Arzneimittel und Therapie
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Glucosamin: Gut für die Gelenke, schlecht fürs Gehirn?
Aktuell wird ein möglicher Zusammenhang zwischen Glucosamin und Alzheimer-Erkrankungen diskutiert. Ist das Nahrungsergänzungsmittel womöglich sogar schädlich? Fangen wir vorne an.Show morearzneimittel-und-therapie
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Hyperglykosylierung
18.06.2026, 07:00 Uhr
Hormonabhängiger Brustkrebs: Letrozol zur postoperativen Initialtherapie
Der Aromatasehemmer Letrozol (Femara®) hat die Zulassung in Deutschland als postoperative Therapie für Frauen nach der Menopause mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs im Frühstadium erhalten, wie Novartis mitteilte. Die Zulassung für diese zusätzliche Indikation als Initialtherapie unmittelbar nach der Operation erfolgte im Rahmen des gegenseitigen europäischen Zulassungsverfahrens.Show more19.03.2006, 17:16 Uhr
Therapie des Kolorektalkarzinoms: Neue Oxaliplatin-Darreichungsform
Seit dem 15. März 2006 steht das Zytostatikum Oxaliplatin (Eloxatin®) auch in Deutschland als Konzentrat zur Verfügung. Gegenüber dem bisher verfügbaren Lyophilisat bietet diese neue Formulierung eine Reihe von Vorteilen, wie die Firma sanofi-aventis mitteilte.Show more19.03.2006, 17:16 Uhr
Omega-3-Fettsäuren: Kein Beweis für krebsschützende Wirkung
Eine systematische Literaturrecherche ergab weder für das Krebsrisiko im Allgemeinen noch für das Risiko einzelner Krebsarten einen Zusammenhang zur Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren. Demnach schützt viel frischer Fisch oder eine entsprechende Nahrungsergänzung wahrscheinlich nicht vor Krebs.Show more12.03.2006, 17:16 Uhr
HIV-Therapie: Brisante Resistenzlage
Am Erfolgsnimbus der antiretroviralen Kombinationstherapie nagen seit längerem die üblichen Plagen antiinfektiöser Therapie: Mutationen, Resistenzen, schlechte Therapietreue...Dringend benötigt werden in der antiretroviralen Pipeline Substanzen mit besserer Verträglichkeit und neuem Resistenzprofil, sagte Prof. Jürgen Rockstroh, Bonn, auf den Münchner Aids-Tagen. Ein jüngeres Beispiel ist der Proteaseinhibitor Tipranavir (Aptivus®), der bei vorbehandelten Patienten mit Mehrfachresistenzen zum Einsatz kommt.
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Influenza: Wie viele Kinder sterben an Grippe?
Eine amerikanische Untersuchung befasste sich mit den letal ausgehenden Influenzaerkrankungen bei Kindern während der Grippesaison 2003/2004. Das Ergebnis Ų über 150 Todesfälle vor allem bei jüngeren Kindern Ų rückt die Diskussion um eine flächendeckende Prävention durch Impfung in den Vordergrund.Show more12.03.2006, 17:16 Uhr
Systemische Mykosen: Welche Therapie bei einer Candidainfektion?
In einer randomisierten und offenen Studie mit nicht neutropenischen Patienten wurden zwei Therapieregime Ų Amphotericin B/Fluconazol versus Voriconazol Ų bei einer systemischen Candidainfektion miteinander verglichen. Beide Therapien erwiesen sich als gleichwertig; für Voriconazol sprechen möglicherweise dessen geringfügigeres Nebenwirkungsspektrum und die Möglichkeit einer intravenösen oder oralen Darreichung.Show more12.03.2006, 17:16 Uhr
CSE-Hemmer: Das „IDEALe“ Statin
Der Nutzen einer Statintherapie zur Reduktion der Morbidität und Mortalität bei Patienten mit manifester Atherosklerose und koronarer Herzkrankheit ist durch zahlreiche Studien belegt. In der IDEAL-Studie, deren Ergebnisse kürzlich publiziert wurden, waren zwei Statine Ų hoch dosiertes Atorvastatin und Simvastatin Ų bezüglich ihres Benefits für Patienten mit Herzinfarkt in der Anamnese miteinander verglichen worden.Show more12.03.2006, 17:16 Uhr
Glitazone nach der Proactive-Studie: Schutz von Herz und Hirn?
Eine große Langzeitinterventionsstudie mit Pioglitazon (Actos®) sollte den Beweis antreten, dass sich mit Glitazonen makrovaskuläre Komplikationen bei Diabetikern verhindern lassen. Nachdem der definierte primäre Endpunkt keinen signifikanten Vorteil von Pioglitazon gegenüber Placebo erkennen ließ, wurde nachträglich ein sekundärer Endpunkt festgelegt, dessen Auswertung dem erhofften Ergebnis näher kam. Danach verhindert Pioglitazon Tod, Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Kritik an diesem Vorgehen blieb nicht aus.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
Hintergrund: Kardiovaskuläre Mortalität unter Sulfonylharnstoffen
In einer kanadischen Kohortenstudie wurden retrospektiv die Mortalitätsraten und Dosis-Wirkungsbeziehungen von drei verschiedenen in Monotherapie eingesetzten Substanzen zur oralen Diabetestherapie untersucht (s. a. DAZ 2006 Nr. 4, S. 30 Ų 33). Hierbei handelte es sich entweder um Sulfonylharnstoffe der ersten Generation (Tolbutamid oder Chlorpropamid), der zweiten Generation (Glibenclamid) oder um Metformin.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
Dibutylphthalat: Arzneimittel-Hilfsstoff in der Kritik
Dibutylphthalat (DBP) ist ein zugelassener Hilfsstoff in Arzneimitteln, der als Weichmacher besonders bei der magensaftresistenten Verkapselung von Arzneistoffen eingesetzt wird. Die Zeitschrift "Öko-Test" und das ARD-Magazin "plusminus" kritisieren diesen Einsatz und weisen auf mögliche reproduktionstoxikologische Effekte hin, das BfArM sieht zurzeit keinen akuten Handlungsbedarf.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
Thrombolytika: Alfimeprase löst Blutgerinnsel auf
Alfimeprase ist ein neuartiges Präparat zur Auflösung von Blutgerinnseln. Es wird derzeit zur Behandlung bei zentralvenösem Katheterverschluss in zwei Phase-III-Studien getestet, wie die Firmen Bayer HealthCare (BHC) und Nuvelo Inc. mitteilten.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
Kinder und Diabetes: Dianino startet das Pilotprojekt Diabetes-Nanni
Erkranken Kinder und Jugendliche an Diabetes, werden sie zunächst stationär rundum betreut. Damit sie und ihre Familienangehörigen auch nach dem Klinikaufenthalt nicht mit der neuen Situation allein gelassen werden, startete die Dianino-Stiftung im Februar das Projekt Diabetes-Nanni.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
Diabetische Fußinfektion: Ertapenem so wirksam wie Piperacillin plus Tazobactam
Das Carbapenem Ertapenem war bei mittelschweren bis schweren diabetischen Fußinfektionen in einer randomisierten Doppelblindstudie ebenso wirksam und sicher wie die Kombination aus Piperacillin und Tazobactam. Beide Antibiotikaregime wurden parenteral verabreicht. Ertapenem hat den Vorteil der einmal täglichen Gabe.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
ADHS: „Kinderkrankheit“ auch bei Erwachsenen behandeln
In manchen Diskussionen wird die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) in die Nähe einer "Modediagnose" gerückt. Experten mit ihren detaillierten Diagnosekriterien werden aber bei dem Syndrom vielfach fündig: Für Deutschland geben sie die Prävalenz der ADHS bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr mit 3 bis 5% an. Etwa jeder zweite Patient nimmt die Krankheit ins Erwachsenenleben mit. Die vielgesichtigen Symptome lassen sich mit psychotherapeutischen, sozialen und/oder medikamentösen Therapien bessern. Die Pharmakotherapie dominieren die nicht unumstrittenen Psychostimulanzien. Eine Alternative bietet der Noradrenalin-Reuptake-Hemmer Atomoxetin.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
Rotavirus-Infektionen: Impfstoff für Säuglinge und Kleinkinder zugelassen
Die EMEA hat die Zulassung für Rotarix® in allen EU-Staaten erteilt. Für Säuglinge ab dem Alter von sechs Wochen soll damit ab Mai 2006 eine aktive Immunisierung gegen die hoch ansteckende Infektion mit Rotaviren zur Verfügung stehen, so GlaxoSmithKline.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
Diabetes mellitus: Wirkung von Inkretin verstärken
Sitagliptin (vorgesehener Handelsname Januvia®) ist der erste Vertreter einer neuen Klasse von Arzneimitteln zur Therapie des Typ-2-Diabetes, der DPP-4 (Dipeptidyl-Peptidase-4)-Inhibitoren. Er wird einmal täglich oral eingenommen. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat das Diabetesmedikament jetzt zum Zulassungsverfahren angenommen, die nächste Entscheidung der FDA wird bis Mitte Oktober erwartet.Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Europäische Kommission: Verbot für Quecksilber geplant
Die Europäische Kommission hat jetzt eine umfassende Strategie zur Reduktion der Quecksilberbelastung vorgeschlagen. Quecksilber und seine Verbindungen können hoch dosiert tödlich sein und auch schon in relativ kleinen Mengen das Nervensystem ernsthaft schädigen. In einigen Gebieten der EU werden die international akzeptierten Sicherheitswerte, etwa bei Fischen, immer noch überschritten.Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Reizdarmsyndrom: Diffuse Symptome – wirksame Behandlung
Die Behandlung des Reizdarmsyndroms (Colon irritabile) ist sehr schwierig: Das Krankheitsbild ist diffus. Eine organische Ursache ist definitionsgemäß ausgeschlossen. Im Vordergrund der Beschwerden stehen Bauchschmerzen und Blähungen sowie Verstopfung und/oder Durchfälle. Alle bisher zur Verfügung stehenden Behandlungsoptionen greifen nur punktuell in einzelne Symptome ein.Einen neuen Therapieansatz bietet nun allerdings - zumindest beim Reizdarmsyndrom mit dem vorherrschenden Symptom Verstopfung - der Serotonin-Agonist Tegaserod.
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Zulassungserweiterung: Topotecan: Neue Therapieoption bei Lungenkrebs
Neue Zytostatika und Bestrahlungstechniken und eine bessere Begleittherapie haben in den letzten Jahren die Prognose für Patienten mit fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkrebs (SCLC) verbessert. Nun wurde erstmals belegt, was klinisch schon länger Usus war: Bestimmte Chemotherapien verlängern bei den meisten Rezidivpatienten auch in fortgeschrittenen Stadien das Überleben signifikant. Auf Basis der entsprechenden Phase-III-Studie wurde der Topoisomerase-I-Hemmer Topotecan (Hycamtin®) zugelassen für Patienten mit rezidiviertem SCLC, für die eine Wiederholung der Primärtherapie nicht in Frage kommt.Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Epilepsie und Neuropathie: Pregabalin wirkt schmerzhemmend und antiepileptisch
Wie Gabapentin stellt Pregabalin ein Analogon des hemmenden Botenstoffes GABA (Gamma-Aminobuttersäure) dar. Pregabalin (Lyrica®) ist zur Therapie peripherer neuropathischer Schmerzen zugelassen und im Bereich Epilepsie als Zusatztherapie von partiellen Anfällen mit und ohne sekundäre Generalisierung. Auch Fibromyalgie-Patienten scheint es zu helfen.Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Krebs in Deutschland: Zahl der Krebstoten sinkt
Bei immer mehr Männern und Frauen in Deutschland werden Tumore aufgespürt Ų allerdings sinkt zugleich die Anzahl der Menschen, die infolge von Krebserkrankungen sterben: Während 1998 noch rund 212.000 Sterbefälle zu verzeichnen waren, waren es 2002 etwa 209.000. Die Zahl der Neuerkrankungen schätzt das Robert Koch-Institut (RKI) auf 425.000 im Jahr 2002. Gegenüber der letzten Schätzung, die 2004 durchgeführt wurde, ist die Zahl der Erkrankungsfälle um 30.000 gestiegen.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Krebsprävention: Weniger Lungenkrebs durch Phytoestrogene?
In einer epidemiologischen Studie wurde eine Korrelation zwischen dem reichhaltigen Verzehr phytoestrogenhaltiger Lebensmittel und einem reduzierten Lungenkrebsrisiko aufgezeigt. Frauen und Männer profitieren in unterschiedlichem Ausmaß von phytoestrogenhaltiger Nahrung, dasselbe gilt für Raucher, Nichtraucher und ehemalige Raucher.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Kosmetische Indikation: Botulinumtoxin Typ A glättet die Stirn
Unter dem Handelsnamen Vistabel® hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Botulinumtoxin Typ A die Zulassung für die Behandlung der mittleren bis stark ausgeprägten vertikalen Falten zwischen den Augenbrauen (Glabellafalten) bei erwachsenen Männern und Frauen unter 65 Jahren erteilt, wenn diese Falten eine erhebliche psychische Belastung für den Patienten darstellen.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Chemotherapie: Infektionsprophylaxe mit Levofloxacin
Durch die prophylaktische Gabe von Levofloxacin können Fieberepisoden und infektionsbedingte Ereignisse bei Krebspatienten, die eine myelosuppressive Chemotherapie erhalten, abgeschwächt oder verhindert werden. Wie sich dieses Vorgehen auf die Resistenzsituation auswirkt, ist zurzeit noch nicht bekannt.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Gewichtsreduktion: Den Cannabinoid-Rezeptor blockieren
Das körpereigene Endocannabinoid-System ist unter anderem an der Regulation des Appetits sowie des Glucose- und Lipidstoffwechsels beteiligt. Wie in einer Studie gezeigt wurde, führt eine Blockade des Cannabinoid-Rezeptors zu einer Gewichtsabnahme. Zusätzlich werden kardiovaskuläre und metabolische Risikofaktoren reduziert.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Asthma bronchiale: Ciclesonid zur Behandlung von Jugendlichen zugelassen
Das inhalative Corticosteroid Ciclesonid (Alvesco®) hat von den europäischen Behörden die Zulassungserweiterung für die Behandlung von leichtem bis schwerem chronischem Asthma bei jugendlichen Patienten ab zwölf Jahren erhalten.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
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