate oder Jahre vergehen, bis die Krankheit ausbricht. Während andere Mikroorganismen von den Abwehrzellen aufgenommen und auf dem schnellsten Weg zu speziellen Zellorganellen transportiert und dort zerstört werden, kann das Mycobacterium in der Wirtszelle überleben. Wie es Mykobakterien schaffen, den geballten chemischen Kräften im Inneren von Makrophagen zu widerstehen, war bislang ein Rätsel.Show more28.11.2004, 17:04 Uhr
Frühes Mammakarzinom: Nutzen einer Bestrahlung hinterfragen
Bei älteren Frauen kann bei einem frühen, rezeptorpositiven Karzinom auf eine zusätzliche Bestrahlung verzichtet werden. Nach der Entfernung des Tumors führt eine alleinige Tamoxifen-Therapie zu gleich guten Resultaten wie die Kombination aus Strahlen- und Hormontherapie.Show more28.11.2004, 17:04 Uhr
Demenzerkrankungen: Lebensqualität von Pflegenden verbessern
Ginkgo-biloba-Extrakt hilft bei Demenz, dies ist vielfach erwiesen. Eine offene Kohortenstudie, die den Einfluss auf die Lebensqualität der Angehörigen von Demenz-Kranken in einem Fragebogen erfasste, ergab, dass Ginkgo auch den pflegenden Angehörigen zugute kommt.Show more28.11.2004, 17:04 Uhr
Diabetes mellitus: Neues kurz wirksames Insulinanalogon
hel | Das neue Insulinglulisin (Apidra®) ist ein kurz wirksames Insulinanalogon. Es ist gleich wirksam wie humanes Normalinsulin und verfügt im Vergleich zu diesem über einen schnelleren Wirkungseintritt und eine kürzere Wirkdauer. Insulinglulisin kann zwei Minuten vor einer Mahlzeit gespritzt werden. Es wird nahezu dosisunabhängig rasch aus dem subkutanen Fettgewebe resorbiert und behält seine schnelle Wirkung auch bei Adipösen.Show more28.11.2004, 17:04 Uhr
Chronisch lymphatische Leukämie: Indikationserweiterung für orales Fludarabin
ck | Für das Nukleotid-Analogon Fludarabin (Fludara® Oral) wurde die bestehende Indikation erweitert: Damit steht orales Fludarabin zur First-line-Therapie von Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) vom B-Zell-Typ zur Verfügung, wie die Schering AG bekannt gab.Show more28.11.2004, 17:04 Uhr
Initiative Frauenherz: Frauen sterben häufiger an Herzinfarkt
Um Frauen, Ärzte und die gesamte Öffentlichkeit besser über die Infarktgefährdung von Frauen zu informieren, haben sich Herzspezialisten, Hausärzte, Sport- und Ernährungsmediziner zur Initiative Frauenherz zusammengeschlossen.Show more21.11.2004, 17:04 Uhr
Tierische Diagnostik: Hunde erschnüffeln Blasenkrebs
Die Hypothese, dass Hunde in der Lage sein könnten, nicht nur Drogen, sondern auch maligne Erkrankungen zu "erschnüffeln", ist relativ neu – sie wurde Ende der 80-er Jahre erstmalig aufgestellt. Jetzt wurde die erste wissenschaftliche Untersuchung zu diesem Thema veröffentlicht. Offenbar können Hunde lernen, Blasenkrebs in Urinproben zu erschnüffeln.Show more21.11.2004, 17:04 Uhr
Sublinguale Immuntherapie: Hyposensibilisierung ohne Nadelstich
Die Wirksamkeit der sublingualen Immuntherapie (SLIT) bei Patienten mit allergischer Rhinitis ist heute gut belegt. Da die Mundschleimhaut kein Schockorgan ist, steht mit der SLIT auch eine sichere Therapieform zur Verfügung. Dem hat das Paul-Ehrlich-Institut Rechnung getragen und für Staloral® Birke und Staloral® Birke/Erle/Hasel im August die Zulassung als Fertigarzneimittel zur sublingualen Immuntherapie in Deutschland erteilt.Show more21.11.2004, 17:04 Uhr
Helicobacter-pylori-Eradikation: Über unerwünschte Wirkungen aufklären
