Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Long-COVID: Metformin enttäuscht, Fluvoxamin überzeugt
Wirksame Therapien zur Behandlung von Long-COVID sind gefragt – insbesondere zur Linderung anhaltender Fatigue. Im Rahmen einer randomisierten placebokontrollierten Studie wurden nun das Antidepressivum Fluvoxamin und das Antidiabetikum Metformin unter die Lupe genommen: Fluvoxamin reduzierte die Schwere der Fatigue signifikant.Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Behandlung von Long-COVID
21.04.2026, 07:00 Uhr
Diabetes mellitus: Wirkung von Inkretin verstärken
Sitagliptin (vorgesehener Handelsname Januvia®) ist der erste Vertreter einer neuen Klasse von Arzneimitteln zur Therapie des Typ-2-Diabetes, der DPP-4 (Dipeptidyl-Peptidase-4)-Inhibitoren. Er wird einmal täglich oral eingenommen. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat das Diabetesmedikament jetzt zum Zulassungsverfahren angenommen, die nächste Entscheidung der FDA wird bis Mitte Oktober erwartet.Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Europäische Kommission: Verbot für Quecksilber geplant
Die Europäische Kommission hat jetzt eine umfassende Strategie zur Reduktion der Quecksilberbelastung vorgeschlagen. Quecksilber und seine Verbindungen können hoch dosiert tödlich sein und auch schon in relativ kleinen Mengen das Nervensystem ernsthaft schädigen. In einigen Gebieten der EU werden die international akzeptierten Sicherheitswerte, etwa bei Fischen, immer noch überschritten.Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Reizdarmsyndrom: Diffuse Symptome – wirksame Behandlung
Die Behandlung des Reizdarmsyndroms (Colon irritabile) ist sehr schwierig: Das Krankheitsbild ist diffus. Eine organische Ursache ist definitionsgemäß ausgeschlossen. Im Vordergrund der Beschwerden stehen Bauchschmerzen und Blähungen sowie Verstopfung und/oder Durchfälle. Alle bisher zur Verfügung stehenden Behandlungsoptionen greifen nur punktuell in einzelne Symptome ein.Einen neuen Therapieansatz bietet nun allerdings - zumindest beim Reizdarmsyndrom mit dem vorherrschenden Symptom Verstopfung - der Serotonin-Agonist Tegaserod.
Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Zulassungserweiterung: Topotecan: Neue Therapieoption bei Lungenkrebs
Neue Zytostatika und Bestrahlungstechniken und eine bessere Begleittherapie haben in den letzten Jahren die Prognose für Patienten mit fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkrebs (SCLC) verbessert. Nun wurde erstmals belegt, was klinisch schon länger Usus war: Bestimmte Chemotherapien verlängern bei den meisten Rezidivpatienten auch in fortgeschrittenen Stadien das Überleben signifikant. Auf Basis der entsprechenden Phase-III-Studie wurde der Topoisomerase-I-Hemmer Topotecan (Hycamtin®) zugelassen für Patienten mit rezidiviertem SCLC, für die eine Wiederholung der Primärtherapie nicht in Frage kommt.Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Epilepsie und Neuropathie: Pregabalin wirkt schmerzhemmend und antiepileptisch
Wie Gabapentin stellt Pregabalin ein Analogon des hemmenden Botenstoffes GABA (Gamma-Aminobuttersäure) dar. Pregabalin (Lyrica®) ist zur Therapie peripherer neuropathischer Schmerzen zugelassen und im Bereich Epilepsie als Zusatztherapie von partiellen Anfällen mit und ohne sekundäre Generalisierung. Auch Fibromyalgie-Patienten scheint es zu helfen.Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Krebs in Deutschland: Zahl der Krebstoten sinkt
Bei immer mehr Männern und Frauen in Deutschland werden Tumore aufgespürt Ų allerdings sinkt zugleich die Anzahl der Menschen, die infolge von Krebserkrankungen sterben: Während 1998 noch rund 212.000 Sterbefälle zu verzeichnen waren, waren es 2002 etwa 209.000. Die Zahl der Neuerkrankungen schätzt das Robert Koch-Institut (RKI) auf 425.000 im Jahr 2002. Gegenüber der letzten Schätzung, die 2004 durchgeführt wurde, ist die Zahl der Erkrankungsfälle um 30.000 gestiegen.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Krebsprävention: Weniger Lungenkrebs durch Phytoestrogene?
In einer epidemiologischen Studie wurde eine Korrelation zwischen dem reichhaltigen Verzehr phytoestrogenhaltiger Lebensmittel und einem reduzierten Lungenkrebsrisiko aufgezeigt. Frauen und Männer profitieren in unterschiedlichem Ausmaß von phytoestrogenhaltiger Nahrung, dasselbe gilt für Raucher, Nichtraucher und ehemalige Raucher.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Kosmetische Indikation: Botulinumtoxin Typ A glättet die Stirn
Unter dem Handelsnamen Vistabel® hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Botulinumtoxin Typ A die Zulassung für die Behandlung der mittleren bis stark ausgeprägten vertikalen Falten zwischen den Augenbrauen (Glabellafalten) bei erwachsenen Männern und Frauen unter 65 Jahren erteilt, wenn diese Falten eine erhebliche psychische Belastung für den Patienten darstellen.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Chemotherapie: Infektionsprophylaxe mit Levofloxacin
Durch die prophylaktische Gabe von Levofloxacin können Fieberepisoden und infektionsbedingte Ereignisse bei Krebspatienten, die eine myelosuppressive Chemotherapie erhalten, abgeschwächt oder verhindert werden. Wie sich dieses Vorgehen auf die Resistenzsituation auswirkt, ist zurzeit noch nicht bekannt.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Gewichtsreduktion: Den Cannabinoid-Rezeptor blockieren
Das körpereigene Endocannabinoid-System ist unter anderem an der Regulation des Appetits sowie des Glucose- und Lipidstoffwechsels beteiligt. Wie in einer Studie gezeigt wurde, führt eine Blockade des Cannabinoid-Rezeptors zu einer Gewichtsabnahme. Zusätzlich werden kardiovaskuläre und metabolische Risikofaktoren reduziert.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Asthma bronchiale: Ciclesonid zur Behandlung von Jugendlichen zugelassen
Das inhalative Corticosteroid Ciclesonid (Alvesco®) hat von den europäischen Behörden die Zulassungserweiterung für die Behandlung von leichtem bis schwerem chronischem Asthma bei jugendlichen Patienten ab zwölf Jahren erhalten.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Depression und Schmerz: Mit Antidepressiva auch körperliche Symptome behandeln
Patienten mit Rückenschmerzen und Beschwerden am Muskel-Skelett-Apparat sind täglich Brot in jeder Hausarztpraxis und auch in Apotheken. Diese "Allerweltsbeschwerden" sind aber auch die häufigsten körperlichen Symptome von Menschen in einer Depression. Der Grund wird in einer Dysfunktion zentral schmerzregulierender Bahnen vermutet, die von Noradrenalin und Serotonin abhängen. Duale Hemmung beider Transmittersysteme an zentralen Schnittstellen der psychischen und körperlichen Symptome kann Depressions- und Schmerzlinderung zugleich sein.Show more19.02.2006, 17:23 Uhr
Dermatologie: Krätze – juckend, ansteckend und zunehmend
Skabies ist eine ansteckende, stark juckende, parasitäre Hauterkrankung, die sich schnell ausbreiten kann. Besonders in einigen tropischen Regionen wie Zentral- und Mittelamerika betrifft sie nahezu jeden. In Industriestaaten tritt die Krätze überwiegend in Gemeinschaftseinrichtungen auf, in denen Menschen auf engem Raum zusammen sind.Show more12.02.2006, 17:22 Uhr
Organtransplantation: Inhaliertes Ciclosporin schützt die neue Lunge
Patienten, die eine Lunge transplantiert bekommen, entwickeln langfristig als Abstoßungsreaktion entzündliche Veränderungen der kleinen Bronchialäste. Um diese häufige chronische Abwehrreaktion zu verhindern, haben US-Mediziner eine inhalative Formulierung des Immunsuppressivums Ciclosporin entwickelt, die die Überlebenschancen der Patienten deutlich erhöhen konnte.Show more12.02.2006, 17:22 Uhr
Therapie der Schizophrenie: Atypische Neuroleptika doch nicht nebenwirkungsärme
Für einiges Aufsehen sorgte die Veröffentlichung der Ergebnisse der amerikanischen CATIE-Studie. Darin hatte sich gezeigt, dass einige atypische Neuroleptika keinen Vorteil gegenüber dem als Referenz verwendeten klassischen Antipsychotikum Perphenazin besitzen.Show more12.02.2006, 17:22 Uhr
Adipositas: Motor des metabolischen Syndroms
Fettsucht grassiert. Inzwischen gelten über 50% der Bevölkerung als übergewichtig. Fettsucht hat Zukunft: Das Zunehmen bei Kindern und Jugendlichen zeigt, dass die Zuckerkranken von morgen mehr werden. Dabei wird Adipositas gesundheitspolitisch untergewichtet. Statt der Ursache werden oft nur die Folgekrankheiten therapiert. Denn es verläuft eine konsistente Risikokette von Adipositas zu den Krankheiten des metabolischen Syndroms, Diabetes, Arteriosklerose, schließlich Herzinfarkt und Schlaganfall als häufigste Todesursachen.Show more12.02.2006, 17:22 Uhr
Protonenbestrahlung: Konkurrenz für die Strahlentherapie bei Krebs
Die bisherige Röntgenbestrahlung bei der Behandlung bösartiger Tumoren erhält Konkurrenz von der neuartigen Protonentherapie. Die Protonenstrahlen können den Tumor, anders als die Röntgenbestrahlung, millimetergenau ausrichten und zielgenau treffen.Dies bedeutet eine deutlich geringere Belastung des umgebenden gesunden Gewebes. Voraussichtlich Mitte Februar wird das europaweit erste vollklinische Protonentherapie-Zentrum in München in Betrieb genommen.
Show more12.02.2006, 17:22 Uhr
Antibiotika, Antipyretika, Impfungen: Erhöhen sie das Allergierisiko bei Kinder
Ein anthroposophischer Lebensstil soll Kinder vor allergischen Erkrankungen schützen. So kam eine schwedische Studie zu dem Schluss, dass Kinder einer Steiner- oder Waldorf-Schule, deren Elternhaus meist anthroposophisch geprägt war, seltener zu atopischen Erkrankungen neigten. Verantwortlich dafür könnten der restriktive Einsatz von Antibiotika und Antipyretika und die ablehnende Haltung gegenüber Impfungen wie Masern, Mumps und Röteln sein. In einer großen internationalen Querschnittstudie wurde versucht, Belege für diese Hypothese zu finden und nach Möglichkeit Schutzfaktoren zu definieren.Show more05.02.2006, 17:22 Uhr
Anthroposophischer Lebensstil: Ergebnisse mit Vorsicht interpretieren
Die Parsifal-Studie ist bislang die größte Studie, die versucht hat zu klären, ob und wie ein anthroposophischer Lebensstil vor allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma oder atopischem Ekzem schützen kann. An dieser in Schweden, Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich durchgeführten Multicenterstudie war auch Prof. Dr. Erika von Mutius vom Dr. von Haunerschen Kinderhospital der Universität München beteiligt. In einem Gespräch mit der DAZ mahnte sie zur Vorsicht bei der Interpretation der Studie.Show more05.02.2006, 17:22 Uhr
Angsterkrankungen: Wenn die Furcht regiert
Angststörungen werden häufig bagatellisiert und nicht als relevante gesundheitliche Beeinträchtigung wahrgenommen. Dabei sind sie so häufig wie Depressionen und können für die Betroffenen genauso schwerwiegend sein. Während Angsterkrankungen lange Zeit nur verhaltenstherapeutisch behandelt wurden, hat man mittlerweile auch evidenzbasierte, pharmakologische Interventionsmöglichkeiten. Im Vordergrund stehen dabei die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.Show more05.02.2006, 17:22 Uhr
HIV-Therapie: AIDS heilen – mit Valproinsäure?
Mithilfe der herkömmlichen antiretroviralen Therapie gelingt es zwar häufig, die Viruslast bei HIV-Infizierten unter die Nachweisgrenze zu senken. Für eine Heilung der Erkrankung müssten jedoch auch die in den infizierten T-Zellen noch latent vorhandenen Erreger komplett beseitigt werden. Im Rahmen einer kürzlich veröffentlichten Pilotstudie war es gelungen, durch eine Behandlung mit Valproinsäure die Zahl der latent infizierten CD4+-Zellen um durchschnittlich drei Viertel zu senken.Show more05.02.2006, 17:22 Uhr
Außenansicht: Trasylol – ein Vioxx II?
Der seit 1993 zur Prophylaxe von Blutverlusten bei Bypass-Operationen eingesetzte Wirkstoff Aprotinin (Trasylol®) erhöht möglicherweise das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse. Nach einer internationalen und im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlichten Beobachtungsstudie soll es nach dem Einsatz des Medikaments gehäuft zu Nierenversagen, Herzinfarkt oder Schlaganfall gekommen sein...Show more05.02.2006, 17:22 Uhr
Arbeitsgemeinschaft Influenza: Daten zur aktuellen Situation
Die Arbeitsgemeinschaft Influenza bietet auf ihrer Webseite www.influenza.rki.de von der 40. bis zur 15. Kalenderwoche, also während der Wintersaison, aktuelle und fundierte Informationen zur Aktivität der Influenza.Show more05.02.2006, 17:22 Uhr
Diabetes Typ 1 und 2: Inhalatives Insulin zugelassen
Die europäische Zulassungsbehörde EMEA hat am 26. Januar erstmals ein inhalatives Insulin zugelassen, wie aus einer Pressemitteilung von Pfizer hervorgeht. Exubera®, das mit einem speziellen Inhalator appliziert wird, darf bei Typ-1-und Typ-2-Diabetikern verordnet werden. Für Raucher und Patienten mit Lungenerkrankungen bestehen Kontraindikationen. Für die USA erteilte die Food and Drug Administration die Zulassung einen Tag später.Show more29.01.2006, 17:22 Uhr
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung