Arzneimittel und Therapie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eisenmangelanämie: Fraktur-Risiko Ferricarboxymaltose?
Intravenös verabreichte Eisenpräparate werden vor allem dann eingesetzt, wenn eine orale Therapie nicht ausreicht, nicht vertragen wird oder eine rasche Behandlung der Eisenmangelanämie erforderlich ist. Eine retrospektive Kohortenstudie zeigt nun, dass zwei häufig eingesetzte Eisenkomplexe den Knochenstoffwechsel unterschiedlich beeinflussen können.Show morearzneimittel-und-therapie
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Intravenöse Therapie mit Eisenpräparaten
30.04.2026, 14:00 Uhr
Neuer intravenöser Calciumantagonist in USA zugelassen
Clevidipin ist ein Calciumantagonist vom Dihydropyridin-Typ, der in der Seitenkette eine Esterkonformation besitzt, die im Organismus sehr schnell gespalten wird: Die Halbwertszeit von weniger als einer Minute ist extrem kurz. In Studien konnte der Blutdruck der Patienten in den meisten Fällen innerhalb von zehn Minuten unter Kontrolle gebracht werden.Show moreHypertoniebehandlung
03.09.2008, 22:00 Uhr
Duloxetin bei generalisierten Angststörungen
Die Europäische Zulassungsbehörde hat dem selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Duloxetin (Cymbalta®) die Zulassung in der Behandlung der generalisierten Angststörung erteilt. Duloxetin besitzt einen ähnlichen Wirkungsmechanismus wie das Antidepressivum Venlafaxin, erhöht also durch Hemmung der neuronalen Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin die Konzentration dieser Neurotransmitter im zentralen Nervensystem.Show moreZulassungserweiterung
27.08.2008, 22:00 Uhr
Nalbuphin zur Behandlung von Schmerzen
Nalbuphin (Nalpain® 10 mg/ml Injektionslösung) wird zur kurzzeitigen Behandlung mittelstarker und starker Schmerzen eingesetzt. Es kann auch zur prä- und postoperativen Analgesie angewendet werden. Das Opioidanalgetikum Nalbuphinhydrochlorid war bis 2004 in Deutschland unter dem Handelsnamen Nubain®, Firma Du Pont, im Handel. Jetzt wird es unter dem Handelsnamen Nalpain® über die Firma Stragen Pharma wieder eingeführt.Show moreOpioidanalgetikum
27.08.2008, 22:00 Uhr
Neuer Standard in der Blutzuckerkontrolle
Die langfristige Kontrolle des Blutzuckers ist ein wichtiges Ziel der Diabetestherapie. Allerdings können die Messergebnisse – je nach Methode und Labor – unterschiedlich sein. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat sich nun internationalen Empfehlungen zur Standardisierung des Verfahrens angeschlossen und empfiehlt, die Ergebnisse einer HbA1c -Bestimmung zukünftig in Millimol pro mol (mmol/mol) anzugeben.Show moreDiabetes mellitus
27.08.2008, 22:00 Uhr
Krank an Leib und Seele
Neue hausärztliche Leitlinie "Psychosomatische Medizin"Von Kirsten Lennecke
"Ihre Erkrankung ist psychosomatisch!" – Diese Bemerkung eines Arztes kann Patienten in Verzweiflung stürzen. "Ich bilde mir das doch nicht nur ein!" oder "Ich bin doch nicht verrückt!", damit weisen sie häufig eine solche Diagnose von sich. Dieselben Patienten stehen oft später in der Apotheke und wollen von uns eine Hilfe. Sie wünschen eine konkrete Diagnose und ein Mittel, das ihnen gegen ihre Beschwerden hilft. Was steckt hinter psychosomatischen Erkrankungen und wie können wir in der Apotheke mit betroffenen Patienten umgehen?Show more
27.08.2008, 22:00 Uhr
Zu große Kluft zwischen Generikum und Original?