Die Infektion der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori ist Hauptursache der chronischen Gastritis und ein Risikofaktor für Geschwüre im oberen Magen-Darm-Trakt. Allgemein akzeptiert wird die Eradikationstherapie zur Heilung der peptischen Ulcuskrankheit, die sehr häufig Helicobacter-pylori-assoziiert ist. Dabei erzielt die Tripeltherapie Erfolgsraten bis 90%. Diskutiert wird, ob die Helicobacter-pylori-Infektion behandelt werden soll, bevor Komplikationen eintreten, und ob eine Eradikation Läsionen durch NSAR vermindert.Show more21.11.2004, 17:04 Uhr
Multiple Sklerose: Dronabinol als Analgetikum
Wie in einer dänischen Studie gezeigt wurde, führt das synthetische Cannabinoid Dronabinol zu einer moderaten Schmerzlinderung bei Patienten mit multipler Sklerose. Die gewünschte analgetische Wirkung setzt verzögert ein; unerwünschte Begleiterscheinungen wie Verwirrtheit und Müdigkeit treten vor allem zu Therapiebeginn auf. Kommentatoren dieser Studie sehen in Dronabinol ein Reservetherapeutikum, falls andere Maßnahmen zur Schmerzlinderung nicht wirksam sind.Show more21.11.2004, 17:04 Uhr
Zulassungserweiterung: Docetaxel mit Prednison bei Prostatakarzinom
Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat Docetaxel (Taxotere®) in Kombination mit Prednison zur Behandlung von Männern mit Androgen-unabhängigem metastasiertem Prostatakrebs zugelassen, wie Aventis mitteilte. Die Kombinationsbehandlung erhöht signifikant die Lebensdauer. Show more21.11.2004, 17:04 Uhr
Metastasierendes Prostatakarzinom: Lebensverlängerung durch neues Therapieregim
Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes und in vielen Ländern, z. B. in den USA und Deutschland, die zweithäufigste Ursache aller krebsbedingten Todesfälle. Im fortgeschrittenen Stadium ist nur noch eine palliative Behandlung möglich. In einer kürzlich veröffentlichten Vergleichsstudie war eine Kombination aus Docetaxel und Estramustin hinsichtlich einer lebensverlängernden Wirkung der Standard-Chemotherapie überlegen.Show more21.11.2004, 17:04 Uhr
Fieber und Schmerzen: Ibuprofensaft für Kinder
In der Therapie von Fieber und Schmerzen bei Kindern gewinnt Ibuprofen immer mehr an Stellenwert. Zu den Vorteilen des Wirkstoffs gehört neben der guten analgetischen, antipyretischen und antiphlogistischen Wirkung vor allem die große therapeutische Breite. Seit Oktober dieses Jahres steht mit Dolormin® für Kinder Ibuprofensaft 4% ein speziell für Kinder ab drei Jahre dosiertes, rezeptfreies Ibuprofenpräparat zur Verfügung.Show more14.11.2004, 17:04 Uhr
Phytopharmaka: Interaktionen mit synthetischen Arzneimitteln
Nach einem Entwurfspapier des Bundesministeriums für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) soll in Zukunft im Rahmen der Zulassung oder Zulassungsverlängerung für Phytopharmaka auch die Abklärung "möglicher pharmakokinetischer Interaktionen mit anderen Arzneimitteln" verlangt werden. Über diesen Umweg finden Phytopharmaka gegenwärtig eine überraschende Anerkennung sogar in solchen Fachkreisen, die bisher kaum bereit waren, pflanzlichen Arzneimitteln eine relevante pharmakologische Wirkung zuzubilligen.Show more14.11.2004, 17:04 Uhr
Rückenschmerzen: Bewegung oder Physiotherapie?
Bei geringen bis moderaten Rückenschmerzen ist eine routinemäßige Physiotherapie nicht effektiver als körperliche Aktivität und regelmäßige Übungen. Zu diesem Schluss kam eine englische Studie an mehreren Physiotherapiezentren des National Health Service.Show more14.11.2004, 17:04 Uhr
PDE-5-Hemmer: Lässt sich Impotenz heilen?
Eine langfristige abendliche Gabe von Phosphodiesterase(PDE)-5-Inhibitoren verbessert die nächtliche Regeneration des Penisschwellkörpers und fördert die Potenz. Das macht man sich bei der sexuellen Rehabilitation nach Prostatektomie zunutze. Das nächtliche Erektionstraining per Pille soll auch schleichenden Potenzverlust aufhalten.Show more14.11.2004, 17:04 Uhr
Bakterielle Vaginose: Mit Selbsttest Frühgeburten vermeiden
Eine bakterielle Vaginose ist eine an und für sich harmlose Erkrankung. Bei Schwangeren kann sie jedoch schwerwiegende Konsequenzen haben. So scheint die bakterielle Vaginose einer der häufigsten Gründe für späte Fehlgeburten sowie Frühgeburten zu sein. Gegensteuern lässt sich der Gefahr nur, wenn die Infektionen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Bei verschiedenen Krankenkassen läuft derzeit ein Modellprojekt, mit dem geprüft werden soll, inwieweit man die Zahl bakterieller Vaginosen bzw. von Frühgeburten durch regelmäßige Selbstkontrollen der Schwangeren reduzieren kann.Show more14.11.2004, 17:04 Uhr
Osteoporosetherapie: Bessere Compliance durch einmal monatliche Gabe
Bisphosphonate gehören zur Therapie der 1. Wahl bei postmenopausaler Osteoporose. Obwohl für Substanzen wie Alendronat oder Risedronat neben der einmal täglichen Gabe inzwischen auch eine einmal wöchentliche Applikation zugelassen ist, wird die Compliance noch als suboptimal eingeschätzt.Show more14.11.2004, 17:04 Uhr
Weltdiabetestag: Prävention und Behandlung lahmen am diabetischen Fuß
Zum Weltdiabetestag am 14. November legt die Deutsche Diabetes Union einen Gesundheitsbericht mit Sprengkraft vor. Nicht nur, dass immer mehr Menschen an Diabetes erkranken. Die Folgekrankheiten des Diabetes und ihre enormen Kosten können jedes Gesundheitssystem kippen – wenn nichts geschieht. Ein Nationales Aktionsprogramm unter Beteiligung des Gesundheitsministeriums soll endlich die öffentliche Wahrnehmung dieser Volkskrankheit stärken und zu mehr Prävention bewegen.Show more07.11.2004, 17:03 Uhr
Öko-Test: Erkältungssymptome gezielt bekämpfen Selbstmedikation
Die nass-kalte Jahreszeit hat begonnen, und damit auch die Husten-, Schnupfen- und Erkältungszeit. Öko-Test wollte wissen, was in Arzneimitteln zur Behandlung von grippalen Infekten und Erkältungskrankheiten steckt und was von den Wirkstoffen zu halten ist. 18 Produkte wurden in die Labore geschickt und begutachtet. Das ernüchternde Ergebnis: Nur ein Produkt ist "sehr gut", eins "gut"; vier wurden mit "mangelhaft", neun gar mit "ungenügend" bewertet.Show more07.11.2004, 17:03 Uhr
Schlaganfall: Clopidogrel und ASS für Hochrisikopatienten?
Nehmen Schlaganfallpatienten mit hohem Risiko neben Clopidogrel zusätzlich Acetylsalicylsäure (ASS) ein, wirkt sich dies im Vergleich mit einer Clopidogrel-Monotherapie in einer geringfügig stärkeren Reduktion vaskulärer Ereignisse aus. Dieser Benefit wird allerdings mit einem signifikanten Anstieg gastrointestinaler und intracranialer Blutungen erkauft.Show more07.11.2004, 17:03 Uhr
Zulassungserweiterung: Esomeprazol zur Ulcus-Prophylaxe
Auf Basis neuer Studien ist Esomeprazol (Nexium® mups 20 mg) vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zur Behandlung des durch die Therapie mit nicht-steroidalen Antiphlogistika hervorgerufenen Ulcus ventriculi zugelassen worden, wie die Astra Zeneca GmbH mitteilte.Show more07.11.2004, 17:03 Uhr
Behandlung der Psoriasis: Efalizumab hemmt die Entzündung
Der neue Antikörper Efalizumab (Raptiva®) wird zur Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris vom Plaque-Typ eingesetzt, bei denen andere systemische Therapien einschließlich Ciclosporin, Methotrexat und PUVA nicht angesprochen haben, kontraindiziert sind oder nicht vertragen wurden. Efalizumab richtet sich gezielt gegen die T-Lymphozyten, die beim Krankheitsprozess der Psoriasis eine wichtige Rolle spielen.Show more07.11.2004, 17:03 Uhr
Migränetherapie: Triptan-Einnahme nicht verzögern
Im Verlauf einer Migräneattacke kommt es bei den meisten Patienten auch zu einer kutanen Allodynie, einer Überempfindlichkeit der Haut. Werden Triptane vor Erreichen dieses Stadiums gegeben, sind sie deutlich wirksamer als danach. Für die Beratung heißt das, darauf hinwirken, dass Migränepatienten ihr Triptan schon beim Auftreten leichter Schmerzen einnehmen. Jeder zweite Patient zögert aber die Einnahme aus verschiedenen Gründen hinaus und provoziert damit die Verschlimmerung der Attacke – bis das Medikament kaum noch wirkt.Show more07.11.2004, 17:03 Uhr
Antidepressiva bei Kindern: Achtung Suizidgefahr!
In Deutschland gibt es jedes Jahr deutlich mehr Selbstmorde als tödlich verlaufende Verkehrsunfälle. Die Ursachen sind vielfältig, die Dunkelziffer hoch. Auch Medikamente (Interferone, Mefloquin, Fluorchinolone) können das Suizidrisiko erhöhen. Wahrscheinlich gilt das auch für einige SSRI – also Wirkstoffe, mit denen man eigentlich Depressionen behandeln und damit auch Selbstmordplänen vorbeugen will. Jedenfalls zeigt dies eine Studie zur Anwendung der Wirkstoffe bei Depressionen im Kindes- und Jugendalter. Bemerkenswert ist auch, dass in diesem Fall erst die Analyse unveröffentlichter Daten das Risiko deutlich werden ließ.Show more31.10.2004, 17:03 Uhr
Gastrointestinale Stromatumoren: Benefit durch Dosiserhöhung von Imatinib?
Bis vor kurzem hatten Patienten mit einem gastrointestinalen Stromatumor eine denkbar schlechte Prognose, da sie nicht effektiv behandelt werden konnten. Mit der Einführung von Imatinib vor rund vier Jahren steht eine wirksame Therapie zur Verfügung. Aufgrund der erst kurzen Erfahrung mit dieser Substanz gibt es noch Fragen zu der optimalen Behandlungsdauer und zu der optimalen Dosis. Eine umfangreiche Studie untersucht, ob mit einer Dosisverdoppelung eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens erzielt werden kann.Show more31.10.2004, 17:03 Uhr
DPhG-Expertenmeinung: Rofecoxib und die anderen Coxibe
Am 30. September 2004 wurde der selektive Cyclooxygenase (COX)-2-Hemmer Rofecoxib (Vioxx®) vom Markt genommen. Das Präparat wurde in Deutschland von der MSD Sharp & Dohme GmbH vermarktet und erzielte weltweit einen jährlichen Umsatz von zwei Milliarden Euro. Der Grund der Rücknahme war die Zunahme kardiovaskulärer Erkrankungen in der APPROVe-Studie nach 18-monatiger Behandlung mit Rofecoxib mit einer täglichen Dosis von 25 mg. Fraglich ist, ob die kardiovaskulären Nebenwirkungen ein generelles Problem der COX-2-Inhibitoren darstellen.Show more31.10.2004, 17:03 Uhr
Aus der Forschung: Bei Imatinib-resistentem GIST wirkt SU11248
Die Wirksamkeit des oralen Tyrosinkinaseinhibitors SU11248 bei Imatinib-resistenen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) zeigte eine Studie vom Dana-Farber Cancer Institute, Boston. GIST sind mesenchymale Neoplasmen mit dem Proto-Onkogen c-KIT.Show more31.10.2004, 17:03 Uhr
Meistgelesen
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung