Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eisenmangelanämie: Fraktur-Risiko Ferricarboxymaltose?
Intravenös verabreichte Eisenpräparate werden vor allem dann eingesetzt, wenn eine orale Therapie nicht ausreicht, nicht vertragen wird oder eine rasche Behandlung der Eisenmangelanämie erforderlich ist. Eine retrospektive Kohortenstudie zeigt nun, dass zwei häufig eingesetzte Eisenkomplexe den Knochenstoffwechsel unterschiedlich beeinflussen können.Show morearzneimittel-und-therapie
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Intravenöse Therapie mit Eisenpräparaten
30.04.2026, 14:00 Uhr
Arbeitsgemeinschaft Influenza: Daten zur aktuellen Situation
Die Arbeitsgemeinschaft Influenza bietet auf ihrer Webseite www.influenza.rki.de von der 40. bis zur 15. Kalenderwoche, also während der Wintersaison, aktuelle und fundierte Informationen zur Aktivität der Influenza.Show more05.02.2006, 17:22 Uhr
Diabetes Typ 1 und 2: Inhalatives Insulin zugelassen
Die europäische Zulassungsbehörde EMEA hat am 26. Januar erstmals ein inhalatives Insulin zugelassen, wie aus einer Pressemitteilung von Pfizer hervorgeht. Exubera®, das mit einem speziellen Inhalator appliziert wird, darf bei Typ-1-und Typ-2-Diabetikern verordnet werden. Für Raucher und Patienten mit Lungenerkrankungen bestehen Kontraindikationen. Für die USA erteilte die Food and Drug Administration die Zulassung einen Tag später.Show more29.01.2006, 17:22 Uhr
Telithromycin: Warnung vor Lebertoxizität
FDA und EMEA haben Ärzte zu vorsichtigem Umgang mit dem Ketolidantibiotikum Telithromycin (Ketek®) aufgerufen. Das Augenmerk muss auf Leberfunktionsstörungen und die damit verbundenen Symptome gerichtet werden. Anlass für diese Warnung sind Berichte über drei Fälle von akutem Leberversagen unter Telithromycin.Show more29.01.2006, 17:22 Uhr
Solide Tumoren: Neuer Tyrosinkinase-Inhibitor Sunitinib
Die amerikanische Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat dem Wirkstoff Sunitinib die Zulassung zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms sowie zur Therapie von gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) bei Progression unter oder Unverträglichkeit der Standardtherapie erteilt, wie Pfizer mitteilte.Show more29.01.2006, 17:22 Uhr
OTC-Schmerzmittel: Dreierkombi hat ihre Berechtigung
Kombinationspräparate zur Selbstmedikation von Kopfschmerzen standen bei Pharmakologen lange Zeit in kritischem Licht. Denn nach Auffassung von Kritikern lassen sich mit der Gabe eines Monopräparats gleich gute Ergebnisse erzielen.Eine von Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Essen, im vergangenen Jahr durchgeführte Studie brachte jedoch das Ergebnis, dass die Dreierkombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein der Gabe von Einzelsubstanzen bei der Behandlung von Kopfschmerzen überlegen ist: gleich gute Verträglichkeit bei schnellerem Wirkungseintritt.
Damit hat die Dreierkombination ihre Überlegenheit gegenüber Monopräparaten bewiesen. Wir sprachen mit Professor Diener über diese Studie und den Wert für den Patienten.
Show more29.01.2006, 17:22 Uhr
Herztransplantation: Immunsuppression mit Daclizumab
Der monoklonale Antikörper Daclizumab verringert Abstoßungsreaktionen nach Herztransplantationen. Er sollte allerdings nicht gleichzeitig mit zytolytisch wirkenden Therapeutika verabreicht werden, um Infektionsbedingte Komplikationen zu verhindern. So das Fazit einer multizentrischen Studie.Show more29.01.2006, 17:22 Uhr
Alzheimer-Demenz: Ziel: Die Progression verzögern
Die Behandlung der Demenz verursacht hohe Kosten - Tendenz enorm steigend. Den Löwenanteil machen dabei die Aufwendungen für die Pflege aus. Im Vergleich dazu fallen die Ausgaben für Antidementiva gering aus. Durch deren stadiengerechten Einsatz ergeben sich zudem im Pflegesektor Einsparungen. Die Acetylcholinesterasehemmer sind Mittel der ersten Wahl bei der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz. Für mittelschwere bis schwere Formen steht seit 2002 als erstes und einziges Antidementivum Memantin zur Verfügung.Show more29.01.2006, 17:22 Uhr
Morbus Paget: Zoledronsäure oder Risedronat?