Es scheint einfach: Ein Generikum muss die gleiche qualitative und quantitative Zusammensetzung aus Wirkstoffen und die gleiche Darreichungsform wie das Referenzarzneimittel aufweisen. Und natürlich muss das Kriterium der Bioäquivalenz erfüllt sein, demonstriert durch eine Bioverfügbarkeitsstudie. Dennoch können Galenik und Bioverfügbarkeit wirkstoffgleicher Präparate stark vom Originalpräparat abweichen: Das kann bei einem Präparatewechsel unerwartete Folgen für den Patienten haben, wie das Beispiel der Therapie von Depressionen zeigt.Show moreBioäquivalenz
27.08.2008, 22:00 Uhr
CB1-Blockade: Selektiver Eingriff mit multipler Wirkung
Mit der Blockade der Endocannabinoid-Rezeptoren werden Schalter an verschiedenen Organen umgelegt und eine Vielzahl von Effekten entfaltet. Therapeutisch nutzbar sind die zentrale Appetitdämpfung und die günstigen metabolischen Effekte. Das macht CB1-Blocker zu einem vielversprechenden, nahezu kausalen Therapieansatz bei Adipositas und Typ-2-Diabetes. Vorausgesetzt, man wendet sie bei den "richtigen" Patienten an.Show moreAdipositas und Diabetes
27.08.2008, 22:00 Uhr
Reduktion der Morgensteifigkeit durch Retardformulierung
Gelenksteifigkeit und Schmerzen am Morgen zählen zu den Leitsymptomen der rheumatoiden Arthritis. In einer Studie wurde eine neue Prednison-Formulierung mit zeitverzögerter Wirkstoffabgabe getestet, die gerade das europäische Zulassungsverfahren durchläuft und die bei den behandelten Patienten zu einer deutlichen Reduktion dieser Beschwerden führte.Show moreRheumatoide Arthritis
27.08.2008, 22:00 Uhr
Mariner Naturstoff erfolgreich in präklinischen Studien
Aplidin, ein Zyklodepsipeptid aus der Seescheide Aplidium albicans, ist offensichtlich ein geeigneter Kandidat zur Weiterentwicklung von Therapeutika gegen das multiple Myelom. Amerikanische und spanische Wissenschaftler konnten in In-vitro- Studien nachweisen, dass der marine Naturstoff sowohl gegen primäre Tumorzellen als auch gegen zahlreiche menschliche Myelom-Zelllinien aktiv ist. Die noch vorläufigen Untersuchungen in klinischen Tests sind offenbar sehr Erfolg versprechend [1].Show moreAus der Forschung
27.08.2008, 22:00 Uhr
Imiquimod bei vulvären intraepithelialen Neoplasien
Zur Entfernung intraepithelialer Neoplasien im Schambereich kommt als Alternative zur chirurgischen Exzision möglicherweise auch eine topische Therapie in Betracht. In einer niederländischen Studie wurden mit dem Immunmodulator Imiquimod gute Ergebnisse erzielt.Show moreVulväre Neoplasie
20.08.2008, 22:00 Uhr
Tumormarker bei Brustkrebs
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, starben 2004 in Deutschland 17.590 Frauen an Brustkrebs. Dies entspricht 4% aller Todesfälle bei Frauen und 17% der durch Krebs verursachten Todesfälle bei der weiblichen Bevölkerung. Seit 1985 ist die absolute Zahl der Todesfälle durch Brustkrebs von 16.300 Fällen um 8% gestiegen. Dieser Anstieg ist auch durch den wachsenden Anteil der älteren Bevölkerung zu erklären. Wegen dieses häufigen Vorkommens von Brustkrebs suchen Patienten und Ärzte in aller Welt nach so viel Informationen über Tumore wie möglich für eine individuelle Therapie sowie nach Möglichkeiten der Prävention.Show moreOnkologie
20.08.2008, 22:00 Uhr
Drospirenon und niedrig dosiertes Ethinylestradiol
24vier: Das ist der Verhütungsrhythmus eines neuen niedrig dosierten Kontrazeptivums, das ab 1. September 2008 zur Verfügung steht: Yaz® enthält 3 mg Drospirenon in Kombination mit 20 µg Ethinylestradiol. Die Anwenderinnen beginnen die Einnahme mit 24 hormonhaltigen Tabletten und beenden den 28-tägigen Zyklus mit vier hormonfreien Tabletten. Dieser neue Verhütungsrhythmus soll die antimineralocorticoide und antiandrogene Wirkung von Drospirenon bis in das verkürzte hormonfreie Intervall verlängern und Hormonschwankungen verringern.Show moreOrales Kontrazeptivum
20.08.2008, 22:00 Uhr
Neues Antihistaminikum Rupatadin
Das neue langwirkende Antihistaminikum Rupatadin (Rupafin®) ist zur symptomatischen Behandlung einer allergischen Rhinitis und chronischen idiopathischen Urtikaria bei Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren indiziert.Show moreAllergische Rhinitis und Urtikaria
20.08.2008, 22:00 Uhr
Nutzen von Memantin bei Alzheimer-Demenz ungeklärt
In seinem Vorbericht kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zu der Schlussfolgerung, dass wegen unvollständiger Daten es nach wie vor ungeklärt ist, ob Patienten mit Alzheimer-Demenz vom N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)-Rezeptor-Antagonisten Memantin profitieren. Hinweise auf einen möglichen Nutzen können nur unter Vorbehalt gelten, weil die bislang für die Bewertung verfügbaren Daten lückenhaft sind.Show moreIQWiG-Vorbericht
20.08.2008, 22:00 Uhr
Comeback von hochdosiertem Vitamin C?
Vitamin C (Ascorbinsäure) kann zumindest bei Mäusen Wachstum und Gewicht von Tumoren um rund 50% reduzieren. Das ist das Ergebnis einer soeben veröffentlichten Untersuchung. Voraussetzung ist allerdings, dass Vitamin C in hoher Dosierung parenteral verabreicht wird. Die wachstumshemmenden Effekte werden auf prooxidative Eigenschaften des Vitamins zurückgeführt. In hoher Konzentration soll es die Bildung von zytotoxischem Wasserstoffperoxid induzieren, das in der Lage ist, Tumorzellen abzutöten.Show moreAus der Forschung
20.08.2008, 22:00 Uhr
Fälle von Japanischer Enzephalitis in Nordindien aufgetreten
Wie in jedem Jahr grassiert auch in diesem im nördlichen Indien die Japanische Enzephalitis. Die Übertragungszeit für die schwere Virusinfektion beginnt zumeist im Mai und endet im Oktober mit einem Schwerpunkt im August und September. Es sollen bislang mindestens 449 Menschen erkrankt und 95 verstorben sein. Betroffen sind insbesondere die Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar [1]. Ist eine Impfung für Reisende, die das Taj Mahal besuchen möchten, unbedingt empfehlenswert?Show moreInfektionskrankheiten
13.08.2008, 22:00 Uhr
Antibiotikabehandlung meist nicht gerechtfertigt
Bei einer akuter Rhinosinusitis im Erwachsenenalter reicht es meist aus, abzuwarten und die Symptome zu lindern, auch wenn die Erkrankung länger als sieben bis zehn Tage andauert. Antibiotika bringen kaum einen Nutzen, so das Resümee einer jüngsten Metaanalyse.Show moreRhinosinusitis
13.08.2008, 22:00 Uhr
Hormonpflaster bessertSchizophrenie-Symptomatik
Eine transdermale Estradiol-Therapie kann bei Schizophrenie-Patientinnen die antipsychotische Behandlung ergänzen. Ergebnissen einer randomisierten Doppelblindstudie zufolge besserte das Hormonpflaster die Positivsymptomatik, die Patientinnen litten weniger unter Wahnvorstellungen und Halluzinationen.Show moreTransdermales Estradiol
13.08.2008, 22:00 Uhr
Weniger Immunsuppressiva für Transplantat-Empfänger?
Transplantat-Patienten können hoffen. Forscher der Universität von Schleswig-Holstein in Kiel haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Abstoßungsreaktionen unterdrückt werden können. Das zeigen vorläufige Ergebnisse nach Anwendung bei Nierentransplantation. Die Patienten benötigen wohl dank der so erworbenen Transplantattoleranz weniger Immunsuppressiva, ein Patient soll sogar vollständig darauf verzichten können.Show moreNierentransplantation
13.08.2008, 22:00 Uhr
Cetuximab zur First-line-Therapie des kolorektalen Karzinoms
Der monoklonale IgG1-Antikörper Cetuximab (Erbitux®) hat von den europäischen Behörden die Zulassungserweiterung für die Erst-Linien-Therapie in der Behandlung von Patienten mit EGFR (Epidermal Growth Factor Receptor)-exprimierendem, metastasiertem kolorektalen KRAS-Wildtyp-Karzinom in Kombination mit Chemotherapie erhalten, wie die Merck KGaA mitteilte.Show moreZulassungserweiterung
13.08.2008, 22:00 Uhr
Rhabdomyolyse-Gefahrwird zu oft ignoriert
Wird der Lipidsenker Simvastatin mit dem Antiarrhythmikum Amiodaron kombiniert, dann steigt bei Simvastatin-Dosierungen über 20 mg pro Tag das Rhabdomyolyse-Risiko. Obwohl in den Produktinformationen von Simvastatin und Amiodaron auf die potenziell lebensbedrohliche Interaktion seit 2002 aufmerksam gemacht wird, werden der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA weiterhin entsprechende Fälle gemeldet. Sie warnt daher erneut vor dieser dosisabhängigen Wechselwirkung.Show moreSimvastatin und Amiodaron
13.08.2008, 22:00 Uhr
Neues Carbapenem zur Therapie schwerer Infektionen
Mit dem neuen parenteralen Antibiotikum Doripenem (Doribax®) erweitern sich derzeit die Therapiemöglichkeiten bei schweren Infektionen. Das neue Carbapenem ist zugelassen zur Behandlung nosokomialer Pneumonien einschließlich der Beatmungspneumonie sowie zur Therapie komplizierter intraabdomineller Infektionen und komplizierter Harnwegsinfektionen.Show moreAntibiotikatherapie
13.08.2008, 22:00 Uhr
Droperidol gegen Übelkeit und Erbrechen
Das Neuroleptikum Droperidol ist seit Juni 2008 wieder in Deutschland auf dem Markt. Unter dem Markennamen Xomolix® ist es als intravenöse Injektion zur Prophylaxe und Therapie von postoperativer Übelkeit und Erbrechen zugelassen.Show moreWieder auf dem Markt
06.08.2008, 22:00 Uhr
Insulinglulisin jetzt auch für Kinder ab dem 6. Lebensjahr
Die EMEA hat das schnell wirksame Insulin-Analogon Insulinglulisin (Apidra ®) zur Behandlung von insulinpflichtigen Kindern ab dem 6. Lebensjahr zugelassen. Das kurzwirksame Insulinanalogon wird entweder kurz vor oder kurz nach einer Mahlzeit verabreicht und soll die Therapie für Kinder und Eltern erleichtern.Show moreZulassungserweiterung
06.08.2008, 22:00 Uhr
„Hinweise, dass Pioglitazon einen Vorteil haben könnte“
Der Vorbericht des IQWiG zur Nutzenbewertung der Glitazone bei Typ-2-Diabetes liegt auf dem Tisch. Er bemängelt die ungenügende Datenlage zum Langzeitnutzen, bestätigt aber, dass Pioglitazon einen Vorteil im Hinblick auf das kardiovaskuläre Risiko haben könnte. Namhafte Diabetologen diskutierten den Vorbericht. Und kritisierten vor allem die Auswahl der Studien.Show moreVorbericht des IQWiG zu den Glitazonen
06.08.2008, 22:00 Uhr
Fibrat-Hersteller legen Widerspruch ein
Die Lipidsenker Fenofibrat, Bezafibrat und Gemfibrozil werden zur unterstützenden Behandlung im Rahmen verschiedener Lipidstoffwechselstörungen eingesetzt. Im Rahmen eines Stufenplanverfahrens soll ihre Anwendung zum 1. Oktober 2008 stark eingeschränkt werden. Viele Fibrat-Hersteller haben Widerspruch eingelegt und können damit zunächst ihre Produkte mit den alten Indikationsangaben weiter in Verkehr bringen.Show moreZulassungseinschränkung
06.08.2008, 22:00 Uhr
Beeindruckender Erfolg bei Alzheimer-Demenz
Die kognitiven Leistungen von zwölf Alzheimer-Patienten ließen sich in einer Studie durch perispinale Injektion des TNF-alfa-Inhibitors Etanercept (Enbrel®) signifikant steigern. Darüber hinaus zeigten zwei Patienten innerhalb von Minuten nach der Injektion deutlich verbesserte sprachliche Fähigkeiten.Show moreEtanercept
06.08.2008, 22:00 Uhr
Orale Antidiabetika in der Schwangerschaft
Schwangerschaftsdiabetes gehört zu den häufigsten Begleiterkrankungen einer Schwangerschaft. Bei unzureichender Therapie können gestationale Hyperglykämien zu Komplikationen in der Schwangerschaft sowie zu Langzeitschäden für Mutter und Kind führen. In einer vergleichenden Studie wurde nun untersucht, inwieweit während der Schwangerschaft statt Insulin auch orale Antidiabetika zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels eingesetzt werden können.Show moreGestationsdiabetes
06.08.2008, 22:00 Uhr
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