Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Neue Hinweise zu Captopril, Cefixim und Codein-Kombinationen
Captopril kann auch nach Jahren noch Angioödeme auslösen, Cefixim eine Enzephalopathie. Codein-haltige Schmerzmittel-Kombinationen bekommen gleich mehrere neue Warnungen. Neues gibt es auch bei Gabapentin. Was ändert sich in den Fach- und Gebrauchsinformationen?Show morearzneimittel-und-therapie
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Arzneimittelsicherheit
21.04.2026, 14:00 Uhr
Glitazon verhindert Tod, Infarkte und Schlaganfälle
Die hohe kardiovaskuläre Gefährdung der Typ-2-Diabetiker lässt sich durch Pioglitazon (Actos®) statistisch signifikant reduzieren. Das zeigen die Daten der PROactive-Studie, die beim Kongress der Europäischen Gesellschaft zum Studium des Diabetes (EASD) in Athen erstmals vorgestellt wurden. Pioglitazon ist das einzige Antidiabetikum, für das eine solche protektive Wirkung gezeigt werden konnte.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Intravenöse Acetylsalicylsäure: Schneller Wirkeintritt
Aspirin® i.v. (D,L-Lysinacetylsalicylat Glycin) wurde am 6. Juli 2005 in Deutschland zugelassen und ist ab sofort im Handel. Es ersetzt die seit 1976 unter dem Handelsnamen Aspisol® zur Verfügung stehende injizierbare Acetylsalicylsäure, die zum 1. Januar 2006 außer Vertrieb gesetzt wird, wie Bayer HealthCare mitteilte.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Fibrose
Fibrosen oder Sklerosen entstehen durch pathologische Überaktivitäten des Bindegewebes, das dadurch hart, derb und wenig elastisch wird und seine Funktion nur noch eingeschränkt erfüllt. Ursachen liegen häufig in chronischen Entzündungen oder einer überschießenden Wundheilung. Verschiedene Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes, Gefäßentzündungen oder Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises greifen häufig fibrotisch auf die inneren Organe über. Die Vermehrung der Fibroblasten (Bindegewebszellen) und die starke Einlagerung von Kollagen kann schließlich zum völligen Funktionsverlust des Organs und zum Tod des Patienten führen. Bislang sind noch keine Therapien etabliert, die gezielt das Wuchern des Bindegewebes stoppen.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Omalizumab unterbricht allergische Kettenreaktion
Omalizumab (Xolair®) ist ein neuer monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von schwerem allergischem Asthma eingesetzt wird. Omalizumab wirkt, indem es Immunglobulin E, das Schlüsselmolekül der allergischen Reaktion, gezielt blockiert und dadurch die Entzündungsreaktion verhindert. Xolair® soll in Kürze bei uns auf den Markt kommen.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Bisphosphonat jetzt als Monatstablette
Ein Jahr nach der Verordnung eines Bisphosphonates nehmen nur noch ein Drittel der Frauen dieses ein. Der Anteil steigt bei nur wöchentlicher Einnahme auf 50%. Auf eine weit bessere Compliance und damit auf einen zuverlässigeren Frakturschutz hoffen die Experten bei der nur einmal monatlichen Gabe des Bisphosphonates, wie sie jetzt durch die Monatstablette mit 150 mg Ibandronat (Bonviva®) möglich wird.Show more18.09.2005, 16:11 Uhr
Bei Zerebralparese gezielt Muskeltonus senken
Der pathologisch erhöhte Muskeltonus ist eines der wesentlichen Probleme bei Kindern mit infantiler Zerebralparese (siehe Kasten). Immer mehr setzt sich die gezielte Injektion von Botulinumtoxin A durch, um Spasmen lokal zu reduzieren. Botox® kann dabei auf ein gutes Sicherheitsprofil verweisen.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Bald Impfstoff gegen Rotaviren
In den ersten Monaten des kommenden Jahres wird vermutlich ein Impfstoff gegen Rotaviren durch die EMEA zugelassen werden. Mit dem Vakzin, das von Sanofi Pasteur MSD entwickelt wurde und das sich durch eine hohe Effektivität und gute Verträglichkeit auszeichnet, sollen Kinder in den ersten Lebensmonaten geimpft werden, hieß es beim "4. Weltkongress für Infektionskrankheiten bei Kindern" in Warschau.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Integrin-Antikörper bewirken Remission
In der medikamentösen Therapie der Colitis ulcerosa kommen hauptsächlich Aminosalicylate (Mesalazin, Sulfasalazin, Olsalazin), im akuten Schub zusätzlich Glucocorticoide (z. B. Prednison) zur Anwendung. Letztere besitzen jedoch zahlreiche unerwünschte Wirkungen, weshalb intensiv nach nebenwirkungsärmeren Behandlungsmöglichkeiten gesucht wird. Eine viel versprechende Option ist die Verhinderung der Migration von Leukozyten in das entzündete Dünndarmgewebe durch Blockade von zellulären Adhäsionsmolekülen, wie in einer kürzlich veröffentlichten Studie gezeigt wurde.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Insulinsensitizer bei Alzheimer-Demenz
Derzeit wird in Studien ein neuer Ansatz verfolgt, um Alzheimer-Patienten zu helfen: Rosiglitazon (Avandia®), das bisher in der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt wurde, wird in Phase-II-Studien auf Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Alzheimer-Patienten getestet. Es soll das Fortschreiten des Morbus Alzheimer verlangsamen können.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Alendronat und Vitamin D als Fixkombination
Zur Therapie der postmenopausalen Osteoporose bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel steht das Bisphosphonat Alendronat in einer Tablette mit der wöchentlich empfohlenen Menge an Vitamin D (2800 I.E.) zur Verfügung. Fosavance® vermindert das Risiko für Wirbel- und Hüftfrakturen.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Bortezomib gegenüber Dexamethason überlegen
Bortezomib ist der erste Vertreter einer Substanzklasse mit völlig neuartigem Wirkprinzip, der Proteasomen-Inhibition. Diese greifen einen Enzymkomplex an, der eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der Homöostase von Zellen, bei Zellwachstum und Apoptose spielt. Zurzeit ist Bortezomib (Velcade®) zur Zweit-Linien-Therapie des multiplen Myeloms zugelassen.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Interdisziplinäre Verknüpfungen erwünscht
Im Sommersemester 2005 haben die ersten Staatsexamensprüfungen in Klinischer Pharmazie stattgefunden, im demnächst beginnenden Wintersemester 2005/06 wird die neue Disziplin erstmals Pflichtfach für alle Prüflinge im zweiten Abschnitt des pharmazeutischen Examens. Doch Ausbildung und Prüfung in Klinischer Pharmazie sind an den deutschen Hochschulstandorten der Pharmazie weiterhin sehr unterschiedlich organisiert. Das neue Fach ist an einigen Standorten sehr gut vorangekommen, aber der Weg zu einem "normalen" Fach innerhalb der Pharmazie erscheint an einigen Universitäten noch weit.Show more11.09.2005, 16:11 Uhr
Folsäure präventiv einnehmen
Seit 1994 wird Frauen mit Kinderwunsch die tägliche Einnahme von Folsäure zur Prävention von Neuralrohrdefekten empfohlen. Doch lediglich der Hälfte der Frauen im gebärfähigen Alter ist die Bedeutung der Folsäure überhaupt bekannt. Die Akzeptanz der Empfehlung ist gering, die Prävalenz der Neuralrohrdefekte in den letzten zehn Jahren kaum rückläufig. Aufklärung durch den Apotheker tut Not. Zumal aktuelle Studien zeigen, dass die Einnahme von 400 µg zu wenig sein kann. Und dass sich mit adäquater Folsäuresubstitution nicht nur Neuralrohrdefekten, sondern auch anderen Fehlbildungen vorbeugen lässt.Show more04.09.2005, 16:11 Uhr
Venlafaxin zur Behandlung der Panikstörung
Retardiertes Venlafaxin (Trevilor® retard) hat jetzt die Zulassung zur Behandlung der Panikstörung erhalten, wie Wyeth Pharma mitteilte. Damit verfügt der selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer über eine große Indikationsbandbreite im Bereich der Angsterkrankungen.Show more04.09.2005, 16:11 Uhr
Simvastatin – wirksam und kosteneffektiv
In der 2002 veröffentlichten Heart Protection Study (HPS) mit über 20.500 Probanden konnte durch die tägliche Gabe von 40 mg Simvastatin das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall unabhängig vom Cholesterin-Ausgangswert um ein Viertel gesenkt werden. Im Lancet wurde nun die Kosten-Effektivitäts-Analyse der Daten aus dieser Studie vorgestellt.Show more04.09.2005, 16:11 Uhr
Topiramat setzt neue Akzente
Von Migräne sind in Deutschland etwa 10% der Bevölkerung betroffen. Ein Teil davon leidet unter besonders häufigen oder schweren Migräneattacken. Diese Patienten sollten eine medikamentöse Migräneprophylaxe erhalten. Seit 1. August dieses Jahres steht mit dem Wirkstoff Topiramat hierfür eine weitere Therapieoption zur Verfügung. Topamax® Migräne unterscheidet sich vor allem im Nebenwirkungsspektrum von den bisher eingesetzten Migräneprophylaktika.Show more04.09.2005, 16:11 Uhr
Mit Duftstoffen Mücken abschrecken
Der Tag geht, die Mücken kommen und haben schon die eine oder andere Gartenparty verdorben und manche Stunde Schlaf gestohlen. Die häufigste nachtaktive Mücke in unseren Breiten ist die Culex pipiens. Durch nerviges Summen und juckende Stiche haben die Insekten keine Freunde. Unterschiedliche Abwehrmittel sollen die Blutsauger auf Abstand halten. Doch welche Mittel sind geeignet, welche eher "für die Katz'"?Show more28.08.2005, 16:11 Uhr
Tipranavir zur Therapie bei HIV/Aids
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration hat die beschleunigte Zulassung von Tipranavir (Aptivus®) genehmigt, wie Boehringer Ingelheim Pharmaceuticals, Inc. mitteilten. In Europa wird mit der Zulassung Ende des Jahres gerechnet.Show more28.08.2005, 16:11 Uhr
Wachstumsfaktor mit supportivem Nutzen
Im Rahmen einer Studie wurde der hämatopoetische Wachstumsfaktor Sargramostim bei Patienten mit Morbus Crohn eingesetzt. Obwohl der primäre Studienendpunkt nicht signifikant beeinflusst wurde, weisen Veränderungen bei den sekundären Endpunkten auf einen Benefit dieses immunmodulierenden Therapieansatzes hin.Show more28.08.2005, 16:11 Uhr
Mit Statinen das Darmkrebsrisiko halbieren?
Statine können möglicherweise mehr als nur Lipide senken. In einer retrospektiven Fall-Kontroll-Studie in Nordisrael sank bei Menschen, die mindestens fünf Jahre lang ein Statin eingenommen hatten, das Risiko für ein Kolorektalkarzinom auf die Hälfte. Noch ist es aber zu früh, um Statine zum Schutz vor Darmkrebs zu empfehlen.Show more28.08.2005, 16:11 Uhr
Ranibizumab verbessert die Sehkraft
Eine klinische Studien mit Ranibizumab (Lucentis®) zeigte bei der Auswertung der Einjahresdaten, dass das humanisierte monoklonale Antikörperfragment erfolgreich primäre Endpunkte erreicht hat und positive Ergebnisse bei der Erhaltung und/oder Verbesserung der Sehkraft bei Patienten mit feuchter altersbezogener Makuladegeneration (AMD) erzielte, wie Novartis bekannt gab.Show more28.08.2005, 16:11 Uhr
Ist Echinacea angustifolia wirkungslos?
Zur Vorbeugung und Therapie grippaler Infekte und Schnupfen werden häufig Zubereitungen aus Echinacea eingenommen. Lässt sich deren Wirksamkeit auch klinisch nachweisen? Untersuchungen mit verschiedenen Wurzelextrakten erbrachten keinen Beweis, dass Echinacea angustifolia eine Rhinovirus-Infektion verhindern oder deren klinischen Verlauf abschwächen kann.Show more28.08.2005, 16:11 Uhr
Wie hoch ist das Gebärmutterkrebsrisiko?
Große Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, dass Brust- und Gebärmutterkrebsrisiko unter einer Hormonersatztherapie ansteigen. Hängt nun das erhöhte Tumorrisiko für ein Endometriumkarzinom mit der Art der Hormontherapie zusammen und gibt es bestimmte Risikogruppen? Neue Ergebnisse der Million Women Study zeigen unterschiedliche Risiken auf.Show more21.08.2005, 16:11 Uhr
Brustkrebs und Herzinfarkt: Unterschätzte Gefahren?
Die Hormonersatztherapie in und nach den Wechseljahren schien sich für viele Indikationen zu eignen. Da war zunächst die gute Wirkung der Hormone auf die unangenehmen Wechseljahresbeschwerden, die Knochen und die Haut. Seit einigen Jahren wird jedoch über den Nutzen dieser Therapie heftig diskutiert. Der früher angenommene Schutz vor der koronaren Herzkrankheit ist fraglich, und außerdem scheinen die Hormone das Risiko für Brustkrebs zu erhöhen. Heute wird die Hormonersatztherapie von den nationalen und internationalen Behörden der Arzneimittelsicherheit wegen ihrer Risiken nur noch zur Behandlung gravierender klimakterischer Beschwerden empfohlen.Show more21.08.2005, 16:11 Uhr
Schwangerschaftsdiabetes: Mehr gesunde Babys durch Screening?
Ein in der Schwangerschaft auftretender Diabetes mellitus stellt nicht nur einen Risikofaktor für eine späteren Diabetes der Mutter dar, sondern kann auch beim Kind zu schwerwiegenden Problemen, hauptsächlich während der Geburt, führen. Bisher ist noch nicht systematisch untersucht worden, ob ein Screening und eine intensive Betreuung der Schwangeren mit erhöhten Blutzuckerspiegeln diese Risiken vermindern kann. Aus einer kürzlich veröffentlichten großen australischen Studie stehen nun erstmalig Daten zu dieser Problematik zur Verfügung.Show more21.08.2005, 16:11 Uhr
Hormontherapie – was sagen die klinischen Studien?
Klinische Studien gelten als notwendige Voraussetzung, um eine valide Beurteilung der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit eines Arzneimittels vornehmen zu können. Jede Studie muss vor Beginn ein zuvor erarbeitetes Design vorlegen, ein Schema, nach dem Probanden oder Patienten das jeweilige Arzneimittel erhalten und die an ihnen sichtbar werdenden Effekte dokumentiert werden. Wenn eine Studie abgeschlossen ist, wird sie mit statistischen Methoden ausgewertet. Was wissenschaftlich und objektiv anmutet, wird jedoch immer wieder kritisiert.Da heißt es dann zum Beispiel, eine Studie sei nicht aussagekräftig, weil sie wenig relevante Aspekte der Medikation geprüft habe oder weil die Teilnehmer nicht repräsentativ gewesen seien. Auch die Studien zur Hormontherapie von postmenopausalen Frauen gerieten in die Kritik.
Wir sprachen mit der Expertin Dr. Judith Günther von der pharmafacts GmbH in Freiburg über diese Problematik.
Show more21.08.2005, 16:11 Uhr
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