Bisphosphonate gelten als Mittel der Wahl zur Therapie eines Morbus Paget. Das standardmäßig eingesetzte Risedronat muss über Monate hinweg täglich eingenommen werden, was zu Problemen mit der Compliance führen kann. Wie ein Vergleich zwischen einer einmaligen Kurzinfusion mit Zoledronsäure und der monatelangen täglichen oralen Gabe von Risedronat gezeigt hat, führt das i. v. applizierte Bisphosphonat zu besseren Ergebnissen als die orale Standardtherapie mit Risedronat.Show more29.01.2006, 17:22 Uhr
Raucherentwöhnung: Vareniclin reduziert Entzugssymptome
Vareniclin wurde gezielt zur Raucherentwöhnung entwickelt und befindet sich zurzeit in Studien der Phase III. Die Substanz, die kein Nicotin enthält, ist ein partieller Agonist, der hoch spezifisch an den a4b2-Acetylcholin-Rezeptoren, an denen auch Nicotin bindet, wirkt. Hiermit wird ein zweifacher Wirkansatz verfolgt. Durch die agonistische Komponente wird der Rezeptor stimuliert. Damit werden sowohl das Verlangen nach Nicotin als auch die typischen Nicotin-Entzugssymptome während der Raucherentwöhnung reduziert. Die antagonistische Wirkung dagegen blockiert den Rezeptor und schwächt so die als angenehm empfundenen Wirkungen des Rauchens ab.Show more22.01.2006, 17:20 Uhr
Anämische Tumorpatienten: Erythropoese-stimulierender Faktor nur alle drei Woch
Die European Organisation for Research and Treatment of Cancer, kurz EORTC, hat konkrete Empfehlungen für den Einsatz von Erythropoese-stimulierenden Faktoren bei anämischen Tumorpatienten herausgegeben. Klar indiziert sind sie bei symptomatischen Patienten mit einem Hämoglobinwert unter 11 g/dl. Darbepoetin alfa (Aranesp®) muss wegen seiner langen Halbwertszeit dann nur alle drei Wochen appliziert werden.Show more22.01.2006, 17:20 Uhr
Mitteilung der STIKO: Pertussis-Auffrischimpfung empfohlen
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat die Empfehlungen zur Impfung gegen Pertussis geändert: die Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie (Td) im Alter von fünf bis sechs Jahren ist durch eine Auffrischimpfung gegen Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten (TdaP) zu ersetzen. Der Zeitpunkt für die bisherige Auffrischung mit neun bis 17 Jahren soll erhalten bleiben.Show more22.01.2006, 17:20 Uhr
Herzinfarktrisiko: Ist der Body-Mass-Index überholt?
Nicht der Körpermasse-Index, sondern das Verhältnis aus Taillen- und Hüftumfang hat den engsten Zusammenhang zum Herzinfarktrisiko, ergab eine Analyse der weltweiten Interheart-Studie. Das Taillen-Hüft-Verhältnis erwies sich in allen untersuchten Gruppen unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und sonstigen Einflussfaktoren als der stärkere Risikofaktor.Show more22.01.2006, 17:20 Uhr
Vogelgrippe: Immer noch eine Tierseuche
In einer gemeinsamen Erklärung weisen das Robert Koch-Institut, das Paul Ehrlich-Institut und das Friedrich-Loeffler-Institut darauf hin, dass die aviären Influenzaviren (Erreger der Vogelgrippe) sowohl für die Veterinär- als auch für die Humanmedizin von großer Bedeutung sind. Eine enge Zusammenarbeit der verantwortlichen Bundesinstitute ist daher notwendig.Show more22.01.2006, 17:20 Uhr
Diabetes Typ 2: Erhöhte Mortalität unter Sulfonylharnstoffen
Es besteht schon lange der Verdacht, dass zumindest ältere Sulfonylharnstoffe das kardiovaskuläre Risiko und damit die Sterblichkeit bei Typ-2-Diabetikern erhöhen können. Jetzt kommt auch eine bevölkerungsbasierte retrospektive Kohortenstudie aus Kanada zu dem Schluss, dass eine Behandlung mit Sulfonylharnstoffen der 1. Generation und eine höher dosierte Glibenclamidtherapie mit einem erhöhten Sterberisiko einhergehen. Glibenclamid gilt als Mittel der 1. Wahl, wenn es um die Behandlung des Typ-2-Diabetes mit oralen Antidiabetika geht. Wir sprachen mit dem Endokrinologen und Internisten Prof. Dr. Christoph Rosak, Chefarzt am Krankenhaus Sachsenhausen in Frankfurt, über Hintergründe und mögliche Konsequenzen.Show more22.01.2006, 17:20 Uhr
AT1-Rezeptorantagonist Telmisartan: Blutdrucksenkung mit Zusatznutzen
Eine besonders gleichmäßige und über 24 Stunden anhaltende Blutdrucksenkung vermittelt in der Gruppe der AT1-Antagonisten das Telmisartan. Der Wirkstoff hat außerdem günstige Effekte auf den Kohlenhydrat- und auf den Lipidstoffwechsel, was durch eine von der Blutdrucksenkung unabhängige Wirkung auf die PPAR-γ-Rezeptoren bedingt ist.Show more15.01.2006, 17:19 Uhr
Myelotoxische Chemotherapie: Wachstumsfaktor schützt vor febrilen Neutropenien
Die Neutropenie gehört zu den gefürchteten Nebenwirkungen einer myelotoxischen Chemotherapie. Febrile Verlaufsformen können für den Patienten tödlich sein. Mit dem rekombinanten humanen hämatopoetischen Wachstumsfaktor G-CSF (Granulozytenkolonie-stimulierender Faktor) Filgrastim lässt sich das Risiko reduzieren. Noch effektiver ist die pegylierte und damit länger wirksame Substanz.Show more15.01.2006, 17:19 Uhr
Neues Wirkprinzip bei Angina pectoris: Ivabradin verlangsamt die Herzfrequenz
Der neue Wirkstoff Ivabradin (Procoralan®) hemmt hochselektiv und spezifisch den If-Kanal im Sinusknoten, der die Herzfrequenz reguliert. Ivabradin ist zugelassen zur symptomatischen Behandlung der chronisch stabilen Angina pectoris bei Patienten mit normalem Sinusrhythmus, bei denen Betablocker kontraindiziert sind oder nicht vertragen werden.Show more15.01.2006, 17:19 Uhr
Rheumatoide Arthritis: Immunadsorption bei therapierefraktären Patienten
Rheumatoide Arthritis ist nicht heilbar, aber in der Regel gut behandelbar. 800.000 Menschen leiden allein in Deutschland an der chronisch entzündlichen Gelenkerkrankung. Rund 30.000 Erkrankte sind allerdings therapierefraktär und können mit den klassischen medikamentösen Therapien nicht behandelt werden. Mithilfe der Immunadsorption mit Prosorba® können bei 42% der Behandelten deutliche Verbesserungen der Symptome erzielt werden. Aufgrund einer aktuellen Studie und einer Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie haben sich die Gesetzlichen Krankenkassen dazu bereit erklärt, die Behandlungskosten zu übernehmen.Show more15.01.2006, 17:19 Uhr
Zulassungserweiterung: Vinorelbin oral zur Therapie des Mammakarzinoms
Vinorelbin oral ist zur Behandlung des fortgeschrittenen anthrazyklinresistenten Mammakarzinoms für Patientinnen in gutem Allgemeinzustand in Deutschland zugelassen. Die Zulassung beruht auf dem Nachweis der pharmakokinetischen Äquivalenz von Navelbine® oral gegenüber Navelbine® i.v., so die Pierre Fabre Pharma GmbH.Show more15.01.2006, 17:19 Uhr
Akutbehandlung bei Myokardinfarkt: Metoprolol erhöht Gefahr für kardiogenen Sc
Unbestritten sind in den letzten Jahren Fortschritte in der Akutbehandlung des Herzinfarkts erzielt worden. Doch nach wie vor ist die Todesrate kurz nach dem Infarkt hoch. Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage, ob durch den frühzeitigen Einsatz von Clopidogrel zusätzlich zu Acetylsalicylsäure die Situation verbessert werden könnte. Auch besteht Unklarheit darüber, ob eine frühzeitige Behandlung mit Betablockern sinnvoll ist. Gerade bei Hochrisikopatienten steht eine Nutzen-Risiko-Bewertung aus.Show more15.01.2006, 17:19 Uhr
Rheumatoide Arthritis: Monoklonaler Antikörper gegen Rheuma
Die Palette an Wirkstoffen zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis ist sehr groß, dennoch kann ein Teil der Patienten nicht zufrieden stellend therapiert werden. Eine neue Option bietet der monoklonale CD-20-Antikörper Rituximab (MabThera®), der bereits zur Lymphomtherapie zugelassen ist. Die Zulassung für die Indikation rheumatoide Arthritis wird für das zweite Quartal 2006 erwartet.Show more15.01.2006, 17:19 Uhr
Herzschutzdiät: Gesättigte Fette durch ungesättigte oder durch Eiweiß ersetz
Die verringerte Aufnahme gesättigter Fette reduziert das kardiovaskuläre Risiko. Bislang war unklar, welcher Nährstoff stattdessen vermehrt zugeführt werden sollte. In der OmniHeart-Studie testeten Probanden mit leichter Hypertonie oder Prähypertonie drei Diäten. Stärker als eine Kohlenhydrat-betonte Ernährung senkten die Ernährungsformen mit viel Eiweiß oder ungesättigtem Fett den Blutdruck und verbesserten das Lipidprofil und das kardiovaskuläre Risiko.Show more08.01.2006, 17:17 Uhr
Aus der Forschung: Weder lebendig noch tot
Eine neue Generation von Impfstoffen könnte die Prävention von bakteriellen Krankheiten revolutionieren: Am Beispiel von Listeria monocytogenes, einem gefährlichen, stäbchenförmigen und sehr widerstandsfähigem Erreger, konnten Forscher aus Kalifornien zeigen, dass man ein Bakterium so verändern kann, dass es sich gleichzeitig wie ein Lebend- und Totimpfstoff verhält.Show more08.01.2006, 17:17 Uhr
Internationale Kopfschmerz-Gesellschaft: Kopfschmerzen besser verstehen
Beim diesjährigen Kongress der Internationalen Kopfschmerz-Gesellschaft vermittelten namhafte Referenten aktuelle Informationen zur Entstehung, Behandlung und Vorbeugung von Kopfschmerzen in einem Themenspektrum, das von der Pharmakogenetik bis zu aktuellen Therapieoptionen und epidemiologischen Erhebungen reichte.Show more08.01.2006, 17:17 Uhr
Narkolepsie: Natriumoxybat reduziert kataplektische Anfälle
Seit kurzem steht Natriumoxybat (Xyrem®), das der Betäubungsmittelverordnung unterliegt, zur Behandlung der Kataplexie bei Narkolepsie zur Verfügung. Es ist in der Lage, die Zahl von kataplektischen Anfällen deutlich zu senken. Natriumoxybat, das Natriumsalz der Gamma-Hydroxybuttersäure, ist ein hochpotentes Hypnotikum mit geringer therapeutischer Breite und einem hohen Interaktionspotenzial. Bei der Anwendung sind einige Besonderheiten zu beachten.Show more08.01.2006, 17:17 Uhr
Brustkrebs: Trastuzumab bereits in der Primärtherapie?
Aktuelle Zwischenauswertungen mehrerer großer Studien, bei denen Trastuzumab (Herceptin®) bereits in der adjuvanten Therapie eingesetzt wurde, zeigen einen hoch signifikanten Benefit im Hinblick auf die krankheitsfreie Überlebenszeit für diejenigen Patientinnen, die bereits im frühen Krankheitsstadium mit dem monoklonalen Antikörper behandelt wurden. Die Frage, ob sich dieser Benefit auch so deutlich auf das Gesamtüberleben auswirkt, kann erst nach Abschluss der Studien beantwortet werden. Doch bereits jetzt halten einige Kommentatoren die Ergebnisse dieser Zwischenauswertungen für sehr beachtenswert.Show more08.01.2006, 17:17 Uhr
B. Hufnagel et al.Ungesättigte Fettsäuren und Athe
Die Schädigung des Endothels ist das Schlüsselereignis in der Pathogenese der Atherosklerose, das der Bildung atherosklerotischer Plaques vorausgeht. Bis heute sind jedoch die Ursachen, die die endotheliale Dysfunktion begünstigen, nicht eindeutig geklärt. Wir konnten nun experimentell zeigen, dass freie ungesättigte Fettsäuren dabei eine entscheidende Rolle spielen: Sie aktivieren die Proteinphosphatase Typ 2C, die ihrerseits eine vermehrte Apoptose von Endothelzellen bewirkt und damit das Endothel insgesamt schädigt. Aus diesem initialen Mechanismus der Atherogenese könnten völlig neuartige Strategien der Atheroskleroseprävention entwickelt werden. Unser Konzept basiert darauf, die durch ungesättigte Fettsäuren induzierte endotheliale Apoptose zu hemmen. Da die Fettsäurebelastung der Endothelzellen in den Herzkranzgefäßen besonders hoch ist, könnte uns dieses Konzept auch im Kampf gegen den Herzinfarkt einen entscheidenden Schritt voranbringen.Show more01.01.2006, 17:16 Uhr
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